Wie Astrologie meine Arbeit als Persönlichkeitsfotografin verändert hat
Seit mehr als 20 Jahren fotografiere ich Menschen. Business-Portraits, Dating-Portraits, Bewerbungsfotos, Unternehmensreportagen. Tausende Menschen vor meiner Kamera. Und ich habe sehr früh gemerkt: Das beste Foto entsteht nicht in dem Moment, in dem jemand gut posiert. Es entsteht in dem Moment, in dem jemand aufhört, eine Rolle zu spielen. Die Frage, die mich seither beschäftigt: Was bringt jemanden dazu, sich wirklich zu zeigen? Die Antwort fand ich – nach zwei Jahrzehnten – in der Astrologie.
Vom Gespür zur Methode
Ich habe als Fotografin immer intuitiv auf Menschen reagiert. Ich spürte, ob jemand unter Druck stand oder frei war. Ob jemand Raum einnahm oder sich kleiner machte als er war. Welche Energie jemand mitbrachte – und welche er vor der Kamera zurückhielt. Was mir fehlte, war eine Sprache dafür. Ein System, das mir erlaubte, das, was ich wahrnahm, zu benennen – und
gezielt darauf einzugehen. Diese Sprache fand ich in der Astrologie.
Seit ich vor dem Shooting das Geburtshoroskop meiner Kunden analysiere, hat sich meine Arbeit grundlegend verändert. Nicht weil ich Vorhersagen treffe oder Ratschläge gebe. Sondern weil ich verstehe, wen ich fotografiere – bevor ich die Kamera in die Hand nehme.
Was ich im Horoskop suche
Als erstes schaue ich auf die Elementverteilung im Gesamthoroskop. Sie zeigt mir das energetische Grundmuster – und oft auch das, was nach innen gelebt wird und nach außen kaum sichtbar ist. Wer dominant Feuer hat, braucht Dynamik. Wer viel Wasser hat, braucht Schutz und Atmosphäre. Und häufig gibt es eine ergänzende Seite, die im Alltag kaum Raum bekommt – genau diese Spannung ist fotografisch interessant. Dann schaue ich auf Venus – die natürliche Ausstrahlung, die jemand hat, noch bevor er ein Wort sagt. Venus im Feuer braucht Bewegung und Lebendigkeit. Venus im Wasser entfaltet sich, wenn die Atmosphäre stimmt und Vertrauen da ist. Venus in Erde wirkt am stärksten mit echten Materialien, in natürlichen Umgebungen. Venus in Luft braucht echten Dialog – Stille und starre Posen töten diese Energie. Das klingt simpel. Aber es entscheidet über Location, Licht und den gesamten Ablauf des Shootings.
Was ich herauslese, setze ich konkret um – in der Wahl der Location, im Tempo, in der Art wie ich ins Gespräch gehe. Zum Beispiel jemand mit viel Skorpion-Energie braucht kein oberflächliches Blabla – der will Tiefe, von Anfang an. Jemand mit viel Widder braucht Bewegung und Tempo, keine langen Erklärungen. Habe ich die Geburtszeit, kommt noch der Aszendent dazu. Er zeigt mir die erste Wirkung nach außen – den Ton, den ich im Shooting aufgreifen muss, damit die Person in ihrer natürlichen Energie ankommen kann. Und am Ende schaue ich das Gesamthoroskop an. Nicht checklisten-artig, sondern als Ganzes. Was dominiert? Was fehlt? Was liegt auf der Hand – und was ist verborgen?
Ein Beispiel aus der Praxis
Ich habe eine Kundin fotografiert – bekannt in Regensburg – Sängerin, nach außen extrovertiert und präsent. Ihr Horoskop zeigte eine stark wasserbetonte Seite: tiefgründig, sensibel, nachdenklich. Etwas, das in ihrem öffentlichen Auftreten kaum Raum hatte. Ich habe sie beim Shooting klar darauf angesprochen. Sie hat mich kurz angeschaut und gesagt: „Endlich sieht das mal jemand.“ Die Fotos, die danach entstanden, hat sie bis heute sehr gerne im Einsatz. Nicht weil sie besser posiert hat. Sondern weil sie aufgehört hat, die Extrovertierte zu geben.
Hätte ich das ohne das Horoskop auch erreicht?
Vielleicht. Irgendwann. Mit mehr Umwegen. Das Horoskop war kein Ersatz für Erfahrung – es war eine Abkürzung zum Wesentlichen. Was Fotografie und Astrologie gemeinsam haben
Beide arbeiten mit dem, was sichtbar ist – und mit dem, was dahinter liegt.
Ein gutes Foto zeigt nicht, wie jemand aussieht. Es zeigt, wer jemand ist. Das Horoskop tut dasselbe – nur mit anderen Mitteln.
Ich komme deshalb zum Shooting vorbereitet. Ich weiß, womit diese Person strahlt – und womit sie sich verstellt. Und wenn jemand danach sagt: „Das bin ich. Endlich.“ – Dann war es nicht die Kamera. Es war das Gespräch davor.
Zur Autorin
Petra Homeier ist Persönlichkeitsfotografin und Astrologin aus Regensburg. Sie arbeitet seit über 20 Jahren mit Menschen vor der Kamera und verbindet astrologische Persönlichkeitsanalyse mit professioneller Businessfotografie. Sie bietet Business-Portraits, Dating-Portraits und astrologische Beratung an – DACH-weit und online.
www.petra-homeier.de
Hermann-Köhl-Straße 3 B
93049 Regensburg
Telefon 0151 / 14 13 64 27



