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Dienstag, 16 Juni 2026 / Published in Allgemein, Astrologie und Horoskope

Die Bedeutung der Bahnelemente in der Astrologie der Heliosphäre

von Wolf D. Krause
Um die astrologische Bedeutung eines Planeten zu einem bestimmten Zeitpunkt wirklich präzise zu erfassen, sollte man ihn – neben den Daten zu seiner Position und den Daten zur Lage und Form seiner Bahn – zu allererst im Zusammenhang mit den wesentlichsten Orten seiner Bahn um die Sonne zu erkennen und zu verstehen versuchen:

1.) Die Apsiden der Bahn eines Planeten (Perihelion = bei der Sonne v/s Aphelion = von der Sonne entfernt) weisen auf die Dynamik und die Orbitalgeschwindigkeit des Planeten hin, und worauf seine Inhalte und seine Wirkungen (auch je nach Position in den Zeichen und Graden des Tierkreises) grundsätzlich mehr oder weniger gerichtet sind. Am Perihelion (Perihel) ist der Planet schnell und mehr auf die eigene individuelle Kraft und Seele, am Aphelion (Aphel) langsam und mehr auf die kollektiven Umstände (und die Kollektivseele) orientiert. Diese beiden Extrempole der Bahn, die grundsätzlich entweder mehr oder weniger einer Ellipse entspricht, bilden die Hauptachse der Planetenbahn. Der Grad der Stauchung der Ellipse wird als Exzentrizität mit einem Wert zwischen 0,0 (Kreis) und 1,0 (Parabel/Ellipse) gemessen.

In ihrer hohen Exzentrizität herausragend sind Mars (0,09), Merkur (0,21), Pluto (0,24) und Eris (0,44), vor allem, wenn sie sich am Perihel oder Aphel ihrer elliptischen Bahn befinden. Sie gelten für mich somit grundsätzlich als mit einer destruktiven bis asozialen Tendenz zu bewerten. Dies gilt umso mehr für die meisten Asteroiden des Kuiper-Gürtels.

Hervorragend mit ihrer geringen Exzentrizität und beinahe kreisförmigen Bahn sind hingegen Venus (0,01), Neptun (0,02) und die Erde (0,02). Sie gelten für mich grundsätzlich als sozialer und somit eher als harmonisierend zu bewerten.

2.) Die Planetenknoten sind die beiden Kreuzungsstellen einer Planetenbahn mit der in den Weltraum verlängert gedachten Erdbahnebene.
[Letztere, „Ekliptik“ genannt, ist der Tropische Tierkreis mit seinen 12 Tierkreiszeichen zu je 30° ekliptikaler Länge. Die beiden Schnittpunkte des Erdäquators mit der Erdbahnebene ergeben die beiden primär bedeutsamen Äquinoktialpunkte 0°Widder und 0°Waage.]

Die Planetenknoten entstehen durch die Abweichung der Planetenbahnebene von der Erdbahnebene. Der Grad der Abweichung der jeweiligen Planetenbahnebene zur Erdbahnebene, genannt Inklination, wird in ekliptikalen Breitengraden gemessen.

Je größer die Abweichung der Planetenbahn von der Erdbahnebene ist, desto mehr kann ein Planet von den als geläufig und »normal« empfundenen irdischen Angelegenheiten abweichen oder aus dem Rahmen fallen – der normalerweise zu erwartenden Wandlungsimpulse etwa.

Die höchstmögliche Breiten-Abweichung findet immer an den Quadraten zu den Bahnknoten statt, wenn der Planet die höchste nördliche oder südliche Breite zur Ekliptik erreicht. Die geringste Inklination hat erstaunlicherweise Uranus (0,77°), wobei bereits dessen Lage und Rotation durch die ungewöhnliche Neigung der Polachse, anders als bei den übrigen Planeten, nicht an einen Kreisel, sondern an ein drehendes Rad auf einer Schiene erinnert. Die größte Inklination gegenüber den anderen Planeten haben Venus (3,39°), Merkur (7,00°), Pluto (17,11°) und Eris (43,88°).

Die Erdbahnebene (Ekliptik=Tierkreis) wurde u. a. bei Carlos Castaneda als „Band des Bewusstseins“ bezeichnet. Geozentrisch, von der Erde aus gesehen, ist es die „Bahn der Sonne“

Wenn man das Phänomen der Präzession hier miteinbezieht, verändert bzw. wandelt sich das irdische Bewusstsein über die Epochen der Jahrtausende hinweg. Entsprechend nehmen die Wirkungen der Sterne im Verhältnis ihrer Position zur Ekliptik ab oder zu (- auch besonders sichtbar an den Polarsternen). Aber auch im Verlauf der Jahrhunderte ändern die Bahnknoten der Planeten und Asteroiden ihren Winkel zum Frühlingspunkt 0°Widder. Ich stelle aufgrund meiner bisherigen Erkenntnisse und Erfahrungen fest, dass die Planeten sich je nach Winkel (Aspekt) des Nordknotens ihrer Bahn zum Frühlingspunkt zu bestimmten Zeiten in besonderer Weise hervortun und dabei bestimmte Herausforderungen an die Menschheitsentwicklung stellen (und natürlich, sobald die Planeten im Hauptaspekt die Knoten ihrer jeweiligen Bahn transitieren), die uns entsprechend ihrer Symbolik tatsächlich in unserem Alltag begegnen:

So finden wir

» den Marsnordknoten im Oktil (U) (45°) zum Frühlingspunkt 0°Widder während des Hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich,
» den Uranusnordknoten im Quintil (T) (72°) zu 0°Widder, als von 1607 (71°58‘40“) an die religiös-motivierten Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten in der bayrischen Stadt Donauwörth ausbrachen und bis 1631, bei der grausamen »Magdeburger Hochzeit«, zum Höhepunkt des 30jährigen Krieges eskalierten.
» den Venusnordknoten im einstmals von Kepler definierten Bilin (Eris) (75°), dem „Katastrophen-Aspekt“ zu 0°Widder, der zwischen September 1812 (74°59‘40“) und April 1814 (75°00‘20“) präzise das gesamte Jahr 1813 beherrschte, jenes Jahr, als Napoleon mit seinem gescheiterten Russlandfeldzug eines der größten Massaker des 19. Jahrhunderts verschuldete,
» und den Plutonordknoten im exakten Quadrat (Erde/Mond) (90°) zu 0°Widder, als zwischen den Jahren 496 und 497 nach Christi Geburt die katholische Kirche zu so großer Macht gelangt war, dass sie zum ersten Mal eine Liste »verbotener Bücher« herausbrachte.

Der Einfluss des Christentums zum Ende des Fünften und Beginn des Sechsten Jahrhunderts erreichte dabei im Römischen Reich einen ersten Höhepunkt.

Was uns heute betrifft: mit dem Uranusnordknoten im marsischen Quintil (72°) zu 0°Widder begannen schließlich auch die Epoche der Aufklärung und die rasante Entwicklung der Wissenschaft und Technologien, überhaupt eben auch die Entdeckung des Planeten Uranus selbst im Jahr 1781, bis hin zu den schwierigen weltpolitischen Umbrüchen (Deklaration der Menschenrechte) während der Phase der Französischen Revolution 1789 bis 1796 (WI 72°54‘35“). Anfang Juni 2015 befand sich der Uranusnordknoten bei 74°00‘00“, womit die Phase des Bilin begann, das erst im Juni des Jahres 2203 exakt bei 75°00‘00“ erreicht sein wird. Wir sollten uns dabei bewusst sein, dass diese Gradzahl nichts anderes ist als die Position des Uranusnordknotens auf 15°00‘00“ Zwillinge. Der Südknoten befindet sich dann gegenüber auf 15°00‘00“ Schütze.

Die Bedeutung der planetarischen Schnittstellen mit der Erdbahn hat mit der Begegnung der inkarnierten und materialisierten Seelen mit den ihrer Veranlagung entsprechenden Entwicklungs-Herausforderungen zu tun, die sich ihnen durch die Manifestation der Planetenkräfte an den Planetenknoten stellen. Denn die Erde ist der Raum oder die Sphäre für diese »Wachstums-Begegnungen«, und an den Schnittstellen der Ekliptik ( = Tierkreis!) mit den jeweiligen Planetenbahnen entwickelt sich bzw. begegnet man ganz konkret und unausweichlich jener Planetenkraft, besonders, wenn sich an einem der beiden Knoten oder in seiner unmittelbaren Nähe ein Planet befindet; umso deutlicher spürbar und erlebbar mit den ihm zugeordneten Bedeutungen und Eigenschaften, wenn es sich um den Planeten an seinem eigenen Bahnknoten oder im Quadrat dazu handelt.

Wie im Falle der bereits hinlänglich bekannten Mondknoten unterscheidet man, ob sich ein Planet zu dem in nördlicher Breite aufsteigenden oder zu dem in südliche Breite absteigenden Knoten bewegt. Am Nordknoten seiner Bahn ist bestenfalls eine positive Entwicklungstendenz hin zu neuartigen Erfahrungen zu erwarten, am Südknoten eher eine negative Haltung und Entwicklung, die sich bestenfalls in der bekannten Weise, wie dieser Planet für gewöhnlich zum Ausdruck kommt, „stabilisiert“.

 

Wichtig: Im geozentrischen Abbild des Tierkreises stehen sich die Nord- und Südknoten der Planeten meist nicht genau im Winkel von 180° gegenüber. Auch finden sie sich überwiegend in anderen Graden als im heliozentrischen Bild.

Die heliozentrischen Positionen der Knoten der Planeten und Asteroiden wurden abgerufen bei Solex12.1. von Aldo Vitagliano.Die geozentrischen Positionen der klassischen plus der drei transsaturnischen Planeten bietet z.B. Astroplus von Astrocontact, Linz. Weitere Hinweise unter → https://astrohistoryblog.wordpress.com/astrohistory-archiv/

Hier weitere Infos zum Inhalt und zum
Autor Wolf D. Krause : https://astrohistoryblog.wordpress.com

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