Interview mit Klemens Ludwig, Tübinger Autor und Astrologe

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 „Die Astrologie hat über Jahrhunderte bedeutende Künstler inspiriert“

 

Klemens Ludwig

Wer den Mailänder Hauptbahnhof betritt und nach oben schaut, erblickt den astrologischen Tierkreis über sich. An den Rathäusern von Prag, Tübingen oder Heilbronn kann man Uhren mit dem Zodiak bewundern, ebenso sieht man in Venedig Tierkreiszeichen auf der Sonnenuhr des berühmten Markusdoms. Auch in den gotischen Kathedralen von Chartres, Amiens, Paris und Reims ist der Tierkreis abgebildet, in Chartres und Paris gleich mehrfach. Helen Fritsch, 1. DAV-Vorsitzende, hat Klemens Ludwig zu seinem neuen Buch „Klemens Ludwig: „Astrologie in der Kunst“ interviewt (Chiron Verlag, 234 Seiten, 24,90 €). Zur  Home-Page des Autoren: www.klemensludwig.de

 

Astrologie in der Kunst

Warum beziehen so viele Künstler aus früheren Jahrhunderten astrologische Symbole in ihre Meisterwerke mit ein?

Vermutlich, weil die Astrologie ein selbstverständlicher Teil des Weltbildes war. Heute ist sie zwar ein Massenereignis, z. B. durch die sogenannten Zeitungshoroskope, doch wirklich ernst genommen wird sie nicht, jedenfalls nicht von denen, die das gesellschaftliche Wertesystem bestimmen – Wissenschaftler, Politiker, Publizisten und Journalisten seriöser Medien. Früher war Astrologie gewiss kein Massenereignis, aber von den prägenden Kräften, der Elite, wurde sie nicht in Frage gestellt. Insofern hatten auch die Künstler einen ganz selbstverständlichen Zugang dazu.

Kann man sagen, dass bestimmte Kunstwerke die Astrologie verständlicher machen?

Unbedingt. Um Wissen zu vermitteln, hat man sich früher viel häufiger als heute bildhafter Darstellungen bedient, allein schon wegen der vielen Analphabeten. Selbst die feudale Elite verfügte häufig nur über Grundkenntnisse im Lesen und Schreiben, die nicht ausreichten, um sich differenzierte Zusammenhänge anzueignen. Wenn man sieht, wie differenziert etwa in den Haus- und Stundenbüchern – einem wichtigen Medium der Wissensvermittlung im Mittelalter – astrologische Zusammenhänge dargestellt wurden, dann liegt es auf der Hand, dass hier Unterricht erteilt werden sollte: Zu den Zeichen wurde der Herrscher gestellt; die Planeten wurden mit Exil, Erhöhung und Fall gezeigt. Das Gleiche gilt für Werke von Albrecht Dürer wie das von der Kunstgeschichte vollkommen falsch interpretierte „Sol Justitia“, das der Meister gewiss nicht so genannt hat. Es enthält nämlich ebenfalls die verschiedenen Wohnungen der Sonne. Etwas vereinfacht gilt das auch für das Tympanon vieler Kathedralen.  

Apropos Albrecht Dürer: Was hat ihn veranlasst, in einigen seiner Werke astrologische Symbole zu verwenden – ganz unverschlüsselt sogar in seinem Holzschnitt „Nackte Frau mit Zodiak“ von 1502?

Dürer stand der Astrologie besonders nah. Keiner unter den ganz Großen hat so häufig astrologische Motive aufgegriffen. In seiner Art und seinem Lebensstil war er so etwas wie die personifizierte Renaissance; niemand hat bis zu der Zeit so viele Selbstporträts gezeichnet. Dürer war sich also seiner Individualität ganz bewusst und sah in der Astrologie eine Möglichkeit, sich auszudrücken.  

Sind viele Symbole in Kunstwerken nur dann interpretierbar, wenn man über astrologisches Wissen verfügt?

Astrologische Grundkenntnisse sollten vorhanden sein, um tiefer in die Symbolik einzudringen. Noch wichtiger aber ist Offenheit gegenüber der Astrologie.

Warum verschlüsselten viele Künstler ihre Aussage?

Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Es ging nicht nur um Wissensvermittlung mit einem allgemeinen erzieherischen Anspruch, sondern manche Künstler, darunter Leonardo und viele Baumeister der Gotik, gehörten esoterischen Zirkeln an, weshalb sich die tiefere Botschaft ihrer Werke an andere Eingeweihte richtete. Seit der Aufklärung konnte die Sorge um die eigene Sicherheit Künstler aber auch dazu veranlassen, astrologische oder andere spirituelle Botschaften zu verschleiern. So tolerant waren viele Aufklärer nicht, dass sie „Aberglauben“ geduldet hätten; und als nichts anderes betrachteten Herrscher wie Friedrich II., Joseph II. oder Zarin Katharina die Astrologie.

Die Sphinx, die bis heute als eine der rätselhaftesten Darstellungen der Antike gilt, symbolisiert deiner Meinung nach das „fixe Kreuz“ in der Astrologie. Warum?

Weil die Symbolik – der griechischen Tradition – offenkundig ist: Löwenkörper und Stierpranken, dazu das Menschengesicht – der Wassermann – und die Adlerflügel, bekanntlich der aufgestiegene Skorpion.

Der große Dichter Dante Alighieri wurde in der Kapelle San Giovanni in Florenz (entstanden 1059 – 1128) getauft. Sie ist ein beliebtes Ziel für Touristen. Innen findet man den Tierkreis als Fußbodenmosaik. Viele Taufkapellen des Hochmittelalters enthalten Abbildungen des Zodiaks – was hat Künstler und Kleriker damals dazu bewogen?

Es gibt keine schriftlichen Aufzeichnungen dazu, zumindest sind mir keine bekannt, also müssen wir spekulieren. Die Taufe war der Eintritt in die göttliche Ordnung, und die göttliche Ordnung wurde auch durch den Zodiak symbolisiert. So lag es nahe, beides zusammenzuführen.

Briefmarken aus verschiedenen Ländern – du zeigst in deinem Buch Motive aus Tschechien, Österreich, der Schweiz oder Belgien – schmücken sich mit astrologischen Symbolen. Wie kam es dazu – kannst Du uns mehr darüber berichten?

Ich habe nicht im Einzelnen verfolgt, was die Post immer wieder veranlasst, astrologische Motive aufzugreifen. Fakt ist, dass es in verschiedenen Kulturen vorkommt, von China über Indonesien und Israel bis zu europäischen Ländern. Darin sehe ich nicht unbedingt eine tiefe Würdigung der Astrologie, sondern eher eine Konzession an ihre Breitenwirkung, was mir aber auch gefällt, denn teilweise sind es ausgesprochen schöne Darstellungen.

Karl der Große gilt als Stammvater der Deutschen und Franzosen. Eines der wichtigsten Gebäude, das er stiftete, war eine achteckige Kapelle seiner Kaiserpfalz in Aachen, die als Zentrum seines Reiches gilt. Der Bau begann vermutlich nach 780 n. Chr. Warum denkst du, dass astrologische Faktoren bei diesem Bau eine entscheidende Rolle spielten?

Kurz zuvor gab es ein seltenes Oktagon am Himmel, das Karls Astrologen gewiss berechnet hatten, das heißt acht Planeten bzw. Punkte standen im Abstand von 45 Grad zueinander. Das wurde mit dem Grundriss der Kapelle aufgegriffen.

Quedlinburg im Harz ist eine 30.000-Einwohner-Stadt, vollständig als UNESCO-Welterbe anerkannt. Der Domschatz, der zur Servatius-Kirche gehört, enthält einen Reliquien-Kasten aus Elfenbein, vermutlich entstanden um 870 n. Chr. Darauf ist Jesus mit elf Aposteln dargestellt. Warum nur elf, warum nicht zwölf? Und was hat es astrologisch damit auf sich?

Den Aposteln sind die zwölf Tierkreiszeichen zugeordnet, eine Symbolik, die häufig in der Kunstgeschichte wiederkehrt. Allerdings wurde Judas, der Verräter, weggelassen. Von ihm wollten die Schöpfer offenbar nichts mehr wissen. Um dennoch auf die volle Zahl zu kommen, wurde Paulus hinzugefügt, der bekanntlich kein Apostel war.

Entschlüsselst du noch einmal aus deiner Sicht das Rätsel um Leonardos „Abendmahl“?

Ich denke, unter Astrologen ist das kein großes Rätsel, und selbst astrologische Laien können sich der Deutung nicht entziehen, wenn man sie ihnen nahebringt. Leonardo hat den zwölf Jüngern allzu offensichtlich die astrologischen Attribute zugeordnet. Ich will nicht auf alle eingehen, aber auf ein paar besonders offenkundige: Links beginnt der Reigen mit dem Widder, dynamisch streben Hände und Kopf nach vorne. Zwei Stationen weiter der Zwilling, offen für die Welt nach allen Seiten, mit dem Kopf in die eine und den Händen in die andere Richtung weisend. Oder an fünfter Stelle der Löwe, wie er herrschaftlich seine Arme ausbreitet und seinen Raum ausfüllt. Kaum sichtbar dahinter die Jungfrau, unauffällig, sich selbst zurücknehmend, aber mit dem mahnend erhobenen Zeigefinger und so weiter, und so fort … Es ist so offensichtlich wie erschreckend, dass die Kunstgeschichte das ignoriert. Lies mal klassische Interpretationen des Abendmahls, peinlicher geht es nicht. Da sollen verwirrte und wild gestikulierende Männer zu sehen sein, die gerade erfahren haben, dass einer von ihnen Jesus verraten wird.  

Verschiedene Kunsthistoriker haben sich mit dem Zusammenhang zwischen Kunst und Astrologie befasst. Allen voran Aby Warburg (1866 – 1929) und sein Schüler Fritz Saxl (1890 – 1948), der Astrologe und Kunstwissenschaftler Erich von Beckerath (1891 – 1981), aber auch Arnold Bittlingen – und derzeit zum Beispiel Prof. Dieter Blume aus Jena und Prof. Ulrich Pfisterer aus München. Dennoch wird diese Thematik unter Kunsthistorikern eher nachrangig behandelt. Welche Gründe siehst du hierfür?

Die Mehrheit der Kunsthistoriker besteht halt aus traditionellen Wissenschaftlern. Sie betrachten die Astrologie als unseriös und sind dabei sehr eingefahren in ihren Denkmustern. Wenn indes eingestanden wird, dass die Astrologie über Jahrhunderte bedeutende Künstler inspiriert hat, bedeutet das nicht zwangsläufig ein persönliches Bekenntnis zur Astrologie. Es sollte nicht mehr als wissenschaftliche Redlichkeit sein, doch selbst das ist offenbar zu viel verlangt.  

Du wirfst den Kunsthistorikern in deinem Buch mehrfach vor, sie würden astrologische Symbole ignorieren. Gab es daraufhin Gegenwind von namhaften Vertretern der Zunft?

Nein, leider nicht, möchte ich sagen, denn es hätte ja spannende Diskussionen auslösen können. Die Zunft ignoriert das Buch jedoch in einer Weise, die ich so nicht erwartet hätte. Das ist schon frustrierend.

Wie würdest du den gemeinsamen Nenner zwischen Kunst und Astrologie, das gemeinsame Anliegen dieser beiden Fachrichtungen beschreiben?

Die Kunst bringt geistige Ideen ihrer Zeit zum Ausdruck. Die Astrologie macht diese Ideen individuell erfahrbar, denn das persönliche Horoskop ist bekanntlich eine höchst individuelle Angelegenheit. Gleichzeitig stellt sie diese Werte aber auch in einen tieferen Zusammenhang, denn an den Wurzeln der Astrologie hat sich in den letzten 2.000 Jahren nichts Wesentliches geändert. So ergänzen sich Kunst und Astrologie und geben den Menschen Orientierung bei der Suche nach ihrem Platz im Kosmos.   

Klemens, wie entstand dein Interesse für Astrologie?

Das liegt über 25 Jahre zurück und mir ging es wie vermutlich manch anderem: Ich war in einer persönlichen Krise, einer heftigen Beziehungskrise, und suchte nach Halt und Orientierung. Zuvor hatte ich das übliche oberflächliche Halbwissen von Sternzeichen. Als ich mich ernsthaft auf die Astrologie einließ, erkannte ich bald ihren konkreten Wert. Dass mir die Krise das eröffnet hat, betrachte ich seitdem als wunderbares Geschenk!

Wie kamst du auf die Idee, über „Astrologie in der Kunst“ zu schreiben und wie lange hast du an deinem Buch gearbeitet?

Ich hatte schon immer ein ausgeprägtes Interesse an Geschichte, Theologie, Spiritualität und Kunst. Bereiche, die eng zusammen gehören, auch wenn die Theologie „dank“ der Kirche in Verruf geraten ist. So beschränkte sich meine astrologische Praxis nicht nur auf die individuelle Horoskopdeutung mit all ihren großartigen Facetten. Ich beschäftigte mich schon bald mit der Geschichte der Astrologie und deren kulturhistorischem Umfeld. Damit begegnete mir zwangsläufig die Darstellung astrologischer Symbole in der Kunst. Das hat mich umso mehr fasziniert, je tiefer ich eingetaucht bin. Bereits vor zehn Jahren habe ich Aufsätze zu dem Thema verfasst. In einem Gespräch mit dem Verleger Reinhardt Stiehle kam die Idee, daraus ein Buch zu machen. Die eigentliche Schreibarbeit hat nur ein paar Monate gedauert, ich habe darin ja durchaus Routine und vielleicht auch etwas Talent; aber im Grunde ist das Buch das Resultat einer jahre- oder jahrzehntelangen Faszination.  

Gab es Kapitel, die dich vor besondere Herausforderungen stellten?

Das kann ich nicht sagen. Ich orientiere mich bei der Einordnung an den klassischen Epochen der Kunstgeschichte, und da gibt es keine, zu der ich keinen Zugang finde.

Gab es bei deinen Recherchen etwas, was dich sehr überrascht hat?

Ja. Ich wusste schon, welch wichtige Rolle die Astrologie für die Kunst gespielt hat, aber dass es in einem solchen Umfang der Fall ist, das hat mich selbst überrascht. Dabei ist das, was wir kennen, womöglich nur die Spitze des Eisbergs. Vor allem in Kirchen war manche astrologische Darstellung Jahrhunderte lang übermalt und verborgen und ist erst bei modernen Restaurierungsarbeiten – als sich das Bewusstsein für den Denkmalschutz durchgesetzt hatte – wieder aufgetaucht. Da lässt sich nur spekulieren, welche astrologisch-künstlerischen Schätze sonst noch übermalt, abgerissen oder versteckt worden sind; sei es aus Unachtsamkeit oder sei es gezielt, weil die Astrologie verpönt war.

Biografie Klemens Ludwig

Der Publizist, Astrologe und Tibetkundler Klemens Ludwig wurde am 23. Dezember 1955 im Sauerland geboren. Er studierte zunächst Anglistik und Theologie in Tübingen, ging dann 1979 als hauptamtlicher Mitarbeiter zur Gesellschaft für bedrohte Völker (damals Hamburg, heute Göttingen) und konzentrierte sich im Laufe der Zeit auf Asien. Er hat fast alle asiatischen Staaten bereist und publiziert regelmäßig über seine Erfahrungen. Seine neueste „Entdeckung“ ist Afrika, das ihn bei einem Besuch 2013 so sehr fasziniert hat, dass es nun vermehrt auf seiner Agenda steht.

1986 besuchte er erstmals Tibet; von 1994 bis 2000 war er Vorsitzender der Tibet Initiative Deutschland. Seit 1988 traf er immer wieder mit dem Dalai Lama zusammen und hat eine Biografie über ihn verfasst. Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre hielt sich Ludwig häufig im Baltikum auf und wurde dort Zeuge vom Zerfall der Sowjetunion und der Wiedererlangung der Unabhängigkeit der baltischen Staaten.

Klemens Ludwig ist geprüfter Astrologe des Deutschen Astrologen-Verbandes (DAV) und beratend tätig. Zusammen mit Daniela Weise verfasste Ludwig das „Große Lexikon der Astrologie“, das eine wesentliche Grundlage für AstroWiki bildete. 1995 erhielt er den Journalistenpreis Astrologie des DAV für seine Bemühungen um eine „objektive Darstellung des Themas Astrologie“.

Astrologische Bücher

„Das Horoskop meines Kindes. Kinder in ihrer Einzigartigkeit verstehen und unterstützen“, Kösel-Verlag, München 2001, ISBN 978-3466305452

 „Das große Lexikon der Astrologie“ (mit Daniela Weise), Bassermann-Verlag , Niedernhausen 2001; 2004, ISBN 978-3809415565

„Das große Handbuch der Astrologie: Astrologie von A - Z mit Mondzeichen- und Aszendententabellen“ (mit Daniela Weise), 320 Seiten. Königsfurt Urania Verlag, Krummwisch bei Kiel 2008 ISBN 978-3868263503

„Astrologie in der Kunst“, Chiron-Verlag, 2013, 234S., ISBN-13: 9783899972160, ISBN-10: 3899972163, www.astronova.de

 Buchauswahl über die Astrologie hinaus

„Flüstere zu dem Felsen. Die Botschaft der Ureinwohner unserer Erde zur Bewahrung der Schöpfung“, Herder-Verlag, Freiburg 1993, ISBN 3-451-04195-2

„Europa zerfällt. Völker ohne Staaten und der neue Nationalismus“, Rowohlt-Verlag, Reinbek 1993, ISBN 3-499-13217-6

„Bedrohte Völker. Ein Lexikon nationaler und religiöser Minderheiten“, Beck-Verlag, München, 3. Auflage 1994, ISBN 3-406-38198-7

„Der Weg zum Potala. Ein Roman aus dem alten Tibet“, Fokus-Verlag, Gießen 1997, ISBN 3-88349-449-6

„Dalai Lama. Botschafter des Mitgefühls“, Beck-Verlag, München, 2. Aufl. 2008, ISBN 978-3-406-56834-3

„Wenn der Eisenvogel fliegt. Tibeter im Exil“, Nymphenburger Verlag, München 2008, ISBN 978-3-485-01152-5

„Vielvölkerstaat China. Nationale und religiöse Minderheiten im Reich der Mitte“, Beck-Verlag, München 2009, ISBN 978-3-406-59209-6

„Birma. Eine Länderkunde“, Beck-Verlag, München, 2. Auflage 2009, ISBN 978-3-406-58459-6

„Tibet. Eine Länderkunde“, Beck-Verlag, München, 5. Auflage 2010, ISBN 978-3-406-60198-9

„Die Schwarze Hofmännin. Ein Bauernkriegsroman“, Josef Knecht Verlag (Herder), Freiburg 2010, ISBN 978-3-7820-0912-6

„Die Opferrolle. Der Islam und seine Inszenierung“, Herbig-Verlag, München 2011, ISBN 978-3-7766-2659-9

„Gendün. Die Rückkehr des Panchen Lama“, Longtai-Verlag, Gießen 2012 (mit Holm Triesch), ISBN 978-3-938946-22-0