ASTROLOGIE: Astrologische Beratung, Astrologie-Ausbildungen und astrologisches Wissen beim Deutschen Astrologen-Verband e.V.

Bachblüten für den Widder

 

Von Katrin Röh

Der Widder bildet den Anfang des Tierkreises: Sein Zeichen beginnt am Tag des Frühlingsanfangs. Es ist der Moment des Frühlingsäquinoktiums, die Tage werden wieder länger, man spürt förmlich die Natur vibrieren, voller Energie und bereit zum Aufbruch in einen neuen Wachstumszyklus. Der Widder wird dem Aszendenten und dem 1. Haus zugeordnet, sein Herrscher ist Mars.

Schon die Aufzählung dieser Horoskopenergien, die alle für Tatkraft, Selbstdurchsetzung und Willen stehen, lässt einen spüren, wie viel Energie und Lebenskraft in diesem Zeichen stecken. Hier geht es um das Lebensmotto „Ich will und ich beginne“. Der Widder hat noch nichts, worauf er zurückblicken kann, alles ist neu, will erobert werden. Erst das nachfolgende Zeichen Stier wird sich um den Erhalt des Erreichten kümmern, wird für Beständigkeit sorgen.

Für den Widder ist der Weg das Ziel, hat er es erreicht, ist es auch schnell wieder vergessen, warten doch noch so viel mehr Ziele auf ihn! Um die Konsolidierung des Erreichten können sich dann andere kümmern, der Widder selber stürmt weiter. Der Widder-Geborene kann punktuell viel Energie aufbringen, um seine Ziele zu erreichen, allerdings kann es dann an Ausdauer und Beständigkeit mangeln und so manche Aktion, begonnen voller Begeisterung, entpuppt sich möglicherweise als Strohfeuer. Voller Mut stürzt sich der Widder ins Abenteuer und in die Zukunft. Direkt und unverstellt beschreitet er seinen Lebensweg, er kennt keine Umwege, will vorankommen. Routine und Verpflichtungen, die ihn in ein Korsett zwingen, sind ihm zuwider, scheinen sie ihm doch den Blick auf die unzähligen Möglichkeiten, die das Leben bietet, zu verstellen.

Widder ist ein kardinales Feuerzeichen, das heißt, es vereint die Energie des Beginnens mit der des Brennens vor Leidenschaft für eine Sache, für das Leben. Feuer brennt aber nicht von allein, es braucht Brennstoff und dieser sind für den Widder Visionen, die Gedanken an das, was kommt und an die Perspektiven der Zukunft. Von außen betrachtet, scheint das Handeln des Widder-Geborenen immer  „kurz vor knapp“ , als würde er alles bis aufs Letzte ausreizen, nur um dann, kurz bevor der Faden reißt, mit einem charmanten Lächeln und voller Herzenswärme jede eventuell drohende Gefahr abzuwenden.

Die Herausforderung für den Widder-Geborenen – das gilt in abgeschwächter Form allerdings auch für die anderen beiden Feuerzeichen Löwe und Schütze – ist es, sich selbst zu leben und zu verwirklichen, ohne dabei seine Mitmenschen aus den Augen zu verlieren. Sind diese langsamer als er – und in der Regel sind sie das, allein weil es fast unmöglich ist, beim Lebenstempo der Widder über längere Zeit mitzuhalten –, so sollte er nicht ungeduldig werden, sondern die Anderen in ihren Eigenschaften akzeptieren. Das wird ihm möglich sein, sobald er sich selbst und seine Antriebskraft versteht und lernt, dieses ungeheure Kraftpotenzial konstruktiv und zielgerichtet zu kanalisieren. Dazu muss er innehalten – etwas, das dem Widder zunächst fremd ist – und auch die verborgenen Seiten in sich wahrnehmen und dann verstehen. Nur so kann der Widder-geborene zu seiner innersten Herzensweisheit finden, die ihn zu dem besonderen Menschen macht, der er ist.

Die Tatkraft und der hohe Energiepegel des Widders, sein Wille zur Selbstdurchsetzung können aber auch zu Ungeduld, Rücksichtslosigkeit, Zorn und Aggression führen, wenn sie nicht sinnvoll eingesetzt werden. Wurzellosigkeit kann zu Heimatlosigkeit führen, Einsamkeit kann das Ergebnis sein, wenn man durch das eigene Leben hetzt, ohne sich die Zeit für andere Menschen und die Bedürfnisse des eigenen Herzens zu nehmen.

Nicht selten sind Widder-Geborene in der zweiten Lebenshälfte dann allein, denn alle Weggefährten sind ihnen unterwegs abhanden gekommen. In seiner Ungeduld und der Fokussierung auf seine Visionen und fernen Ziele hat der Widder vergessen, sich auch um Gefühle zu kümmern, sowohl um die eigenen als auch um die der Menschen, die ihm am nächsten stehen.

 

Bachblüte Nr. 1 für den Widder: Impatiens 

Die Bachblüte Impatiens verwandelt Ungeduld, Reizbarkeit und voreiliges Handeln und Denken in Geduld, innere Ruhe und Überlegtheit. Der Widder-Geborene darf nun seine Mitmenschen in ihren verschiedenen Lebensrhythmen erkennen und akzeptieren, Verständnis für sie entwickeln. Und auch innere Anspannungen, die sich in Spannungsschmerzen im Kieferbereich, Rücken, Nacken oder nervösen Gesten und Ticks äußern können, dürfen sich dank Impatiens lösen.

 

Bachblüte Nr. 2 für den Widder: Holly

Wenn das gesunde Aggressionspotenzial sich in Wut und Jähzorn verwandelt, da es nicht konstruktiv kanalisiert wird, dann hilft die Bachblüte Holly. Negative Gefühle wie Misstrauen, Hass, Neid und Eifersucht können unterdrückter und nicht gelebter Willensäußerung entspringen. Holly schenkt tieferes Verständnis für sich selbst und für andere, der Blickwinkel erweitert sich und das Herz öffnet sich. Das hohe kreative Potenzial, das der Widder-Geborene in sich trägt, kann sich nun entfalten, seine Willenskraft und Lebensenergie findet so einen schöpferischen Ausdruck.

 

Bachblüte Nr. 3 für den Widder: Vervain 

Der Widder ist begeisterungsfähig und immer bereit, sich für seine Visionen und Projekte mit voller Kraft einzusetzen. Das kann aber auch dazu führen, dass er Raubbau mit sich und seinem unerschöpflich scheinenden Energiereservoir betreibt. Dann kann dieser Übereifer zu Reizbarkeit führen, die sich dann ungefiltert in seinem Umfeld entlädt. Und auch der Widder selbst leidet dann unter Verspannungen und einer inneren Unruhe, die kaum noch zu handeln ist. Die Bachblüte Vervain hilft, diese Begeisterungsfähigkeit zu kanalisieren und positiv für sich und andere zu nutzen, ohne die eigenen Kraftreserven aufzubrauchen. Diese Energie kann dann wieder lohnend eingesetzt werden für eine sinnvolle und nutzbringende Aufgabe.

 

Katrin RöKontakt:  Katrin Röh

0039 / 348 / 286 57 35

E-Mail:

Internet: www.katrinroeh.com

Link: https://www.facebook.com/notes/dav-deutscher-astrologenverband/widder-und-bachbl%C3%BCten/635399586533422

 

Katrin Röh (geboren 1969 in Hamburg), studierte Sprachwissenschaften an der Universität Florenz. Ihre Promotion erlangte sie im Fach ‚Italienische Dialekte’ mit einer sprachwissenschaftlichen Arbeit über toskanische Märchen. Von Juni 2011 bis Januar 2013 absolvierte sie eine Ausbildung in psychologischer Astrologie in der AstroPraxis Hamburg. Sie lebt seit 1989 überwiegend in Italien und ist als selbstständige psychologische Astrologin und Autorin in Florenz und Hamburg tätig. Seit 2012 ist sie Mitglied im Deutschen Astrologen-Verband.

Quellennachweis:

Mechthild Scheffer/ Wolf-Dieter Storl: „Die Seelenpflanzen des Edward Bach“, Verlag Hugendubel

Mechthild Scheffer: „Original Bachblütentherapie, Jungjohann Verlagsgesellschaft

Peter Damian: „Astrologie und Bachblüten“, Verlag Goldmann

Brigitte Hamann: „Die zwölf Archetypen“, Verlag Knaur

T.W. Hyne Jones: „Dizionario dei rimedi floreali“, Macro Edizioni

Renzo Baldini:  „Trattato tecnico di astrologia”, Hoepli

Michael Roscher: „Das Astrologiebuch”, Chiron Verlag

 

 

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