Astrologie und Physik Hand in Hand

 

Von Bettina Hegener      

Astrologie und Physik sind kein Widerspruch, im Gegenteil, die Physik kann die Astrologie einleuchtend erklären. Auf diese Erkenntnis stieß ich im Zuge meiner Forschungen zum Thema Wissenschaft und Astrologie:

Grund war meine Bekanntschaft mit den Vorträgen und Büchern des Physikers Prof. Dr. Ing. Konstantin Meyl. Ich beschäftigte mich zwei Jahre recht intensiv mit Physik. Wie froh war ich zu erfahren, dass ich im Physikunterricht in der Schule offenbar an den richtigen Stellen nichts verstanden hatte, denn vieles, was in den Lehrbüchern steht, ist aus heutiger Sicht bereits überholt. Prof. Dr. Ing. Konstantin Meyl betreibt Forschungen zur freien Energie, erfuhr ich und zur Umweltverträglichkeit u. a. von Handys, ob diese Strahlen den Menschen schädigen oder nicht. Hier geht es um Wellen, die Informationen übermitteln und eventuell den Menschen beeinträchtigen, der im Umfeld dieser Wellen ist. Wellen übermitteln Informationen, so kennt man es z. B. von den Hörfunkwellen einer Radioübertragung. Dies sind die sogenannten Hertzschen Wellen, die mit wachsendem Abstand schwächer werden. Sie streuen breit, von ihrem Ursprung kreisförmig in die Umgebung. Es sind Transversalwellen, Wellen die quer zur Ausbreitungsrichtung schwingen. Der Sender weiß hierbei nicht, wie viele Empfänger tatsächlich eingeschaltet sind und ihn empfangen. Der Wirkungsgrad einer Antenne, die diese Wellen empfängt, liegt bei 60 %. Man könnte sich daher fragen, wo die restlichen 40 % abgeblieben sind, denn vom Sender sind ja 100% Strahlung ausgeschickt worden. Das kann man messen. Nun ja, der Rest ist eben Rauschen.

Prof. Meyl aber schaut dieses Rauschen mit ganz anderen Augen an: Er hat nämlich eine Welle entdeckt, die im Gegensatz zur Hertzschen Welle andere Eigenschaften hat. Diese breitet sich nicht quer zur Ausbreitungsrichtung aus, sondern entlang dieser und gehört daher zu den Longitudinalen Wellen. Sie ist nicht nur schneller, sondern überträgt Informationen oder Energie ohne Verlust, ihr Wirkungsgrad nimmt nicht ab. Alles kommt an, oder sogar noch mehr, als man losgeschickt hat. Diese Tatsache ist Teil eines Experiments, das Prof. Meyl entwickelt hat und zum Selbstnachvollziehen als Bausatz für jedermann bereit hält. Mehrfach wurde dies nachgemessen und von erstaunten Technikern bestätigt. Diese von Prof. Meyl so genannte Scalarwelle überträgt Informationen und zwar mit überlichtfacher Geschwindigkeit, also gewissermaßen ohne Zeit – und Energieverlust. Dabei sind Sender und Empfänger wie in einer Standleitung aneinandergekoppelt. Damit Sender und Empfänger diese Standleitung aber haben können, braucht es eine Voraussetzung, nämlich die gleiche Schwingungsfrequenz. Laut Prof. Meyl ist dies auf einer Skala ein nadelfeiner Punkt, den man genau treffen muss, dann ist eine Übermittlung von Energie oder Informationen möglich. Die Scalarwelle ist also eine Übermittlerin von Informationen und erklärt physikalisch, warum ich bereits weiß, das ist jetzt meine Freundin Erna, wenn das Telefon klingelt und ich noch gar nicht abgehoben habe. Eine Erfahrung, die viele Leute kennen. Ernas Entschluss mich anzurufen ist genau in dem Moment, als sie ihn fasste, bereits mittels Scalarwelle (wir nennen es Telepathie) bei mir präsent. Weiter erklärt diese Welle, wieso neu entwickeltes Verhalten einer Tierart zeitgleich auch bei derselben Tierart an ganz anderem Ort, auftauchen kann. Und es erklärt, wieso Nikola Tesla (der Erfinder des Drehstrommotors oder der Teslaspule – das ist das Ding, das piept, wenn man ein Kaufhaus mit unbezahlter Ware verlässt) vor 100 Jahren bereits Strom drahtlos übertragen konnte, obwohl bis heute niemand recht versteht, wie das vor sich gehen konnte.

 

Planetenstrahlung

Für Prof. Meyl ist es daher nicht verwunderlich, wieso die Astrologie funktioniert: Die Scalarwelle ist eine longitudinale Welle. Zu dieser Wellensorte gehört auch die Neutrinostrahlung. Man weiß, dass galaktische Zentren Quellen solcher Neutrinostrahlung sind. Diese Strahlung durchquert auf ihrem Weg alles, auch uns, ohne dass wir das bewusst wahrnehmen, denn diese Neutrinos haben keine Masse. Sie durchströmen unsere Planeten und werden von diesen moduliert. So strömt ein von jedem Planeten spezifisch modulierter Neutrinostrahl weiter und formt durch die in jeder Minute in Bewegung zueinander befindlichen Himmelskörper ein immer wieder neu gestaltetes Schwingungsmuster ab, das schließlich via Neutrinos auch uns Menschen durchströmt und uns zum Zeitpunkt der Geburt auf dieses Muster „eicht“.

Eine Frage, die sich aufdrängt: Gibt es in unserer Biochemie eine Möglichkeit, wie unsere Zellen diese kosmischen Informationen, von denen sie ja ständig durchströmt werden, lesen können? Prof. Meyl findet interessante Entsprechungen von Technik und unserer Physis, und stellt dar, dass die Mitochondrien in unseren Zellen in ihrem Aufbau der bereits erwähnten Teslaspule, die wie eine Antenne funktioniert, auffallend ähnlich sind. So scheint es also eine ganz direkte Verbindung zwischen uns und dem Kosmos zu geben, intelligente Wellen, die Informationen mit millionenfacher Lichtgeschwindigkeit übertragen können. Die Versuchsanordnung von Prof. Meyl, bei der er besagte Scalarwellen mittels Elektrode von A nach B überträgt, stellt die Eigenschaften dieser Welle messbar dar und hat überdies gezeigt, dass der Mensch sensibel auf diese Wellen reagiert. Sensitive Menschen konnten mit über 95% Trefferquote sagen, wann sie mit Scalarwellen beschossen wurden und wann nicht. Desgleichen zeigte sich, dass weniger sensible Menschen bewusst keinen Unterschied feststellen konnten, ob sie nun „unter Beschuss“ standen oder nicht.

Prof. Meyl sagt, dass sich die Biologie also z. B. das menschliche Energiesystem, in die Resonanz mit besagten Wellen regelrecht hineinziehen kann. Ich stelle es mir ähnlich vor, wie wenn man einen Sender  auf eine bestimmte Frequenz einstellt. Ein Mensch z. B. reagiert auf Erdstrahlen mit Schlaflosigkeit. Ein anderer ändert bewusst oder unbewusst sein eigenes Energiesystem und schläft auf derselben Stelle ohne sich im Schlaf stören zu lassen. Es wird also deutlich, dass wir Menschen – obwohl wir Strömen informationsgeladener Wellen ausgesetzt sind und diese unbewusst offensichtlich auch lesen – dennoch nicht in Resonanz damit gehen MÜSSEN. Das liegt einerseits vermutlich an unserer Voreinstellung, wir Astrologen sagen Radix dazu, oder Prägung, die wir laut Vorstellung von Prof. Meyl durch das abgestrahlte Neutrinomuster zur Zeit unserer Geburt eingeprägt bekommen, und ist andererseits auch ein Ergebnis unseres ganz offensichtlich vorhandenen freien Willens. Für Astrologen ist es deutlich, dass jeder Mensch sehr unterschiedlich auf aktuelle Planetenstellungen reagiert. Was den einen berührt, lässt den anderen kalt und ein jeder macht aus den ihm zufließenden Informationen das, was ihm entspricht oder was manchmal auch ein Ergebnis mangelnder Reaktionsfähigkeit oder Vorbereitung ist. Für Professor Meyl ist es nur logisch, dass das Universum uns auf seine aktuelle Zeitqualität eicht, ein Naturgesetz, denn es stellt sicher, dass wir so bestens an den uns umgebenden Kosmos angepasst sind. Ein Überlebens -und auch ein Lernkonzept, das uns stets auf dem aktuellen Stand des Werdens hält.

Es gibt also durchaus einen kausalen Zusammenhang zwischen Menschen und Himmelskörpern, einen Informationsfluss, der nicht an die Lichtgeschwindigkeit gebunden ist und der uns auch nicht zu Marionetten an den Fäden der Planeten macht. Wenn wir bewusst leben und spüren, was ist ( oder uns beim Astrologen Hilfestellung holen, wenn wir es selbst nicht ganz klar kriegen) und uns offenen Auges darauf einlassen, können wir die Dinge nach unserem Willen formen: Wir können aus den Gegebenheiten des Augenblicks das Beste machen, was mit eben diesen Mitteln und unserem bis dahin erworbenen Wissen  möglich ist.

Das Weltbild, das Prof. Meyl entwirft, erklärt viele bisher angeblich unerklärliche Dinge, wie Telepathie, Erdstrahlen, Astrologie, oder auch die geheimnisvollen Fähigkeiten eines Nikola Tesla, mit denen dieser Industrielle überzeugte, die weniger an Erklärungen interessiert waren, sondern nur am sichtbaren Ergebnis. Denn Nikola Tesla konnte nicht erklären, warum seine drahtlose Übertragung von Energie funktionierte, erst Prof. Meyl kommt diesem Geheimnis heute mittels Scalarwelle näher. So wurde er zwar leider nicht von der Wissenschaft geehrt, wie sein Zeitgenosse Einstein, aber zumindest finanziell sehr erfolgreich durch seine bahnbrechenden Erfindungen, die wir heute noch nutzen. Dabei geht es uns Astrologen ähnlich, doch auch die Wissenschaft entwickelt sich weiter und kann mit der Astrologie Hand in Hand gehen. 

Bettina Hegener

Zum Artikel von Klemens Ludwig
Zum Artikel von Helen Fritsch

Über die Autorin

Astrologe Bettina Hegener

Bettina Hegener, gepr. Astrologin DAV

Tel: 02973 - 979 49 59
E-Mail:
Internet: www.dertanzendekosmos.de

Bettina Hegener ist 1968 im Sauerland geboren und beschäftigt sich seit ihrem 14. Lebensjahr mit verschiedensten Energietechniken wie Zen, Meditation, Kundaliniyoga, u.a. Sie arbeitete über 20 Jahre als freischaffende Künstlerin bevor sie sich mit vedischer und psychologischer Astrologie befasste, ist gepr. Astrologin Dav und führt seit 2009 im Sauerland eine eigene Praxis für Lebensberatung, Training zur Selbstheilung und Körperwahrnehmung. Sie interessiert sich für die Verbindung von Astrologie, Kunst, Mythologie und Wissenschaft.

Lilith die große Göttin


Hinweis vom Redaktionsteam: Im Gegensatz zu den Planeten und den vertrauteren Punkten wie AC und MC, lässt Lilith mehr Raum für Deutungen und Interpretationen. Im Folgenden veröffentlichen wir einen Text von Katrin Plöger, die sich schon lange mit Lilith befasst und daraus ihre eigene Sicht entwickelt hat. Um eine fruchtbare Diskussion über die Deutung von Lilith anzuregen, nehmen gern Ihre Kommentare entgegen. Sie erreichen uns unter:


 

Lilith die große Göttin

 

Lilith, der erdfernste Punkt auf der Mondbahn - deshalb auch als "Schwarzer Mond" bezeichnet - ist zwar schon lange bekannt, erfreut sich aber erst in den letzten Jahren einer besonderen Popularität.


Lilith und die Zeichenzuordnung
Über Lilith wird in letzter Zeit viel geschrieben und diskutiert. Bisher hat sich allerdings keiner darüber geäußert, welchem Tierkreiszeichen diese Energie als Herrscherin zuzuordnen sei. Das mag natürlich daran liegen, daß es sich bei dieser Energie um keinen sichtbaren Planeten handelt.

Betrachten wir das Herrschersystem der Astrologie, so finden wir Merkur und Venus noch als Herrscher von zwei Tierkreiszeichen. Sie regieren über sehr gegensätzliche Zeichen. Aufgrund ihrer Erscheinung als Abend- respektive Morgenstern werden sie den Zeichen zugeordnet. Das würde allerdings bedeuten, daß das jeweils andere Zeichen während dieser Zeitperiode keinen Herrscher hätte. Hier bedarf es der Öffnung zu neuen Horizonten. Sowohl die Natur als auch die kosmischen Gesetze sind in sich logisch und harmonisch. So, wie es zwölf fixe Zeichen im Tierkreis gibt, so wird es auch zwölf veränderliche „Planetenenergien“ geben.

Wenden wir uns dem Zeichen Stier zu. Es ist ein fixes Erdzeichen; Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit, eine gewisse Trägheit, Besitz und auch Inkarnation (in das Fleisch gehen) sind Attribute, die diesem Zeichen zugeordnet werden. Es sind Attribute, die durchaus unserer Erde bzw. unserem irdischen Leben entsprechen.

Die Erde wiederum fehlt in der Deutung der Horoskope. Allerdings ist die Erde eigentlich der Mittelpunkt des Horoskops, da wir auf ihr wandeln und das Horoskop aus irdischer Sicht dargestellt wird. Ursula Fassbender hat in ihrem Buch DIE ERDE – der vergessene Planet darauf hingewiesen, daß die Erde immer gegenüber der Sonne eingezeichnet werde. Dieses Verfahren führt jedoch dazu, das alle Menschen,

Lilith die große Göttin

 

egal welchen Jahrgangs, die an demselben Datum geboren sind, die gleiche Erde/Sonneposition aufweisen. 

Ein Punkt, der in Verbindung mit der Erde steht, jedoch von Erdwarte aus betrachtet trotzdem seine Position verändert, ist der zweite Brennpunkt in der Ellipse, die der Mond um die Erde beschreibt. Den ersten Brennpunkt stellt die Erde selber dar. Dieser Punkt wird „schwarzer Mond“ oder Lilith genannt. Zutreffender wäre vielleicht die Bezeichnung „schwarze Erde“. Durch Funde von Dokumenten aus der Antike konnten Astrologen nachweisen, daß Lilith, der Schwarze Mond, bereits in der babylonischen und assyrischen Astrologie berechnet wurde[1].

Lilithenergie im Spiegel von Vergangenheit und Gegenwart
Der Name Lilith  bedeutet Eule,  Weisheit, Sophia. Lilith ist nicht nur Weisheit, sie ist Mutter Erde – weise genug, um alles Leben zu erhalten, wenn wir sie nicht einsperren, sondern ihr die Freiheit geben, das zu tun, was sie am besten kann.

Wenn Lilith schon bereits vor Tausenden von Jahren bei den Astrologen eine Rolle gespielt hat, warum ist sie dann in Vergessenheit geraten? Ebenso ging es ja auch Pluto, Neptun und Uranus als Symbolträger bestimmter Energien. Alle diese Energien waren nie weg. Sie waren nur unserem menschlichen Bewußtsein entrückt und erschienen uns vorwiegend verzerrt und bedrohlich.

Lilith die große Göttin

Das Wissen über die Zusammenhänge des Universums, um die Wesenheiten aus Kristall, Pflanze, Tier und Mensch ist uralt, vielleicht Jahrmillionen, bestimmt aber Zigtausende von Jahren. Die vergangenen Jahrtausende haben wir zunehmend das Wissen um das zusammenhängende Wirken aus unserem Bewußtsein verloren. Die Yang-Energien gewannen an Übermacht und verdrängten die Yin-Energien in einen absolut unbewußten und verteufelten Zustand. Die Menschen wollten nur licht und rein sein und alles dunkle sollte nicht existent sein. Da wir aber in einer Welt der Polaritäten leben, können wir nicht einen Pol vollständig negieren. Er holt uns im Übermaß unweigerlich ein.

Die Energien des Feuers und der Luft vereinnahmten den gesamten Wahrheitsanspruch für sich. Mit Kampf (Widder / Mars), aristokratischer Herrscherkultur (Löwe / Sonne) und missionarischem Eifer (Schütze / Jupiter) wurden alle Andersdenkenden und -fühlenden unterdrückt oder ausgerottet. Die Kraft der Natur (Erde) und der Seele (Wasser) wurde verteufelt und verbrannt. Der denkende Geist des Menschen (Zwilling / Merkur) unterstützte die Bestrebungen des menschlichen Ego (Sonne), alles nach seinem Verstand zu erklären und soviel persönliche Macht wie nur möglich in dieser Welt zu erreichen. Es bestand zwar auch eine Sehnsucht nach Harmonie und einem partnerschaftlichen Gegenüber (Waage / Venus), aber immer verbunden mit einer gewissen luftigen Distanz aus Angst davor, sich in dem anderen zu verlieren oder verletzt zu werden.

Aufgrund der oben beschriebenen Lebensumstände waren in den vergangenen Jahrtausenden allerdings nur die Yang – Zeichen bewußt. Bezogen auf den Tierkreis mit seinen symbolischen zwölf Zeichen und Energien verblaßte dadurch zunehmend das Wissen um die zwölf dazugehörigen Wandelsterne (Planeten ÷ Energien). Da nur die feurigen und luftigen Energien akzeptiert waren, wurden diese Energien jeweils einem positiven als auch einem negativen Tierkreiszeichen als Herrscher zugeordnet. Die uranische Energie wurde als positive Ausnahme nicht anerkannt. Sie entspricht ja dem Sprengen der Grenzen und läßt Andersartigkeit zu. Die Freiheit der Menschen war in der Vergangenheit nicht opportun.

Mond und Saturn dagegen waren die einzig sichtbaren weiblichen Prinzipien. Das weibliche Prinzip wurde auf Ernährung (Mond) und Begrenzung (Saturn) beschränkt. Saturn markiert die Schwelle zu äußeren Dimensionen, Mond markiert die Schwelle in die inneren Dimensionen.

Ende des 18. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung änderten sich die energetischen Verhältnisse plötzlich (uranisch). Der geistige Horizont erweiterte sich, neue geistige Dimensionen  eröffneten sich. Die Menschen revoltierten gegen Unterdrückung. Die Elektrizität wurde entdeckt und nutzbar gemacht und gleichzeitig wurde der Planet Uranus wieder entdeckt. Die Zeit war reif für neue Erkenntnisse.

Trotz der Eroberung neuerer gedanklicher Räume entfernten sich die Menschen zunächst noch weiter von ihrer Seele. Das Materielle und die Mechanik wurden vergöttert. Aber der Lebenssinn verschwand scheinbar. In dieser sinnlosen Seelenlosigkeit offenbarten sich die verdrängten Energien zunächst sehr verzerrt. Sehnsucht nach Verschmelzung, nach All-Eins-Sein äußerte sich in Sucht und Drogen, in Einsamkeit und Depression, aber auch in der Entdeckung von pharmazeutischen Präparaten, synthetisch hergestellt, die Revolution in der Medizin (Heilung)  begann. Dies weist auf die Yin-Achse Fische – Jungfrau hin. Neptun wurde entdeckt; und ein Keim für die neuerwachende Spiritualität wurde gelegt. Die Geheimgesellschaften um Alice Bailey und Leadbeater befaßten sich mit dem inneren Wissen.

Die Seele verschaffte sich Raum und verlangte mit zunehmender Bewußtheit nach Transformation. Die Auseinandersetzung mit der eigenen, seelischen Macht stand an. Erster Weltkrieg, Radioaktivität und die Entdeckung von Pluto folgten. Pluto gehört zum weiblichen Zeichen Skorpion und fordert die Transformation, das Stirb und Werde der Seele und des Egos. Auch eine ganz massive Transformation der Vorstellung von Familie stand an (Pluto im Krebs). Zunehmend fanden auch die Schattenseiten Eingang in das allgemeine Bewußtsein. Psychotherapie und die dadurch erkennbaren Seelenbilder wurden gesellschaftsfähig.

Was dadurch aber auch immer deutlicher wurde, waren die Verletzungen, die wir in der Seele mit uns herumtragen und die sich auch im Außen durch zunehmende Verletzung der Natur widerspiegelten. 1977 wurde dann Chiron entdeckt, ein Planetoid zwischen Saturn (dem Hüter der Schwelle) und Uranus (dem Eroberer neuer Räume). Mythologisch ist Chiron der verwundete Heiler. Der Kentauer, der in seinem animalischen, unterdrückten Teil an der Ferse eine Wunde, ausgelöst durch einen Giftpfeil (Neptun/Fische), aufweist, die unheilbar ist. Durch die Annahme dieser Wunde und die daraus gezogenen Lehren wird er selbst zum Heiler. Meines Erachtens entspricht dies der Jungfrauenergie. Der analytische Kopf stellt sich über die animalischen Triebe. Diese werden unterdrückt und zwar solange, bis sie manchmal mit einer verletzenden Wucht nach außen treten. Und doch enthält diese Energie auch viel von liebender Weisheit und Opferung für das Gemeinwohl. Jungfrau dient, ist verletzt in der unerwiderten Liebe und heilt durch ihre analysierende Aufopferung. Die Analyse wird oft über das Gefühl gestellt, obwohl unter der asketischen Schale eine emotionale und durchaus triebhafte Natur steckt.

In den achtziger Jahren vermischten sich ökologische Bewegung, neuerwachende spirituelle Gruppen, religiöse Gemeinschaften und medizinische Denkansätze. Mit erweiterter Bewußtheit wurde die mechanistische Weltanschauung zunehmend in Frage gestellt. Die Erde, unsere Heimat, wurde immer häufiger anstatt als tote Materie als ein lebender Organismus in einem lebendigen Universum betrachtet. Die innere Verbindung, das All-Eins-Sein von allem wurde immer bewußter. Lilith als energetischer Schattenpunkt oder höhere Schwingung der Erde trat in der Astrologie ins Bewußtsein (obwohl erste Beschäftigungen damit bereits in die dreißiger Jahre zurück reichen -–Plutoentdeckung – Skorpion/Stier-Achse). Lilith, die erste Frau Adams, die freie Frau, die Mutter Erde, die nährende und zerstörende Kraft des Weiblichen, der Erde, passend zu dem Zeichen Stier. Weibliche Führerschaft, optimistisch und praktisch, manchmal aber auch die Unbeweglichkeit (Stier, fixe Erde) der materiellen Seite des Lebens, Überlebensmuster, Dominanz, Wachstum. Ihre Transite fordern uns immer wieder dazu auf, uns mit unserem Selbstwert auseinander zu setzen.

Jetzt, zu Beginn des dritten Jahrtausends nach unserer westlichen Zeitrechnung, sind uns wieder alle Energien bewußt, die weiblichen wie die männlichen. Astrologisch hat jetzt jedes Sternbild wieder einen separaten Wandelstern als eigenen Herrscher. Natürlich kann man sagen Lilith sei kein fester Körper; aber es ist ein energetisch sehr markanter Punkt, die genau den zweiten Brennpunkt in der Mondellipse darstellt; der erste Brennpunkt ist die Erde. Wir leben auf der Erde, aber wir sind auch auf dem Weg in eine höhere Schwingung. Vielleicht ist Lilith gar nicht nur ein energetischer Punkt sondern eine höher schwingende Erde!

Lilith in der Mythologie
Auf den Mythos von Lilith bezogen kann sich astrologisch gesehen folgendes Bild formen lassen: Gott schuf den Menschen = Adam = Mars (Widder, das Lamm Gottes)= Yang = Geist. Er formt das Weib = Lilith (Stier, Erde)= Yin = Materie. Sie möchte gleichberechtigt behandelt werden; nachdem sie nicht so behandelt wird, flieht sie; letztendlich in die Verbannung. Gott schafft aus Adams Rippe (Yang) eine neue Gefährtin = Eva = Venus (Waage). Die nacheinander folgenden Zeichen sind grundverschieden, die Achsen haben den gemeinsamen Nenner gleicher Polarität. Eva ist etwas bequemer als Lilith, trotzdem fordert auch sie Adam heraus. Luft als mentale Ebene ist wißbegierig und neugierig. Eva verführt Adam dazu, vom Baum der Erkenntnis zu versuchen. Daraufhin werden Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben. Die Erkenntnis bringt auch das Wissen um Leid aus Unwissenheit mit sich. Es stellt sich als sehr mühsamer Weg heraus aus dem unbewußten Wissen des Paradieses zu bewußtem Wissen zu gelangen. Viele Inkarnationen, viel Verdruß und Leid liegen auf dem Weg. Vergebung will gelernt werden, auch Selbstannahme, trotz Schuld und Verletzung, in der Unvollkommenheit die Vollkommenheit erkennen.

Welche Rolle spielt nun Lilith dabei? Was symbolisiert Lilith? Wo finden wir Lilith hier in unserem Leben? Sie war und ist immer da, sie ist allgegenwärtig. Wir wandeln auf ihr! Wir beten sie an! Wir danken ihr! Oft hilft uns unsere innere Lilith, fordernd und häufig gnadenlos. Und da Lilith auch Spiegel bedeutet, wird nochmal deutlich dass wir uns letztendlich nur durch das Spiegeln selbst erkennen können in unserer Ganzheit. Wir selbst können nur an uns herunter blicken und haben eine sehr subjektive Wahrnehmung unserer selbst. Durch den Spiegel des Anderen, durch den Spiegel der Welt, durch den „gläsernen“ Spiegel können wir einen vollständigeren Blick auf uns selbst bekommen. Doch auch diesen Blick dämonisieren wir oft genug durch unsere subjektive Wahrnehmung und Beurteilung.

Lilith als Mythos und Lilith-Transite fordern uns auf authentisch zu werden, gleichsam stark und zart, formend, verändernd und zerstörend und voll Vertrauen in unsere eigene Kraft und Einzigartigkeit – so wie unsere Mutter Erde!

Mellie Uyldert beschreibt in ihrem Buch „Mutter Erde“ die Erde wie folgt als Wesen:

„Wie der Mensch besitzt auch die Erde außer ihrem stofflichen Leib auch ein ätherisches Kraftfeld oder einen Lebensleib, der sie in Form der Atmosphäre durchdringt und umhüllt. Diese wird von den feineren Kräften Yin und Yang durchströmt. Yang ist schaffend, formend durch Bindung von Stoff nach ätherischen Mustern und geht vom Geist zum Stoff. Yin ist entgegengesetzt gerichtet und geht vom Stoff zum Geist; es ist auflösend, reinigend und vergeistigend. Diese beiden sich ergänzenden Kräfte sind untrennbar miteinander verbunden und halten sich im Gleichgewicht als männlich und weiblich, elektrisch und magnetisch, konkretisierend und abstrahierend. Sie bewegen sich in Strombetten, die wir beim Kraftfeld des Menschen wie demjenigen der Erde als Meridiane bezeichnen 3.“

 

Lilith die große Göttin
 

Lilith und die Kraft von Mutter Erde
Die geomantischen und biologische Verbindungen sind hoch interessant, würden aber an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Durch diese Kraftlinien entstehen Gitternetze und Knotenpunkte, positive, negative und neutrale. Durch die reinigende Kraft der Yin-Knotenpunkte wurden dort oft Heiligtümer errichtet, die Später von der christlichen Kirche übernommen wurden.

 „Die Kraft der Mutter Erde, die von einer gleichartigen kosmischen Kraft erregt, aus ihrem Innern aufsteigt und sich in die Atmosphäre fortsetzt, nimmt in den verschiedenen Religionen und Kulturen verschiedene Gestalt an. In Europa wird sie häufig zur schwarzen Madonna; schwarz deshalb, weil sie unterirdisch und damit dunkel ist. ...[2]

Viele Yin-Wege laufen sternförmig an heiligen Hügeln zusammen, auf denen Frauenburgen (Trojaburgen) standen. Diese wurden über dem Schnittpunkt von Kraftlinien erbaut und waren von weisen Frauen bewohnt, die eine ständige Verbindung zwischen Himmel und Erde, kosmischen und irdischen Kräften herstellten. Ihre Führerin (Hagedessa) war die Stellvertreterin der Göttin des Gebietes, deren Heiligtum sie hütete und von der sie Eingebung empfing. Ihre Helferinnen und Schülerinnen unterrichteten die jungen Mädchen, die hier ausgebildet und erzogen wurden, gingen hinaus, um Sterbenden beizustehen, Kranke zu heilen, Kräuter in Wald und Feld zu sammeln und sich mit den Naturwesen zu beraten. Sie stiegen nachts auf aus Holz oder Stein errichtete Türme, um die Sterne zu befragen, machten Horoskope, schrieben Chroniken, sangen miteinander und führten Runenübungen und allerlei heilige Handlungen aus. ...

Zu allen Zeiten verfügten viele Frauen über die sogenannten höheren Fähigkeiten, die durch die Kräfte der sogenannten Mysterienplaneten Uranus, Neptun und Pluto in Wechselwirkung untereinander und an bestimmten stellen der Erdoberfläche entstehen und genährt werden.

Diese Frauen hießen früher Orakel, Sibyllen, und wenn sie in Europa in Frauenburgen zusammenlebten, Hexas (davon ist das Wort Hexe abgeleitet)3.

Lilith die große Göttin

 

Lilith und Venus
Die Kraft der Venus und der Waage sind eine etwas andere. Sie finden sich in dem Baum der Linde, in der Gerechtigkeit, in der Verbindung von oben und unten sowie in den daraus folgenden christlichen Marienkulten, Marienkirchen usw. Neben den Marienkirchen, die auch „Notre Dame“ oder Frauenkirchen heißen können, gibt es Schwarze Madonnen, häufig finden sich in einer Kirche beide.

Eva und Venus entsprechen der Waage-Energie, Lilith und Mutter Erde dagegen der Stier- Energie.

Die Zeit des Tierkreiszeichen Stier (vielleicht besser Kuh?!) ist die Zeit der Keimung, der ungestümen fruchtbaren Kraft der Natur. Es ist die Zeit der Inkarnation, ein halbes Jahr später, unter Pluto´s Herrschaft, ist die Zeit der Exkarnation. Die Materie stirbt ab, es geht in eine Zeit der Geistigkeit.

Johann Munzer beschreibt das Zeichen Stier folgendermaßen: Dieses Zeichen ist sehr irdisch, denn sein Element ist Erde und die Qualität  ist fix. Das zweite Nidana der Kette des bedingten Entstehens wird auf dem buddhistischen Lebensrad durch einen Töpfer bei der Arbeit illustriert. Nach der Lehrrede Buddha stellt dieses zweite Kettenglied die Bildekräfte dar. Es sind die Kräfte des Wollens und des Begehrens, die im Zeichen Widder aktiviert wurden und nun gesammelt und in eine bestimmte Richtung und Form gelenkt werden. Nur so können sie in der äußeren Welt konkretisiert werden.

Bildekräfteformationen werden heute einem „Gedächtnis  der Natur“, den morphischen Feldern, zugeschrieben.

Wenn sich der materialistische Stier auf die materiellen Erscheinungen verläßt (wie in den vergangenen Jahrhunderten), ist er verlassen, denn er ignoriert das wahre Licht, das die Erscheinungen erst möglich macht. Nur die Einbeziehung der spirituellen Dimension macht wirklich frei.

Lilith – ein Fazit
Betrachten wir nun die Stellung von Lilith im Horoskop und ihre Transite über markante Punkte im Horoskop, so stellen wir fest, daß sie sehr genaue Auslöser für unsere persönliche Entwicklung markiert. Manches Mal sind die auslösenden Ereignisse sehr schmerzhaft; aber immer fordern sie eine Wahrhaftigkeit von uns. Es sind jedesmal Themen, die mit Selbstwert zu tun haben. Selbstwert ist ein Thema des Zeichens Stier. Je mehr wir uns selbst wertschätzen umso mehr können wir sowohl andere als auch die Natur wertschätzen. Wir können darin die Andersartigkeit akzeptieren und gemeinsam wachsen.

 

[1] Dargestellt von Grazia Mirti in den Unterlagen zu einem Lilith Seminar (Turin 1991)

[2] Mutter Erde   Mellie Uyldert  1987 Irisiana - Hugendubel

Über die Autorin

Katrin Plöger

 

Katrin Plöger

Dipl. Biologin, Astrologin, AURA SOMA Lehrerin

Böttcherweg 2
37619 Bodenwerder
Tel.: 05533-9639031

E-Mail:
Internet: www.weg-in-die-freiheit.de

Studium der Biologie, der Theologie und Didaktik, Ausbildung in Psychologie, Verkauf und Verhaltenstraining, Astrologie seit 1979, eigene Praxis seit 1996, AURA SOMA seit 1996, diverse Fortbildungen in Energiemedizin, Prävention und Aufstellung.

Mich hat schon immer die Verbindung von Naturwissenschaft und Spiritualität gereizt. Bereits als Jugendliche hatte ich das Gefühl, die beiden Seiten der Weltbetrachtung schließen sich nicht aus sondern ergänzen sich; daher machte ich in Bio und Religion mein Abitur. Auf der Suche nach dem Glauben studierte ich auch diese Kombination. 1982 hatte ich für mich eine Gotteserfahrung, die mich nicht weiter zweifeln ließ sondern in mir die Gewissheit schuf, dass es diesen verbindenden Faktor der allumfassenden Liebe gibt und das die Natur ein Buch der Weisheit ist.

Mein Angebot umfasst u.A. Ausbildung und Fortbildung in Astrologie und AURA SOMA, astrologische Beratung und Einzelcoaching.

Merkur Rückläufig

 

Rückläufiger Merkur

 

Vom 21. Januar bis 11. Februar läuft der Merkur rückwärts. Diese Bewegung gibt es nicht real am Himmel, aber von der Erde aus erscheint es so. Beim Merkur ist das etwa alle drei Monate für drei Wochen der Fall. Für die Zeit wird geraten, sich geschäftlich zurückzuhalten, keine Verträge abzuschließen, keine neuen Initiativen zu starten, sondern den Blick eher nach hinten zu richten, innezuhalten und zu reflektieren.
Die Astrologin und Autorin Petra Dörfert hat einen Text zum rückläufigen Merkur verfasst, der praktische, lebensnahe und tiefsinnige Vorschläge enthält, manchmal mit einem Augenzwinkern. Er erschien zuerst im Kalender "Sternenlichter 2014" von Petra Niehaus (S. 192). Wir bedanken uns für die Abdruckerlaubnis und wünschen eine angenehme Lektüre.
Übrigens, der nächste rückläufige Merkur erwartet uns vom 19. Mai bis 12. Juni. Also, bereiten Sie sich gut vor.

 

Warum ich bei rückläufigem Merkur gern einkaufen gehe…

Petra Dörfert

 

„Bloß keine Vertragsabschlüsse bei rückläufigem Merkur!“ „Bloß keine Anschaffungen machen!“ Natürlich ist es genau das, was ich meinen Klienten rate. Und natürlich scheint es in den meisten Fällen zu stimmen. Kommt jemand unter rückläufigem Merkur mit einer neuen Idee daher, braucht man meist nicht mal ein Stundenhoroskop zu machen, um zu sehen, dass es ein Windei ist und nichts daraus wird. Kollegen klagen oft darüber, wie mühsam das Leben unter rückläufigem Merkur sei – mit den E-Mails, mit der Kommunikation, alles läuft schief…! Komisch, bei mir ist das überhaupt nicht so, auch wenn ich mein Gesicht trotzdem in höfliche Sorgenfalte kräusle und mitseufze: „Jaja, der rückläufige Merkur hat wieder zugeschlagen…!“ Um die Wahrheit zu sagen: Ich finde den rückläufigen Merkur richtig schick, genauso wie den rückläufigen Mars, unter dem man endlich mal all die liegengebliebenen Sachen wegarbeiten kann und der atemlose Vorwärtsdrang der Zeitläufte gebremst erscheint.

Warum aber ist das bei mir gerade andersherum? Weil meine Sonne-Uranus-Konjunktion wieder mal zwanghaft aus der Reihe tanzen will? Nein, vermutlich eher weil ich so eine zögerlich-zauslige Waage bin, die endlos darüber räsoniert, ob sie nun den neuen Flachbildschirm kaufen soll - oder den alten Monitor reparieren lässt - oder vielleicht doch lieber in die „Zweite Hand“ schaut, denn bei einem billigen Second-Hand-Gerät muss man sich wenigstens keine Vorwürfe machen, wenn es nach einem Jahr den Geist aufgibt oder doch nicht so gut gefällt. Allerdings können bei einem Second-Hand-Kauf die Taxikosten die Kaufsumme weit überschreiten (Berlin ist groß!), und das ist ja dann auch wieder blöd, während die Transportkosten beim „Megamarkt“ schon mit eingeschlossen sind. Jedoch wird man dort mit der Frage gequält, ob man die 5-Jahres-Garantie dazu kaufen will – und will man das??? Denn meist geht das Gerät ja erst nach 5 Jahren und zwei Monaten kaputt… Waagen haben’s nicht leicht, jedenfalls wäre ein Widder schon längst losgestürmt, hätte sich ein Gerät gebunkert und wahrscheinlich nicht so total falsch gelegen damit, denn eigentlich kann man hier auch gar nicht viel falsch machen. Wenn Merkur rückläufig wird, hat all die Qual jedoch schlagartig ein Ende: Eine Entscheidung muss her, vielleicht weil nun etwas im Fernsehen kommt, das man unbedingt sehen will, wie ein Fußballweltmeisterschaftsendspiel. Also tut man das, was der Widder auch tun würde – man entscheidet sich endlich, und oft sind das gar nicht die dümmsten Entscheidungen, da man ja alles schon tausendfach wiedergekäut und das Unterbewusstsein längst herausgeknobelt hat, welche Lösung die beste sei.

Kommunikationstechnische Zusammenbrüche erlebe ich seltener unter rückläufigem Merkur, da meine Jungfrau-Planeten immer alles schön ordentlich halten, so dass mich diese Keule offenbar weniger hart trifft. Auch ist ein Ausbildungsstart unter rückläufigem Merkur nicht generell ein K.O.-Kriterium – allerdings nur, wenn man weiß, dass es einen größeren Interessentenkreis gibt, dem bislang Geld, Zeit und Muße für die Teilnahme fehlte. Auch bietet sich der rückläufige Merkur wunderbar für Klärungen an, die man als Waage auch immer gern vor sich herschiebt.

Allerdings merke ich, dass ich, seit ich 40 bin, stärker die Widder-Energie zu integrieren beginne und dadurch oft spontaner und impulsiver handle. Mal sehen, wann mir der rückläufige Merkur das erste Mal so richtig auf die Füße fällt – und ich endlich ganz freimütig in den Chor der anderen mit einstimmen kann, wenn es mal wieder heißt: „Oh weh, das hat der rückläufige Merkur getan!“

Über die Autorin

Petra Dörfert

Petra Dörfert

Goethestr. 58
D – 10625 Berlin
Tel. 030 / 30 10 24 14
E-Mail:
Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

Die Astrologin und Heilpraktikerin Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie, ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

 

Pluto: Wenn nichts bleibt, wie es war

 

Pluto-Transite bringen die einschneidendsten und schrecklichsten, aber auch großartigsten und intensivsten Erfahrungen, die man im Laufe seines Lebens überhaupt machen kann. Oft markieren sie die entscheidenden Wendepunkte und führen einen tief greifenden inneren und äußeren Wandel herbei. Leider kann es dazu manchmal nötig sein, dass einiges von dem zu Bruch geht, was uns bislang lieb und teuer gewesen ist. Und auch einen Blick in die ungeliebten Schattenseiten unserer Seele kann uns Pluto, der Herrscher der Unterwelt, vielfach nicht ersparen.

War man zum Beispiel nie bereit gewesen, sich seinen psychischen Problemen zu stellen, sondern hat man sie immer weiter anwachsen lassen, mögen sie jetzt endlich – heilsam – über einem zusammenbrechen. Oder hatte man sich immer mehr in ein Gespinst aus Lebenslügen – falsche Berufswahl, zu hohe finanzielle Verpflichtungen, eine unglückliche Partnerschaft – verstrickt, fliegt einem plötzlich alles um die Ohren. Pluto macht also radikal Schluss mit dem, was nicht mehr stimmt in unserem Leben, bzw. bringt dadurch Heilung, dass er uns „knallhart“ mit der Wahrheit konfrontiert.

Am besten kommen mit Pluto diejenigen Menschen klar, die im Grunde ihres Herzens selber wissen, was in ihrem Leben angepackt werden muss. Dann verleiht Pluto nämlich die nötige Kraft und Power, endlich das zu tun, was man schon längst tun wollte, und Hindernisse und Widerstände lassen sich fast mühelos überwinden. Wer allerdings nicht dieses Gespür hat oder seine innere Stimme ignoriert, läuft Gefahr, überrollt zu werden, und die Erkenntnis, wie notwendig und richtig die Veränderungen waren, stellt sich meist erst im Nachhinein ein.

Ein Pluto-Transit dauert mindestens zwei Jahre – Zeit genug also, um den Wandel gründlich zu vollziehen. Da sich Pluto sehr langsam durchs Horoskop bewegt, kann es übrigens sein, dass wir in unserem Leben nur einen einzigen wirklich starken Pluto-Transit erleben, meist um hinterher zu der Erkenntnis zu kommen: Das war die wichtigste Erfahrung meines Lebens! Im Folgenden möchte ich einige Geschichten erzählen, die zeigen, was man unter Pluto-Transiten alles erleben kann:

Pluto befreit unter Schmerzen. Klaus war leidlich zufrieden mit seinem Leben: Seine Ehe galt als glücklich, sein Job brachte ihm ein gutes Einkommen und in seine kleine Tochter war er regelrecht vernarrt. Umso wuchtiger traf ihn die Diagnose Magenkrebs, als Pluto über seinen Mond ging. Klaus war verzweifelt, so jung sterben zu müssen, und suchte noch während der Chemo-Therapie gleich mehrere Heiler und Therapeuten auf. Er wurde sich bewusst, wie unglücklich seine Kindheit gewesen war und wie sehr er immer alle Wut und Aggression in sich hineingefressen hatte. Er wurde sich ebenfalls bewusst, dass seine Ehe hinten und vorne nicht mehr stimmte, und dass er seiner Karriere eigentlich nur deshalb nachging, weil seine Frau es von ihm erwartete. Nach schwersten Auseinandersetzungen, die in ihm den Eindruck erweckten, dass seine Frau ihn lieber tot als therapiert gesehen hätte, rang er sich zur Trennung durch. Gleichzeitig stieg er aus dem Firmenmanagement aus und wechselte zu den freien Mitarbeitern. Klaus scheint mittlerweile den Krebs überwunden zu haben. Er hat das Gefühl, dass eine schwere Last von ihm abgefallen ist und sein Leben insgesamt einen viel glücklicheren Verlauf nimmt. Über eines kommt er allerdings kaum hinweg: Seine Ex-Frau erschwert ihm den Kontakt zu seiner Tochter; zudem hat er ein schlechtes Gewissen, dieser das Elternhaus geraubt zu haben. Wäre er jedoch geblieben, hätte er die Krankheit wahrscheinlich nicht besiegen können.

Pluto setzt Energien frei. Marietta würde man eigentlich nicht als Powerfrau bezeichnen. Sie hat zwar immer den Kopf voller Ideen, aber meist fehlt ihr der Mut, diese selbstständig in die Tat umzusetzen. In ihrem Job war sie zufrieden, zumal die Bezahlung und das Arbeitsklima stimmten. Als Pluto über Mariettas Aszendent ging, machte der Betrieb, in dem sie angestellt war, unvermittelt Pleite, und Bewerbungen auf gleichwertige Arbeitsplätze scheiterten. Da nahm Marietta all ihren Mut zusammen, gründete ihre eigene Firma – und wurde äußerst erfolgreich damit! Bemerkenswert an dieser Pluto-Geschichte ist, dass sie nicht mit einer schweren Krise einherging: Marietta hatte die Kündigung mit einem Gleichmut entgegengenommen, der sie selbst in Erstaunen versetzte, und jedes Mal, wenn sie eine gescheiterte Bewerbung aus dem Briefkasten zog, erfüllte sie das mit einer gewissen Genugtuung. Marietta konnte sich offenbar erst dann selbst die „Erlaubnis“ geben, sich selbstständig zu machen, als deutlich wurde, dass keine andere Möglichkeit in Frage kam….

Pluto führt nicht immer zu Erkenntnisgewinn. Wohlwollend ausgedrückt könnte man Irma als egozentrische und streitbare Dame bezeichnen. Ihren Lebensgefährten hatte sie bereits vor Jahren in eine andere Wohnung ausquartiert, da sie sich von ihm „gestört“ fühlte, dennoch stand dieser fest unter ihrer Fuchtel. Auch andere Menschen hatten unter ihrer Art zu leiden. Kurz nach ihrem 50. Geburtstag lief Pluto über Irmas Sonne – und Irma erlitt einen Hirnschlag. Zum ersten Mal in ihrem Leben war sie auf die Hilfe anderer angewiesen und konnte nicht mehr alles willkürlich bestimmen. Die halbseitige Lähmung besserte sich über die Monate erstaunlich gut, so dass lediglich eine Gehbehinderung zurückblieb, was angesichts der Schwere des Vorfalls als kleines Wunder betrachtet werde kann. Dennoch hat sich Irma in keiner Weise geändert – durch ihre Krankheit fühlt sie sich jetzt zusätzlich dazu berechtigt, ihre Umwelt zu terrorisieren, und über den Verlauf ihrer Krankheit ist sie schwer verbittert.

Pluto konfrontiert mit dem eigenen Schatten. Bruno betrachtete sich als den friedliebendsten Menschen unter der Sonne – was leider nicht so ganz stimmte: Vordergründig war er zwar immer ruhig, aber er hatte etwas Verdruckstes und latent Aggressives, das viele Menschen gegen ihn aufbrachte (was wiederum er nicht verstehen konnte). Als Pluto ein Quadrat zu seinem Mars bildete, verklagte ihn unerwartet sein Nachbar. Es ging um ungeklärte Besitzansprüche noch von den Großeltern her, und Bruno sollte ein entscheidendes Stück Garten hinter dem Haus hergeben. Der Nachbar wendete allerlei fiese Tricks an, und Bruno musste massiv um sein Recht kämpfen. Er erlebte zwei Jahre voller Existenzängste und schlafloser Nächte, bis der Albtraum endlich vorüber war. Was Bruno jedoch in dieser Zeit gelernt hat, ist, härter für sich einzutreten. Die meisten Menschen empfinden ihn jetzt als kraftvoller – und sympathischer.

Und manchmal passiert einfach nur gar nichts... Astrologen haben natürlich eine gewisse Katastrophenerwartung, was Pluto-Transite angeht. Manchmal ist diese Sorge aber völlig unbegründet, und es passiert buchstäblich nichts. Offenbar gab es dann im Leben der Betroffenen nichts zu wandeln oder zu transformieren, und es bleibt praktisch alles beim Alten. Eigentlich schade, denke ich da manchmal heimlich für mich – denn ist nicht eine verpasste Krise womöglich eine verpasste Chance?

 

Die wichtigsten Pluto-Konstellationen auf einen Blick:

Jedes Horoskop hat zwölf Häuser (= zwölf Lebensbereiche). Pluto benötigt pro Haus je nach Größe Jahre bis Jahrzehnte, wobei sich die unten beschriebenen Wirkungen allerdings nur zu Anfang deutlicher bemerkbar machen. Lesen Sie, welche Bedeutung es hat, wenn Pluto im Transit eines der Häuser berührt.

Pluto im 1. Haus – Betrifft momentan alle Menschen mit Steinbock-Aszendent: Meist mit einschneidenden Veränderungen der Lebensausrichtung verbunden, bringt zudem Verborgenes und Verdrängtes an die Oberfläche.

Pluto im 2. Haus – Kann unglaublich reich – und unglaublich arm machen, daher Vorsicht vor geldgierigen Spekulationen! Konfrontiert uns mit der Macht-/Ohnmachtthematik des Geldes. Hilft, Selbstwertproblematiken zu bearbeiten.

Pluto im 3. Haus – Bringt eine ungekannte Intensität in Kommunikation und Denken. Oft wird man mit neuen Wissensinhalten konfrontiert.

Pluto im 4. Haus – Stellt radikal die Frage, wohin und zu wem wir gehören, wo unsere wahre Heimat ist. Häufig mit Ortswechseln, Umzügen und familiären Veränderungen verbunden.

Pluto im 5. Haus – Kann den Kinderwunsch zur brennenden Frage machen. Bereits vorhandene Kinder konfrontieren uns mit unseren Grenzen. In der Sexualität eröffnen sich neue Dimensionen.

Pluto im 6. Haus – Stellt vehement die Frage, ob unser Alltag und unser Arbeitsplatz zu uns passen. Bereits vorhandene Spannungen können eskalieren.

Pluto im 7. Haus – Stellt bestehende Beziehungen radikal in Frage. Neue Beziehungen haben meist eher therapeutischen Charakter.

Pluto im 8. Haus – Optimale Zeit für therapeutische Prozesse, v. a. hinsichtlich Verletzungen aus Jugend und Kindheit.

Pluto im 9. Haus – Stellt unsere Überzeugungen und Weltanschauungen vehement in Frage. Obacht vor Sekten und machthungrigen Gurus!

Pluto im 10. Haus – Hinterfragt unseren Platz in der Welt. Stimmt der Beruf nicht, geht er häufig zu Ende. Kann auf der anderen Seite aber auch die „Aufgabe unseres Lebens“ und einen erheblichen Machtzuwachs bringen.

Pluto im 11. Haus – Jetzt haben nur noch die wahren Freundschaften Bestand! Kann ein intensives gesellschaftliches Engagement mit sich bringen.

Pluto im 12. Haus – Optimale Zeit für therapeutische Prozesse, die das Familiensystem, die Ahnenreihe und die eigenen Vorleben betreffen.

 

Und was bedeutet es, wenn Pluto Transitaspekte zu Planeten des Geburtshoroskops bildet?

Sonne - Verlangt, dass wir zu unserer persönlichen Wahrheit stehen. Lässt alles weg brechen, was dieser nicht entspricht...

Mond - Bringt alte emotionale Wunden und Verletzungen ans Licht.

Merkur - Pocht im geistigen Bereich auf die Wahrheit. Kann ziemlich streitsüchtig machen...

Venus - Kann uns die Liebe unseres Lebens, aber auch den Irrtum unseres Lebens einbringen! Da man besonders intensiv fühlt, besteht die Gefahr, sich in Obsessionen zu verstricken. Beziehungen, die jetzt beginnen, haben oft therapeutischen Charakter.

Mars - Hinterfragt, wie es um unsere Aggression und Durchsetzungsfähigkeit bestellt ist.

Jupiter - Eventuell will man jetzt zuviel auf einmal und verliert dabei alles. Kann vorübergehend aber auch den Optimismus rauben.

Saturn - Bricht alte Hemmungen und Blockaden auf. Stellt dabei allerdings auch unsere lieb gewonnenen Lebensstrukturen in Frage, so dass wir das Gefühl haben können, jeglichen Halt zu verlieren.

Uranus - Nicht immer ein bedeutender Transit. Hinterfragt unsere Ideologien und Andersartigkeiten. Kann zu „schrägen Aktionen“ antreiben.

Neptun - Nicht immer ein bedeutender Transit. Verstärkt künstlerische und spirituelle Gaben (Obacht bei letzterem: Esoteriker könnten jetzt mit Machtthemen oder negativen Energien konfrontiert werden!)

Pluto - Verstärkt vorübergehend das Pluto-Thema des Horoskops.

 

Über die Autorin

Petra Dörfert

Petra Dörfert

Goethestr. 58
D – 10625 Berlin
Tel. 030 / 30 10 24 14
E-Mail:
Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

Die Astrologin und Heilpraktikerin Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie, ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

Eine Brücke ins 3. Jahrtausend

Zur Theorie der Wellenastrologie (Serie, Teil 1)

 

Von Hellgard Nitsche

Was ist die Wellenastrologie? Schwingungen, Wellen, Rhythmen sind Schlüsselworte unserer Zeit. Die moderne Physik betrachtet inzwischen den Kosmos als großes Schwingungsgebilde und bestätigt damit altes esoterisches Wissen. Der Gedanke „Alles ist Schwingung“ und „Wie oben, so unten“ gehört zum alten „hermetischen“ Wissen, geht auf den geheimnisvollen Priester und Eingeweihten Hermes Trismegistos zurück und ist im astrologischen Denken fest verankert. Das war auch der gedankliche Ausgangspunkt für die Wellentheorie: Wenn das Planetensystem als großes Schwingungsgebilde aufgefasst werden kann, müsste es logischerweise mit einer Wellenfunktion beschrieben werden können.

Die Wellenfunktion, die der Wellenastrologie zugrunde liegt, beruht auf einer nichtlinearen Gravitationstheorie des Planetensystems. Die Planeten können auch als nichtlineare Oszillatoren betrachtet werden. Die Planeten korrelieren mit nichtlinear gekoppelten Oszillatorenklassen im Menschen. Diese Wechselwirkungen haben sich im Laufe der Evolution herausgebildet. Durch die nichtlinearen Schwingungen des planetaren Gravitationsfeldes entstehen höhere Schwingungen, die in die Schwingungen des Menschen hinein reichen und dort Wechselwirkungen im seelischen und körperlichen Bereich bewirken.

Planetare Korrelationen sind Wechselwirkungen im Gravitationsfeld des Solarsystems. Diese Wechselwirkungen sind komplex und nichtlinear. Die astrologiche Wellentheorie ist ein mathematisches Modell der in der Astrologie üblichen Interpretation der Planetenkonstellationen. Dieses mathematische Modell beruht auf einer Fourier-Analyse der klassischen Darstellung der Planeten. Basis der mathematischen Bewertung bilden die Fibonacci-Zahlenreihe und der Goldene Schnitt.

Die Fibonacci-Zahlenreihe spielt in der Natur und in der Evolution eine wesentliche Rolle und wurde nach dem bedeutenden italienischen Mathematiker Leonardo Fibonacci benannt, der damit im Jahr 1202 das Wachstum einer Kaninchenpopulation beschrieb. Es handelt sich um eine unendliche Folge von Zahlen, bei der die Summe zweier benachbarter Zahlen die unmittelbar folgende Zahl ergibt: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89 … Bekannt war diese Zahlenfolge aber bereits in der Antike, in Griechenland, in Indien und auch bei den arabischen Mathematikern. Die Fibonacci-Zahlenreihe findet sich vielfach in der Natur, zum Beispiel bei Pflanzen, die in der Anordnung ihrer Blätter und anderer Pflanzenteile Spiralen gebildet haben. Dazu gehören zum Beispiel die Sonnenblume, die Köpfe der Silberdistel, die Schuppen der Fichtenzapfen, der Ananasfrüchte.

Johannes Kepler (1571 – 1630) erkannte die Fibonacci-Zahlen als eine Zahlenfolge, die sich an den Goldenen Schnitt annähern. Der Goldene Schnitt spielt in der Evolution eine große Rolle; in ihm spiegeln sich Harmonie und Vollkommenheit wider.

Die Wellenastrologie hat somit einen naturwissenschaftlichen Ansatz und ist eine Möglichkeit, bewährtes astrologisches Erfahrungswissen und moderne naturwissenschaftliche Methoden zu vereinen. Damit könnte die Wellenastrologie eine Brückenfunktion ins 3. Jahrtausend übernehmen. Die Wellenastrologie ist schulübergreifend und stellt eine Ergänzung und Erweiterung für jede astrologische Methode dar. Sie besticht durch eine moderne Anschaulichkeit und kann deshalb sehr gut in der astrologischen Beratungspraxis eingesetzt werden.

Die astrologische Wellentheorie ermöglicht die Entwicklung weiterführender astrologischer Methoden. Dazu gehören auch neuartige Darstellungen des Horoskops, der Transite, der Rhythmen in der Biografie und die Darstellung des Geburtshoroskops in den Spektralfarben. Zu jedem Bereich der Wellenastrologie gibt es praktisch gut einsetzbare Computerprogramme, die im Institut für Wellenastrologie (Grosselfingen) und künftig auch beim Verlag astronova (Tübingen) erhältlich sind. Die Planeten verstehen wir als Urprinzipien, die auf allen Ebenen unserer Wirklichkeit zu finden sind.

 

Warum entspricht die Wellenastrologie dem Zeitgeist?

Wir leben in einer Zeit, in der altes Geheimwissen in verschiedenen Bereichen durch naturwissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt wird. Der Kosmos wird auch in der modernen Physik als großes Schwingungsgebilde betrachtet, in dem jeder Planet mit jedem anderen in einer Beziehung steht. Schwingungen sind Wellen, können als Frequenzen ausgedrückt werden und sind Bestandteil unseres Alltags. Denken wir an Radiowellen, Funkwellen, Mikrowellen, Fernsehwellen, Röntgenstrahlen, Infrarot- und Ultraviolettstrahlung, kosmische Höhenstrahlung usw. Nur einen ganz schmalen Ausschnitt aus dem Wellenband können wir mit den menschlichen Möglichkeiten wahrnehmen. Das sind der Bereich zwischen 380 bis 780 Nanometern als das sichtbare Lichtspektrum und die Klangwellen, die wir hören können sowie die Infrarotstrahlung, die wir als Wärme spüren. Für alle anderen Wellen brauchen wir Geräte, auf denen in der Regel eine einfache oder auch manchmal eine doppelte Wellenlinie zu sehen ist: das Symbol des Tierkreiszeichens Wassermann.

Wir befinden uns als Menschheit im Übergang in das Wassermann-Zeitalter  und  damit in einer neuen geistigen Dimension, wo Schwingungen einen neuen Stellenwert erhalten. Die Zeit ist also reif für eine Astrologie, die deutlich auf dem Schwingungs-Charakter der Planeten, auf dem Wellenprinzip des Kosmos beruht. Nach Arthur Schult hat das Wassermann-Prinzip als Nachtherrscher das Urprinzip Saturn. Bis zur Entdeckung des Uranus 1781 war Saturn dem Tierkreiszeichen Wassermann zugeordnet. Uranus als Tagherrscher symbolisiert die Veränderungen, die Beschleunigung des Lebens, die technischen und naturwissenschaftlichen Entdeckungen und Umwälzungen, die gesellschaftlichen Revolutionen und auch chaotische Entwicklungen. Wellenastrologie ist eine astrologische Methode, die dem Uranus-Prinzip entspricht und dabei die traditionelle Astrologie (Saturn) ergänzt. Deshalb war die Zeit reif für die Entwicklung einer astrologischen Wellentheorie.

 

Zur Entdeckung der Wellenastrologie

Anfang der 1990er Jahre hatten wir die Absicht, eine individuelle Farbtherapie zu entwickeln. Es tauchte der Gedanke auf, das Geburtshoroskop als Schwingungsgebilde zu untersuchen und in Farbschwingungen umzuwandeln, getreu dem Grundsatz: „Alles ist Schwingung.“ In Rahmen dieser Forschungen hat Dr. Michael Nitsche die Wellenastrologie entdeckt. Er ist Physiker und hatte Jahre vorher bereits über die Abbildungs-Eigenschaften des nichtkohärenten Lichts promoviert und seither diese Themen immer wieder aufgegriffen. Dabei ist die Darstellung des Horoskops als Schwingungsmodell entstanden, in dem jeder Planet mit jedem in eine Beziehung gesetzt wurde. Das war die Geburtsstunde der Wellenastrologie. Er erkannte, dass die Darstellung des Horoskops als Welle für die Astrologie ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

 

Bausteine der Wellenastrologie

Die Wellenastrologie besteht bisher aus fünf Bausteinen bzw. Teilbereichen, die als

Computer-Programme vorliegen. Diese Programme sind so aufgebaut, dass sie besonders gut in der Beratungspraxis eingesetzt werden können.  

1.   Das Horoskop als Matrix

2.   Transitkurven

3.   Zeitqualität

4.   Biografische Rhythmen

5.   Astrale Farbpsychologie

Der wellenastrologische Partnervergleich ist noch in Bearbeitung.

 

Zur Anwendung der Wellenastrologie

Die Wellenastrologie ist nicht an eine bestimmte astrologische Methode gebunden, sondern dient als Ergänzung für jede astrologische Richtung. Für eine Beratung verwende ich die bekannte Darstellungsart des Horoskops, die traditionellen Analysemethoden und zusätzlich wellenastrologische Methoden, welche ganz neue Denkansätze, Interpretationen und bildhafte Darstellungen ermöglichen. Die bildhaften Darstellungen – wie Transitkurven, Stärken und Spannungen der Planeten, Farbhoroskop, Grafiken zur Zeitqualität oder zu den biografischen Rhythmen – geben oft schnelle Erkenntnisse für die astrologische Beratung.

 

Kontakt: Dr. Hellgard Nitsche
Institut für Wellenastrologie
Bachstraße 13
72415 Grosselfingen
Tel.: 09476 / 91238
E-Mail:

Internet: www.wellenastrologie.com

 

Dr. Hellgard Nitsche (geb.1949) studierte zunächst Jura und war mehrere Jahre juristisch tätig (Praxis, Lehre, Forschung). Mit Mitte 30 absolvierte sie ein Psychologiestudium mit anschließender psychotherapeutischer Ausbildung, damals begann auch ihr Interesse für Astrologie. Seit 1990 arbeitet sie in eigener Praxis als ganzheitliche Lebensberaterin. Weiterbildungen erfolgten auch in Hypnotherapie nach Milton Erickson und in Katathym-imaginativer Psychotherapie. Mit ihrem Mann, dem Physiker Dr. Michael Nitsche, leitet sie das Institut für Wellenastrologie in Grosselfingen.

 

Dr. Michael Nitsche (geb.1946) promovierte nach dem Physik-Studium über die Abbildungseigenschaften mit partiell-kohärentem Licht. Forschungen zur Fluktuation des planetaren Gravitationsfeldes stellte er auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kongressen der Geophysik vor. Die daraus abgeleitete nichtlineare Theorie der Wechselwirkungen mit den Fluktuationen des Gravitationsfeldes eignet sich auch zur Beschreibung der Astrologie. Daraus entstand die Wellenastrologie, an der Michael Nitsche zusammen mit seiner Frau seit Jahren weiter arbeitet. Zur Darstellung der Zeitqualität, der Transitkurven, der Horoskopmatrix sowie der astralen Farbpsychologie entwickelte er Computerprogramme, welche über die Homepage www.wellenastrologie.com erworben werden können.

 

Buchtipp

Hellgard Nitsche: „Farben und Planeten“.
Einführung in eine wellenastrologische
Farbtheorie und Farbpsychologie.
Hardcover, Großformat
172 Seiten: 172, 187 farbige Bilder
34,90 EUR

erhältlich bei:  astronova

 

 

 

Wellenastrologie (Serie, Teil 2)

Das Horoskop als Schwingungs-Modell

 

Von Hellgard Nitsche

Die Wellenastrologie ist nicht an eine bestimmte astrologische Methode gebunden, sondern dient als Ergänzung für jede astrologische Richtung. Für eine Beratung verwende ich die bekannte Darstellungsart des Horoskops, die traditionellen Analysemethoden und zusätzlich wellenastrologische Methoden, welche ganz neue Denkansätze, Interpretationen und bildhafte Darstellungen ermöglichen. Die bildhaften Darstellungen – wie Transitkurven, Stärken und Spannungen der Planeten, Farbhoroskop, Grafiken zur Zeitqualität oder zu den biografischen Rhythmen – geben oft schnelle Erkenntnisse für die astrologische Beratung.

 

Das Horoskop in der Wellenastrologie

Das Horoskop in der bekannten Darstellungsart bleibt auch für mich eine wichtige Grundlage der astrologischen Beratung. Ergänzend verwende ich das Horoskop als Matrix. Hier sehen Sie das Horoskop von Bundeskanzlerin Angela Merkel, geboren am 17. Juli 1954 in Hamburg.

Matrix: Korrelation der Urprinzipien

In der Matrix wird jeder Planet mit jedem anderen in eine Beziehung gesetzt. Es wird ersichtlich, welche Planeten eine harmonische und welche eine disharmonische Beziehung eingehen, auch außerhalb der Aspektverbindungen.

Damit sind qualitative und quantitative Aussagen möglich: Welche Urprinzipien sind für eine Entwicklung besonders begünstigend? Zwischen welchen Planeten sind Spannungen, die für eine Entwicklung besonders tragfähig sind? Die Entwicklung erfolgt durch das Pendeln zwischen Stabilität und Instabilität. Die stärksten Spannungen zwischen zwei Planeten liegen bei – 10, die höchsten Harmonien bei + 8.

Die summarische Wertung der Planeten lässt verschiedene Aussagen zu, zum Beispiel über Risikobereitschaft, Intelligenzentwicklung, Unfallhäufigkeit. Dazu liegen bereits umfangreiche Untersuchungen vor. Es sind aber noch weitere Forschungen notwendig. Auf mundaner Ebene sind Aussagen über Erdbebenhäufigkeit ebenfalls gut gesichert und wurden vor Geophysikern vorgetragen. Die Quantifizierung der Planetenbeziehungen bietet neue Aussagemöglichkeiten: Die Matrix gibt den Gesamtzustand des Horoskops an. Dieser kann harmonisch oder disharmonisch sein. In der Wellenastrologie ist das der Zustand der Führungswelle des Individuums. Die Elemente der Matrix sind Schwingungszahlen und ermöglichen damit über die klassischen Auswertungsverfahren hinausgehende quantitative Beurteilungen der Qualität der Zeit. Hier sehen Sie die Matrix des Horoskops von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

 

Das Balkendiagramm

Das Balkendiagramm stellt die grafische Umsetzung der Horoskopmatrix dar.

Es ist individuell, nicht als Vergleich, sondern für die Arbeit mit dem jeweiligen Klienten gedacht. Das Balkendiagramm ermöglicht einen schnellen Überblick über Harmonie (Länge des jeweiligen Balkens) und Energie (Breite des jeweiligen Balkens) der Urprinzipien sowie über die Freiheit, die das Individuum bei der Gestaltung seiner Lebensverhältnisse hat. Die Balken zeigen die Harmonie bzw. Disharmonie und die Energie von Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn. Uranus und Neptun an. Stärken bzw. Probleme werden schnell sichtbar. Bei Angela Merkel zeigen Mars und Pluto eine besonders starke Energie. 

Matrix: Energie der Urprinzipien

Die Energie der Führungswelle zeigt die positive Quadratwurzel der Energie der Wechselwirkungen zwischen den Planeten.Es ist ein Maß für die psychische Energie und die Spannungen im Horoskop. Die bisherigen Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine hohe Harmoniezahl, gekoppelt mit einer Energiezahl über 100 das Leben sehr begünstigt und es erleichtert, sich zu verwirklichen (Goethe, Gottschalk, Kurt Felix). Eine deutliche Disharmonie der Planeten finden wir bei Menschen, die mental sehr aktiv sind und viele Auseinandersetzungen mit der Umwelt haben: Friedrich Schiller, Friedensreich Hundertwasser, Sigmund Freud, Carl Gustav Jung, Angela Merkel. Liegt die Energiezahl bei fast 100 oder deutlich darüber, werden diese Menschen in der Öffentlichkeit bzw. in ihrem Lebensumfeld deutliche Beachtung finden.Geht die Harmoniezahl aber gegen Null, scheint derjenige nur über sehr geringe Kraft zu verfügen, seine oft sehr günstigen Anlagen zu entwickeln. Es sind Menschen, die intensiv unterstützt bzw. begleitet werden sollten, damit sie ihre Ziele erreichen. Coaching ist hier angebracht. Darauf sollte in astrologischen Beratungen hingewiesen werden. Im Horoskop-Programm finden sich Tipps zur Optimierung wichtiger Anlagen. Es sind Lernaufgaben aus den Urprinzipien heraus.

Name Harmonie Energie Stärken Schwächen
         
J. W. v. Goethe 45,18        181,67 Sonne Venus
28.8.1749  
    Mars  
12:24 Uhr
    Neptun  
Frankfurt/M.                Pluto  
         
Thomas Gottschalk 46,2 154,8 Mond Venus
18.5.1950     Mars  
17:00 Uhr
    Jupiter  
Bamberg     Pluto  
         
Kurt Felix 34,0 132,9 Mars Mond
27.3.1941     Uranus  
2:00 Uhr        
Will - SG        
         
Sigmund Freud -8,6 97,7 Neptun Sonne
6.5.1856     Mond Pluto
18:30 Uhr        
Freiberg        
         
Carl Gustav Jung  -5,6  123,8  Jupiter  Sonne
26.7.1875      Venus  Pluto
19:20 Uhr
       
Kesswill        
         
 Friedrich Schiller  -4,72  97,86  Venus  Uranus
 10.11.1759      Pluto  
 22:30 Uhr        
 Marbach/N.        
         
Friedensreich Hundertwasser -18,5 139,3 Mars Merkur
15.12.1928     Jupiter Saturn
16:25 Uhr        
Wien        
         
Angela Merkel -24,7 121,94 Pluto Neptun
17.7.1954       Uranus
17:54 Uhr       Sonne
Hamburg        
         
Hermann Hesse 8,18 118,05 Venus Jupiter
2.7.1877       Mars
18:30 Uhr        
Calw        
         
Albert Einstein 7,7 103 Sonne Jupiter
17.3.1879     Mond Uranus
11:50 Uhr        
Ulm        
         
Oskar Adler 9,1 116,35 Sonne Pluto
 4.6.1875     Mars  
5:35 Uhr     Neptun  
Wien        

 

Transitkurven

In der Wellenastrologie können die Transite als Schwingungskurven berechnet  werden. Dazu werden die Aspekte aller Planeten untereinander berechnet und als Kurve dargestellt. Die Überlagerung aller Planetenkurven ergibt eine Summenkurve, die einen ersten Eindruck vermittelt. Zur Auswertung der Kurven ist es notwendig, die einzelnen Planetenkurven zu betrachten.

 

Planetenkurve oberhalb der Mittellinie

Das zugeordnete Urprinzip ist harmonisch, es gibt mehr harmonische Transite zu dem Urprinzip als disharmonische Transite. Der Begriff „Harmonie“ steht mit Stabilität und Festigkeit im Zusammenhang.

 

Planetenkurve unterhalb der Mittellinie

Zu diesem Urprinzip sind mehr disharmonische Aspekte vorhanden. Der Begriff „Disharmonie“ ist mit Dynamik und Instabilität verbunden. Disharmonien der Planetenkurven zeigen an, dass der Betreffende aktiv an die jeweiligen Themen herangehen sollte. Ein solcher instabiler Zustand ist gut geeignet, Veränderungen vorzunehmen. Dazu können die harmonischen Urprinzipien bewusst als Hilfen mit eingesetzt werden.

In der Beratung sollten durchaus die gewohnten Transitberechnungen mit verwendet werden. Die Beurteilung der Transitkurven geht aber weit über die gewohnte Transit-Auswertung hinaus, da in den Kurven auch Harmonien und Disharmonien mit erfasst werden, die im Transit nicht sichtbar werden. Die Interpretation der Transitkurven erfolgt, wie immer, im Zusammenhang mit dem Geburtshoroskop. Seit einigen Jahren fällt mir auf, dass Klienten besonders in der

Transit-Beratung verstärktes Interesse an den Transitkurven haben.

 

 

Biografische Rhythmen

Die biografischen Rhythmen sind in der Beratungspraxis besonders gut geeignet, wenn wesentliche biografische Themen aufgearbeitet werden sollten oder wenn längerfristige Lebensplanungen anstehen. Die Rhythmen der überpersönlichen Planeten wie Jupiter und Saturn sowie der Generationsplaneten Uranus, Neptun und Pluto bestimmen den Lebenslauf, zeigen Höhepunkte und Krisen im Leben an. Wir kennen die Saturn-Rhythmen, die besonders in den Autokorrelationen (Quadrate, Oppositionen, Konjunktionen) das Leben stark belasten können. Auch die Bedeutung der Uranus-Opposition im Alter zwischen 40 und 43 ist sicher vielen schon aus eigener Erfahrung gut bekannt. In der Psychologie sprechen wir von der Midlife-Crisis, die meist durch die Uranus-Opposition eingeleitet wird.

Im Programm sind die persönlichen Planetenkurven einzeln dargestellt, um eine bessere Anschauung zu haben, wie die Planeten schwingen. Man kann über eine Skala von 1 bis 100 einstellen, ob der Betreffende stark vom Zeitgeist geprägt ist oder eher ein Individualist ist, weniger von der allgemeinen Zeitqualität abhängig.

 

Beispiel für Biografische Rhythmen

 

Zeitqualität

Die wellenastrologische Darstellung der Planetenrhythmen ermöglicht es, sich über allgemeine Tendenzen schnell einen Überblick zu verschaffen. Man kann die Kurven für ein ganzes Jahr, für einen Monat oder einen Tag ansehen, ebenso aber auch für große Zeiträume.

Diese Kurve wurde erstmals 2004 bei einem Vortrag in Zürich vorgestellt. Damals wurde schon auf die Krisensituation 2008 hingewiesen. Heute wissen wir, dass statt der Fragezeichen der Begriff „Finanzkrise“ stehen muss.

 

 

 

Kontakt: Dr. Hellgard Nitsche
Institut für Wellenastrologie
Bachstraße 13
72415 Grosselfingen
Tel.: 09476 / 91238
E-Mail:

Internet: www.wellenastrologie.com

 

Dr. Hellgard Nitsche (geb.1949) studierte zunächst Jura und war mehrere Jahre juristisch tätig (Praxis, Lehre, Forschung). Mit Mitte 30 absolvierte sie ein Psychologiestudium mit anschließender psychotherapeutischer Ausbildung, damals begann auch ihr Interesse für Astrologie. Seit 1990 arbeitet sie in eigener Praxis als ganzheitliche Lebensberaterin. Weiterbildungen erfolgten auch in Hypnotherapie nach Milton Erickson und in Katathym-imaginativer Psychotherapie. Mit ihrem Mann, dem Physiker Dr. Michael Nitsche, leitet sie das Institut für Wellenastrologie in Grosselfingen.

 

Dr. Michael Nitsche (geb.1946) promovierte nach dem Physik-Studium über die Abbildungseigenschaften mit partiell-kohärentem Licht. Forschungen zur Fluktuation des planetaren Gravitationsfeldes stellte er auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kongressen der Geophysik vor. Die daraus abgeleitete nichtlineare Theorie der Wechselwirkungen mit den Fluktuationen des Gravitationsfeldes eignet sich auch zur Beschreibung der Astrologie. Daraus entstand die Wellenastrologie, an der Michael Nitsche zusammen mit seiner Frau seit Jahren weiter arbeitet. Zur Darstellung der Zeitqualität, der Transitkurven, der Horoskopmatrix sowie der astralen Farbpsychologie entwickelte er Computerprogramme, welche über die Homepage www.wellenastrologie.com erworben werden können.

 

Buchtipp

Hellgard Nitsche: „Farben und Planeten“.
Einführung in eine wellenastrologische
Farbtheorie und Farbpsychologie.
Hardcover, Großformat
172 Seiten: 172, 187 farbige Bilder
34,90 EUR

erhältlich bei:  astronova

 

 

 

Horoskop Mandala

Das Horoskop als Mandala

Farben und Planeten in der Wellenastrologie (Serie, Teil 3)

 

Von Hellgard Nitsche

Das Wissen um den Zusammenhang von Farben und Planeten ist alt. Bereits im alten Babylon wurden den sieben umgebenden Mauern Planeten zugeordnet. Die Mauern wurden mittels Edelsteinen und Halbedelsteinen in den Planetenfarben verziert. Die Beziehungen zwischen Planeten und Farben wurden intuitiv gewonnen und über die Generationen weitergegeben. Zusammenhänge zwischen Planeten und Farben werden auch über die zugeordneten Metalle gesucht. Viele Astrologen haben sich bereits intensiv mit dem Zusammenhang von Farben und Planeten beschäftigt, u. a. Walter Koch, Ulrike Voltmer, Arthur Schult und der Schweizer Hans Cousto.

Das Neue an der astralen Farbtheorie: Die Spektralfarben werden konsequent auf zehn Urprinzipien zurückgeführt. Diese Urprinzipien entsprechen den Planeten. Damit wird der Versuch unternommen, erstmals die Wirkung des monochromatischen Lichts direkt aus der Bedeutung der Planeten zu erklären. Über die Verbindung der Farbe zu einem bestimmten Planeten lassen sich erstmals Erklärungen finden, warum eine Farbe eine bestimmte Wirkung hat und warum wir Menschen auf manche Farben sehr ähnlich, auf manche wiederum sehr unterschiedlich reagieren.

Das astrale Farbsystem zeigt Zusammenhänge zwischen den Farben und Planeten:

- zur astrologischen Bedeutung der Planeten

- zur astronomischen Anordnung der Planeten im Planetensystem

- zur Entstehung des Sonnensystems.

 

Farbtheorie mit abgeleiteter Farbpsychologie

Ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung des Horoskops in Schwingungen ist eine astrale Farbtheorie, aus der sich eine astrale Farbpsychologie ableiten lässt. Es ist eine Farbpsychologie, die direkt mit den Interpretationen der Planeten übereinstimmt. Die Farbtheorie ist der eigentliche Anlass für die Entwicklung der Wellenastrologie. Anfang der 90er-Jahre hatten wir die Absicht, eine ganz individualisierte Farbtherapie zu entwickeln. Das Horoskop sollte die Grundlage sein, denn wenn das Planetensystem ein großes Schwingungsgebilde ist, müssten sich die Planeten entsprechend darstellen lassen. Licht und Farben haben einen Doppelcharakter, sind Schwingungen (Kampf zwischen Newton und Huygens), sind aber auch Photonen.

Spektralfarben tragen Wellencharakter und sind exakt berechenbar: Der Wellenbereich liegt zwischen 380 und 780 Nanometer. Über die Fourier-Analyse und über die Fibonacci-Zahlen ist die Umsetzung der Planeten in Farben schließlich gelungen. Farben sind für den Menschen eine archetypische Erfahrung. Die Farben haben eine Bedeutung auf körperlichem, seelischem und geistigem Gebiet. Der schweizer Maler und Kunsttheoretiker Johannes Itten, der auch am Bauhaus in Weimar lehrte, formulierte es so: „Farben sind Strahlungskräfte, Energien, die auf uns in positiver oder negativer Hinsicht einwirken, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.“ (Kunst der Farbe, 1962)

Goethe stellte 1786 bei seiner 1. Italienreise fest, dass Farben Kräfte einer ganz besonderen Art sind, mit starker Ausdruckskraft und starkem Einfluss auf unser Leben; diese Erkenntnis brachte ihn zur Entwicklung seiner Farbenlehre. Seine Forschungen zur sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben haben eine große Übereinstimmung mit den Aussagen der astralen Farbpsychologie, die sich aus dem  Farb-Planeten-System ergibt.

 

Das Farb-Planeten-System

Die Farben kamen mit dem Licht in die Welt. Deshalb bezeichnen Philosophen die Farben als Tore in die geistige Welt, während für die Dichter die Farben die Sprache der Seele sind. Jeder von uns hat die Erfahrung gemacht, dass die Farben die Gedanken und das Gemüt färben. Eine Landschaft im Sonnenschein, ein Laubwald im Frühlingsgrün, ein Garten oder eine Wiese mit bunten Blumen heben die Stimmung und bringen Lebensfreude.

Wer melancholische Gedanken hat oder depressiv verstimmt ist, greift oft zu dunkler, grauer oder schwarzer Kleidung. Fröhliche Menschen erkennt man oft auch an der Kleidung, denn Farben drücken innere Seelenzustände aus. Es lohnt sich, bei der Auswahl der Farben, mit denen wir uns umgeben und uns kleiden, auf unsere innere Stimme zu achten. Der Mensch reagiert sensibel auf die ihn berührenden Licht- und Farbreize. Es sind energetische Schwingungen, die alle Lebensbereiche durchfluten und direkte Auswirkungen auf den Menschen haben.

Um das eigene Farbgefühl sicher einsetzen zu können, ist es hilfreich, sich die Wirkung der Farben auf Körper, Geist und Seele bewusst zu machen. Jede Farbe hat ihr eigenes Schwingungsspektrum, mit dem Sie auch bestimmte Informationen aussenden – sowohl zur eigenen Psyche als auch zu Ihren Mitmenschen. Wir nehmen die Farben vorwiegend über die Augen auf: ein großer Teil der Farbreize wird zur Sehrinde geleitet und dort in Bilder umgesetzt. Ein anderer Teil der Farbreize wird nicht visuell verarbeitet, sondern gelangt bis zum Limbischen System unseres Gehirns und reguliert dort hormonelle Prozesse und damit unsere Vitalfunktionen. Rot stellt, als Urimpuls der Energie, den Ausgangspunkt des Farbsystems dar.

 

Die Farbtafel

Auf dieser Farbtafel (Abbildung unten) sehen Sie eine Gesamtdarstellung aller Planetenfarben. In der linken senkrechten Spalte finden Sie die Grundfarben der Planeten. Die Farbveränderungen beruhen auf den Beziehungen sämtlicher Planeten untereinander. Aspekte werden in ihrer quantitativen Veränderung mit erfasst, bis ein qualitativer Sprung in die nächste Farbe sichtbar wird. Die Farbtafel bildet die Grundlage der Astralen Farbpsychologie.

Es handelt sich um 100 Planetenfarben, deren Schwingung exakt definierbar ist im Spektrum zwischen 380 und 780 Nanometern. Die jeweilige Planetengrundfarbe finden Sie jeweils in der 1. Spalte der Farbtafel. Die Ausführungen zu den Beziehungen zwischen Planeten und den Wirkungen der Planetenfarben sind ausführlich in meinem Buch „Farben und Planeten – Einführung in die wellenastrologische Farbtheorie und Farbpsychologie“ nachzulesen. Es ist im Verlag astronova (Tübingen, 2012) erschienen.

Die persönlichen Planeten des Horoskops – also die inneren Planeten unseres Sonnensystems – repräsentieren warme Farben, zu Körper und Seele gehörend. Die überpersönlichen Planeten – also die äußeren Planeten unseres Sonnensystems – zeichnen sich durch ihren Blau-Anteil aus: Mit wachsender Entfernung von der Sonne nehmen die Rot-Anteile ab, die Blau-Anteile zu. Es geht hier um energiereiche, aber kühle geistige und überpersönliche Qualitäten.

 

 

Das Horoskop als Farbastrogramm

Das Farbastrogramm ist die Umsetzung des Geburtshoroskops in Farbe. Man sieht besonders starke Farben, aber vielleicht auch Fehlstellen oder dunkle Ringe. Das sind Hinweise auf Disharmonien. Es erscheinen hier 90 aufeinander folgende Kreisringe, die als Wellen zu deuten sind: Je kräftiger die Farbe, desto stärker ist dieser Teil des Planeten auf Grund eines Aspekts. Die Farb-Planetenwelle erhebt sich hier, ist mächtig und stark. Sie wird zu einer Art Wall, der Sicherheit und Schutz bietet. Mit diesen Farben bzw. mit diesen Planetenprinzipien strahlt der Horoskopeigner in die Welt. Diese Farben zeigen seine Stärken.

Je blasser die Farbe, desto schwächer ist dieser Teil des Planeten auf Grund eines Aspekts. Die Welle wird hier zu einer Senke, verschwindet im Untergrund. Sie wird empfangend, kann leicht von anderen Einflüssen überschwemmt werden. Folgen Wellenberg und Wellental hintereinander, ergibt dies eine besondere Dynamik, eine Art Energiestrom. Aspekte bringen also Dynamik ins Horoskop. Die farbliche Horoskopdarstellung kann als Ergänzung der


klassischen Horoskopansicht genutzt werden. Es ist eine Erfolg versprechende Möglichkeit, sich auf die eigenen Schwingungen, die sich in den Farben ausdrücken, besser einzulassen. Hier sehen Sie das Farbastrogramm von Goethe. Dem Farbspektrum darunter können Sie die Zuordnung der Farben zu den Planeten entnehmen.

 

Das Horoskop als Mandala

Das Farbastrogramm ist weniger als Deutungsbild, mehr als Meditationsbild zu nutzen, oder einfach auch als Anregung ästhetischer Natur, als Astro-Mandala. Bei längerem Betrachten geraten die Farb-Planetenwellen in Bewegung und verändern sich. Die Mangelkreise (schwarze oder weiße Ringe) können dann von anderen Farben überdeckt werden, so dass sich auch im Betrachter etwas bewegen kann. Die Farben zeigen den Willen des Menschen zur Universalität, nach Ganzheitlichkeit. Jeder Mensch bringt eine energetische Wirkung in die Welt.

Die Planetenfarben sind keine Natur-Farben, sondern psychische Farben, sichtbar gewordene Energieschwingungen einer Persönlichkeit. Der Mensch ist ein Lichtkörper. Das ist altes spirituelles Wissen, und der Physiker Fritz Popp bestätigte dies: Er entdeckte die Biophotonen, das Licht in unseren Zellen. Nach Popp strahlen alle Lebewesen einzelne Photonen aus, im Spektrum zwischen 200 bis 800 Nanometern. Die Charakterstruktur lässt sich in den Charakterfarben, also in den Planetenfarben darstellen.

 

Persönliche Mandalas

Jeder Mensch strahlt in seiner ganz individuellen Farbe, sendet farbliche Energien aus, die wir nicht sehen können, aber als Schwingung wahrnehmen können. Wenn jemand „auf unserer Wellenlänge“ liegt, dann besteht Sympathie. Man ist mit dem Gegenüber in Harmonie, regt seine Farbausstrahlung zum Mitschwingen an. Es sind die Farben, die das Wesen zum Ausdruck bringen und der Mitwelt eine Botschaft des Charakters sowie der Psyche vermitteln. Farben sind Schwingungen. Jeder Mensch leuchtet mit seinen ganz speziellen, einmaligen Farbkombinationen und bringt damit ein eigenes Stück Schönheit in die Welt. Im Altägyptischen verwendete man übrigens das gleiche Zeichen für Farbe und Wesen! Wir fühlen uns nicht zufällig zu einer bestimmten Farbe hingezogen, sondern die Bedeutung der Farbe, der dahinter stehende Archetypus, zieht uns aus irgendeinem Grunde an. Um die Ursache für eine aktuelle Anziehungskraft einer Farbe zu erfahren, sollten wir uns mit dem dahinter stehenden Archetypus auseinandersetzen. Ähnliches gilt für die emotionale Ablehnung einer Farbe.

 

Das charismatische Farbmandala

Das charismatische Farbmandala enthält die Farben, die Ihr Wesen zum Ausdruck bringen und Ihrer Mitwelt eine Botschaft Ihres Charakters und Ihrer Psyche vermitteln. Es wirkt aufbauend. Berücksichtigt werden hierfür Sextile, Trigone und harmonische Konjunktionen stark stehender Planeten. Die Harmonien des Horoskops sind nach einer Rangfolge geordnet und miteinander kombiniert. Das Mandala kann eingesetzt werden, um die positiven Anlagen zu stärken. Kurz gesagt: Die Stärken stärken! Charismatische Mandalas sind in der Beratung und Therapie dann angebracht, wenn der Klient allgemein gestärkt werden sollte, wenn seine Ich-Kräfte, sein Selbstwertgefühl entwickelt werden sollten. Durch den bewussten Umgang mit Ihren charismatischen Farben zum Beispiel in der Kleidung und beim Schmuck können Sie Ihre Sicherheit im Auftreten sowie Ihre Ausstrahlung erhöhen.

 

Das charismatische Farbmandala von Goethe

Im charismatischen Farbmandala von Goethe werden folgende Aspekte deutlich:

Jupiter/Neptun-Trigon (1° Orbis):  Goethe, der Olympier, immer wieder auf der Suche nach Weisheit, nach den philosophisch-spirituellen Hintergründen (Jupiter in den Fischen), mit viel Intuition, Bestreben, die sozialen Bedingungen zu verbessern (Ministeramt)

Mars/Sonne-Trigon (2° Orbis): Durchsetzungsfähigkeit, Kampfbereitschaft, Energie, Dynamik, Fähigkeit, Neues in die Welt zu bringen

Venus/Neptun - Sextil (0° Orbis): Kunst, romantische Liebe, wer sonst hat der Nachwelt so schöne Liebesgedichte hinterlassen?

 

Das harmonisierende Farbmandala

Das harmonisierende Farbmandala gibt Hinweise auf Charakterschwächen sowie auf Spannungen, die Dynamik bewirken. Berücksichtigt werden hierfür spannungsgeladene Aspekte wie Quadrate und Oppositionen. Wenn Sie Ihre Harmonisierungsfarben in Ihrer Umgebung verwenden, nehmen Sie über die Augen die Ihnen fehlenden Farbschwingungen auf und können somit allmählich ganzheitlicher werden. Ihre Harmonisierungsfarben sollten Sie am Arbeitsplatz und in der Wohnumgebung gezielt einsetzen, denn diese benötigen Sie zur inneren Vervollkommnung. Das Harmonisierungsmandala steht damit für Ihre Entwicklungsmöglichkeiten. Harmonisierungsmandalas sind in der Beratung und Therapie dann angebracht, wenn Disharmonien und Schwächen bearbeitet werden sollten. Das Harmonisierungsmandala bringt in Harmonie, lässt manchmal auch seelische Verkrustungen aufbrechen. Das Auge sucht nach der Vollkommenheit.

 

Das harmonisierende Farbmandala von Goethe

Im harmonisierenden Farbmandala von Goethe werden folgende Aspekte deutlich:

Venus/Jupiter-Opposition (0° Orbis): Neigung zu Genusssucht und Wohlleben; Spannungen, zu intensive Leidenschaften und fehlendes Maß in Liebesbeziehungen bringen Probleme

Merkur/Pluto-Quadrat (3° Orbis): intensive mentale Kraft, starke Durchsetzungsbereitschaft, Neigung zu intensiven mentalen Auseinandersetzungen, Unnachgiebigkeit

Saturn/Uranus-Quadrat ((4° Orbis): Spannung und Ungleichgewicht zwischen konservativen und radikalen Tendenzen, starkes  Freiheits- und Unabhängigkeitsbedürfnis, geringe Anpassungsbereitschaft

 

Farbkarten

Farbkarten zeigen,  wie sich Planeten-Konstellationen farbig darstellen lassen. Die Karten können im alltäglichen Gebrauch Verwendung finden, z. B. bei der Kleidung, Wohnungseinrichtung oder als Orientierung bei der Auswahl von Wandfarben. Auf dieser Farbkarte (siehe unten) sind die charismatischen Farben von Goethe zu sehen, die auch in seinem charismatischen Farbmandala enthalten sind. Jeder Aspekt setzt sich aus zwei Farben, aus zwei Farbpaaren zusammen. Das ist aus der Farbtafel (große Abbildung oben in diesem Artikel) ersichtlich. Wir zeigen Ihnen hier sechs Farbtafeln.

Gleich in der ersten Reihe, links, finden Sie ein helles Grün. Dies entspricht der Kombination Neptun/Jupiter (in der Farbtafel zu finden in Zeile 10, Spalte 7). Die blaue Farbe unten links entspricht der Kombination Jupiter/Neptun (in der Farbtafel zu finden in Zeile 7, Spalte 10).

Entsprechend setzen sich die weiteren Farbpaare zusammen. Hellrot (Mars/Sonne) findet man in der Farbtafel auf Zeile 1, Spalte 5. Gelb (Sonne/Mars) auf Zeile 5, Spalte 1. Pluto/ Jupiter (ein starkes Trigon bei Goethe, da beide Planeten stark gestellt sind) bildet sich aus Zeile 6, Spalte 7 (Magenta) und Zeile 7, Spalte 6 (Violett).  Pluto steht im eigenen Zeichen und im 1. Haus, Jupiter ist Zweitherrscher in den Fischen. Die Verbindung Pluto/Jupiter ist in der Matrix hoch bewertet. Deshalb wurde dieses Trigon ausgewählt. Die Farben der Farbkarten und der Farbmandalas werden direkt aus der Farbtafel abgeleitet.

 

Farben als Ausdruck der Urprinzipien

Die Kenntnis der Planetensymbolik, des Urprinzips, ermöglicht es, Wesen und Wirkung der zugehörigen Farbe zu erkennen. Das Wesen der Farben wird verständlich, wenn es von den kosmischen Prinzipien abgeleitet wird.Auf Grundlage der Qualitäten der Urprinzipien bzw. der Planetenprinzipien lassen sich die psychologischen Wirkungen der Farben ableiten (= „Astrale Farbpsychologie“). Diese Aussagen haben wir mit den aktuellen empirischen Forschungsergebnissen der Farbpsychologie verglichen und viel Übereinstimmung gefunden. Die Farbwirkungen sind über den planetaren Hintergrund schlüssig erklärbar.

Auch mit Forschungsergebnissen der Farbenlehre von Goethe bestehen weitgehend Übereinstimmungen. Außerdem haben wir die Ergebnisse der Farbphysiologie mit einbezogen. Die Wirkung bestimmter Farben auf die hormonelle Steuerung entspricht in vielen Fällen dem, was dem Wesen des zugehörigen Urprinzips entspricht.Bei dem berechneten Zusammenhang der Farben und Planeten haben wir eine Übereinstimmung zu einem Modell „Farben und Planeten“ der Rosenkreuzer gefunden. Dieses Modell der Rosenkreuzer war wohl auch Goethe bekannt.  

Die Kenntnis des Zusammenhanges von Farbe und Urprinzip ermöglicht es, auch psychische Probleme mit Hilfe der Farben zu therapieren. Farbtherapien für körperliche und seelische Erkrankungen lassen sich weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. In erster Linie lassen sich die Farben sinnvoll im Alltag einsetzen. Will man Farben einem Wohnraum zuordnen, so ist es notwendig, die Funktion dieses Platzes zu beachten. Daraus ergeben sich folgende Zuordnungsmöglichkeiten, die aus der astralen Farbpsychologie abgeleitet sind:

Blau: Schlafzimmer, ist aber auch günstig für Schreibtischunterlagen

Orange: Essbereich

Gelb: Kommunikationsbereich

Rot: Sport (z. B. Turnhalle). Rot sollte man nicht bei Unkonzentriertheit verwenden, Rot hilft jedoch bei Energiemangel und Depressionen.

Die Wirkung der Farbe wird über das zugeordnete Planetenprinzip erkennbar.

 

Die Verbindung von Farben und Planeten

 

Das Mars-Sigel

Astrologische Aussage: Energie, Dynamik, Wille, Aktivität, Aggressivität, Wut, Impulsivität

Farbe: kräftiges Rot

Farbsymbolik: Macht und Gewalt (Gerichtstag im Mittelalter wurde durch einen roten Wimpel angekündigt, Todesurteile wurden mit roter Tinte unterschrieben, die Fahne der Revolution war rot), Rot als Farbe des Kampfes (bei Kriegsbemalung, in Uniformen, rote Boxhandschuhe); Rot als Warnung (Ampel, Verbots- und Warnschilder); Rot als Ausdruck der Liebe (rote Rosen) und der Sexualität (Rotlichtmilieu)

Goethe: aktiviert ein aufgeregtes Handeln

Seelische Wirkung: aktiviert, stärkt den Willen und den Mut, bringt in Bewegung, hebt die Energie und Stimmung; stärkt Aggressivität, Risikobereitschaft und Impulsivität

Körperliche Wirkung: Rot wird in 0,02 Sekunden im Hypothalamus aufgenommen, stimuliert zu erhöhtem Adrenalinausstoß, wirkt auf den Sympathikus, der uns in Aktivität bringt. Rot erhöht den Blutdruck und den Blutzucker, beschleunigt Heilungsprozesse, aktiviert aber auch Entzündungen.

 

Das Venus-Sigel

Astrologische Aussage: Harmonie, Ästhetik, Schönheit, Kunst, Liebe, Bequemlichkeit, übertriebene Sinnlichkeit, Schlampigkeit

Farbe: Orange als Mischung von Rot und Gelb zu gleichen Anteilen

Farbsymbolik: Harmonie, Leichtigkeit, Geselligkeit (darum war Orange eine Farbe, die nach den Regeln der Heraldik auf Wappen nicht verwendet wurde)

Goethe:  (= hohes Gelbrot bzw. Scharlachrot) ruft lebhafte Gefühle hervor, er brachte Orange mit Wärme und Lebensfreude in Verbindung, bei spontanen Kindern besonders beliebt

Seelische Wirkung: wirkt erwärmend, harmonisierend (Kupferspiegel!), bringt Heiterkeit und Leichtigkeit, stärkt die Kreativität

Körperliche Wirkung: appetitanregend, regt Kreislauf und Energiehaushalt an

 

Das Merkur-Sigel

Astrologische Aussage: Götterbote, Kommunikation, Denken, Information, Lernen, Vermittlung und Kontakte; Geschwätzigkeit, Nervosität, Oberflächlichkeit

Farbe: helles, klares Gelb

Farbsymbolik: traditionell Post und Postkutsche

Goethe: stimuliert die Auffassungsgabe, wirkt erheiternd, ist die nächste Farbe am Licht

Seelische Wirkung: aktiviert, regt das Denken und die Lernfähigkeit an, stärkt den analytischen Intellekt, vermindert Lernblockaden, macht offener und heiterer (Goethe blickte gern durch ein gelbes Glas bei trübem Wetter, um seine Stimmung aufzuhellen)

Körperliche Wirkung: aktiviert das Nervensystem, stärkt die Denkleistungen, vermindert depressive Verstimmungen; es sollte bei mentaler Unruhe und Unkonzentriertheit sowie bei Neigung zu Migräne und Schlafstörungen gemieden werden

 

Das Mond-Sigel

Astrologische Aussage: Psyche, Tiefenschichten der Seele, Gefühle, Sehnsüchte, unbewusste Wünsche, Mutter-Kind,  Jugendlichkeit, Traumleben

Farbe: kräftiges Grün

Farbsymbolik: Grün stärkt Hoffnung und Lebensfreude, eine beginnende Liebe galt als eine „noch grüne Liebe“, Jugendlichkeit, auch Unreife („Grünschnabel“), Hildegard von Bingen sprach von der Grünkraft der Seele

Goethe: Grün ruft sentimentale Träume hervor, führt in ein Innehalten

Seelische Wirkung: ruft einen angenehmen Zustand hervor, harmonisiert die Stimmung, stärkt die Seelenkräfte, bringt Ruhe und Gelassenheit und hat auf das soziale Verhalten einen harmonisierenden Einfluss.

Körperliche Wirkung: wirkt beruhigend und führt in die Mitte, aktiviert die Regenerationskräfte des Körpers, wirkt entspannend für die Augen

 

Das Sonne-Sigel

Astrologische Aussage: Das Ich des Menschen, zentrale Kraft, Individualität und Vitalität

Farbe: Goldgelb

Farbsymbolik: Gold, Macht, Götter, Heilige mit goldener Aureole, die später auf den Heiligenschein reduziert wurde, Kraft und Stärke, Würde

Goethe: Gelb sind „die Taten des Lichts“

Seelische Wirkung: stärkt die Lebensfreude und die Lebensenergie, den Willen, die emotionale Harmonie, vermindert Stimmungslabilität und depressive Verstimmungen

Körperliche Wirkung: Das Sonnenlicht stärkt das Immunsystem und reguliert die hormonellen Prozesse, ist verantwortlich für alle Lebensvorgänge im Menschen, damit Grundlage aller Lebensprozesse im Körper, es wirkt heilend

 

Das Pluto-Sigel

Astrologische Aussage: Transformation, Stirb und werde, Macht und Masse

Farbe: Blau – Rot

Farbsymbolik: Intensive Energie, Angst, zerreißende Kräfte, Zerstörung und Aggression

Goethe: keine Aussage

Seelische Wirkung: aktiviert Stärken des Menschen, die aus tieferen Seelenschichten aufsteigen, kann bei zu starker Intensität Angst, Hass und Aggressivität frei setzen

Körperliche Wirkung: wird von Farbtherapeuten meist nur mit Vorsicht eingesetzt, da es unbewusste Kräfte, animalische Kräfte sowie den Sexualtrieb unkontrolliert aktivieren kann

 

Das Jupiter-Sigel

Astrologische Aussage: Wachstum, Entwicklung, Philosophie, Spiritualität, Bildung, Jovialität

Farbe: Violett, Rot und Blau in gleichen Anteilen

Farbsymbolik: Farbe der Priester und Könige, gilt als die heilige Farbe in der westlichen Esoterik, führt in die Erhabenheit und höhere Geistigkeit, in religiöse, mystische oder meditative Stimmung, Violett ist eine bedeutsame Altarfarbe zu Ostern und zu Weihnachten

Goethe: Farbe des sehnsüchtigen Betrachtens

Seelische Wirkung: Violett weitet Seele und Geist, kann aus depressiven Verstimmungen herausführen, wenn diese aus der Sehnsucht nach Spiritualität, nach dem Sinn entstanden ist; stärkt die Meditationskraft und die künstlerische Kreativität

Körperliche Wirkung: wirkt sowohl stärkend als auch harmonisierend, aktiviert die Hirnleistung, regt das Zellwachstum an

 

Das Saturn-Sigel

Astrologische Aussage: Struktur, Ordnung, Ausdauer, Konzentration, Verantwortung, Arbeit, Pflichtgefühl; Verhärtung, Verlangsamung, Zeit, Dauer, Schicksalsplanet, Herr des Karmas, Melancholie, Depression, Angst

Farbe: Blau

Farbsymbolik: Transzendenz, Sehnsucht (die blaue Blume der Romantik), Blau als Farbe des Himmels und der großen Dimension zieht hinter die Grenze, Symbol für Treue, auch über den Tod hinaus, Blau als Farbe der geistigen und der körperlichen Arbeit

Goethe: Blau lädt ein zum ernsthaften Nachdenken

Seelische Wirkung: wirkt konzentrierend, ordnend, bringt Klarheit und Struktur, führt in mentale Tiefe und stärkt das analytische Denken

Körperliche Wirkung: Blau braucht 0,06 Sekunden zwischen der Aufnahme durch die Augen und der Ankunft im Hypothalamus, dreimal länger als Rot. Blau bewirkt die Ausschüttung von Melatonin in der Zirbeldrüse und reguliert damit die biologische Uhr, wirkt auf den Parasympaticus und regt die Ausschüttung des körpereigenen Kortisons an, das entzündungshemmend und schmerzlindernd wirkt; verengt die Gefäße und verlangsamt die Muskelreaktionen, führt in Ruhe und Schlaf

 

Das Uranus-Sigel

Astrologische Aussage: Beschleunigung, Veränderung, Reformen, Revolution, Spontaneität, Aufbruch ins Geistige, Aufsprengen von Grenzen, Umwertung aller Werte, Chaos

Farbsymbolik: Kühle, Reinheit

Farbe: Türkis

Goethe: = Eisblau, reizendes Nichts, Farbe mit viel Energie, in die Ferne ziehend, etwas Widersprechendes von Reiz und Ruhe im Anblick

Seelische Wirkung: stärkt Klarheit im Denken (Uranus= Oktave von Merkur); schafft Distanz und Grenzen, erfrischt; dämpft emotionalen Überschwang, fördert die geistige Kreativität und die Intuition

Körperliche Wirkung: soll antiseptische Wirkung haben, ist ungünstig bei Krampfneigungen und Kreislaufproblemen

 

Das Neptun-Sigel

Astrologische Aussage: All-Liebe, Sehnsucht, Transzendenz, Selbstlosigkeit und Altruismus, Mystik, Traumwelt, Intuition und Inspiration

Farbe: helles Grün, ins reine Weiß übergehend

Farbsymbolik: Reinheit, Göttlichkeit, Überirdisches

Goethe: Im Weiß sind alle Farben enthalten

Seelische Wirkung: führt in die Ganzheit, in die Transzendenz, in Gelassenheit und Ausgeglichenheit, Ausdruck von Reinheit, Unschuld

Körperliche Wirkung: führt das gesamte Farbspektrum zusammen, wirkt auf Seele und Körper stärkend, energetisierend und heilend.

 

Kontakt: Dr. Hellgard Nitsche
Institut für Wellenastrologie
Bachstraße 13
72415 Grosselfingen
Tel.: 09476 / 91238
E-Mail:

Internet: www.wellenastrologie.com

 

Dr. Hellgard Nitsche (geb.1949) studierte zunächst Jura und war mehrere Jahre juristisch tätig (Praxis, Lehre, Forschung). Mit Mitte 30 absolvierte sie ein Psychologiestudium mit anschließender psychotherapeutischer Ausbildung, damals begann auch ihr Interesse für Astrologie. Seit 1990 arbeitet sie in eigener Praxis als ganzheitliche Lebensberaterin. Weiterbildungen erfolgten auch in Hypnotherapie nach Milton Erickson und in Katathym-imaginativer Psychotherapie. Mit ihrem Mann, dem Physiker Dr. Michael Nitsche, leitet sie das Institut für Wellenastrologie in Grosselfingen.

 

Dr. Michael Nitsche (geb.1946) promovierte nach dem Physik-Studium über die Abbildungseigenschaften mit partiell-kohärentem Licht. Forschungen zur Fluktuation des planetaren Gravitationsfeldes stellte er auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Kongressen der Geophysik vor. Die daraus abgeleitete nichtlineare Theorie der Wechselwirkungen mit den Fluktuationen des Gravitationsfeldes eignet sich auch zur Beschreibung der Astrologie. Daraus entstand die Wellenastrologie, an der Michael Nitsche zusammen mit seiner Frau seit Jahren weiter arbeitet. Zur Darstellung der Zeitqualität, der Transitkurven, der Horoskopmatrix sowie der astralen Farbpsychologie entwickelte er Computerprogramme, welche über die Homepage www.wellenastrologie.com erworben werden können.

 

Buchtipp

Hellgard Nitsche: „Farben und Planeten“.
Einführung in eine wellenastrologische
Farbtheorie und Farbpsychologie.
Hardcover, Großformat
172 Seiten: 172, 187 farbige Bilder
34,90 EUR

erhältlich bei:  astronova

 

 

Das Wohn-Horoskop

Mit psychologischer Astrologie und Feng Shui Lebensräume optimal gestalten

 

Von Monika Lüthje 

Jedes Haus, jede Wohnung, jedes Büro trägt die Basisinformation eines Lebensthemas in sich. Zieht jemand um, so wird sich das Thema dieses neuen Standortes innerhalb von kurzer Zeit (max. fünf Jahre) im Leben des Betroffenen verwirklichen. Durch die 3000 Jahre alte Tradition des Feng Shui (chinesisch: Wind und Wasser) verfügen wir über ein ausgeklügeltes Analysesystem, um die Wechselwirkung  zwischen Mensch und Umgebung präzise zu benennen. Es zeigt die Grundthematik der Raumenergien an und  gibt Hinweise, wie sich diese auf den Bewohner auswirken. Feng Shui ist übrigens eine hochkomplexe Methode, die weit über die landläufig bekannten Zuordnungen von Lebensthemen in Häusern oder Räumen hinausgeht.

Kombiniert man Astrologie mit Feng Shui, so ergibt sich in der Beratung daraus ein großes Spektrum an Möglichkeiten. Um herauszufinden, wie gut sich der Mensch in seiner Wohnung entfalten kann, werden Geburtshoroskop und Grundriss der Wohnung zueinander in Beziehung gesetzt. Bestehen Blockaden im Leben, die man im Horoskop an herausfordernden Radix- oder Transit-Aspekten erkennt, so kann man durch das Umstellen von Möbeln, durch die Wahl von Farben, Materialien, Symbolen und Accessoires eine Veränderung erzielen. Dabei wird durch den Berater in keiner Weise der eigene Stil in Frage gestellt (was manchmal angenommen wird). Häufig sind nur kleine Eingriffe nötig, um die Energien optimal zu nutzen, zum Beispiel, indem man einen Schreibtisch um 90 Grad dreht, wenn dieser zuvor ungünstig platziert war.

Räume sind ein Abbild unseres momentanen seelischen Zustandes. Unser Befinden und unser aktuelles Lebensthema stellen wir durch die Art und Weise dar, wie wir unsere Räume einrichten. Feng Shui hilft uns, unser Wohnumfeld optimal zu gestalten, damit die Energie frei fließen kann. Durch die Kombination von Astrologie und Feng Shui ist es möglich,  Ressourcen zu stärken, so dass die Entwicklungsmöglichkeiten, über die das Geburtshoroskop Auskunft gibt, eine positive Unterstützung erfahren. Ziel ist es, dass das Raum-Qi, die vitale Lebensenergie, ungehindert in Resonanz mit unserer Seelenaufgabe fließen kann. Feinstoffliche, vitale Energien sorgen für neue Raumemotionen, schlummernde Gefühle werden in uns wach, wir spüren einen Zuwachs an Kraft und Entfaltungsmöglichkeiten.

Wie ein Scanner an der Supermarktkasse nehmen wir die Veränderung wahr. Sobald wir einen praktischen Impuls umsetzen, beginnt unsere Seele, diesem Energiefluss zu folgen. Raumenergie und Seelenenergie stehen in ständigem Austausch miteinander: Wie innen, so außen – wie außen, so innen. Wir kommen in einen Prozess, bei dem die Polaritäten von Yin und Yang (Abb. links) in einen Ausgleich gebracht werden. Wachstum wird möglich.

Wie das Zusammenspiel der Planeten und der Raumkräfte in der Praxis funktioniert, möchte ich hier anhand eines Fallbeispiels beschreiben: Ein Kunde, nennen wir ihn einmal Oskar, kommt zu mir in die Praxis, weil er das Gefühl hat, er könnte beruflich viel mehr erreichen, aber es stockt immer wieder. Er ist als Angestellter im Dienstleistungsbereich tätig, möchte sich aber selbstständig machen. Jedoch ihm fehlt der Mut. Der Mann hat das Gefühl, sich nicht so nach vorn wagen zu dürfen wie andere. Irgendetwas hält ihn zurück.

Mein erster Blick gilt seinem Horoskop: Mit der Schütze-Sonne im 2. Haus, Trigon Uranus im 9. Haus, könnte Oskar sich definitiv selbstständig machen, die Anlagen und Talente dafür sind vorhanden. Offenbar hat er dieses berufliche Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Im gleichen Zeitraum befindet sich der Transit-Pluto in Konjunktion zu seiner Sonne und ruft nach Wandlung. Das erläutere ich ihm, damit er einen neuen Fokus bekommt.

Nach der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre (Holz, Feuer, Wasser, Erde, Metall) gehört Oskar zum Erde-Metall-Typus. Seine Persönlichkeitsmerkmale sind u. a. Bodenständigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit, Konzentrationsfähigkeit, Analyseverständnis. Die Schütze-Energie bringt Feuer mit, was Oskars Erde-Metall-Typus gut ergänzt. Es entsteht ein harmonischer Elemente-Zyklus, der sich gegenseitig nährt: Feuer-Erde-Metall.

Nun schaue ich mir den Grundriss des Einfamilienhauses an, in dem Oskar seit zwei Jahren wohnt. Und jetzt kommt die Standort-Astrologie zum Einsatz: Das Horizonthoroskop wird entsprechend den Himmelsrichtungen auf den Grundriss gelegt, wodurch sich genau nachvollziehen lässt, welche Planeten und welche Häuser des Horoskops an den einzelnen Orten der Wohnung ihre Energie entfalten. Die Ansicht des Horoskops im Horizontsystem ist immer so gestaltet, dass Norden oben, Osten rechts, Westen links, Süden unten liegt. So wie wir das von Landkarten her kennen.

Der Grundrissauszug: Die Pfeilmarkierung zeigt den Hauseingang  - im hinteren Bereich befindet sich ein Wohnzimmer.

Grundrissauszug mit integrierten Horoskopfaktoren: Eine zentrale Rolle spielen hier Sonne (rechts) und Mars (links).

Auffällig ist, dass sich die Sonne bei Oskar im Eingang seines Hauses befindet. Das ist ein sehr guter Platz für die Sonne, weil sein Wesenskern damit sowohl öffentlich als auch privat zum Ausdruck kommen darf. Ein Kommen und Gehen im Eingang symbolisiert: Ja, du wirst gesehen. Das Qi bewegt sich permanent, und das ist förderlich. Wäre die Sonne zum Beispiel im Badezimmer oder im Abstellraum positioniert, wäre das weniger günstig. Oskar ist also in ein Haus eingezogen, in dem die Energie seines Wesenskerns ins Licht treten darf, und darum liegt es auch nahe, dass das Thema Selbstständigkeit ihn jetzt besonders beschäftigt. Das Haus feuert ihn geradezu an, seine Sonne zu verwirklichen!

Um die Basisenergie des Hauses zu definieren, benötige ich das Baujahr und die Ausrichtung des Hauses – in welcher Himmelsrichtung die Hauptwohnräume gelegen sind. Diese Informationen verwendet das traditionelle Feng Shui, um sie mit Hilfe eines Zahlenschlüssels („Die Fliegenden Sterne“) umzurechnen. Es gibt ungefähr ein Dutzend unterschiedlicher Zahlenschlüssel, die je nach Fragestellung zur Anwendung kommen. Die individuelle

Konstellation spiegelt sich dann im Bagua wider, welches aus neun Quadraten besteht, die durchnummeriert sind.

Entfaltung

Materialisierung

Finanzen

4

Leidenschaft

Leuchten

Ruhm

9

Energieaufnahme

Entwicklung

Partnerschaft

2

Hervorbringen

Positionierung

Familie

3

Zentrierung

Energieverteilung

Mitte

5

Reflexion

Zukunftsplanung

Ernte – Projekte

7

 

Versöhnung

Kräfte bündeln

Persönlichkeitsentwicklung

Wissen

8

Loslösung

Vision

Karriere Berufung

1

Kontakt

Macht

Hilfreiche Freunde

6

 

In der Mitte, auf Platz 5, wird das zentrale Thema angezeigt. Die Mitte trägt den Titel: „Zentrierung, Energieverteilung, Mitte“. Und siehe da – die Basisenergie in Kombination mit dem Zahlenschlüssel der Tiefenanalyse von Oskars Haus sagt: Komm in deine Mitte,

konzentriere dich auf deinen Wesenskern. Überlege, wie du deine Energie optimal verteilen kannst. Werde selbstständig und verdiene dein eigenes Geld!

Die Planeten des Geburtshoroskops werden nun auf die Quadrate übertragen. Bei Oskar befindet sich die Sonne im Sektor 3 (Hervorbringen, Positionierung, Familie), Mars im Sektor 7 (Reflexion, Zukunftsplanung, Ernte und Projekte). Der vertiefte Zahlenschlüssel für den Sektor 3 zeigt Herausforderungen an: Um sich neu zu positionieren, muss Oskar bereit sein, Auseinandersetzungen auszufechten. Sektor 7 – das Ziel – verfügt laut vertieftem Zahlenschlüssel über die besten Energien. Nimmt er die Herausforderung an, so wird er ernten, was er gesät hat.  Optisch auffallend ist die Verbindung der jeweiligen Achsen zueinander. Das Bagua von Oskars Haus zeigt die Achsenverbindung 3-5-7, was in Oskars Horoskop der Achsenverbindung zwischen dem 2. und dem 8. Haus entspricht.

Da die Sonne im Sektor 3 gestärkt werden muss, gilt mein Hauptaugenmerk dem Eingangsbereich von Oscars Haus. Farben, Materialien, Symbole, Gegenstände, die sich hier befinden, betrachte ich ganz genau. Welche sind förderlich, welche nicht?

Als erstes entdecke ich ein Wasserspiel im Garten, das für diese Himmelsrichtung laut Feng Shui zwar eigentlich förderlich ist, aber zu diesem Zahlenschlüssel der Tiefenanalyse nicht passt. Denn genau an diesem Punkt im Garten verläuft die so genannte Untergangslinie, welche auf keinen Fall durch die Wasser-Energie noch unterstützt werden sollte. Dies erzeugt nämlich bei Oskar Unruhe und fördert aufschäumende Emotionen. Vielmehr gilt es, diesen Bereich im Garten zu beruhigen, und das gelingt am besten, indem man das Wasserspiel entfernt und stattdessen die Erd-Energie betont, also Rasen und Beete anlegt.

Ich empfehle Oskar, die Erd-Energie generell im Eingangsbereich zu stärken, um seine Sonnenkraft besser entfalten zu können: Terrakotta-Töpfe vor der Haustür aufzustellen, Natur-Fliesen im Flur zu verlegen und im Inneren des Hauseingangs die Wände mit hellen Erdfarben zu streichen (geeignet wären alle Gelb-und-Braun-Töne). Auch Bilder und Accessoires im Flur unterziehen wir einer genauen Prüfung.

Der Westen – das Wohnzimmer – entspricht dem Sektor 7 im Bagua, also dem Ziel. Hier sind, laut Zahlenschlüssel, die besten Energien vorhanden, und hierhin fällt auch der Mars, der im Geburtshoroskop im Zeichen Krebs steht, eingeschlossen im 8. Haus. Dieser Stellung im Horoskop kann man entnehmen, dass es Oscar nicht unbedingt leicht fällt, Tatkraft und Durchsetzungsvermögen adäquat zu entwickeln, um seine Interessen zu verwirklichen. Hier sehen wir die Entsprechung im Horoskop für den Mangel an Mut, sich nicht wirklich nach vorn zu wagen. Da aber die Mars-Energie im Wohnzimmer ausgesprochen günstig beeinflusst wird, empfiehlt es sich, exakt an diesen Ort im Wohnzimmer einen Sitzplatz einzurichten, wo Oskar sich so oft wie möglich aufhalten sollte, um seine Mars-Energie zu stärken. Das schafft Mut, sich durchzusetzen und an Risiken heranzuwagen.

Wie ging es mit Oskar weiter? Er traute sich schließlich an Projekte heran, die vorher immer nur in Traumbildern vorhanden waren. Inzwischen hat er sich selbstständig gemacht und  etabliert.

Feng Shui, kombiniert mit Astrologie, kommt für nahezu alle Lebensthemen zur Anwendung: Eheprobleme, Streitigkeiten mit Freunden oder Nachbarn, Mobbing, Kinderwunsch, Partnersuche, Chefkonflikte, Berufsfragen, Reichtum, Geld, Herkunftsfamilie, Gesundheitsthemen… 

Ein Feng Shui Tipp: Räumen Sie auf! Jede Rumpel-Ecke, jeder Keller voller Müll, jede überfüllte Abstellkammer zieht Energie ab und hemmt die freie Entfaltung.

Betrachten Sie besonders intensiv den Eingang und Flur: Stapeln sich auf Ihrer Kommode Bücher? Häufen sich die Jacken und Mäntel an der Garderobe? Ist das Schuh-Regal längst überfüllt? Misten Sie aus – bringen Sie alte Zeitschriften zum Papier-Container, trennen Sie sich von überflüssigen Haushaltsgegenständen, verbannen Sie Fitness-Geräte und Fernseher aus dem Schlafzimmer. Werfen Sie Ihren Ballast über Bord!

Übrigens gibt es keine „schlechten“ Räume – man muss sie nur richtig nutzen: Mein Praxisraum zum Beispiel liegt in einem Bereich, der normalerweise als schwierig eingeordnet wird. Aber wenn er therapeutisch-beratend genutzt wird, kann diese Energie sehr kraftvoll wirken, denn hier soll ja Transformation geschehen, und genau das wird an diesem Platz begünstigt!

  

Kontakt: Monika Lüthje

Impulse für die Seele

Moortwiete 9

25551 Lohbarbek

Tel.: 04826 / 37 00 61

E-Mail:

Internet: http://www.raum-und-seele-online.de/

 

Monika Lüthje, Mitglied im DAV, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Medizinische Fachangestellte, später war sie im Sportmodebereich tätig. Ihre astrologische Ausbildung erhielt sie von 2008 bis 2011 in der Astropraxis Helen Fritsch in Hamburg. Seit 2004 ist sie als freiberufliche, selbstständige Feng-Shui-Beraterin tätig und Mitglied im Berufsverband  für Feng Shui und Geomantie. Fortlaufende spezielle  Seminare – u. a. Standortastrologie, kreative Astrologie, schamanische Rituale, Meditation, Bewusstseinscoaching, Schattenkompetenz, Achtsamkeitstraining – runden die beruflichen Qualifikationen ab. Monika Lüthje bietet Beratungen vor Ort oder per Telefon/Mail an; auf Anfrage hält sie Vorträge und gibt Workshops.