Die Geburtsstunde des Tierkreises

mit dem die westliche Astrologie arbeitet, von Hans Kurt Steilen


Prolog

Die westliche Astrologie arbeitet mit dem Tierkreis mit Bezug zum tropischen Frühlingspunkt und benutzt so die „ewig feststehenden Himmelskoordinaten“. Dies ist der einzig „wahre“ Tierkreis, denn wahr ist nur das, was sich niemals ändert.

Für diesen Tierkreis gilt das jedenfalls so lange die Erde sich auf einer annähernd idealen Kreisbahn um die Sonne bewegt, übrigens mit der wahnwitzigen Geschwindigkeit von über hunderttausend Kilometer pro Stunde!

Der Tierkreis hat eine mehrere tausend Jahre alte Geschichte. Wenn man sich also auf die Suche nach dem Ursprung des Tierkreises machen will, muss man auf jeden Fall diese Zeitspanne zurückschauen und in Erfahrung bringen, was im alten Mesopotamien dahingehend unternommen wurde. Dort wurde schon sehr früh damit begonnen, den Sternenhimmel sehr genau zu beobachten.

Die heutige Kenntnis darüber haben Archäologen durch Ausgrabungen mit nachfolgender Entschlüsselung der Keilschrift-Omina-Tafeln "Enuma Anu Enlil" geliefert.


Die grundlegende Motivation der Mesopotamier

Die Divination, im Sinne von "Erforschung des göttlichen Willens" wurde in den babylonisch-assyrischen Hochkulturen im Auftrag der Herrscher praktiziert. Das waren die wesentlichen Beweggründe für das Erkenntnisstreben der Mesopotamier und damit direkt verbunden war die systematische Beobachtung der astronomischen Vorgänge am Sternenhimmel. Den Spuren der Rhythmen der Natur folgend, erkannten die alten Mesopotamier bereits sehr früh, dass die Kreisläufe des Himmels und die Kreisläufe auf der Erde zusammengehören: „Auch wenn die Zeichen am Himmel getrennt von den Zeichen auf der Erde auftreten, sind sie doch nicht unabhängig voneinander, denn Himmel und Erde sind verbunden“. Die Zeichen am Himmel wurden als Botschaften der Götter angesehen, die es zu deuten galt und so mussten sie regelmäßig Nacht für Nacht an verschiedenen Stellen im ganzen Land beobachtet werden. Den Astronomen wurde dabei irgendwann sogar ein "Handbuch" in Form von Tontafeln zur Verfügung gestellt, um sicherzustellen dass die Qualität der Beobachtung dem "Standard" des Königs entsprach. Das "mesopotamische Kompendium der Himmelskunde", der Tontafelserie der Keilschrift-Dokumentation MUL.APIN ist in dem "Handbuch der babylonischen Astronomie" von Ernst F. Weidner ausführlich beschrieben. MUL.APIN diente dazu die alten Astronomen bei ihren Himmelsbeobachtungen zu unterstützen, damit eine einheitliche Ausbildungsstufe geschaffen werden konnte. Es enthält keine wissenschaftlichen Abhandlungen! So wird man hierüber keine eindeutigen Erkenntnisse über den "Ursprung des Tierkreises" erhalten können, weil man nur eine historische Annäherung erfährt, deren Grundlage von den Archäologen geschaffen wurde.


Die Erforschung des Ursprungs auf Grundlage historischer Funde im Zweistromland

Die zentrale Frage der Untersuchung "Die Definition des babylonischen Tierkreises" von Robert Powell ist die Hypothese über die Fiduzial-Achse, die von den Sternen Aldebaran im Sternbild Stier und Antares im Sternbild Skorpion gebildet wird. Fiduzial hat dabei die Bedeutung: "als zuverlässige oder vertrauenswürdige Transformierungsgrundlage dienend", da ein Bezug von der Einteilung der ekliptikalen Sternbilder zum neuen Messkreis gefunden werden musste.

DAV-Mitglied Manfred Magg hat diesbezüglich den Autor dieser Zeilen darauf aufmerksam gemacht, dass kein echter Beweis existiert, dass die Mesopotamier genau diese Fiduzialachse benutzt haben. Worum es grundsätzlich geht, soll die von ihm freundlicher Weise zur Verfügung gestellte “Sternkarte mit Bezug zur Tierkreiseinteilung“ verdeutlichen.

Das Rad der Astrologie, Tierkreis und Sternbilder

Quelle: Manfred Magg

In seinem Buch "Geschichte des Tierkreises", welches eine revidierte und aktualisierte Fassung seiner Dissertation mit zuvor genannten Titel darstellt, bezeichnet Robert Powell diese Grundlage als "innere Definition". Dieser Ausdruck bedeutet nur, dass nirgendwo in der babylonischen Tontafelserie MUL.APIN eine Bezugnahme auf diese, für seine Hypothese fundamentale Definition zu finden ist.
Eine Vielzahl der Diskussionen in Powells Buch kreisen darum, in welchem Winkelverhältnis die Tierkreiseinteilung in Bezug zu den Sternen gedreht wird. So wird der Leser auf eine Odyssee der unterschiedlichen Arten von Tierkreisen in die antiken Kulturen der Inder, Ägypter, Griechen und Römer mitgenommen, gepaart mit den Forschungsergebnissen von Wissenschaftlern wie Otto Neugebauer und B. L. van der Waerden und weiteren, sowie Einblicke in die Arbeiten von Isaak Newton zu diesem Thema.

Das Problem, welches hier auftritt besteht darin, dass wir es mit zwei unterschiedlichen Systemen zu tun haben. Das primäre ist das Beobachtungssystem, welches in den MUL.APIN-Tafeln gut dokumentiert ist und das sekundäre ist das Berechnungssystem, welches wir heute allgemein als den Tierkreis bezeichnen und somit die Grundlage der Ephemeriden darstellt. Die Transformation vom primären zum sekundären System erfolgte nur aus dem einzigen Grund, damit Berechnungen wesentlich einfacher durchgeführt werden konnten. Welche Referenz dabei benutzt wurde und zu welcher Zeit dies genau geschah, ist Gegenstand von Spekulationen.


Der Einsatz der hohen Rechenkunst der Mesopotamier als Hilfsmittel zur Omenkunde

Mit dem sekundären System konnte man Berechnungen anstellen und Vorhersagen von Planetenphänomenen, wie zum Beispiel Sonnenfinsternisse treffen. Dieses Wissen wurde höchst wahrscheinlich eine Zeit lang streng geheim gehalten, da solche Finsternisse nach den Omina dem König selbst am bedrohlichsten werden konnten. Es wurden sogar "Ersatz-Könige" für besonders kritische Zeiten auf den Thron gesetzt, um den "wahren" König vor dem Zorn der Götter zu schützen. Nach dieser Zeit, jedoch nach maximal 100 Tagen wurde der Ersatzkönig geopfert.

Der wahre König lebte also stets in der Angst, dass die Götter ihn bestrafen könnten und so wurden die Astronomen angewiesen den Sternenhimmel systematisch zu beobachten und die Phänomene des Himmels und die astronomischen Vorgänge akribisch genau zu dokumentieren. Es wurden mehrere "Sternwarten" im ganzen Land eingerichtet und die Astronomen mussten alle an den König ihre Beobachtungen berichten. So konnte der König sicherstellen, dass kein "relevantes Zeichen" übersehen wurde. Es wurde eine besondere "Bewachung" der Sonne angeordnet, wenn die Gegebenheiten für eine Finsternis günstig standen (Neumond Konjunktion Mondknoten).

Die reine Beobachtung reichte den Königen dann wohl irgendwann nicht mehr aus und da man über eine gute Mathematik verfügte und viele "Zeichen" einem Zyklus unterlagen, verlangte er die Einführung einer Grundlage zur Berechnung zukünftiger Sonnenfinsternisse und andere Erscheinungen des Himmels zu schaffen. Im "Beobachtungssystem" konnte man nicht rechnen, da es nicht linear war. Also musste ein Koordinatensystem geschaffen werden, welches mit ihrem Sexagesimalsystem (Zahlensystem zur Basis 60) vereinbar war. Der Kreis wurde in 360° eingeteilt (=12x30°). Diese Einteilung wird heute noch verwendet und alle nachfolgenden Kulturen, wie Griechen und Römer hatten diese Einteilung damals natürlich auch übernommen.

Wie tief dieses mesopotamische Rechensystem sogar noch in unserem Dezimalsystem „verankert“ ist, soll an der Zählweise verdeutlicht werden. Wenn wir auf die „Zehn“ die „Elf“ statt der „Einzehn“ und die „Zwölf“ statt der „Zweizehn“ folgen lassen, um erst dann zur „Dreizehn“ zu gelangen, so ist das ein verstecktes Erbe aus dem Zweistromland von Euphrat und Tigris.


Die großen Sonnengötter EA, ANU und ENLIL

Die zweite große Errungenschaft der Gelehrten war die genaue Beobachtung des Sonnenlaufs. Da die Sonne alle Fixsterne überstrahlt, konnte man die Position der Sonne zu den Fixsternen nicht direkt bestimmen. Eine Ausnahme gibt es allerdings und das ist die kurze Zeit während einer totalen Sonnenfinsternis - nur die sind selten und an einem bestimmten Ort der Erde noch extrem seltener. Sie verwendeten tagsüber das einfachste astronomische Instrument - den Schattenstab - auch als Gnomon bezeichnet und untersuchten den Schattenverlauf über den Tag und über das Jahr sehr genau, eben mit der gleichen Akribie, mit der sie auch schon den Sternenhimmel beobachteten. Es wurden markante Linien in den Stein geritzt, die die gnomonische Projektion wieder spiegelten. Es entstehen gekrümmte Linien und eine exakte Gerade. Das ist der Schattenverlauf der Spitze des Stabes an dem Tag der Tagundnachtgleiche zum Frühlingsanfang und zum Herbstanfang. Den dazugehörenden Verlauf der Sonne am Himmel nannten die Babylonier "Der Weg des ANU". Der gekrümmte Verlauf des längsten Schattens ist genau zur Winter-Sonnenwende [Solstitium = lateinisch für „Sonnenstillstand“], den die Babylonier "Der Weg des EA" nannten. Der gekrümmte Verlauf des kürzesten Schattens ist genau zur Sommer-Sonnenwende, den die Babylonier "Der Weg des ENLIL" nannten.

Viele Historiker der babylonischen Astronomie vermuteten diese Wege nur am Nachthimmel, denn sie werden in MUL.APIN mit den entsprechenden Sternen aufgeführt, aber ohne den direkten Bezug zu den Messungen mit dem Schattenstab zu nennen. Die Geschichte des Tierkreises wird über die historische Annäherung nicht geklärt werden können, wohl aber kann die wissenschaftliche Annäherung hier eine Lücke schließen. Mit der gnomonischen Projektion und mit Hilfe der einfachen geometrischen Konstruktionen der Winkelhalbierenden konnten die Babylonier auch die exakte Nord- Südrichtung bestimmen und mit Hilfe der Mittelsenkrechten das Kreuz der Himmelsrichtungen. Zu den Tagundnachtgleichen geht die Sonne exakt im Osten auf und genau im Westen unter.

Alle wichtigen Gebäude in Babylon sind exakt zu den Himmelsrichtungen aufgebaut worden. Dies kann man an Hand von Satellitenfotos auf die Ruinengrundrisse recht einfach überprüfen. Laut Herodot (ca. 485–425 v. Chr.) haben die Griechen das Prinzip des Gnomons von den Babyloniern übernommen. So ist dieser wichtige Teil des Tierkreises - die Einteilung der Jahreszeiten - eine Erfindung der Gelehrten Mesopotamiens. Die Einteilung erfolgte über zwölf schematische Sonnenmonate zu je 30 “idealisierten“ Tagen. Dieses astronomische Phänomen in Bezug auf den natürlichen Jahreszyklus war auch sehr wichtig für den Ackerbau.


Der Tierkreis der Babylonier

Die Praxis der "Gleichsetzung von Monaten und Zeichen" wurde in MUL.APIN ebenfalls erwähnt. Das "Kreuz" der Jahreszeiten trifft auf den normierten "Kreis" der Winkel für die ekliptikale Länge. Diese zwölf Abschnitte nannten die alten Gelehrten „Zeichen“, im Sinne von Merkmal.

Den Tierkreis nannten die Mesopotamier „ULH.HE“ „Glänzende Herde“ und so lauten die Tierkreiszeichen in einem Text aus der Arsakidenzeit:

1. GU.AN.NA >Himmlischer Stier< Stier

2. MASCH.TAB.BA >Zwilling< Zwillinge

3. AL.LUL >Kneifzange< Krebs

4. UR.GU.LA >Löwe< Löwe

5. ESCH.SCHIN >Ihr Vater war Sin< (der Mondgott) Jungfrau

6. ZI.BA.AN.NA >Himmlisches Schicksal< Waage

7. GIR.TAB >Kratzendes und Schneidendes< Skorpion

8. PA.BIL.SAG >Verteidiger< Schütze

9. SUHUR.MASCH >Ziegenfisch< Steinbock

10. GU.LA >Herr der Gewässer< Wassermann

11. SIM.MAH >Zwei Fischschwänze< Fische

12. KU.MAL >Feldarbeiter< Widder

Beim ersten Zeichen wurde RESCH.GU beigeschrieben: “Der Anfangspunkt liegt im Stier“. Mithin hatten die Babylonier in der späteren Zeit Kenntnis, dass der Frühlingspunkt sich einmal im Stier befunden haben muss. So waren ihnen zweifelsohne auch schon die Auswirkungen der Präzession bekannt. Ernst F. Weidner schrieb 1915 dazu: Babylonische Meister waren es also, deren rastlos grübelnder Geist mehr als 1000 Jahre vor Hipparch die Tatsache der Präzession fand und damit die größte astronomische Entdeckung des Altertums machte.

Zum Verständnis astronomischer Texte der Babylonier ist der Bezeichner „MUL“ von größter Wichtigkeit. Er kann einen Einzelstern, eine Sterngruppe, ein Sternbild oder einen Planeten anzeigen. So deutet die qualifizierte Bezeichnung MUL.GIR.TAB zum Sternbild „Skorpion“ hin und MUL.GAB.GIR.TAB bezeichnet den Alpha-Stern „Antares“ im Sternbild Skorpion. Die Tontafelserie MUL.APIN bedeutet “Pflugstern“, benannt nach den Anfangsworten der ersten Tafel. So findet man bei den Tierkreiszeichen den Bezeichner “MUL“ nirgendwo, da “die Zeichen“ Bestandteile eines Messkreises sind und keinen Bezug zu den Sternen haben. Der heutzutage geläufige Begriff “Sternzeichen“ wäre ein Affront für die alten Gelehrten gewesen. Wer ihn heutzutage benutzt, der sich ernsthaft mit Astrologie beschäftigt, sollte sich spätestens jetzt darüber im Klaren sein, dass hiermit nur eine Mystik zu den Sternen vorgetäuscht wird, die in keiner Weise gegeben ist.

Die wesentlichen Punkte, die den Tierkreis charakterisieren, sind alle in Mesopotamien entwickelt worden:

1) Die Einteilung und Definition des Messkreises in zwölf Abschnitte zu je 30 Grad im Sexagesimalsystem, welches ebenfalls von ihnen entwickelt wurde.

2) Die Entwicklung des ersten Sonnenkalenders neben dem sonst üblichen “bürgerlichen Mondkalender“ und die gleiche Einteilung dieses Jahres im Sexagesimalsystem in zwölf schematischen Sonnenmonate zu je 30 “idealisierten“ Tagen.

3) Die exakte zeitliche Bestimmung der vier Jahreszeiten und die Zuordnung zum Kreis über das Kreuz als Symbolzeichen und damit verbunden die genaue Bestimmung der vier Himmelsrichtungen.

4) Die akribisch genauesten Beobachtungen und Dokumentationen der Abläufe des Sternenhimmels und damit verbunden die abgeleitete Namensgebung der zwölf Zeichen des Messkreises, den wir heute Tierkreis nennen.

5) Die Gleichsetzung von Monaten und Zeichen und damit die symbolische Vereinigung der Kreisläufe des Himmels mit den Kreisläufen auf der Erde.

6) Die intensive Verbundenheit zu den Omina als Wahrsagemethode und damit die Gleichsetzung der Zeichen am Himmel mit den Botschaften der Götter.

7) Die grundlegende Motivation, Berechnungen durchführen zu müssen, um zukünftige auftretende Konstellationen vorhersagen zu können.


Die evidentesten Hintergründe des Sterns von Bethlehem

Welch große Rechenkünstler die alten Babylonier waren, soll an Hand einer gewagten Hypothese des Autors gezeigt werden. Dem Phänomen der Sonnenfinsternisse galt, wie zu Beginn des Artikels schon dargelegt, ihrer besonderen Aufmerksamkeit, da sie in voller Loyalität ihrem König gegenüber tätig werden konnten. Zunächst konnten sie nur den Zeitpunkt einer solchen Finsternis berechnen, aber nicht welcher Art diese war, also eine partielle, ringförmige oder totale Sonnenfinsternis. Da sie über das ganze Land verstreute Sternwarten hatten, bemerkten diese akribisch genauen Beobachter, dass selbst die Art der partiellen Überdeckung der Sonne durch den Mond auch vom Standpunkt des Betrachters auf der Erde maßgeblich bestimmt wird. Also gingen sie daran, eine Berechnungsgrundlage auf Grund ihrer scharfen analytischen Methoden zu schaffen, um dem König noch bessere Vorhersagen machen zu können.

Eine totale Sonnenfinsternis direkt über Babylon wäre ihrer Ausfassung wohl der "Super-GAU" für den König gewesen. Wissenschaftlich ist die Berechnung des "Kernschattenverlaufs auf der Erde" eine extrem komplizierte Sache. Aber gehen wir einmal davon aus, sie haben es irgendwann geschafft. Da solche totalen Sonnenfinsternisse an einem bestimmten Ort sehr selten sind, mussten sie, um ihre Berechnungen zu überprüfen, weit reisen. Und so machte sich eine Expedition nach Ende der Regenzeit (Wassermann) im Jahre 7 v. Chr. von Babylon im Zweistromland auf, um vor dem 23. Oktober in Libyen anzukommen. Denn genau dort und nur da konnte man zu dieser Zeit eine totale Sonnenfinsternis beobachten, aber dazu musste man über 2500 km mit einer Karawane zurücklegen. Dort angekommen muss der Anblick der "Total Solar Eklipse" für die "Weisen aus dem Morgenland" mehr als überwältigt gewesen sein, denn erstens ergreift es jeden ungemein, der dieses gigantische Schauspiel am Himmel verfolgen kann und zweitens hatten sie es mit Hilfe komplizierter Mathematik in ihrem Sexagesimalsystem genau vorher berechnet und drittens konnten sie zum ersten Mal etwas beobachten, was sie zuvor noch nie gesehen hatten: der direkte Bezug der Sonne zum Fixsternhimmel, denn es ist Nacht während der Totalität und man sieht die Sterne und die Planeten die in der Nähe zur "schwarzen Sonne mit dem Corona-Kranz" stehen. Mit diesen phantastischen Eindrücken machten sie sich wieder auf den langen Heimweg über Alexandria, samt Nilüberquerung und gelangten etwa zwei Monate später nach Bethlehem.

Was da geschah, ist in der Bibel gut dokumentiert! Es existieren zahlreiche Spekulationen über "Was der Stern von Bethlehem denn wirklich gewesen sein könnte", so beispielsweise eine dreifache Jupiter Saturn-Konjunktion im ebenfalls gleichen Jahr. Sämtliche Erklärungsversuche bezüglich einer direkten Himmelserscheinung halten allerdings einer ernsthaften Prüfung nicht stand.

Sternstellungen, seien sie auch noch so markant, sind viel zu allgemein, um eine Geburt eines besonderen Menschen an einem bestimmten Ort auf der Erde so präzise ankündigen zu können und warum sollten sich babylonische Gelehrte auf eine 800 km weite Reise aus ihrer Heimat nach Bethlehem begeben, um einen "fremden" König zu huldigen? Nun denn - wenn es sich so ereignet hat und die "Weisen aus dem Morgenland" "zufällig" auf ihrem Rückweg von ihrer großen Mission diesen berühmten Stall betreten haben, dann als die großartigsten Mathematiker, Astronomen und Astrologen ihrer Zeit. Ihr Wissen haben sie dort bestimmt geheim gehalten und so tauchte dann der "Stern" auf, dem sie gefolgt sind.

Diese a priori Annahme entbindet natürlich jeglicher Erfahrungsgrundlage und setzt eine enorme Steigerung der schon bekannten hohen Rechenkunst der Babylonier voraus. Die Beschreibungen in MUL.APIN über die Sterne die "ZIQPU" sind, bilden die Grundlage als Beobachtungsphänomen für diese Art von Berechnungen. “ZIQPU“ ist ein noch nicht ganz entschlüsseltes System, welches in der Tontafelserie erwähnt wird.


Der Austausch der Wissenschaften

Der babylonische Astronom Seleukos von Seleukia am Tigris übernahm die heliozentrische Lehre von Aristarchos von Samos (um 310 – 230 v. Chr.), wonach die Erde sich um ihre eigene Achse und um die Sonne dreht. So wurde auch griechisches Wissen nach Babylonien rezipiert. In Griechenland selbst musste diese Vorstellung verworfen werden, weil sie der aristotelischen Lehre widersprach. Nach der Eroberung Babylons durch Alexander den Großen (330 v. Chr.) wurde in der folgenden hellenistischen Epoche viel Wissen ausgetauscht. Eine wichtige Drehscheibe dieser Zeit war Ägypten, wo sich Alexandria zu einem kosmopolitischen Zentrum der Gelehrten entwickelt hatte. Hier lebte auch der geniale Eratosthenes (um 275 - 194 v. Chr.), der sogar den Umfang der Erde schon sehr genau bestimmte, eine wichtige Kenngröße für die Berechnung des Kernschattenverlaufs einer totalen Sonnenfinsternis.


Epilog

Der Ursprung des Tierkreises, wenn auch seine genaue Klassifizierung nicht exakt bestimmt werden kann, liegt eindeutig in der babylonisch-assyrischen Hochkultur Mesopotamiens verborgen. Auf dem Weg des Tierkreises durch die Geschichte ist dieser den mannigfaltigsten Interaktionen ausgesetzt gewesen, wobei er hauptsächlich durch die ägyptische, griechische und römische Kultur transformiert wurde, bis er dann ins “Abendland“ gelangte. Das Ganze wurde durch den Einfluss der unterschiedlichen sozialen Praktiken, den religiösen Lehren und philosophischen Theorien zudem noch undurchsichtiger gestaltet. Auf jeden Fall kann man aber sagen, dass die tiefen Wurzeln der westlichen Astrologie in den Omina des Zweistromlandes verborgen liegen, denn diese Wahrsagemethoden waren stets untrennbar mit der mesopotamischen Astronomie und damit auch mit dem Tierkreis verbunden.


 

Der Autor

Hans Kurt Steilen, Astrologe

Hans Kurt Steilen

Jahrgang 1960
Sonne in LÖWE
Aszendent LÖWE





Studium der Elektrotechnik von 1984 – 1988 / Dipl. Ing.(FH), danach als Produktentwickler für Messgeräte und als Programmierer tätig. Seit 2003 intensives Studium der Astrologie. Mitglied der Astrologischen Gesellschaft Frankfurt am Main e.V. von 2005 - 2014

 

 

Kommentare (21)

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Lieber Herr Steilen,

Sie brechen mit bewundernswerter Leidenschaft eine Lanze für den tropischen Tierkreis. Verständlich, dass sie sich gleich zu Beginn zu der Aussage hinreißen lassen, der tropische Tierkreis mit den „ewig feststehenden...

Lieber Herr Steilen,

Sie brechen mit bewundernswerter Leidenschaft eine Lanze für den tropischen Tierkreis. Verständlich, dass sie sich gleich zu Beginn zu der Aussage hinreißen lassen, der tropische Tierkreis mit den „ewig feststehenden Himmelskoordinaten“ (Zitat? Von wem?) sei der einzig wahre, „denn wahr ist nur, was sich niemals ändert“. Nun, die alten indischen Siddhāntas (Astronomie-Werke) unterscheiden einen „beweglichen“ bzw. Sāyana-Tierkreis (Sāyana=den Sonnenwenden folgend) und einen „fixen“ Nirayana-Tierkreis (von niram=ruhend). Was ja auch logisch ist: schon die alten Mesopotamier orteten die Lage des Frühlingspunktes zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf 15°, 10° oder 8° Widder. Was bewegt sich hier? Nach ihrer Eingangsdefinition müsste der siderische Tierkreis der „wahre“ sein.

Die eben genannten, dokumentierten Gradzahlen beziehen sich auf ein Sexagesimalsystem, das im Zweistromland – wie Sie ausführen – erst nach Abfassung des MUL-APIN erschaffen wurde. Dieser Tierkreis mit 360° und 12 „Zeichen“ á 30° ist also siderisch gewesen. Das ist inzwischen Konsens unter den Historikern. Astrologen scheinen da etwas länger zu brauchen :-)

Sie legen dar, wie die Mesopotamier mit Hilfe des Gnomon die Deklination der Sonne und damit die Tag- und Nachtgleiche bestimmen konnten, und wie sie die Monate und Jahreszeiten danach eingeteilt haben. Aber wo steht geschrieben, dass sie die Monate mit den Tierkreiszeichen gleichsetzten – wie Sie behaupten? Der MUL-APIN ist voll von Hinweisen darauf, dass der Frühlingspunkt (wo sich die Sonne am 15. des Monats „Nissan“ – nicht „Widder“ - befand) eher in in der Nähe der Pleyaden war. Wer Näheres über die relevanten Stellen im MUL-APIN wissen will, kann mich gerne kontaktieren.

Sie schreiben selbst – ganz richtig – dass nach dem MUL-APIN „der Anfangspunkt im Stier“ liegt. Mir entgeht, wie Sie daraus ableiten, die Babylonier hätten den Frühlingspunkt mit Anfang Widder (sowohl astronomisch als auch symbolisch) gleichgesetzt.

Zusammengefasst: Ihre Ausführungen suggerieren eine Gleichsetzung von jahreszeitlichen Monaten mit Tierkreiszeichen, die Sie leider in keinster Weise belegen, und die meines Wissens im Widerspruch steht zu einer Unmenge Belege dafür, dass der von den Mesopotamiern konzipierte, regelmäßige Tierkreis siderisch war.

Für weitere Information zu diesem Thema verweise ich auf meinen Artikel hier: https://www.astrologie-zentrum.net/index.php/de/publikationen/artikel/19-zurueck-zu-den-sternen
und mein Webinar zu Nutzung des siderischen Zodiaks in der arabischen Astrologie hier: https://www.astrologie-zentrum.net/index.php/de/webinare-downloads/117-der-siderische-tierkreis-in-der-arabischen-astrologie

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Lieber Herr Gil Brand,

der Begriff "ewig feststehende Himmelskoordinaten stammt aus dem Artikel "Tierkreiszeichen, Sternzeichen, Sternbilder" von Klaus-Eckert Puls in "Naturwissenschaftliche Rundschau | 62. Jahr-gang, Heft 10, 2009".

Was bewegt...

Lieber Herr Gil Brand,

der Begriff "ewig feststehende Himmelskoordinaten stammt aus dem Artikel "Tierkreiszeichen, Sternzeichen, Sternbilder" von Klaus-Eckert Puls in "Naturwissenschaftliche Rundschau | 62. Jahr-gang, Heft 10, 2009".

Was bewegt sich hier? Das ist in erster essentieller Konsequenz "eine Frage der Sicht"! (!) Wir schauen von der Erde aus in den Kosmos und sehen dort, als Bild in unserem Auge die sogenannte Himmelssphäre. Der astronomische Referenzkreis dazu, den die Astrologie als "Tierkreis" bezeichnet, bilden dabei geozentrische sphärische Winkel der ekliptischen LÄNGE. Diese Referenz, für den Tierkreis mit dem die westliche Astrologie arbeitet, wird vom JPL der NASA den Programmierern der Astrologie-Programme zur Verfügung gestellt. Näheres dazu, siehe in meinen DAV-Artikel "Die astronomische und astrologische Basis des Tierkreises". Und diese NASA-Referenz hat keinen Drift - kein Naturwissenschaftler akzeptiert eine instabile Referenz und das ist es, was Herr Puls so trefflich mit den "ewig feststehenden Himmelskoordinaten" ausgedrückt hat. Was sich hier um den "Tierkreis mit Bezug zum tropischen Frühlingspunkt" bewegt ist eben der Fixsternhimmel und alle "siderischen" Tierkreise. Das "Maß" der Verdrehung wird sogar in den Ephemeriden (AUREAS) als SVP (FAGAN/BRADLEY) angegeben. Dieser wird für Aug. 2020 mit 4°PIS 58' 36" und für Dez. 1948 mit
5° PIS 58' 33" angegeben - das ist das berühmte Grad in ca. 72 Jahren! Also - alles eine Frage der Sicht - "was sich hier bewegt"! Diesen fatalen Trugschluss zu Beginn seiner Untersuchungen machte wohl auch Cyril Fagan damals.

Der UR-Tierkreis der Mesopotamier war das erste Koordinatensystem der ekliptischen LÄNGE mit Bezug zu den Jahreszeiten und man benötigt eben ein solches, um überhaupt die Auswirkungen der Präzession erkennen zu können. Ich verwende den Begriff "siderischer Tierkreis" überhaupt nicht, da er nur Verwirrung stiftet. Es ist eben ein Tierkreis mit einem Bezug zu einem realen "Ankerstern", der allerdings durch die Präzession auch driftet.

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hallo herr gil brand,hallo herr steilen

mir scheint,wenn man nicht immer dazusagt welchen tierkreis man nun exakt meint,es schnell zum durcheinander kommen kann und man aneinander vorbei argumentiert.
wenn man von FP gleich 0°widder spricht,kann...

hallo herr gil brand,hallo herr steilen

mir scheint,wenn man nicht immer dazusagt welchen tierkreis man nun exakt meint,es schnell zum durcheinander kommen kann und man aneinander vorbei argumentiert.
wenn man von FP gleich 0°widder spricht,kann ja nur der tropische tierkreis und seine definition gemeint sein,es sei denn,es ist gerade der zeitpunkt gemeint an dem der frühlingspunkt auch gleich 0° sid.widder ist.was aber in 26000 jahren nur zu einer zeit der fall ist.

ich habe mir in dieser frage auch schon damit beholfen,die trop.zeichen deutsch zu benennen und
den sid.tierkreis der sternbilder latein,also aries,taurus,gemini etc.

nur hat man dann das problem,dass es ja noch verschiedene sid.tierkreise je nach definition gibt.

aber für mich ist der ursprünglichste tierkreis eben nur der,den man heute den faktischen sid.TK nennt. also das was man sieht,wenn man nachts in den himmel schaut. alle anderen tierkreise sind definitionsabhängig und die können sinn machen oder auch nicht.
diese sinnfrage stellt sich mir beim faktischen tierkreis nicht,weil die sternbilder einfach da sind wie sie sind,nicht definitionsabhängig und die wirklichkeit unserer kosmischen nachbarschaft am getreuesten abbilden.etwas anders ist das mit den grenzen und damit grössen,da kann man sich wieder streiten.

von sid.tierkreisen mit 30° feldern halte ich mich erstmal zurück,schon weil es vorkommt,dass sogar hauptsterne dann anderen feldern zugeordnet werden müssen und das erscheint mir höchst fragwürdig.
anderst beim trop.TK,denn da gibt es keine kosmischen strukturen,die andere grössen vorgeben können.da sind 30°felder akzeptabel.

mich erinnert das an musikalische verhältnisse,da gibt es temperierte tonskalen mit identisch-grossen
halbtonschritten,es gibt aber auch reine skalen,die den obertönen folgen und unterschiedliche haltonschritte generieren.in ersteren kann man schön von einer tonart zur anderen wechseln und
das bewusstsein mit relativ oberflächlichen wechseln beschäftigt halten.aber obertongesang oder indische klassische ragas verbleiben in einer tonart und führen das bewusstsein in immer weitere höhen oder tiefen und erfüllen den zuhörer so durch erkennen seiner selbst,wenn er da mitgehen kann.

ich will mal ein beispiel nennen aus dem ablauf des plat.jahreszyklus.im jahre 2010 war der stand des GZ exakt 27° trop.schütze.wenn man von den heute akzeptierten 71,588 jahren pro grad ausgeht,
bedeutet dies,dass der ingress des GZ in den trop. schützen um das jahr 77 + - 5 oder 6 jahre nach heutiger zeitrechnung stattgefunden hat.dies korelliert ungefähr mit dem erscheinen der christlichen kirche als institution,nachdem man nach dem tode des meisters sich gänzlich im verborgenen hielt.

rechnet man dagegen den ingress des FP in die sid.faktischen fische,so kommt man je nach zugestandenen grössen aller sternbilder und der fische im besonderen auf eine zeit direkt um die zeitenwende,+ - 5 oder 6 jahre für den beginn des fischezeitalters.

das sehe ich als einen starken hinweis,dass zumindest im bezug zum plat.jahreszyklus stimmig mit dem faktischen sid.TK der sternbilder gearbeitet werden kann.

natürlich ist das geschehen bei weiter zurückliegenden ingressen so genau nicht bekannt und da wird es schon schwieriger.aber der wechsel des FP von stier nach widder ist um das jahr1800 v.chr. plausibler als ein wechsel um ca.2100 v.chr. wie es gleichgrosse sternbilder anzeigen.das aufgrund der israelitischen geschichte um moses,die ablehnung des kalbes und die einführung des widderkults.
das wird eher um 1900-1700 v.chr.veroertet.
aber wir steuern ja auf einen wechsel des GZ in den trop. steinbock zu,der um das jahr 2225 n. chr. stattfinden wird.

das ist dann gleichzeitig auch das exakte abnehmende quadrat zwischen FP und GZ.die vorwehen dieses mächtigen aspektes erschafft sich die menschheit ja schon seit geraumer zeit selbst.von daher kann man dafür einen orbis von 5° oder mehr als wirksam erachten.

herzliche grüsse

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Lieber Herr Steilen,

Ja, das haben Sie ja schon im ersten Artikel dargelegt. Dass in Ihrem Weltbild der tropische Tierkreis eine "ewig feststehende Koordinate" und der "wahre Tierkreis" ist, ist mir schon klar. Den Glauben will und kann ich...

Lieber Herr Steilen,

Ja, das haben Sie ja schon im ersten Artikel dargelegt. Dass in Ihrem Weltbild der tropische Tierkreis eine "ewig feststehende Koordinate" und der "wahre Tierkreis" ist, ist mir schon klar. Den Glauben will und kann ich Ihnen gar nicht nehmen. Bei der Behauptung, dass die alten Babylonier etc. den Tierkreis schon tropisch konzipiert hätten, geht es aber nicht um Glaubensfragen. Diese Behauptung halte ich, nach eingehendem Studium der historischen Sachlage, für falsch, und das scheint auch der Stand der Forschung zu sein. Daher hatte ich Sie gebeten, eine so gewagte Hypothese auch zu untermauern. Dabei habe ich auch eventuelle Lernende der Astrologie im Blick, zumal Ihre Ausführungen im Newsletter als "Basiswissen" angekündigt wurden.

Mit freundlichen Grüßen,
Rafael Gil Brand

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Liebe Leser,

eine deutlich erkennbare Darstellung einer Tierkreis-Sternkarte habe ich soeben auf meiner Website eingestellt unter:

https://www.handlesen.de/index.php/de/handlesen/handlesen-grundlagen#AnkerTierkreis

Grüße
Manfred Magg

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Lieber Manfred, lieber Herr Steilen,

ja, so ist die Karte etwas besser leserlich, vielen Dank! Mir scheint aber, Du hast die 30°-Teilungen auf dem Äquator vorgenommen. Die Zeichnung müsste aber in die Mitte der Ekliptik gesetzt werden (roter...

Lieber Manfred, lieber Herr Steilen,

ja, so ist die Karte etwas besser leserlich, vielen Dank! Mir scheint aber, Du hast die 30°-Teilungen auf dem Äquator vorgenommen. Die Zeichnung müsste aber in die Mitte der Ekliptik gesetzt werden (roter Kreis) und von dort aus die Linien gezogen werden.

Zwar ist dann z.B, Pollux tatsächlich Anfang Krebs, aber Castor nicht, und insgesamt wird die Übereinstimmung von Sternbildern und Zeichen besser.

Der Übergang von einer reinen Sternbild-Astrologie zu einer geometrischen Auffassung des Himmels war sicherlich ein längerer Prozess. Wir können auch nicht ganz ausschließen, dass schon vor dem 8.Jahrhundert eine regelmäßige Einteilung der Tierkreises vorgenommen wurde. Einiges spricht dafür, dass das zum Beispiel schon in Indien mit den Nakshatras (Mondhäusern) gemacht worden war.

Im Zuge der Geometrisierung wurden Fixsterne als Fiduzialsterne benutzt, zum Beispiel die Achse Aldebaran-Antares als Anzeiger für die Mitte Stier-Skorpion, oder Spica für den Übergang Jungfrau/Waage. Diese Sterne haben natürlich per se keine Besonderheit, die sie als Definitoren des Tierkreises rechtfertigen. Sie sind Orientierungsmarken. Die Definition des siderischen Tierkreises muss in galaktischen Strukturen gesucht werden. Dazu habe ich ja vieles in meinem Buch "Himmlische Matrix" geschrieben.

Liebe Grüße,
Rafael

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Lieber Rafael Gil Brand,

in der ganzen Diskussion gebe ich folgendes Grundsätzliches zu bedenken:

Der Kreis, der eigentlich kein Anfang und kein Ende hat, wird durch die Symbolik des Ouroboros, der Schlange, die sich selbst in den Schanz beißt,...

Lieber Rafael Gil Brand,

in der ganzen Diskussion gebe ich folgendes Grundsätzliches zu bedenken:

Der Kreis, der eigentlich kein Anfang und kein Ende hat, wird durch die Symbolik des Ouroboros, der Schlange, die sich selbst in den Schanz beißt, für den Menschen mit einem Start- und Endpunkt versehen. Der Zyklus, der immer wiederkehrt und im Anfang bereits das Ende in sich trägt, wird so zum Mythos. Beim Tierkreis stellt sich so die große Frage, wo hier dieser markante Punkt zu finden ist.

mit herzlichen Grüßen
Hans Kurt Steilen

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an die komentadoren :
sie haben hier,wie ich finde,eine interessante und notwendige diskussion im gange und man kann zu der frage der tierkreise tatsächlich verschiedenes für unbewegt bzw.bewegt halten oder definieren.

wenn man eine strikt...

an die komentadoren :
sie haben hier,wie ich finde,eine interessante und notwendige diskussion im gange und man kann zu der frage der tierkreise tatsächlich verschiedenes für unbewegt bzw.bewegt halten oder definieren.

wenn man eine strikt geozentrische astrologie betreiben will,dann kann man tatsächlich den standpunkt des herrn steilen vertreten,dass sich alles andere bewegt nur man selbst und die erde nicht.und es stellt sich auch die frage ob es sinnvoll sein kann,die strikt geozentrische perspektive,die rein subjektiv ist, zu verlassen und sie mit objektiven sichtweisen zu vermischen,also das drehen der erde um ihre achse und das kreiseln der erdachse anstelle der bewegung des fixsternhimmels zu setzen.aus diesen beiden perspektiven ergibt sich dann,was man für ruhend und was man für bewegt ansieht oder eben definiert.
aber es ist auch klar,dass die streng geo/ego-zentrische sicht auch den tropischen tierkreis einmal um die erde kreisen lässt pro tag und pustekuchen mit der angeblichen unbewegtheit des tropischen tierkreises.

auf der anderen seite kann aber auch gesagt werden,dass die rein subjektive sicht eben auch die objektive wirklichkeit entstellt,perspektivisch verzerrt,bedeutung unterschlägt.
zb ist das einzig unbewegte im rahmen unserer milchstrasse das galaktische zentrum.es ist der einzige fixe angelpunkt in unserer näheren kosmischen umgebung.natürlich gilt dies auch für die sonne,wenn man den rahmen auf das sonnensystem beschränkt.

ich befasse mich schon einige jahre mit dem siderischen tierkreis und ich bin zu der festen überzeugung gelangt,dass man aus heutiger sicht nichts anderes als das GZ als den ursprung des siderischen tierkreises definieren kann.
alles andere wäre für mich komplett unsinnig.
und man sollte das GZ auch als den trennpunkt zwischen den sternbildern schütze und skorpion betrachten und die beiden pfeile der sternbilder und zeichensymbole zeigen direkt auf den bereich des GZ,auch wenn das auf die ekliptik projeziert nicht ganz zu passen scheint.aber kann unsere ekliptik der masstab für die sternbilder und das GZ sein?
das GZ ist eben nicht nur ein anwählbarer punkt wie viele andere,der im laufe der jahrtausende durch den tropischen tierkreis wandert,sondern ist das herz unserer galaxie,wie es die sonne für das sonnensystem ist.
ich bezeichne es auch als ursprung und masterclock dieser gesamten galaxie.

in der perspektive des GZ aber wandern die sternzeichen des tropischen tierkreises im laufe der jahrtausende über es hinweg.

ich denke es kann durch das gesagte klar werden,dass für uns sowohl die subjektive,wie auch die objektive perspektive von bedeutung ist für unser begreifen und verstehen und wir uns unnötig selbst beschränken,wenn wir uns auf nur eine sicht kaprizieren und nur ihr wert zumessen wollen,anstatt die herausforderung anzunehmen in verschiedenen perspektiven zu denken
und zu verstehen.

tatsächlich ist alles im universum,in der schöpfung in bewegung begriffen,es ist immer nur die frage unserer rahmensetzung,dass etwas als zentrum des rahmens als unbewegt erscheint.
insofern ist nichts an der gesamten schöpfung wahr! herr steilen
alles an der schöpfung ist wirklich,von wirken,wirkung,bewirktem.
und diese unterscheidung tut not!

wahr ist allein das seiende,das bewirkende,es ist ewig,unendlich in allen seinen ausdehnungen,nicht aber die erscheinungen,die in allen dimensionen endlich sind - ganz im sinne des parmenides.

und wir können daraus schliessen,dass astrologie sich immer nur mit
den erscheinungen befassen kann,nicht mit dem wahren,sondern
immer nur mit dem wirklichen.und auch das ist schon sehr viel.
und nichts an der astrologie könnte absolut sein,sondern alles ist
relativ eben weil alles endlich und in bewegung ist.

grüsse

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Lieber Emile,

es ist Alles eine Frage der Sicht und hinter der geozentrischen - oder besser gesagt, hinter der anthropozentrischen - verbirgt sich die topografische Abbildung der gesamten Himmelssphäre, gefaltet auf die Kugeloberfläche der Erde....

Lieber Emile,

es ist Alles eine Frage der Sicht und hinter der geozentrischen - oder besser gesagt, hinter der anthropozentrischen - verbirgt sich die topografische Abbildung der gesamten Himmelssphäre, gefaltet auf die Kugeloberfläche der Erde. Diesem Umstand versucht man in der Astrologie mit dem Häusersystem Rechnung zu tragen. So gesehen bewegt sich die Erde dabei nicht und der tropische Tierkreis auch nicht.

Das "War ist nur, was sich niemals ändert" ist eine alte alchimistische Regel und sie bezieht sich beispielsweise auf die Ladungsmenge eines Elektrons, die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum, oder die Kräfte, die einen Atomkern zusammenhalten, oder die Kreiszahl PI, usw. Der tropische Tierkreis als kosmisches Referenzsystem der ewig feststehenden Himmelskoordinaten, gehört auch dazu.

Das Galaktische Zentrum als "Ankerstern" für den siderischen Tierkreis zu referenzieren, bedeutet, dass man den 0-Grad-tropischer-WIDDER-Punkt um das Jahr 19.000 v. Chr. (in Worten
neunzehntausend!) nachprüfen müsste. Und dann stellt sich die Frage nach dem astrologischen Deutungssystem, welches mit diesem Tierkreis assoziiert werden müsste.

Das GZ ist zudem ca. 1700 Millionen mal weiter von der Erde entfernt, als unsere Erde von unserer Sonne ( = 150 Millionen km). Das ist nicht gerade in "unserer näheren kosmischen Umgebung" - oder?

herzliche Grüße
Hans Kurt Steilen

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hallo herr steilen,hallo alle mitlesenden,

ihre aussagen im ersten abschnitt werden mir nicht recht klar.
ich will mal beschreiben wie ich es sehe.

das häusersystem bezieht sich auf den tageszyklus und ist dessen 12-fache
aufteilung in...

hallo herr steilen,hallo alle mitlesenden,

ihre aussagen im ersten abschnitt werden mir nicht recht klar.
ich will mal beschreiben wie ich es sehe.

das häusersystem bezieht sich auf den tageszyklus und ist dessen 12-fache
aufteilung in phasen.und dieses system der häuser bewegt sich,wie wir auch
mit der erdrotation mit.es ist die uns direkt und am nähesten umgebende sphäre.
was sich dann auch in den interpretationen spiegelt,die man den häusern beimisst.das häusersystem ist also ortsfest.
der tropische tierkreis ist die nächstfolgende sphäre,denn sie ist die 12-fache gliederung des jahreszyklus und gehört somit auch zur erde.denn definitionsgemäss ist sein ursprung der frühlingspunkt für die nordhalbkugel,wenn die sonne also 0° deklination hat und senkrecht über dem äquator steht und sich von der südhälfte zur nordhälfte bewegt.
wäre der tropische tierkreis zu der gewählten geo-ego-zentrischen perspektive
unveränderlich bzw. unbewegt,dann würden sich häusersystem und trop. tierkreis zueinander bzw. zum standort auch nicht verändern oder bewegen.
genau das ist aber der fall.der frühlingspunkt und mit ihm der trop. tierkreis bewegen sich jeden tag einmal um die erde herum,aus geo-ego-zentrischer sicht, und damit auch durch das ortsfeste häusersystem.der trop. tierkreis ist nicht ortsfest.ansonsten würden sich die tierkreiszeichen nicht jeden tag hinter ac,ic,dc und mc hindurchbewegen.
dass der trop.tk sich relativ zum frühlingspunkt nicht bewegt liegt an seiner definition,daran dass der frühlingspunkt teil des trop.tierkreises ist.und da braucht es nicht zu wundern,dass in einem fixen system keine bewegung stattfindet.
erst danach folgen die sphären der planeten,wobei man auch über deren reihenfolge verschiedene ansichten vertreten kann.
wir haben also 2 erdsphären und 7 planetensphären und danach erst kommt der alle 9 sphären umfassende siderische tierkreis,der eine perspektivische ausformung der galaxie ist,die hinter der scheinbaren sonnenbahn,der ekliptik,
ist.und diese ausformung der galaxie ist eben nicht in 12 gleichgrosse abschnitte eingeteilt,sondern die galaxie hat wohl beschlossen uns ein anderes,davon abweichendes bild und damit einfluss zu zeigen.das ist also noch ein feld weiterer forschung und überlegung.
und der angelpunkt und das herz der galaxie ist das GZ,das galaktische zentrum.
für uns kann sinnvollerweise nur das GZ als ursprung des siderischen tierkreises
angesehen werden,weil das GZ die sonne aller sonnen ist,die den sid.tierkreis bilden.
und daraus ergibt sich ganz selbstverständlich,dass der sid.tk zwar auch mit der herrschaft des mars beginnt,aber eben nicht mit widder, sondern mit skorpion,denn zu beginn eines platonischen jahreszyklus wandert der frühlingspunkt durch dieses sternbild. warum?
nun weil allein die konjunktion der beiden ursprünge von trop. und sid.tk als beginn des platonischen jahreszyklus angesehen werden kann.
und damit wird es möglich dem plat.zyklus seinen anfangspunkt beizuordnen und damit den ganzen zyklus zu strukturieren und zu ordnen.
als eine der daraus folgenden bestätigungen,die aufzeigen dass dies alles sinn macht,taucht die synchronizität zwischen der dauer der kreiselbewegung der erdachse mit der dauer der reise des lichtes und anderer impulse vom GZ bis zu unserem sonnensystem auf.für beide geht man von der dauer von knapp 26000
jahren aus,was sicherstellt,dass diese impulse via demselben tierkreiszeichen des tropischen tk ausgesendet werden und bei uns 26000 jahre später ankommen .
durch dieses kreiseln der erdachse ensteht die reise des frühlingspunktes durch die 12 sternbilder des sid.tierkreises.
dazu gehört auch,dass es sich bei planeten und sonnen um kugelantennen handelt,die die impulse der masterclock GZ aufnehmen und transformieren,sie auch nochmal verstärken und dass jedes glied in dieser galaktischen kette immer nur das aufnehmen kann womit es in resonanz treten kann.das macht das wesentliche bei kugelantennen aus.
dass die erde in eine starke resonanz mit dem GZ treten kann und dies auch tut ,
hat sich mit diesen überlegungen gezeigt.
eine weitere folge ist, dass man den anfang des laufenden plat. zyklus auf circa 19200 jahre vor heute festlegen kann.das bedeutet 17100-200 vor christus.
und wie das der kosmische zufall so will,haben wir ein wunderbares zeugnis genau aus jener so weit zurückliegenden zeit.
damals begann eine neue,grosse epoche der entwicklung menschlicher kultur,
das magdalenien,die viele neue kunst der werkzeugherstellung hervorbrachte,
aber auch die kathedrale der steinzeit,die höhle von lascaux .
die archäologie datiert die wandmalereien in dieser höhle auf 17000 v.chr.
piuomeno.also rechtgenau auf den beginn des immernoch laufenden plat.jahreszyklus.

es tauchen in der höhle nicht nur tierdarstellungen auf,wenn diese auch den meisten raum einnehmen,sondern eher sehr unscheinbar eine kleine matrix.
diese besteht aus 6 schwarzen punkten,die in 2 reihen zu drei oder aus drei reihen zu zwei punkten besteht,ganz wie man es gerade sehen will.

a a a
a a a das sieht also ungefähr so aus.

vielleicht ist das für archäologen nicht auffällig,für astrologen sollte es das aber sein.die 6 und ihre vielfachen markieren immer die hochresonantesten zahlen in der reihe der natürlichen zahlen,weshalb sie ja mit 6 achsen und 12 zeichen arbeiten.
es gibt in einer schamanistischen darstellung in der apsis,die kleine matrix findet sich auch dort,dem tiefsten und dunkelsten ort der höhle,auch pfeile und davon zweie bilden einen exakten winkel von 120°.auch das könnte sein,dass das einem archäologen nicht auffällt,aber einem ... genau ...

es ist schon ehrfurchtgebietend in einer über 19000 jahre alten schamanistischen darstellung,die einen trancezustand des schamanen zeigt, nach einer eingeweideschau auch derartige mathematische und wie ich annehme auch astrologische beweise aufzufinden.und dies zu genau der zeit,die den beginn eines neuen plat.zyklus markiert.auch dies nehme ich als klares zeichen der stimmigkeit des von mir bestimmten zusammenhanges.

ein weiterer faktor der stimmigkeit liefert uns die alte struktur der herrschaftszuordnung der planeten zu den zeichen.wenn wir diese mit dem ablauf des plat.jahres zur deckung bringen,wie es die rückläufige reise des frühlingspunktes durch den sid.tk und die "reise" des GZ durch den trop.tk aufzeigen,haben wir nicht nur eine gültige struktur des grossen zyklus entdeckt,
sondern die hier auftauchende ordnung ist die exakt gleiche,wie die der herrschaftszuordnung der planeten zu den zeichen.und das ergibt sich nur,wenn das GZ als ursprung des sid.tk erkannt und angewandt wird !

ich versuche das hier mal schematisch zu zeigen,von der konj. von FP mit GZ
ausgehend:

F.P. in sid.tk GZ in trop.tk herrscherplanet
rückläufig direktläufig

scorpion widder mars

waage stier venus

jungfrau zwillinge merkur

löwe krebs sonne/mond

krebs löwe mond/sonne

zwillinge jungfrau merkur

stier waage venus

widder scorpion mars

fische schütze jupiter

wassermann steinbock saturn

steinbock wassermann saturn

schütze fische jupiter

natürlich kann man noch die weiteren herrscher hinzufügen,aber dann wirds hier und jetzt etwas unübersichtlich.

ich denke es ist nachvollziehbar,wie sich das GZ hier vielfach selbst als für uns verbindlichen anfang des sid.tk bewiesen hat.und dass die erde durch ihren kreiselnden präzessionszyklus mit diesem GZ verbunden ist.das ist keine erfindung,sondern wie alle wertvollen sachen eine entdeckung !

genug für heute ...
grüsse

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Hallo Emile,

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hallo frau schulz
ich habe die benachrichtigungsfunktion gewählt,
bekomme aber jetzt jedesmal die nachricht gleich 3fach
lässt sich das abstellen bitte

danke und grüsse

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Das tut mir leid, aber an der von Ihnen gewählten Benachrichtigungsfunktion kann ich jetzt erst einmal nichts ändern...

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hallo herr steilen,hallo alle mitlesenden,

für das "wahr ist nur was sich niemals ändert" ist es wichtig hinzuzufügen,dass es sich auch niemals in der vergangenheit verändert hat.
und ihre beispiele,die sie anführen,sind alles dinge,die sich in...

hallo herr steilen,hallo alle mitlesenden,

für das "wahr ist nur was sich niemals ändert" ist es wichtig hinzuzufügen,dass es sich auch niemals in der vergangenheit verändert hat.
und ihre beispiele,die sie anführen,sind alles dinge,die sich in der vergangenheit verändert haben,als sie zu dem geworden sind,was sie benennen.
ob ladung,c,kräfte,selbst die reine idee von pi,das alles spielt nur eine rolle im endlichen prozess der schöpfung,all das hat darin seinen anfang und sein ende.

deshalb halte ich es sehr viel mehr mit dem vorsokratiker parmenides von elea um 500 v.chr. als mit den alchimisten in dieser frage,denn er hat aletheia - die wahrheit - allein bei den ewigen göttern verortet,die nicht geworden sind und nie vergehen.nicht bei den menschen und ihren meinungen - das nennt er doxa und paradoxa.meinungen und widersinnige meinungen.
was aber nicht heisst,dass es nicht auch erkenntnis gibt für uns menschen.
die ist aber keineswegs eine sebstverständlichkeit.da muss man schon länger dran stricken und letztlich ist es dennoch immer auch gnade.
es ist eben verstand nicht gleich geist.

parmenides hat einen metaphysischen beweis erbracht,dass es das unendliche,absolute,unveränderliche Seiende notwendig geben muss,denn sonst wäre nur das Nichts und davon kann es keine kunde geben.wir aber haben kunde,von unserem sein,vom sein des universums und wenn uns die gnade der erkenntnis zuteil wird auch über das Seiende und dass wir und die schöpfung sind,beweist,dass es das Nichts nicht geben kann.zudem muss es das Seiende geben,weil ansonsten ein unendlicher regress von ursachen,von kausalen ketten notwendig würde und das kann niemand ernsthaft in betracht ziehen, der ein wenig das denken gelernt hat.es muss etwas geben das nicht geworden ist ,sondern schon immer das ist was es ist.
und in diesem Seienden ist alles reine potentialität.nichts ist dort aktualität.

und mit nichten kann irgend etwas an oder in der schöpfung unendlich sein.
das ist schlichtwegs unmöglich und gilt natürlich für alle nur denkbaren tierkreise auch.und das ist durchaus einsehbar.

ich nehme an,dass sie die konjunktion von FP und GZ gemeint haben als referenz
aber das war nicht 19000 v.chr., sondern ca.17100 v.chr.,also ca. 19000 vor heute.

das deutungssystem entwickelt sich aus den von mir dargestellten strukturen und phasen, die dadurch im plat.jahreszyklus sichtbar geworden sind und das ist prinzipiell das gleiche,wie es ja schon bekannt ist.
was nicht heisst dass es keinen grund gäbe über gültigkeiten nachzudenken. aber eben prinzipiell ist es nicht in frage gestellt.nur den sid.tk muss man rückwärts denken,weil der FP eben so sich bewegt und mit dem FP ganz klar auch der trop.tk

doch nähere kosmische umgebung
und zuletzt bin ich mir ganz sicher,dass 26000 ly im kosmischen masstab ein fliegenschiss von entfernung sind in relation zu 12-13 milliarden ly,die man heute schon gucken kann.ich bin mir auch sicher,dass dieses für uns gigantische universum nicht mehr als eine seifenblase ist in der unendlichkeit von raum und zeit,in der unendlichkeit des Seienden,von raumzeitpotentialität.

oder sehen sie etwa eine möglichkeit raum oder zeit irgendwie zu begrenzen,ohne sich dabei hoffnungslos zu verirren in doxa und paradoxa?

wir schweben in dem von den alten völkern schon erkannten urozean,
sedna lässt grüssen und parmenides nennt ihn das Seiende,ich nenne das raumzeitpotentialität.
und das ist nicht detektierbar,weder für unsere sinne noch für irgendwelche
instrumente.


auch mit herzlichen grüssen

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Lieber Emile,

das größte Problem des siderischen Tierkreises ist eindeutig die Wahl des Anfangspunktes für dessen kosmischen Bezug.

Für den Kreis, der eigentlich keinen Anfang und kein Ende hat, muss allerdings systembedingt ein solcher Punkt...

Lieber Emile,

das größte Problem des siderischen Tierkreises ist eindeutig die Wahl des Anfangspunktes für dessen kosmischen Bezug.

Für den Kreis, der eigentlich keinen Anfang und kein Ende hat, muss allerdings systembedingt ein solcher Punkt irgendwo auf dem Kreisbogen gefunden werden. Da kein natürlicher Schnittpunkt für den Kreis, den die Erdachse, auf Grund der Präzession, innerhalb eines platonischen Jahres beschreibt, ausgemacht werden kann, muss ein solcher Punkt empirisch (auf Erfahrung beruhend), intuitiv (ohne wissenschaftliche Erkenntnis), erkenntnistheoretisch (philosophischer Ansatz), oder auf Grund von historischen Nachforschungen (dem babylonischen Tierkreis auf der Spur) gefunden, bzw. erraten werden.

Auf Grundlage von historischen Nachforschungen haben sich zwei von etwa 30 Systemen dadurch herauskristallisiert, dass man sehr viel Energie in die Erforschung gesteckt hat.
Das erste ist das System von FAGAN/BRADLEY mit Aldebaran als Ankerstern in Bezug zu dem Referenzjahr 221 n. Chr. und das zweite ist das System von LAHIRI/HINDU mit Spica als Ankerstern in Bezug zu dem Referenzjahr 285 n. Chr.
Der Unterschied der Ayanamsa-Werte der beiden Systeme liegt dabei unter einem Grad.

Ihre erkenntnistheoretische Annäherung an das oben beschriebene Problem, lieber Emile ist sehr interessant, jedoch müsste dieser philosophische Ansatz mit Hilfe der Hegelschen Dialektik (These, Antithese, Synthese) noch bewiesen werden, zumindest ein Versuch gestartet werden.

Die gesamte Problematik hat meiner Meinung nach viel mit der Quadratur des Kreises gemeinsam, oder sogar mit der Lösung der Gleichung X - 1/X = 1 !?

herzliche Grüße
Hans Kurt Steilen

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schade ist,dass das system hier offenbar nicht angemessen mit leerstellen umgehen kann und so die schematische darstellung nur sehr entstellt wiedergibt.
ich hoffe,dass es dennoch erkannt werden kann,worum es geht.
grüsse

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hallo beisammen,

nochmal ein versuch den ablauf eines platonischen jahreszyklus als schema der12 zeitalter darzustellen,ausgehend von der konjunktion von FP und GZ als den ursprüngen der beiden tierkreise um circa 17.100 v. chr.(lascauxzeit) mit...

hallo beisammen,

nochmal ein versuch den ablauf eines platonischen jahreszyklus als schema der12 zeitalter darzustellen,ausgehend von der konjunktion von FP und GZ als den ursprüngen der beiden tierkreise um circa 17.100 v. chr.(lascauxzeit) mit der
das zeitalter des magdalenien begann und das laufende plat.jahr in dem wir leben!

FP im sid.TK-------GZ im trop.TK---------herrscher --------zeitraum,circa,v.chr.

skorpion-------------widder-------------------mars---------------17.100 - 15.000

waage----------------stier---------------------venus---------------15.000 - 12.850

jungfrau-------------zwillinge----------------merkur--------------12.850 - 10.700

löwe------------------krebs------------------sonne/mond---------10-700 - 8.550

krebs-----------------löwe-------------------mond/sonne---------- 8.550 - 6.400

zwillinge-----------jungfrau------------------merkur----------------6.400 - 4.250

stier-----------------waage-------------------venus------------------4.250 - 2.100

widder-------------skorpion------------------mars-------------------2.100 - 50 nach chr.

fische--------------schütze-------------------jupiter-------------------- 50 - 2.200 (wir heute 2020)

wassermann----steinbock------------------saturn------------------2.200 - 4.350

steinbock-------wassermann---------------saturn------------------4.350 - 6.500

schütze-----------fische----------------------jupiter-------------------6.500 - 8.650

eine andere art den grossen zyklus zu strukturieren und zu deuten liegt in der analyse der
aspekte,die FP und GZ zu einander bilden - was von grosser bedeutung ist,wie sich herausstellen wird!

so kann man einen ersten nur groben überblick über den zyklus des grossen jahres bekommen und wir uns hier/jetzt und selbst darin verorten und beginnen uns darin zu orientieren,denn wir sind da ja noch mitten drin,bzw. "bald" beginnt das letzte viertel.
mir ist klar,dass dies dem normalbewusstsein schon zeitlich sehr weit abgelegen erscheint.
aber ich denke man kann und sollte sich wohl als astrologe damit allmählich anfreunden,gerade dann,wenn man mit dem siderischen tierkreis arbeiten will oder es schon tut,denn der erscheint mir genausoweit vom alltagsbewusstsein entfernt zu sein,aber zutreffend.
mir erscheint das bewusstsein wie ein spiegeluniversum, mikrokosmos des umgebenden makrokosmos zu sein. was im makrokosmos immer weiter entfernt und grösser,gewaltiger wird,wird im mikrokosmos des bewusstseins immer kleiner, feiner,ätherischer,kaum noch wahrnehmbar,schon garnicht für das alltagsbewusstsein,das sich sowieso fast ausschliesslich nach aussen orientiert.

mir scheint diese sphäre doch eher für geistig entwickelte,spirituell orientierte
menschen von interesse und bedeutung zu sein,weshalb sie vielleicht auch heute noch gerade in indien gebräuchlich anwendung findet.ich glaube also nicht,dass man vedische und westliche astrologie als sich gegenseitig ausschliessend und nur die eine kann die richtige sein betrachten sollte.
sondern es geht wohl eher darum wie sie einander ergänzen können und dazu bedarf es der angemessenen orientierung.
eine wie mir scheint wichtige aufgabe wird es sein,den verlauf rückwärts durch den tierkreis des FP positiv,kreativ und konstruktiv zu deuten zu lernen.
denn wenn ich mir so anschaue was die menschheit aus dem fischezeitalter zu
gestalten wusste,man muss wohl eher sagen nicht zu machen wusste,dann befindet sich die menschheit nicht in einer progression,sondern einer starken regression.wenn man sich von der technologischen progression nicht blenden lässt,dann ist das auch deutlich wahrnehmbar.
die schützeseite dieses zeitalters scheint doch etwas mehr umgesetzt zu sein.

vielleicht vermag diese entdeckung des ursprungs und der struktur des sid.TK
und gleichsam auch des plat.jahres,
denn diese beiden gehören genauso zusammen,wie der tag zum häuserkreis und das jahr zum trop.TK,

im lauf der zeiten in den menschen allmählich etwas wiederzuerwecken,was im laufe der entwicklung und vor allem der identifikation nur noch mit dem 1D mentalen verstand verlorengegangen ist.

wenn ich einen wunsch frei hätte,würde ich mir genau das wünschen.
man kann aber auch daran arbeiten.

herzliche grüsse

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hallo herr steilen

ich kann ihrer ersten aussage nur zustimmen,ohne den ursprung ist ein sid.TK nicht viel wert bzw. sehr viel weniger.ganz wie man das sehen möchte.

aber man kann keinen kreis ohne einen anfang zu machen erzeugen und ich halte...

hallo herr steilen

ich kann ihrer ersten aussage nur zustimmen,ohne den ursprung ist ein sid.TK nicht viel wert bzw. sehr viel weniger.ganz wie man das sehen möchte.

aber man kann keinen kreis ohne einen anfang zu machen erzeugen und ich halte kreise nicht für gegeben wie raumzeitpotentialität,das Seiende. und stehe damit offensichtlich im widerspruch zur gängigen folklore der heutigen physik.da glaubt man raum und zeit könnten in einem urknall entstanden sein.ein urknall kann aber nicht im Nichts oder aus dem Nichts heraus entstehen.also bedarf es der raumzeit als matrix und der potentialität als patrix als unabdingbare voraus-setzung eines universums,wie auch immer es entstanden ist.
es muss jeder kreislauf,sprich zyklischer prozess einen anfang haben.das ist keine menschliche setzung oder erfindung.
das bedeutet aber nicht,dass jeder kreislauf einen offen sichtbaren ursprung besitzen muss.die sterne des sid.TK sind einfach das gesicht,das uns die galaxie zeigt und sie verbirgt ihr zentrum hinter dunkelwolken..

im falle der galaxie, und die sichtbaren sterne sind ihre botschafter für uns,wird der zyklische prozess der eigendrehung der galaxie und ihrer sterne um das zentrum,
durch das zentrum gesteuert.
man könnte genauso gut wie schlecht die rolle der sonne im sonnensystem in frage stellen.nehmen sie die sonne weg und es gibt kein system mehr,sondern alles fliegt auseinander.und ganz ähnlich,wenn auch nicht identisch verhält sich das im zentrum der galaxie.nimmt man das GZ weg,so schiessen die bis dahin gefesselten sonnen des inneren bulk mit irren geschwindigkeiten auseinander und der bulk ist bald entvölkert.
die schwerkraft verlagert sich immer mehr in einen grösser werdenden ring.
und es ist dann eine frage der massen ob das zum stillstand kommt oder sich eine ringgalaxie bildet,die dann vielleicht wieder schrumpft.aber das system das es jetzt ist
wird es nicht mehr geben.

wie sie unschwer erkennen können ist das für mich keine frage mehr,aber ich verstehe durchaus,dass dieses bild auch gewöhnungsbedürftig ist.und wenn man es nicht gewohnt ist und in anderen bahnen denkt,braucht es zeit und waches befasstsein,bis es sich nach und nach in seinen tausend puzzleteilen klärt und bestätigt oder eben nicht.

ich will mal für heute noch ein beispiel bringen,das zeigt,dass auch unsere zeitrechnung in resonanz steht mit dem lauf des platonischen jahreszyklus in der von mir aufgefundenen ordnung,mit der konj. von FP und GZ als ursprung.
nebenbei noch:wir wählen doch auch die konj.von FP und sonne als den beginn des jahres.das ist doch analog.

aus gründen der offensichtlichkeit wähle ich hier eine andere länge des präzessionszyklus,
aber nur geringfügig.

konj.FP GZ um 17.200 v.chr.

trig. FP GZ um 8.600 v.chr. zunehmend

trig. FP GZ um 0 Christi geburt abnehmend

konj.FP GZ um 8.600 n.chr.

glaubt das irgendjemand wirklich,dass eine konj. jup/sat(7v.chr.),die alle 20 jahre stattfindet,
ausgereicht hätte,dass weise aus dem morgenland auf weltreise gehen,um den herrscher
eines neuen zeitalters zu begrüssen,ohne dass sie,wie die weisen vorheriger zeitalter, um
den präzessionszyklus gewusst hätten?

wenn man bedenkt,dass auch zugvögel anhand der sterne des nachts navigieren und
desweiteren, dass die gattung homo gut 150 000 generationen auf dem buckel hat und
wohl mehr als 99% dieser zeit unter freiem himmel gelebt hat,wäre es eines der grössten wunder,wenn die folklore stimmte,dass die veränderungen der präzession erst
um 200 v.chr. entdeckt worden sein sollen.
es bedarf nur einiger generationen dauerhafter himmelsbeobachtung , ein paar ausgesuchte landmarken oder steinhaufen von einem fixen punkt aus und eine ununterbrochene überlieferung gesammelten wissens durch mündliche weitergabe
und das geheimnis ist entdeckt.

ich glaube eher,dass solche geschichtchen etwas über die heutigen aussagen,als denn über unsere vor-fahren.

mit herzlichen grüssen

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