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Lilith die große Göttin


Hinweis vom Redaktionsteam: Im Gegensatz zu den Planeten und den vertrauteren Punkten wie AC und MC, lässt Lilith mehr Raum für Deutungen und Interpretationen. Im Folgenden veröffentlichen wir einen Text von Katrin Plöger, die sich schon lange mit Lilith befasst und daraus ihre eigene Sicht entwickelt hat. Um eine fruchtbare Diskussion über die Deutung von Lilith anzuregen, nehmen gern Ihre Kommentare entgegen. Sie erreichen uns unter:


 

Lilith die große Göttin

 

Lilith, der erdfernste Punkt auf der Mondbahn - deshalb auch als "Schwarzer Mond" bezeichnet - ist zwar schon lange bekannt, erfreut sich aber erst in den letzten Jahren einer besonderen Popularität.


Lilith und die Zeichenzuordnung
Über Lilith wird in letzter Zeit viel geschrieben und diskutiert. Bisher hat sich allerdings keiner darüber geäußert, welchem Tierkreiszeichen diese Energie als Herrscherin zuzuordnen sei. Das mag natürlich daran liegen, daß es sich bei dieser Energie um keinen sichtbaren Planeten handelt.

Betrachten wir das Herrschersystem der Astrologie, so finden wir Merkur und Venus noch als Herrscher von zwei Tierkreiszeichen. Sie regieren über sehr gegensätzliche Zeichen. Aufgrund ihrer Erscheinung als Abend- respektive Morgenstern werden sie den Zeichen zugeordnet. Das würde allerdings bedeuten, daß das jeweils andere Zeichen während dieser Zeitperiode keinen Herrscher hätte. Hier bedarf es der Öffnung zu neuen Horizonten. Sowohl die Natur als auch die kosmischen Gesetze sind in sich logisch und harmonisch. So, wie es zwölf fixe Zeichen im Tierkreis gibt, so wird es auch zwölf veränderliche „Planetenenergien“ geben.

Wenden wir uns dem Zeichen Stier zu. Es ist ein fixes Erdzeichen; Sinnlichkeit, Fruchtbarkeit, eine gewisse Trägheit, Besitz und auch Inkarnation (in das Fleisch gehen) sind Attribute, die diesem Zeichen zugeordnet werden. Es sind Attribute, die durchaus unserer Erde bzw. unserem irdischen Leben entsprechen.

Die Erde wiederum fehlt in der Deutung der Horoskope. Allerdings ist die Erde eigentlich der Mittelpunkt des Horoskops, da wir auf ihr wandeln und das Horoskop aus irdischer Sicht dargestellt wird. Ursula Fassbender hat in ihrem Buch DIE ERDE – der vergessene Planet darauf hingewiesen, daß die Erde immer gegenüber der Sonne eingezeichnet werde. Dieses Verfahren führt jedoch dazu, das alle Menschen,

Lilith die große Göttin

 

egal welchen Jahrgangs, die an demselben Datum geboren sind, die gleiche Erde/Sonneposition aufweisen. 

Ein Punkt, der in Verbindung mit der Erde steht, jedoch von Erdwarte aus betrachtet trotzdem seine Position verändert, ist der zweite Brennpunkt in der Ellipse, die der Mond um die Erde beschreibt. Den ersten Brennpunkt stellt die Erde selber dar. Dieser Punkt wird „schwarzer Mond“ oder Lilith genannt. Zutreffender wäre vielleicht die Bezeichnung „schwarze Erde“. Durch Funde von Dokumenten aus der Antike konnten Astrologen nachweisen, daß Lilith, der Schwarze Mond, bereits in der babylonischen und assyrischen Astrologie berechnet wurde[1].

Lilithenergie im Spiegel von Vergangenheit und Gegenwart
Der Name Lilith  bedeutet Eule,  Weisheit, Sophia. Lilith ist nicht nur Weisheit, sie ist Mutter Erde – weise genug, um alles Leben zu erhalten, wenn wir sie nicht einsperren, sondern ihr die Freiheit geben, das zu tun, was sie am besten kann.

Wenn Lilith schon bereits vor Tausenden von Jahren bei den Astrologen eine Rolle gespielt hat, warum ist sie dann in Vergessenheit geraten? Ebenso ging es ja auch Pluto, Neptun und Uranus als Symbolträger bestimmter Energien. Alle diese Energien waren nie weg. Sie waren nur unserem menschlichen Bewußtsein entrückt und erschienen uns vorwiegend verzerrt und bedrohlich.

Lilith die große Göttin

Das Wissen über die Zusammenhänge des Universums, um die Wesenheiten aus Kristall, Pflanze, Tier und Mensch ist uralt, vielleicht Jahrmillionen, bestimmt aber Zigtausende von Jahren. Die vergangenen Jahrtausende haben wir zunehmend das Wissen um das zusammenhängende Wirken aus unserem Bewußtsein verloren. Die Yang-Energien gewannen an Übermacht und verdrängten die Yin-Energien in einen absolut unbewußten und verteufelten Zustand. Die Menschen wollten nur licht und rein sein und alles dunkle sollte nicht existent sein. Da wir aber in einer Welt der Polaritäten leben, können wir nicht einen Pol vollständig negieren. Er holt uns im Übermaß unweigerlich ein.

Die Energien des Feuers und der Luft vereinnahmten den gesamten Wahrheitsanspruch für sich. Mit Kampf (Widder / Mars), aristokratischer Herrscherkultur (Löwe / Sonne) und missionarischem Eifer (Schütze / Jupiter) wurden alle Andersdenkenden und -fühlenden unterdrückt oder ausgerottet. Die Kraft der Natur (Erde) und der Seele (Wasser) wurde verteufelt und verbrannt. Der denkende Geist des Menschen (Zwilling / Merkur) unterstützte die Bestrebungen des menschlichen Ego (Sonne), alles nach seinem Verstand zu erklären und soviel persönliche Macht wie nur möglich in dieser Welt zu erreichen. Es bestand zwar auch eine Sehnsucht nach Harmonie und einem partnerschaftlichen Gegenüber (Waage / Venus), aber immer verbunden mit einer gewissen luftigen Distanz aus Angst davor, sich in dem anderen zu verlieren oder verletzt zu werden.

Aufgrund der oben beschriebenen Lebensumstände waren in den vergangenen Jahrtausenden allerdings nur die Yang – Zeichen bewußt. Bezogen auf den Tierkreis mit seinen symbolischen zwölf Zeichen und Energien verblaßte dadurch zunehmend das Wissen um die zwölf dazugehörigen Wandelsterne (Planeten ÷ Energien). Da nur die feurigen und luftigen Energien akzeptiert waren, wurden diese Energien jeweils einem positiven als auch einem negativen Tierkreiszeichen als Herrscher zugeordnet. Die uranische Energie wurde als positive Ausnahme nicht anerkannt. Sie entspricht ja dem Sprengen der Grenzen und läßt Andersartigkeit zu. Die Freiheit der Menschen war in der Vergangenheit nicht opportun.

Mond und Saturn dagegen waren die einzig sichtbaren weiblichen Prinzipien. Das weibliche Prinzip wurde auf Ernährung (Mond) und Begrenzung (Saturn) beschränkt. Saturn markiert die Schwelle zu äußeren Dimensionen, Mond markiert die Schwelle in die inneren Dimensionen.

Ende des 18. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung änderten sich die energetischen Verhältnisse plötzlich (uranisch). Der geistige Horizont erweiterte sich, neue geistige Dimensionen  eröffneten sich. Die Menschen revoltierten gegen Unterdrückung. Die Elektrizität wurde entdeckt und nutzbar gemacht und gleichzeitig wurde der Planet Uranus wieder entdeckt. Die Zeit war reif für neue Erkenntnisse.

Trotz der Eroberung neuerer gedanklicher Räume entfernten sich die Menschen zunächst noch weiter von ihrer Seele. Das Materielle und die Mechanik wurden vergöttert. Aber der Lebenssinn verschwand scheinbar. In dieser sinnlosen Seelenlosigkeit offenbarten sich die verdrängten Energien zunächst sehr verzerrt. Sehnsucht nach Verschmelzung, nach All-Eins-Sein äußerte sich in Sucht und Drogen, in Einsamkeit und Depression, aber auch in der Entdeckung von pharmazeutischen Präparaten, synthetisch hergestellt, die Revolution in der Medizin (Heilung)  begann. Dies weist auf die Yin-Achse Fische – Jungfrau hin. Neptun wurde entdeckt; und ein Keim für die neuerwachende Spiritualität wurde gelegt. Die Geheimgesellschaften um Alice Bailey und Leadbeater befaßten sich mit dem inneren Wissen.

Die Seele verschaffte sich Raum und verlangte mit zunehmender Bewußtheit nach Transformation. Die Auseinandersetzung mit der eigenen, seelischen Macht stand an. Erster Weltkrieg, Radioaktivität und die Entdeckung von Pluto folgten. Pluto gehört zum weiblichen Zeichen Skorpion und fordert die Transformation, das Stirb und Werde der Seele und des Egos. Auch eine ganz massive Transformation der Vorstellung von Familie stand an (Pluto im Krebs). Zunehmend fanden auch die Schattenseiten Eingang in das allgemeine Bewußtsein. Psychotherapie und die dadurch erkennbaren Seelenbilder wurden gesellschaftsfähig.

Was dadurch aber auch immer deutlicher wurde, waren die Verletzungen, die wir in der Seele mit uns herumtragen und die sich auch im Außen durch zunehmende Verletzung der Natur widerspiegelten. 1977 wurde dann Chiron entdeckt, ein Planetoid zwischen Saturn (dem Hüter der Schwelle) und Uranus (dem Eroberer neuer Räume). Mythologisch ist Chiron der verwundete Heiler. Der Kentauer, der in seinem animalischen, unterdrückten Teil an der Ferse eine Wunde, ausgelöst durch einen Giftpfeil (Neptun/Fische), aufweist, die unheilbar ist. Durch die Annahme dieser Wunde und die daraus gezogenen Lehren wird er selbst zum Heiler. Meines Erachtens entspricht dies der Jungfrauenergie. Der analytische Kopf stellt sich über die animalischen Triebe. Diese werden unterdrückt und zwar solange, bis sie manchmal mit einer verletzenden Wucht nach außen treten. Und doch enthält diese Energie auch viel von liebender Weisheit und Opferung für das Gemeinwohl. Jungfrau dient, ist verletzt in der unerwiderten Liebe und heilt durch ihre analysierende Aufopferung. Die Analyse wird oft über das Gefühl gestellt, obwohl unter der asketischen Schale eine emotionale und durchaus triebhafte Natur steckt.

In den achtziger Jahren vermischten sich ökologische Bewegung, neuerwachende spirituelle Gruppen, religiöse Gemeinschaften und medizinische Denkansätze. Mit erweiterter Bewußtheit wurde die mechanistische Weltanschauung zunehmend in Frage gestellt. Die Erde, unsere Heimat, wurde immer häufiger anstatt als tote Materie als ein lebender Organismus in einem lebendigen Universum betrachtet. Die innere Verbindung, das All-Eins-Sein von allem wurde immer bewußter. Lilith als energetischer Schattenpunkt oder höhere Schwingung der Erde trat in der Astrologie ins Bewußtsein (obwohl erste Beschäftigungen damit bereits in die dreißiger Jahre zurück reichen -–Plutoentdeckung – Skorpion/Stier-Achse). Lilith, die erste Frau Adams, die freie Frau, die Mutter Erde, die nährende und zerstörende Kraft des Weiblichen, der Erde, passend zu dem Zeichen Stier. Weibliche Führerschaft, optimistisch und praktisch, manchmal aber auch die Unbeweglichkeit (Stier, fixe Erde) der materiellen Seite des Lebens, Überlebensmuster, Dominanz, Wachstum. Ihre Transite fordern uns immer wieder dazu auf, uns mit unserem Selbstwert auseinander zu setzen.

Jetzt, zu Beginn des dritten Jahrtausends nach unserer westlichen Zeitrechnung, sind uns wieder alle Energien bewußt, die weiblichen wie die männlichen. Astrologisch hat jetzt jedes Sternbild wieder einen separaten Wandelstern als eigenen Herrscher. Natürlich kann man sagen Lilith sei kein fester Körper; aber es ist ein energetisch sehr markanter Punkt, die genau den zweiten Brennpunkt in der Mondellipse darstellt; der erste Brennpunkt ist die Erde. Wir leben auf der Erde, aber wir sind auch auf dem Weg in eine höhere Schwingung. Vielleicht ist Lilith gar nicht nur ein energetischer Punkt sondern eine höher schwingende Erde!

Lilith in der Mythologie
Auf den Mythos von Lilith bezogen kann sich astrologisch gesehen folgendes Bild formen lassen: Gott schuf den Menschen = Adam = Mars (Widder, das Lamm Gottes)= Yang = Geist. Er formt das Weib = Lilith (Stier, Erde)= Yin = Materie. Sie möchte gleichberechtigt behandelt werden; nachdem sie nicht so behandelt wird, flieht sie; letztendlich in die Verbannung. Gott schafft aus Adams Rippe (Yang) eine neue Gefährtin = Eva = Venus (Waage). Die nacheinander folgenden Zeichen sind grundverschieden, die Achsen haben den gemeinsamen Nenner gleicher Polarität. Eva ist etwas bequemer als Lilith, trotzdem fordert auch sie Adam heraus. Luft als mentale Ebene ist wißbegierig und neugierig. Eva verführt Adam dazu, vom Baum der Erkenntnis zu versuchen. Daraufhin werden Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben. Die Erkenntnis bringt auch das Wissen um Leid aus Unwissenheit mit sich. Es stellt sich als sehr mühsamer Weg heraus aus dem unbewußten Wissen des Paradieses zu bewußtem Wissen zu gelangen. Viele Inkarnationen, viel Verdruß und Leid liegen auf dem Weg. Vergebung will gelernt werden, auch Selbstannahme, trotz Schuld und Verletzung, in der Unvollkommenheit die Vollkommenheit erkennen.

Welche Rolle spielt nun Lilith dabei? Was symbolisiert Lilith? Wo finden wir Lilith hier in unserem Leben? Sie war und ist immer da, sie ist allgegenwärtig. Wir wandeln auf ihr! Wir beten sie an! Wir danken ihr! Oft hilft uns unsere innere Lilith, fordernd und häufig gnadenlos. Und da Lilith auch Spiegel bedeutet, wird nochmal deutlich dass wir uns letztendlich nur durch das Spiegeln selbst erkennen können in unserer Ganzheit. Wir selbst können nur an uns herunter blicken und haben eine sehr subjektive Wahrnehmung unserer selbst. Durch den Spiegel des Anderen, durch den Spiegel der Welt, durch den „gläsernen“ Spiegel können wir einen vollständigeren Blick auf uns selbst bekommen. Doch auch diesen Blick dämonisieren wir oft genug durch unsere subjektive Wahrnehmung und Beurteilung.

Lilith als Mythos und Lilith-Transite fordern uns auf authentisch zu werden, gleichsam stark und zart, formend, verändernd und zerstörend und voll Vertrauen in unsere eigene Kraft und Einzigartigkeit – so wie unsere Mutter Erde!

Mellie Uyldert beschreibt in ihrem Buch „Mutter Erde“ die Erde wie folgt als Wesen:

„Wie der Mensch besitzt auch die Erde außer ihrem stofflichen Leib auch ein ätherisches Kraftfeld oder einen Lebensleib, der sie in Form der Atmosphäre durchdringt und umhüllt. Diese wird von den feineren Kräften Yin und Yang durchströmt. Yang ist schaffend, formend durch Bindung von Stoff nach ätherischen Mustern und geht vom Geist zum Stoff. Yin ist entgegengesetzt gerichtet und geht vom Stoff zum Geist; es ist auflösend, reinigend und vergeistigend. Diese beiden sich ergänzenden Kräfte sind untrennbar miteinander verbunden und halten sich im Gleichgewicht als männlich und weiblich, elektrisch und magnetisch, konkretisierend und abstrahierend. Sie bewegen sich in Strombetten, die wir beim Kraftfeld des Menschen wie demjenigen der Erde als Meridiane bezeichnen 3.“

 

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Lilith und die Kraft von Mutter Erde
Die geomantischen und biologische Verbindungen sind hoch interessant, würden aber an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Durch diese Kraftlinien entstehen Gitternetze und Knotenpunkte, positive, negative und neutrale. Durch die reinigende Kraft der Yin-Knotenpunkte wurden dort oft Heiligtümer errichtet, die Später von der christlichen Kirche übernommen wurden.

 „Die Kraft der Mutter Erde, die von einer gleichartigen kosmischen Kraft erregt, aus ihrem Innern aufsteigt und sich in die Atmosphäre fortsetzt, nimmt in den verschiedenen Religionen und Kulturen verschiedene Gestalt an. In Europa wird sie häufig zur schwarzen Madonna; schwarz deshalb, weil sie unterirdisch und damit dunkel ist. ...[2]

Viele Yin-Wege laufen sternförmig an heiligen Hügeln zusammen, auf denen Frauenburgen (Trojaburgen) standen. Diese wurden über dem Schnittpunkt von Kraftlinien erbaut und waren von weisen Frauen bewohnt, die eine ständige Verbindung zwischen Himmel und Erde, kosmischen und irdischen Kräften herstellten. Ihre Führerin (Hagedessa) war die Stellvertreterin der Göttin des Gebietes, deren Heiligtum sie hütete und von der sie Eingebung empfing. Ihre Helferinnen und Schülerinnen unterrichteten die jungen Mädchen, die hier ausgebildet und erzogen wurden, gingen hinaus, um Sterbenden beizustehen, Kranke zu heilen, Kräuter in Wald und Feld zu sammeln und sich mit den Naturwesen zu beraten. Sie stiegen nachts auf aus Holz oder Stein errichtete Türme, um die Sterne zu befragen, machten Horoskope, schrieben Chroniken, sangen miteinander und führten Runenübungen und allerlei heilige Handlungen aus. ...

Zu allen Zeiten verfügten viele Frauen über die sogenannten höheren Fähigkeiten, die durch die Kräfte der sogenannten Mysterienplaneten Uranus, Neptun und Pluto in Wechselwirkung untereinander und an bestimmten stellen der Erdoberfläche entstehen und genährt werden.

Diese Frauen hießen früher Orakel, Sibyllen, und wenn sie in Europa in Frauenburgen zusammenlebten, Hexas (davon ist das Wort Hexe abgeleitet)3.

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Lilith und Venus
Die Kraft der Venus und der Waage sind eine etwas andere. Sie finden sich in dem Baum der Linde, in der Gerechtigkeit, in der Verbindung von oben und unten sowie in den daraus folgenden christlichen Marienkulten, Marienkirchen usw. Neben den Marienkirchen, die auch „Notre Dame“ oder Frauenkirchen heißen können, gibt es Schwarze Madonnen, häufig finden sich in einer Kirche beide.

Eva und Venus entsprechen der Waage-Energie, Lilith und Mutter Erde dagegen der Stier- Energie.

Die Zeit des Tierkreiszeichen Stier (vielleicht besser Kuh?!) ist die Zeit der Keimung, der ungestümen fruchtbaren Kraft der Natur. Es ist die Zeit der Inkarnation, ein halbes Jahr später, unter Pluto´s Herrschaft, ist die Zeit der Exkarnation. Die Materie stirbt ab, es geht in eine Zeit der Geistigkeit.

Johann Munzer beschreibt das Zeichen Stier folgendermaßen: Dieses Zeichen ist sehr irdisch, denn sein Element ist Erde und die Qualität  ist fix. Das zweite Nidana der Kette des bedingten Entstehens wird auf dem buddhistischen Lebensrad durch einen Töpfer bei der Arbeit illustriert. Nach der Lehrrede Buddha stellt dieses zweite Kettenglied die Bildekräfte dar. Es sind die Kräfte des Wollens und des Begehrens, die im Zeichen Widder aktiviert wurden und nun gesammelt und in eine bestimmte Richtung und Form gelenkt werden. Nur so können sie in der äußeren Welt konkretisiert werden.

Bildekräfteformationen werden heute einem „Gedächtnis  der Natur“, den morphischen Feldern, zugeschrieben.

Wenn sich der materialistische Stier auf die materiellen Erscheinungen verläßt (wie in den vergangenen Jahrhunderten), ist er verlassen, denn er ignoriert das wahre Licht, das die Erscheinungen erst möglich macht. Nur die Einbeziehung der spirituellen Dimension macht wirklich frei.

Lilith – ein Fazit
Betrachten wir nun die Stellung von Lilith im Horoskop und ihre Transite über markante Punkte im Horoskop, so stellen wir fest, daß sie sehr genaue Auslöser für unsere persönliche Entwicklung markiert. Manches Mal sind die auslösenden Ereignisse sehr schmerzhaft; aber immer fordern sie eine Wahrhaftigkeit von uns. Es sind jedesmal Themen, die mit Selbstwert zu tun haben. Selbstwert ist ein Thema des Zeichens Stier. Je mehr wir uns selbst wertschätzen umso mehr können wir sowohl andere als auch die Natur wertschätzen. Wir können darin die Andersartigkeit akzeptieren und gemeinsam wachsen.

 

[1] Dargestellt von Grazia Mirti in den Unterlagen zu einem Lilith Seminar (Turin 1991)

[2] Mutter Erde   Mellie Uyldert  1987 Irisiana - Hugendubel

Über die Autorin

Katrin Plöger

 

Katrin Plöger

Dipl. Biologin, Astrologin, AURA SOMA Lehrerin

Böttcherweg 2
37619 Bodenwerder
Tel.: 05533-9639031

E-Mail:
Internet: www.weg-in-die-freiheit.de

Studium der Biologie, der Theologie und Didaktik, Ausbildung in Psychologie, Verkauf und Verhaltenstraining, Astrologie seit 1979, eigene Praxis seit 1996, AURA SOMA seit 1996, diverse Fortbildungen in Energiemedizin, Prävention und Aufstellung.

Mich hat schon immer die Verbindung von Naturwissenschaft und Spiritualität gereizt. Bereits als Jugendliche hatte ich das Gefühl, die beiden Seiten der Weltbetrachtung schließen sich nicht aus sondern ergänzen sich; daher machte ich in Bio und Religion mein Abitur. Auf der Suche nach dem Glauben studierte ich auch diese Kombination. 1982 hatte ich für mich eine Gotteserfahrung, die mich nicht weiter zweifeln ließ sondern in mir die Gewissheit schuf, dass es diesen verbindenden Faktor der allumfassenden Liebe gibt und das die Natur ein Buch der Weisheit ist.

Mein Angebot umfasst u.A. Ausbildung und Fortbildung in Astrologie und AURA SOMA, astrologische Beratung und Einzelcoaching.

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