ASTROLOGIE: Astrologische Beratung, Astrologie-Ausbildungen und astrologisches Wissen beim Deutschen Astrologen-Verband e.V.

Boticelli - Die Geburt der Venus

Das geht ihr an die Nieren…

Die Waage aus astro-medizinischer Sicht

 

Von Heide Trautmann

Am 23. September 2014 tritt die Sonne um 4.29 Uhr MESZ ins Tierkreiszeichen Waage ein; wir haben Herbst-Tagundnachtgleiche. Astromedizinisch ordne ich der Waage die Nieren, die Haut und den Lendenbereich zu. Nieren und Haut übernehmen eine wichtige Ausleitungs- und Entgiftungsfunktion für unseren Organismus. Weiterhin stellen sie einen Ausgleich für unseren Flüssigkeitshaushalt und unsere Körpertemperatur her.

Beschwerden der Nieren lassen auf der seelisch-geistigen Ebene auf ungelöste Konflikte in der Partnerschaft schließen, wobei hier nicht nur die Liebesbeziehung im Speziellen gemeint ist, sondern jede Form von Beziehung und Begegnung im Allgemeinen. Nach meiner Erfahrung manifestieren sich erlittene Schmerzen in der linken Niere, der weiblich-emotionalen Seite. Konflikte mit der eigenen Verantwortlichkeit innerhalb von Beziehungen manifestieren sich dagegen eher in der rechten Niere, der männlich-rationalen Seite. Unverarbeitete Verletzungen und nicht geweinte Tränen bilden kristalline Ablagerungen, von Nierengries bis zum Stein, der dann unter extremen, wehenartigen Schmerzen losgelassen werden muss. 

„Die Geburt der Venus“ (1485) von Sandro Botticelli befindet sich in den Uffizien in Florenz. Das Bild stellt die Göttin Venus dar. Als Planet herrscht die Venus über das Tierkreiszeichen Waage.  (Foto: Wikipedia)

Auf der Achse Widder – Waage lässt sich die Interaktion der beiden Zeichen in der Medizin sehr gut erkennen. Der Nierenapparat ist an der Regulierung des Blutdrucks mitbeteiligt. Erhöhter Blutdruck lässt, wie der Begriff schon sagt, auf Druck im seelisch-geistigen Bereich schließen; Emotionen werden unterdrückt, vor allem um Streit und Aggressionen zu vermeiden. Druck, insbesondere Zeit- und Leistungsdruck, entsteht auch, wenn der Mensch glaubt, Erwartungen erfüllen zu müssen. Das Spannungsquadrat der zwei Hauptachsen Widder – Waage sowie Krebs – Steinbock zeigt die Hauptproblematik unserer Gesellschaft an; eigene Bedürfnisse müssen mit den Anforderungen von Familie, Partnerschaft und Beruf unter einen Hut gebracht werden.

Die Nieren schütten das Hormon Erythropoetin aus, das die Bildung der roten Blutzellen, der Erythrozyten, anregt. Diese roten Blutzellen transportieren Sauerstoff in die Zellen und sorgen so für Vitalität und Abwehrstärke. An der Signatur ist die Zuordnung zum gegenüberliegenden Zeichen Widder deutlich zu erkennen. Ein Mangel dieses Hormons führt zu Blutarmut (Anämie), Leistungsschwäche, Müdigkeit und Infektanfälligkeit.

Das Zeichen Waage steht für Partnerschaft, Harmonie, Ästhetik, Ausgleich, Friede, Versöhnung. Von daher scheut der Waage-betonte Mensch Streit und Aggressivität. Wenn das Vermeiden von Konflikten im Außen aber zulasten der eigenen inneren Harmonie geht und der Krieg stattdessen im Inneren tobt, dann leidet die Seele. Sobald unser Gleichgewicht gestört ist, finden Krankheiten ihren Anfang.

Unterdrückter Ärger über die mangelnde Durchsetzung findet häufig seinen Ausdruck in Kopfschmerzen. Hier kann die Erkenntnis entlasten, dass wir nicht wirklich kämpfen müssen (was dem Archetypen Widder selbstverständlich, der Waage-Natur aber zuwider ist). Es genügt, den eigenen Standpunkt zu klären und ihn entschieden und klar zu äußern. Wir können im Außen einen Ausgleich nur herstellen, wenn wir im Inneren unser Gleichgewicht halten. Das ist ein wichtiger Grundsatz für alle Friedensstifter.

Die Angst vor dem Verlassenwerden, dem Alleinsein, ist ein wesentlicher Schattenanteil, der sich hinter oder unter dem Harmoniebedürfnis des Waage-Archetypen verbirgt. Wenn sich der Waage-betonte Mensch – das sind insbesondere Menschen mit Sonne, Mond oder Aszendent in der Waage – mit seinen „Lieben“, in der Regel ist es vor allem der Liebespartner, identifiziert, verliert er/sie unbemerkt die eigene Identität. Die Erkenntnis darüber wird schmerzhaft und es benötigt viel Mühe, sich diese verlorenen eigenen Anteile wieder zurück zu erobern. 

Also geht es um das All-Ein-Sein. Ich erinnere gerne an die Realität unseres Daseins: Wir kommen alleine und wir werden alleine gehen. Es lohnt sich, das Alleinsein zu üben und zu genießen. Es lohnt sich, uns all das Gute zu geben, was wir von anderen erwarten und von dem wir annehmen, dass nur andere uns das geben könnten.

So kann der Waage-betonte Mensch lernen, sich erst einmal selbst zu verwöhnen. Die Waage-Frau liebt Bäder mit guten Düften, Ölmassagen, Kerzen und entspannende Musik. Im Wellness-Bereich kann sich die Waage sehr gut regenerieren und im benachbarten Kosmetikbereich das Selbstwertgefühl stärken. Diese Aussagen trafen in unserer Kultur hauptsächlich auf Frauen zu.

In einer Zeit, in der Metrosexualität definiert wird, stehen diese Genüsse endlich auch „dem Mann“ offen zur Verfügung.

Selbstverständlich hilft die Gesprächstherapie der kontakt- und kommunikationsfreudigen Waage bei der Überwindung von Verletzungen und Ängsten. Eine wunderbare Form der Vorbeugung und Therapie biete der orientalische Tanz: Dieser Tanz bewegt sanft den Lendenbereich, die Hüften und das Becken. Hier werden Muskeln angesprochen und aktiviert, die Frauen in unserer Kultur nicht bewusst sind, ihnen aber ein starkes Gefühl für den eigenen Körper mit eigenem Lustempfinden vermitteln. Dieses Erleben überzeugt davon, dass die angenehmen Gefühle im eigenen Körper entstehen. Mit diesem Erleben und dieser Sicherheit im Inneren entsteht eine stabile Basis für Beziehungen ohne die verhängnisvolle und krankmachende Abhängigkeit. 

Blieskastel, 16.September 2014

 

Kontakt: Heide Trautmann
Heilpraktikerin
Am Eichberg 18
D- 66440 Blieskastel

Tel. 06842 / 708 2088
E-Mail:

Internet: www.astromedizin.info

Online-Veranstaltungen: www.edudip.com/academy/Heide.Trautmann

 

Heide Trautmann (geb. 1953), Mitglied der DAV-Sektion Medizin und Astrologie, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Gehilfin in Wirtschafts- und Steuerberatung, später bildete sie sich zur Betriebswirtin Rechnungswesen fort und war bis 1994 in diesem Beruf tätig. Ihre astrologische Ausbildung erhielt sie von 1982 bis 1984, von 1989 an folgte eine Ausbildung in klassischer Homöopathie. Fortbildungen im Bereich Eventmanagement, Wingwave und spiritueller Kinesiologie runden die beruflichen Qualifikationen ab. Seit 1994 ist Heide Trautmann als selbständige Heilpraktikerin mit den Schwerpunkten Astromedizin, Spirituelle Kinesiologie und Klassische Homöopathie tätig. Sie gibt ihr Wissen auch in zweijährigen Fachausbildungen an medizinisch interessierte Astrologen und astrologisch interessierte Therapeuten weiter.

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