DAV-Journal

Symbol Saturn

Saturn schenkt Pflichten – und Freuden

Petra Dörfert: Oh Schreck, der Betriebsprüfer kommt!

Saturn ist der traditionelle Gegenspieler von Jupiter. In der klassischen Astrologie gilt er als „Übeltäter“, heute würde man sagen: Spielverderber, Griesgram, Moralapostel. Erhalten wir Besuch von Saturn, winkt quasi der Ernst des Lebens, und wir sehen uns mit Prüfungen, Herausforderungen und Hindernissen konfrontiert.

Der Sternenhimmel im September 2014

 

Von Christian König

Am 22. September um 22.44 MESZ ist Herbstanfang. Am Nachthimmel findet man eine Mischung aus Sommer- und Herbststernbildern. Das Sommerdreieck hat sich ein gutes Stück nach Westen verschoben. Im Osten findet man die Herbststernbilder Pegasus, Andromeda, Perseus, Steinbock, Fische und Wassermann. Skorpion und Jungfrau haben die Himmelsbühne verlassen und auch Arktur ist weiter zum Horizont hinab gestiegen.

Die sichtbaren Planeten

Merkur erreicht mit 26°24′ am 21.09. seine größte (östliche) Elongation von der Sonne. Da er sich im Tierkreis südlicher als die Sonne (fast 13°) aufhält und die Ekliptik flach zum Südwesthorizont verläuft, kann man Merkur leider abends nicht sehen. Am 21.09. passiert Merkur um 3.00 Uhr MESZ Spica.

Venus zieht sich allmählich vom Morgenhimmel zurück und wird am Ende des Monats unsichtbar – sie geht (symbolisch gesehen) in eine andere Welt. Am 05.09. erreicht sie ihr Perihel und zieht im Sternbild Löwe an Regulus vorbei. Aber Regulus ist in der Dämmerung nur mit Vergrößerung zu sehen.

Mars kann früh abends noch im Südwesten gesehen werden. Am 13.09. wechselt er in das Sternbild Skorpion und schon am 25.09. in das Sternbild Ophiuchus, den Schlangenträger. Vom 27. bis 28.09. läuft Mars an Antares vorbei, dem Hauptstern des Skorpions. Antares bedeutet so viel wie „marsähnlicher Stern“. Aufgrund seiner roten Farbe (Antares ist ein roter Überriesenstern) und seiner Ekliptiknähe kann man ihn schnell mit Mars verwechseln. Jetzt kann man beide gut miteinander vergleichen. Mars ist jetzt etwas heller als Antares, der dafür mehr funkelt und viel röter als der eher orangefarbene Mars ist. Unbedingt am 28.09. um 20.00 MESZ zum Himmel schauen: Knapp über dem Südwesthorizont stehen auf der einen Seite der Mondsichel Antares und Mars und auf der anderen Seite Saturn! Eine ähnliche Konstellation gab es das letzte Mal am 05.01.1926!

Jupiter ist am Morgenhimmel zu sehen, wandert direktläufig durch das Sternbild Krebs und steuert auf Regulus im Löwen zu, den er in diesem Jahr aber nicht mehr trifft.

Saturn verkürzt seinen Auftritt am Abendhimmel erheblich. Nur weil es im September schon früher dunkel wird, ist er noch für ca. eine Stunde sichtbar. Ende des Monats findet man ihn ungefähr zwischen Zuben Elgenubi und Zuben Elakrab. Noch einmal: unbedingt das Meeting von Saturn, Mond, Mars und Antares am 28.09. um 20.00 MESZ ansehen!

Der Fixsternhimmel

Norden: Im Nordosten funkelt – gerade eben über dem Horizont – Capella im Sternbild Fuhrmann.Im Nordosten befindet sich Perseus. In diesem Sternbild liegt auch Algol, ein veränderlicher Stern und der zweithellste Stern in diesem Sternbild. Dieser Stern ist voller mythologischer Zuschreibungen und hat in der Astrologie die wohl mit Abstand schlechteste Presse. Algol wurde von den Arabern „Ras al Ghul“ genannt („Kopf des Dämons“), die diesen weiblichen Dämon als Frau des Teufels ansahen. Ptolemäus bezeichnete den Stern als „den Strahlenden von denen im Kopf der Gorgo“. Die Chinesen nannten Algol „Tseih She“ (was „aufgestapelte Leichen“ bedeutet). Im Talmud repräsentiert Algol die erste Frau von Adam, Lilith, die ihn verließ, weil sie es ablehnte, unterwürfig-devot seine Bedürfnisse zu erfüllen. Algol wird auch „Teufelsauge“ genannt, weil er seine Helligkeit verändert.

 

Osten: Hoch am östlichen Himmel steht das Herbstviereck: ein großes Quadrat, das sich aus den Sternen Algenib, Scheat, Markab und Alpheratz (auch Sirrah genannt) zusammensetzt. Die ersten drei gehören zum Sternbild Pegasus, Alpheratz gehört schon zum Sternbild Andromeda. Wie die Bezeichnung „Herbstviereck“ deutlich macht, wird bald die dritte Jahreszeit Einzug halten. Noch beherrschen die Sommersternbilder den Abendhimmel. Allerdings hat sich das Sommerdreieck schon ein wenig nach Westen verschoben.

 

Süden: Im Südwesten schickt sich der Schütze an, die Himmelsbühne zu verlassen. Schütze wird oft dem Zentauren Chiron zugeordnet. Diese Zuordnung stimmt aber so nicht. Chiron ist bereits als Zentaur an anderer Stelle am Himmel verewigt – im Sternbild Centaurus. Bei dem Schützen könnte es sich um Krotos handeln, den Sohn von Pan und Eupheme, der Amme der Musen. Krotos war ein zweibeiniges Geschöpf mit dem Schwanz eines Satyrs. Krotos gilt nicht nur als Erfinder des Bogenschießens, sondern auch des Beifallklatschens. Die Musen, die sich gerne von ihm bewundern ließen, erfreute das Klatschen so sehr, dass sie ihm nicht nur einen Kranz zu Füssen legten (Sternbild Corona Australis), sondern auch Zeus baten, ihn an den Himmel zu versetzen. Aber dieser Mythos über Krotos ist möglicherweise auch erst nachträglich dem Schützen zugeordnet worden.

Tief im Süden wandert der Steinbock gerade durch den Meridian. Vor ca. 2000 Jahren erreichte hier die Sonne den tiefsten Stand des Jahres. Der Winterpunkt lag im Steinbock, und noch heute spricht man vom „Wendekreis des Steinbocks", obwohl bereits 120 v. Chr. der Winterpunkt aufgrund der Präzession nicht mehr im Sternbild Steinbock, sondern im Sternbild Schütze lag.

Unter dem Herbstviereck und rechts davon ist der Himmel nun voller Sternbilder, die mit Wasser zu tun haben: Steinbock (eigentlich ein Ziegenfisch), das recht große, aber lichtschwache Sternbild Fische, Delfin (zwischen Adler und Schwan) und unterhalb des lichtschwachen Wassermanns der Südliche Fisch mit dem sehr hellen Hauptstern Fomalhaut (arab. „Maul des Fisches“), der gerade eben über dem Südhorizont zu sehen ist.

Angeblich soll man im Wassermann 97 Sterne mit bloßem Auge erkennen. Doch bei unserem lichtverschmutzen Nachthimmel erkennt man oft nicht einen einzigen! Aquarius hält in der einen Hand seine Urne, in der anderen die „Norma Nilotica“, die Messlatte, um die Tiefe des Nils zu messen. Das Wasser, das er aus seiner Urne ausgießt, fließt direkt in das Maul des Südlichen Fisches (Piscis Austrinus).

Obwohl der Wassermann kein auffälliges Sternbild ist, gehört er zu den ältesten Sternbildern. Bei Aratos findet man ihn als eine Gestalt, die Wasser als Dankopfer spendet. Für die Menschen des Altertums muss er eine große Bedeutung gehabt haben, denn wenn die Sonne in das Sternbild Wassermann wechselte, markierte dies den Zeitpunkt der Regenzeit. Daher dürfte vermutlich auch sein Name stammen.

In Ägypten, wo es nur wenig Niederschlag gab, war und ist der Nil die Hauptwasserquelle, die Lebensader des Landes. Der tritt jeden Juli bis Oktober über die Ufer und gießt Wasser und fruchtbaren Schlamm über die Niltalebene. In der archaischen Zeit war Aquarius während der Überschwemmungsperiode das Sternbild im heliakischen Untergang (Aquarius ging am westlichen Horizont unter, während die Sonne aufging). Dieses visuelle Phänomen wurde von den Ägyptern so interpretiert, dass der große Wasserträger seine Urne in den Fluss eintauchte, die dadurch das Wasser verdrängte und so der Nil über die Ufer trat. Im Mittelalter sah man hier Johannes den Täufer, passend zum alten babylonischen Bild eines Mannes, der Wasser gießt; aber in dieser Periode ersetzte man Aquarius Messlatte auch durch ein profanes Handtuch – was ihn von einem fruchtbaren Schöpfergott zu einem Badehausassistenten degradierte.

 

Westen: Arktur ist tief im Westen zu finden, vorausgesetzt man kann ihn im Horizontdunst überhaupt noch erkennen. Deneb (Sternbild Schwan) steht nun fast im Zenit, während Wega und Altair (die beiden anderen Sterne des so genannten „Sommerdreicks“) den Meridian bereits überquert haben.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde dieses Sternbild als Schlange oder Drache angesehen. Seit der Zeit der Griechen wurde es ohne Flügel dargestellt. Ursprünglich waren die Sterne des Kleinen Bären die Flügel des Drachen. Als Dracos Sterne von etwa 4.500 v. Chr. bis etwa 2.000 v. Chr. die Polarsterne waren, sah man den himmlischen Drachen den größten Schatz bewachen: den ewig stillstehenden Punkt des Poles.

Der Drache schläft nie, was sich astronomisch-visuell dadurch erklärt, dass er nie untergeht. In vielen Mythen findet man Geschichten, die von reptilienartigen Kreaturen erzählen, die nie schlafen und etwas Kostbares bewachen. In der griechischen Mythologie findet man den hundertäugigen Drachen, der die goldenen Äpfel im Garten der Hesperiden bewacht. In der keltischen Mythologie wurde das Bild eines Drachen verwendet, um das zu schützen, was heilig war. Aber mit der Artussage wurde der Drache zum Beschützer oder Wächter von lediglich materiellen Schätzen.

 

Kontakt: Dipl.-Psych. Christian König

geprüfter Astrologe DAV  |  DAV Supervisor

Alter Fischmarkt 24
D-48143 Münster
Tel.: 02 51 / 24 63 28 5

E-Mail:

Internet: www.christiankoenig.eu

 

Christian König, Dipl.-Psychologe und geprüfter Astrologe DAV, arbeitet seit 2004 in eigener Praxis in Münster (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie). Zuvor war er in unterschiedlichen Fachkliniken tätig, zuletzt als leitender Psychologe. Er absolvierte Weiterbildungen in Trauma-Therapie („EMDR-Therapeut“), Katathym-Imaginativer Psychotherapie und hat über 15 Jahre Erfahrung mit verschiedensten Entspannungs-Verfahren (Meditation, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, Autogenes Training, Phantasiereisen und Stressbewältigung). Seit seinem 11. Lebensjahr beschäftigt er sich mit Astrologie. 2007 bestand er die DAV-Prüfung, gehört seit 2011 der DAV-Kongresskommission an, ist als DAV-Supervisor tätig und als Autor astrologischer Fachartikel. Sein Spezialgebiet ist die Fixsternastrologie – die astrologische Deutung des ganzen Sternenhimmels (Ausbildung bei Bernadette Brady und Darrelyn Gunzburg).

Horoskop Thomas Gottschalk

Gute Chancen für ein Comeback Thomas Gottschalks

Wetten, dass... er vielleicht doch zurückkehrt?

 

Von  Mirjam Schneider

Es war eine ziemlich dramatische Trennung damals: Nach 24 Jahren war Schluss, Thomas Gottschalk verabschiedete sich von seiner  „großen Liebe“, der Unterhaltungsshow „Wetten, dass…?“. Sein Nachfolger, Markus Lanz, gab in seinen Schuhen keine gute Figur ab – das endgültige Aus der Sendung wurde verkündet. Nun macht eine Neuigkeit die Runde, die aufhorchen lässt: Laut der Zeitschrift „Bunte“ soll die Sendung nicht eingestellt werden und Thomas Gottschalk gar ein Comeback als Moderator haben! Dieser dementiert das Gerücht: Da wisse die „Bunte“ mehr als er, sagt der 64-Jährige. Niemand vom ZDF habe ihn kontaktiert, und er sei ja 2015 noch bei RTL unter Vertrag. Ein „Nein“ ist das aber nicht. Oder?

HOroskop, Abschied von Wetten dass

Was sagen die Sterne dazu? Nun, verdächtig ist es schon, dass diese Meldung in die Medien kommt, just als der Jupiter über Gottschalks MC läuft.Das ist doch eine Ankündigung, die Hoffnung macht! Immerhin steht Jupiter als Herr von 3 in 10. Wobei ja der Jupiter oft sehr großzügig ist, aber auch mehr versprechen kann als er hält. Immerhin aktivieren aktuell Sonne und Merkur in Gottschalks 10. Radix-Haus die Planeten Venus, Mond und Neptun. Transit-Mars, zuständig für sein 6. „Arbeitshaus“, aktiviert Anfang September den Radix-Mars im Sextil – auf ein Neues? Vor nicht allzu langer Zeit, Mitte Juli nämlich, lief sein DC-Herrscher Mars über den Aszendenten – wirklich niemand ist auf ihn zugekommen? Hmm, das wäre erstaunlich! Uranus wird noch eine ganze Weile die AC-Herrin Venus in Widder, ebenfalls im 6. Haus, mobilisieren –  Ideen zu neuen Projekten können sicherlich noch eine ganze Weile für Unruhe sorgen. Unter Transit-Saturn am Aszendenten nahm der Moderator schweren Herzens Abschied, nun verlässt Saturn bald sein 1. Haus und kann ihn im 2. Haus (die Oppositionen zu Merkur und Sonne in Stier stehen bevor) wieder verstärkt auf das Altbewährte aufmerksam machen, das ihm noch immer so viel bedeutet.

Combin-Horoskop von Gottschalk und Wetten dass

Nun zum Combin-Horoskop von Gottschalk und „Wetten, dass…?“: Dort ist zu sehen, dass Saturn, Herr des 10. Hauses, der Entwicklungsziele, aktuell Pluto/Uranus und bis Jahresende noch Venus/Neptun (die sehnsüchtige Liebe!) und Mars (Herr von 1) aktiviert. Mars selbst wird sehr bald seinen Return Ende Skorpion machen, was immer ein Zeichen für den Beginn eines neuen Schaffens-Zyklus ist. Transit-Pluto schließlich, der große Transformator über den Weg der Krise und des Leidens, umkreist das Combin-MC! Bekanntlich hat sich der einst so populäre Moderator in anderen Formaten danach nicht gerade mit Ruhm bekleckert und einen Flop nach dem anderen gelandet. „Wetten, dass…?“ ist sein Ding, ja wirklich die große Liebe. Angesichts dieser Tendenzen lässt sich sagen: Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen.

Gepostet erstmals:  8.7.2014

 

Mirijam Schneider

 Kontakt: Mirjam Schneider

Tel. +44 758 184 1660
E-Mail:  

Internet: www.mirjamschneider-astrology.com/deutsch/

Link: http://mirjamschneider-astrology.com/blog-astrology-mirjam-schneider/thomas-gottschalk-und-seine-grosse-liebe-wetten-dass/

 

Mirjam Schneider (geb. 1977 in Hannover), lebt 2012 in England. 2010 legte sie die DAV-Prüfung ab. Sie arbeitet als astrologische Beraterin und Autorin. 2011 übernahm sie die Monatshoroskope der Frauenzeitschrift „Jolie“, 2012 folgten die Wochenhoroskope für die „Laura“. Seit 2007 schreibt sie Porträts über internationale Stars im von Markus Jehle herausgegebenen und vom DAV empfohlenen Astrologie-Magazin „Meridian“. Ihre Analysen wurden auch im British Astrological Journal und im Mountain Astrologer (USA) veröffentlicht. Im April 2014 folgten Promi-Porträts für das britische Onlinemagazin „female first“.

astrologisches Symbol des Jupiter

Jupiter – Glücksbringer oder Schaumschläger?

Transite des großen Wohltäters eröffnen Chancen, sind aber keine Garantie

Von Petra Dörfert

In der klassischen Astrologie wird Jupiter als „Wohltäter“ oder auch als „das große Glück“ bezeichnet. Da er sich relativ schnell durch das Horoskop bewegt, ist fast immer irgendeine aktuelle „Glückskonstellation“ zu finden.

astrologisches Symbol Stier

Bachblüten für den Stier

 

Von Katrin Röh

Grüne, satte Wiesen, der reiche Duft der Natur, der sich nun Tag für Tag entfaltet, das frische Blattwerk an den Bäumen und Büschen, all das verführt dazu innezuhalten, den Frühling in seinem Reichtum zu spüren. Dort, wo der Widder eben noch vorbeistürmte, hält der Stier nun inne, genießt mit allen Sinnen, möchte erhalten, konsolidieren und besitzen.

Pragmatisch und realistisch geht der Stiergeborene an seine Vorhaben heran, einen einmal eingeschlagenen Weg verfolgt er unbeirrbar. Es geht ihm nicht darum, Neues zu entdecken, sondern Entdecktes möglichst nutzbringend zu verwerten. Alles, was Wert und Besitz verspricht, wird der Stier für gut befinden. Er ist auch bereit, die Verantwortung zu übernehmen für das, was er besitzt, sich zu binden und dort zu bleiben, wo er Fuß gefasst hat.

Produktivität und Vermehrung schenken dem Stiergeborenen Lebenssinn, sich in seiner körperlich-sinnlichen Dimension zu erfahren, schenkt ihm Lebensfreude. Der Stiergeborene braucht seine „Herde“, der er sich zugehörig fühlen darf, das kann die eigene Familie sein, die enge Freundesgruppe, Menschen, die er versorgt und denen er nahe ist.

Mehr als geistige Nähe ist dem Stiergeborenen die körperliche Nähe wichtig, er muss die Menschen um sich herum spüren, darüber nimmt er ihre Schwingungen auf und weiß intuitiv, wie es ihnen geht, ohne viele Worte oder geistige Akrobatik. Überhaupt liebt es der Stier zu wissen, woran er ist: Visionen, Ideen, Exzentrik und Schwärmerei sind ihm fremd und suspekt. Er braucht Klarheit, Umsetzung und konkretes Handeln.

Ebenso wie er seine Versprechen hält, erwartet er das auch von anderen. Es gibt wohl kein zuverlässigeres und solideres Sternzeichen. Mit  Unzuverlässigkeit und Kurswechseln kann der Stiergeborene nur schwer umgehen, alles Neue wird Zeit brauchen, bis es seinen Weg in das Leben des Stiers gefunden hat. Und seinen Platz findet das Neue dort auch nur, wenn es dem Stier Ertrag bringend erscheint. 

Das, was der Stier sich erarbeitet hat, ist ihm heilig.  Es ist die Basis seines Selbstwertes, verliert er, was er besitzt, dann braucht er lange, um seinen Selbstwert wieder aufzubauen. Seine inneren Wurzeln gründen in dem Boden des materiellen Besitzes, ohne ihn ist er wurzellos und verliert den Halt.

Eigentlich ist der Stiergeborene ein friedliebender Mensch, er kämpft eher, indem er passiven Widerstand leistet oder taktisch vorgeht, anstatt eine offene Konfrontation zu provozieren. Gern erreicht er Dinge mit Diplomatie – über das Tierkreiszeichen Stier herrscht die Venus mit ihrem Sinn für das Schöne und Harmonische. Ebenso lange, wie es braucht, einen Stier wütend zu machen, dauert es, bis seine Wut verraucht ist. Dann kann der Stiergeborene durchaus zerstörerisch sein, alles niederwalzen, was sich ihm in den Weg stellt. In diesem Fall sollte man tunlichst vermeiden, seinen Weg zu kreuzen.

Besitzen und Erhalten von materiellen Werten, das Bewahren von Traditionen und Altbekanntem kann aber auch dazu führen, dass der Stiergeborene irgendwann starr und unbeweglich wird, seine geliebte „Herde“ weiterzieht und ihn in seinem Eigensinn und seiner Unflexibilität alleine lässt. Melancholie und depressive Verstimmungen können dann Fuß fassen, als Reaktion wird der Stier vielleicht zunächst in noch mehr materielle Sicherheit flüchten, sich noch mehr einmauern, seine Schutzwälle aus Besitz noch höher errichten.

 

Bachblüte Nr. 1 für den Stier: Gentian

Isolation und Einsamkeit sind für den Stiergebornen fast so schlimm wie der Verlust seines Besitzes, definiert er doch seinen Selbstwert auch darüber, dass er sich um andere Menschen kümmern kann, sie versorgen darf. Die Bachblüte Gentian löst solche Blockaden und Verhärtungen. Innere Schwere und Mutlosigkeit weichen einer positiven Lebenseinstellung, so dass die Freude am Leben und dessen sinnlichen Eindrücken wieder Raum erhält. 

Bachblüte Nr. 2 für den Stier: Chestnut Bud

Traditionen zu erhalten, in ihnen zu leben, schenkt dem Stiergeborenen Sicherheit. Das Altbekannte birgt keine Überraschungen, ist keine Bedrohung. Allerdings kann so auch keine Erneuerung stattfinden. Das kann auch bedeuten, dass alte Fehler wieder und wieder gemacht werden, der Stiergeborene nicht aus seinen eingefahrenen Mustern herausfindet. Die Bachblüte Chestnut Bud hilft, Erfahrungen zu verarbeiten, sie nicht einfach beiseite zu schieben, sondern ihren Wert konstruktiv umzusetzen, um die Dinge positiv zu verändern. Diese Blüte steht für die Fähigkeit, Neues anzunehmen und umzusetzen. Sie steht dafür, sich selbst mit der äußeren Realität und ihren Möglichkeiten konstruktiv und produktiv zu verbinden.

Bachblüte Nr. 3 für den Stier: Chicory

Wenn materieller Besitz zur einzigen Grundlage des eigenen Selbstwertes wird, dann kann es dazu führen, dass der Stiergeborene alles dafür tut, um diesen Besitz zu erhalten und ihn als Machtmittel zu benutzen. In diesem Fall kann der Stier manipulierend und besitzergreifend werden. Das muss nicht bewusst geschehen, aber dennoch ist der Drang, andere über den eigenen materiellen Besitz zu beherrschen, so stark, dass ein Missbrauch dieser vermeintlichen Macht stattfinden kann. Die Bachblüte Chicory wandelt diese Persönlichkeitsanteile um. Nun können Gefühle spontan ausgedrückt werden, ohne als Mittel zum Zweck benutzt zu werden, eigene Bedürfnisse werden besser erkannt und es ist keine Manipulation mehr nötig, um das zu bekommen, was man möchte. Materielle Zuwendung anderen Menschen gegenüber findet nun wieder aus ehrlicher Zuneigung und aus dem Wunsch zu helfen statt. Die Ängste, die zuvor dazu geführt haben könnten, dass der Stiergeborene seine umsorgende Natur destruktiv in Form von Manipulation und Machtgebaren lebt, schwinden. Der Stier darf sich anderen Menschen jetzt wieder in seiner ver- und umsorgenden Liebe zeigen.

 

Katrin RöhKontakt:  Katrin Röh

Telefon: 0039 / 348 / 286 57 35

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Katrin Röh (geboren 1969 in Hamburg) studierte Sprachwissenschaften an der Universität Florenz. Ihre Promotion erlangte sie im Fach ‚Italienische Dialekte’ mit einer sprachwissenschaftlichen Arbeit über toskanische Märchen. Von Juni 2011 bis Januar 2013 absolvierte sie eine Ausbildung in psychologischer Astrologie in der AstroPraxis Hamburg. Sie lebt seit 1989 überwiegend in Italien und ist als selbstständige psychologische Astrologin und Autorin in Florenz und Hamburg tätig. Seit 2012 ist sie Mitglied im Deutschen Astrologen-Verband.

Quellennachweis:

Mechthild Scheffer/ Wolf-Dieter Storl: „Die Seelenpflanzen des Edward Bach“, Verlag Hugendubel

Mechthild Scheffer: „Original Bachblütentherapie, Jungjohann Verlagsgesellschaft

Peter Damian: „Astrologie und Bachblüten“, Verlag Goldmann

Brigitte Hamann: „Die zwölf Archetypen“, Verlag Knaur

T.W. Hyne Jones: „Dizionario dei rimedi floreali“, Macro Edizioni

Renzo Baldini´: „Trattato tecnico di astrologia”, Hoepli

Michael Roscher: „Das Astrologiebuch”, Chiron Verlag

 

 

Die Waage aus astromedizinischer Sicht

Das geht ihr an die Nieren… die Waage aus astro-medizinischer Sicht

Von Heide Trautmann

Am 23. September 2014 tritt die Sonne um 4.29 Uhr MESZ ins Tierkreiszeichen Waage ein; wir haben Herbst-Tagundnachtgleiche. Astromedizinisch ordne ich der Waage die Nieren, die Haut und den Lendenbereich zu. Nieren und Haut übernehmen eine wichtige Ausleitungs- und Entgiftungsfunktion für unseren Organismus. Weiterhin stellen sie einen Ausgleich für unseren Flüssigkeitshaushalt und unsere Körpertemperatur her.

astrologsiches Symbol, Widder

Wie verreist ein Widder…?
Astrologischer Urlaubsratgeber für die zwölf Tierkreiszeichen

Von Petra Dörfert

Eigentlich müsste man ja das ganze Horoskop befragen, um sagen zu können, wie und wohin jemand am liebsten verreist und ob es sich um einen Weltenbummler handelt oder doch eher um jemand, der bevorzugt in heimatlichen Landen weilt. Dennoch verraten das Tierkreiszeichen und der Mond (= Wie relaxt und entspannt man am besten? Wo fühlt man sich wohl?) schon so einiges über die Reisegewohnheiten….

Astromedizin

Das Geburtshoroskop als Diagnose-Instrument
Astromedizin hilft, die Botschaft von Krankheiten zu verstehen

Von Heide Trautmann

Die Astrologie – die Lehre von den Sternen und ihrer Bedeutung für den Menschen – ist eine reine Beobachtungs- und Erfahrungswissenschaft, deren Wurzeln in allen Kulturen weit zurückreichen. Bereits im 5. Jahrhundert vor Christus entstand der Tierkreis, wie wir ihn heute kennen. Die Astrologie war mit der Medizin stets untrennbar verbunden.

Symbol Tierkreiszeichen Widder

Bachblüten für den Widder

Von Katrin Röh

Der Widder bildet den Anfang des Tierkreises: Sein Zeichen beginnt am Tag des Frühlingsanfangs. Es ist der Moment des Frühlingsäquinoktiums, die Tage werden wieder länger, man spürt förmlich die Natur vibrieren, voller Energie und bereit zum Aufbruch in einen neuen Wachstumszyklus. Der Widder wird dem Aszendenten und dem 1. Haus zugeordnet, sein Herrscher ist Mars.

Schon die Aufzählung dieser Horoskopenergien, die alle für Tatkraft, Selbstdurchsetzung und Willen stehen, lässt einen spüren, wie viel Energie und Lebenskraft in diesem Zeichen stecken. Hier geht es um das Lebensmotto „Ich will und ich beginne“. Der Widder hat noch nichts, worauf er zurückblicken kann, alles ist neu, will erobert werden. Erst das nachfolgende Zeichen Stier wird sich um den Erhalt des Erreichten kümmern, wird für Beständigkeit sorgen.

Für den Widder ist der Weg das Ziel, hat er es erreicht, ist es auch schnell wieder vergessen, warten doch noch so viel mehr Ziele auf ihn! Um die Konsolidierung des Erreichten können sich dann andere kümmern, der Widder selber stürmt weiter. Der Widder-Geborene kann punktuell viel Energie aufbringen, um seine Ziele zu erreichen, allerdings kann es dann an Ausdauer und Beständigkeit mangeln und so manche Aktion, begonnen voller Begeisterung, entpuppt sich möglicherweise als Strohfeuer. Voller Mut stürzt sich der Widder ins Abenteuer und in die Zukunft. Direkt und unverstellt beschreitet er seinen Lebensweg, er kennt keine Umwege, will vorankommen. Routine und Verpflichtungen, die ihn in ein Korsett zwingen, sind ihm zuwider, scheinen sie ihm doch den Blick auf die unzähligen Möglichkeiten, die das Leben bietet, zu verstellen.

Widder ist ein kardinales Feuerzeichen, das heißt, es vereint die Energie des Beginnens mit der des Brennens vor Leidenschaft für eine Sache, für das Leben. Feuer brennt aber nicht von allein, es braucht Brennstoff und dieser sind für den Widder Visionen, die Gedanken an das, was kommt und an die Perspektiven der Zukunft. Von außen betrachtet, scheint das Handeln des Widder-Geborenen immer  „kurz vor knapp“ , als würde er alles bis aufs Letzte ausreizen, nur um dann, kurz bevor der Faden reißt, mit einem charmanten Lächeln und voller Herzenswärme jede eventuell drohende Gefahr abzuwenden.

Die Herausforderung für den Widder-Geborenen – das gilt in abgeschwächter Form allerdings auch für die anderen beiden Feuerzeichen Löwe und Schütze – ist es, sich selbst zu leben und zu verwirklichen, ohne dabei seine Mitmenschen aus den Augen zu verlieren. Sind diese langsamer als er – und in der Regel sind sie das, allein weil es fast unmöglich ist, beim Lebenstempo der Widder über längere Zeit mitzuhalten –, so sollte er nicht ungeduldig werden, sondern die Anderen in ihren Eigenschaften akzeptieren. Das wird ihm möglich sein, sobald er sich selbst und seine Antriebskraft versteht und lernt, dieses ungeheure Kraftpotenzial konstruktiv und zielgerichtet zu kanalisieren. Dazu muss er innehalten – etwas, das dem Widder zunächst fremd ist – und auch die verborgenen Seiten in sich wahrnehmen und dann verstehen. Nur so kann der Widder-geborene zu seiner innersten Herzensweisheit finden, die ihn zu dem besonderen Menschen macht, der er ist.

Die Tatkraft und der hohe Energiepegel des Widders, sein Wille zur Selbstdurchsetzung können aber auch zu Ungeduld, Rücksichtslosigkeit, Zorn und Aggression führen, wenn sie nicht sinnvoll eingesetzt werden. Wurzellosigkeit kann zu Heimatlosigkeit führen, Einsamkeit kann das Ergebnis sein, wenn man durch das eigene Leben hetzt, ohne sich die Zeit für andere Menschen und die Bedürfnisse des eigenen Herzens zu nehmen.

Nicht selten sind Widder-Geborene in der zweiten Lebenshälfte dann allein, denn alle Weggefährten sind ihnen unterwegs abhanden gekommen. In seiner Ungeduld und der Fokussierung auf seine Visionen und fernen Ziele hat der Widder vergessen, sich auch um Gefühle zu kümmern, sowohl um die eigenen als auch um die der Menschen, die ihm am nächsten stehen.

Bachblüte Nr. 1 für den Widder: Impatiens 

Die Bachblüte Impatiens verwandelt Ungeduld, Reizbarkeit und voreiliges Handeln und Denken in Geduld, innere Ruhe und Überlegtheit. Der Widder-Geborene darf nun seine Mitmenschen in ihren verschiedenen Lebensrhythmen erkennen und akzeptieren, Verständnis für sie entwickeln. Und auch innere Anspannungen, die sich in Spannungsschmerzen im Kieferbereich, Rücken, Nacken oder nervösen Gesten und Ticks äußern können, dürfen sich dank Impatiens lösen.

 

Bachblüte Nr. 2 für den Widder: Holly

Wenn das gesunde Aggressionspotenzial sich in Wut und Jähzorn verwandelt, da es nicht konstruktiv kanalisiert wird, dann hilft die Bachblüte Holly. Negative Gefühle wie Misstrauen, Hass, Neid und Eifersucht können unterdrückter und nicht gelebter Willensäußerung entspringen. Holly schenkt tieferes Verständnis für sich selbst und für andere, der Blickwinkel erweitert sich und das Herz öffnet sich. Das hohe kreative Potenzial, das der Widder-Geborene in sich trägt, kann sich nun entfalten, seine Willenskraft und Lebensenergie findet so einen schöpferischen Ausdruck.

 

Bachblüte Nr. 3 für den Widder: Vervain 

Der Widder ist begeisterungsfähig und immer bereit, sich für seine Visionen und Projekte mit voller Kraft einzusetzen. Das kann aber auch dazu führen, dass er Raubbau mit sich und seinem unerschöpflich scheinenden Energiereservoir betreibt. Dann kann dieser Übereifer zu Reizbarkeit führen, die sich dann ungefiltert in seinem Umfeld entlädt. Und auch der Widder selbst leidet dann unter Verspannungen und einer inneren Unruhe, die kaum noch zu handeln ist. Die Bachblüte Vervain hilft, diese Begeisterungsfähigkeit zu kanalisieren und positiv für sich und andere zu nutzen, ohne die eigenen Kraftreserven aufzubrauchen. Diese Energie kann dann wieder lohnend eingesetzt werden für eine sinnvolle und nutzbringende Aufgabe.

 

Katrin RöKontakt:  Katrin Röh

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Katrin Röh (geboren 1969 in Hamburg), studierte Sprachwissenschaften an der Universität Florenz. Ihre Promotion erlangte sie im Fach ‚Italienische Dialekte’ mit einer sprachwissenschaftlichen Arbeit über toskanische Märchen. Von Juni 2011 bis Januar 2013 absolvierte sie eine Ausbildung in psychologischer Astrologie in der AstroPraxis Hamburg. Sie lebt seit 1989 überwiegend in Italien und ist als selbstständige psychologische Astrologin und Autorin in Florenz und Hamburg tätig. Seit 2012 ist sie Mitglied im Deutschen Astrologen-Verband.

Quellennachweis:

Mechthild Scheffer/ Wolf-Dieter Storl: „Die Seelenpflanzen des Edward Bach“, Verlag Hugendubel

Mechthild Scheffer: „Original Bachblütentherapie, Jungjohann Verlagsgesellschaft

Peter Damian: „Astrologie und Bachblüten“, Verlag Goldmann

Brigitte Hamann: „Die zwölf Archetypen“, Verlag Knaur

T.W. Hyne Jones: „Dizionario dei rimedi floreali“, Macro Edizioni

Renzo Baldini:  „Trattato tecnico di astrologia”, Hoepli

Michael Roscher: „Das Astrologiebuch”, Chiron Verlag

 

 

Planetenschwingungen sind wie Globuli

„Planetenschwingungen sind wie Globuli“

DAV-Mitglied Thomas Künne – Autor, Astrologe und Berater in psychosomatischer Medizin – hat sich auf Stimmgabel-Therapie spezialisiert.

Sie ist nur 18 Zentimeter lang, liegt leicht in der Hand und soll durch ihre Schwingungen eine heilsame Wirkung entfalten: die Therapeuten-Stimmgabel. Thomas Künne (links: bei einer Schulung, Foto: Johannes Paus) und Dr. Patricia Nischwitz empfehlen sie als Instrument zur Linderung von Alltagsbeschwerden. In ihrem Buch „Gesund durch Schwingung“ erläutern die beiden Autoren Anwendungsmöglichkeiten und Hintergründe zu dieser Selbsthilfe-Methode, die sich an den Akupunktur-Punkten der Traditionellen Chinesischen Medizin orientiert.

astrologisches Symbol, Uranus

Vom Knalleffekt und anderen Überraschungen.
Uranus kann eine totale Veränderung der Lebensrichtung herbeiführen

Von Petra Dörfert


Wenn Uranus kommt, wird es auch für Astrologen schwierig
– denn Uranus liebt den Überraschungseffekt. Natürlich kann man vorhersagen, dass sich etwas verändern wird, aber oft laufen die Dinge dann doch ganz anders als gedacht.

Serie Astropoesie: I. Sonne & Mond

Serie Astropoesie: I. Sonne und Mond

Gedichte, Bilder und Gedanken

Von Martin Trosbach und Rita Gäßler

Wir erweitern das breite Themenspektrum des Jourmals um eine weitere Kategorie: Astrologie und Kunst. Das umfasst Poesie, Malerei, Architektur, Musik und andere Ausdrucksformen.