DAV-Journal

Wie verreist ein Widder…?

Astrologischer Urlaubsratgeber für die zwölf Tierkreiszeichen

 

Von Petra Dörfert

Eigentlich müsste man ja das ganze Horoskop befragen, um sagen zu können, wie und wohin jemand am liebsten verreist und ob es sich um einen Weltenbummler handelt oder doch eher um jemand, der bevorzugt in heimatlichen Landen weilt. Dennoch verraten das Tierkreiszeichen und der Mond (= Wie relaxt und entspannt man am besten? Wo fühlt man sich wohl?) schon so einiges über die Reisegewohnheiten….

 

Widder

Der Widder ist der klassische Sport- und Abenteuerurlauber. Am Strand oder am Pool hält er es nicht lange aus, denn einfach nur nichts tun ist viel zu langweilig! Man stellt sich ihm daher am besten nicht in den Weg, wenn es ihn drängt, das Wasserski-Gleitschirmfliegen, Tiefseetauchen, Wildwasser-Rafting oder sonst eine exotische Sportart auszuprobieren. Wichtig ist vor allem der Kick – der Widder möchte sich gerne immer aufs Neue beweisen, weshalb ihn auch das nur reizt, was er noch nicht kennt. Wohin die Reise geht, ist ihm hingegen ziemlich egal – Hauptsache der Fun-Faktor stimmt, und ein bisschen erotisches Knistern darf gerne auch mit dabei sein …

 

Stier

Stiere sind nicht unbedingt die großen Weltreisenden, denn Stress und Unbequemlichkeit können sie überhaupt nicht vertragen. Daher bleiben viele von ihnen lieber gleich zu Hause und machen es sich in ihren eigenen vier Wänden gemütlich. Um sie von dort wegzulocken, muss man ihnen schon ein komfortables Hotel mit guter Küche und einem lauschigen Wellness-Bereich in Aussicht stellen. Hat der Stier dann einmal sein Plätzchen gefunden, wird er oft zum eingefleischten Dauergast, der sich am Ende des Urlaubs bereits sein Zimmer fürs nächste Jahr reservieren lässt. Was die Wahl des Urlaubsortes betrifft – den Stier zieht es in die Natur, weshalb er auch gerne in die Berge oder an den See fährt.

Zwillinge

Zwillinge möchten eigentlich überall gleichzeitig hin und alle Urlaubsarten auf einmal miteinander kombinieren – läge Paris an der Copacabana UND am Fuße des Himalaya, dann wäre das sozusagen das ideale Reiseziel für ihn. Um Entspannung geht es dem Zwilling im Urlaub natürlich am allerwenigsten (schlafen kann er auch zu Hause!), wenn nur sein Hunger nach Anregungen und neuen Eindrücken befriedigt wird. Zwillinge sind daher die idealen Kurzurlauber: im Winter eine Woche nach Thailand, im Frühling ein Städtetrip in Europa und im Sommer im Campmobil durch Südfrankreich, so könnte das optimale Programm für ihn aussehen. Wichtig sind natürlich auch die Kontakte – denn selten wird er zurückkehren, ohne eine Menge neuer Leute kennen gelernt zu haben.

 

 Krebs

Die Krebse und das Meer – das ist fast schon eine sprichwörtliche Verbindung. Jedenfalls kenne ich keinen Krebs, der das Meer nicht liebt und der nicht bevorzugt seinen Urlaub dort verbringt (und wenn es nicht das Meer ist, dann muss es wenigstens ein schöner See oder ein Hausboot sein). Alles andere hingegen erscheint ihm zweitrangig: Der Krebs hat zwar grundsätzlich nichts gegen Komfort einzuwenden, aber ein Camping-Platz tut es auch, zumal man dort dem Wasser noch viel näher ist. Sein Tatendrang hält sich indes in Grenzen: Er badet ganz gerne oder fährt auch mal mit dem Schiff. Aber am wohlsten scheint er sich dann zu fühlen, wenn er einfach nur stundenlang ins Wasser starren und ein bisschen herumplätschern kann. Genau das ist nämlich seine Art, die Batterien wieder aufzuladen.

 

Löwe

Der Löwe liebt das Mediterrane und Mondäne gleichermaßen: Ein Badeort mit Yachthafen und ausgiebigem Nachtleben ist daher genau das Richtige für ihn. Vor der Reise investiert er kräftig in die Garderobe, und natürlich geht er vorher zur Sonnenbank und ins Fitnessstudio, um sich am Urlaubsort nicht durch unvorteilhafte Büro-Blässe oder Winterspeck-Reste lächerlich zu machen. Löwe-Männer wollen sich im Urlaub ein bisschen beweisen, ein bisschen glänzen – und, sobald ihr Rang als Platzhirsch unumstritten ist, recht ausgiebig faul sein. Löwe-Frauen mausern sich gerne zu Prinzessinnen und Paradiesvögeln – und sei es nur für diese zwei Wochen im Jahr. Selbstverständlich haben beide Geschlechter nichts gegen einen heißen Urlaubsflirt einzuwenden.

 

Jungfrauen

Für Jungfrauen steht bei der Urlaubsplanung der Erholungsaspekt im Mittelpunkt – bloß nichts Überkandideltes, bloß nichts allzu Spektakuläres, scheint ihr Motto zu lauten. Das Hotel sollte gediegen und sauber, die Küche gesund, die umgebende Natur intakt sein, und am besten wäre es, wenn man das Ganze mit einer Art von Kur verbinden könnte: Fasten-Wandern auf Teneriffa, Schrothkuren in der Lüneburger Heide oder Fango-Packungen in Abano-Therme findet die Jungfrau einfach wunderbar. Wenn sie kann, plant sie jährlich eine solche Wellness-Strecke für sich ein, und sie hat dabei das perfekte Gespür, was ihrem Körper am besten entspricht. Für Qualität ist sie zudem bereit, einiges an Geld auszugeben – kann sie sich das nicht leisten, bleibt sie lieber zu Hause und tut sich dort etwas Gutes.

 

Waage

Die Waage fährt am liebsten dorthin, wo auch ihr Partner hinfahren möchte – so denkt sie jedenfalls im Vorfeld. Stellt sich dann aber heraus, dass dieser doch sehr andere Vorstellungen hat, wird sie ihn am Urlaubsort mit ausgiebiger schlechter Laune bestrafen! Dschungeltrecking und Billigurlaube sind jedenfalls nicht ihr Ding… Die Waage liebt es kultiviert und hat durchaus gehobene Ansprüche, was das Ambiente angeht: Musikfestivals, Museen, hübsche Boutiquen und Bistros und ein Hotel, das das Flair des Landes stilvoll einfängt, sind genau ihre Welt. Für ein edles Wochenende in Barcelona ist sie unter Umständen sogar bereit, auf die üblichen zwei Wochen Strandurlaub zu verzichten.

Skorpion

Neben dem Stier ist der Skorpion der zweite große Nichtreisende des Tierkreises. Skorpione sind eher an den Geheimnissen der Innenwelt und der menschlichen Psyche interessiert, und um diese zu erforschen, braucht man ja wirklich nicht in die weite Welt hinaus. Zudem sind Skorpione sehr ihrem Umfeld verhaftet, so dass es ihnen oft schwer fällt, sich davon auch für nur wenige Tage oder gar Wochen zu lösen. Eine Abreise weckt in ihnen stets die Urangst, dass ihnen unterwegs etwas zustoßen könnte und sie womöglich nicht mehr zurückkehren werden (was natürlich Unsinn ist!). Entschließt sich ein Skorpion doch zu einer Reise, dann treibt ihn meist der Wissenshunger oder die Chance auf eine außergewöhnliche Erfahrung voran. Ansonsten kann er jahrelang zu Hause bleiben, ohne dass ihm etwas fehlt.

 

Schütze

Kein Ziel ist ihm zu weit, keine Erfahrung zu exotisch – der Schütze wurde dazu geboren, die Horizonte dieser Welt zu erkunden! Ob es ihm dabei um den Sinn des Lebens, das Austesten von körperlichen Grenzen oder die pure Lebenslust geht, bleibt hingegen seinem persönlichen Geschmack überlassen: Schützen sind daher in der Stille der Zen-Klöster Japans, in den sauerstoffarmen Höhen des Mount Everest und im Trubel der Beach-Parties von Goa gleichermaßen anzutreffen.

 

Steinbock

Viele Steinböcke haben gar keine Zeit für einen Urlaub, weshalb sie ihre Partner und Familien lieber alleine losschicken – oder zu deren Entsetzen einen Haufen unerledigter Akten mit in die Ferien schleppen. Jedenfalls fällt es Steinböcken schwer, einmal so richtig abzuschalten, weshalb das Geschäftshandy zum schlimmsten aller Störenfriede werden kann. Lassen sich Steinböcke doch auf den Urlaub ein, entwickeln sie oft ein ähnliches Leistungsdenken wie zu Hause: Es müssen Gipfel bezwungen, Turniere gewonnen und Sportkurse absolviert werden. Und was die Kosten betrifft: Wehe, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht!

 

Wassermann

Eigentlich möchte der Wassermann so frei und ungebunden leben, dass der Unterschied zwischen Alltag und Urlaub unwesentlich für ihn wird. Denn wer zu jedem Zeitpunkt das tun kann, was seiner Selbstverwirklichung entspricht, der braucht keinen Urlaub mehr. Insofern ist beim Wassermann urlaubstechnisch alles oder auch nichts möglich: Es gibt die Freaks, die sich so perfekt in ihrem schrägen Leben eingerichtet haben, dass sie überhaupt nicht mehr das Bedürfnis haben wegzufahren, genauso wie die aparten Globetrotter, die die seltsamsten Dinge ausprobieren. Eine klare astrologische Beschreibung ist daher – aussichtslos.

 

Fische

Für die Fische verschwimmen Nähe und Ferne zu einer ununterscheidbaren Einheit. Sie träumen von der weiten Welt, sind oft aber genauso damit zufrieden, sich einen Heimatfilm oder – je nach Gusto – eine Abenteuerreportage im Fernsehen anzuschauen. Sich vorzustellen, woanders hinzufahren, kann für sie genauso erfüllend oder sogar noch schöner sein, als es in der Realität zu tun, in der die Welt leider niemals so wunderbar ist wie in der Phantasie. Andere gehen einfach nur mal Zigaretten holen und sind dann tatsächlich für immer weg. Wohin es den Fische-Menschen zieht, ist schwer zu sagen: Natürlich spielt das Meer eine wichtige Rolle für ihn, aber die einsamen Wälder Kanadas oder der Glamour der Cote d’Azur könnten es ihm genauso angetan haben.

 

Kontakt:

Petra Dörfert
Heilpraktikerin
Goethestr. 58
10625 Berlin
Tel. 030 / 30 10 24 14
E-Mail:

Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie und ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

Bachblüten für den Widder

 

Von Katrin Röh

Der Widder bildet den Anfang des Tierkreises: Sein Zeichen beginnt am Tag des Frühlingsanfangs. Es ist der Moment des Frühlingsäquinoktiums, die Tage werden wieder länger, man spürt förmlich die Natur vibrieren, voller Energie und bereit zum Aufbruch in einen neuen Wachstumszyklus. Der Widder wird dem Aszendenten und dem 1. Haus zugeordnet, sein Herrscher ist Mars.

Schon die Aufzählung dieser Horoskopenergien, die alle für Tatkraft, Selbstdurchsetzung und Willen stehen, lässt einen spüren, wie viel Energie und Lebenskraft in diesem Zeichen stecken. Hier geht es um das Lebensmotto „Ich will und ich beginne“. Der Widder hat noch nichts, worauf er zurückblicken kann, alles ist neu, will erobert werden. Erst das nachfolgende Zeichen Stier wird sich um den Erhalt des Erreichten kümmern, wird für Beständigkeit sorgen.

Für den Widder ist der Weg das Ziel, hat er es erreicht, ist es auch schnell wieder vergessen, warten doch noch so viel mehr Ziele auf ihn! Um die Konsolidierung des Erreichten können sich dann andere kümmern, der Widder selber stürmt weiter. Der Widder-Geborene kann punktuell viel Energie aufbringen, um seine Ziele zu erreichen, allerdings kann es dann an Ausdauer und Beständigkeit mangeln und so manche Aktion, begonnen voller Begeisterung, entpuppt sich möglicherweise als Strohfeuer. Voller Mut stürzt sich der Widder ins Abenteuer und in die Zukunft. Direkt und unverstellt beschreitet er seinen Lebensweg, er kennt keine Umwege, will vorankommen. Routine und Verpflichtungen, die ihn in ein Korsett zwingen, sind ihm zuwider, scheinen sie ihm doch den Blick auf die unzähligen Möglichkeiten, die das Leben bietet, zu verstellen.

Widder ist ein kardinales Feuerzeichen, das heißt, es vereint die Energie des Beginnens mit der des Brennens vor Leidenschaft für eine Sache, für das Leben. Feuer brennt aber nicht von allein, es braucht Brennstoff und dieser sind für den Widder Visionen, die Gedanken an das, was kommt und an die Perspektiven der Zukunft. Von außen betrachtet, scheint das Handeln des Widder-Geborenen immer  „kurz vor knapp“ , als würde er alles bis aufs Letzte ausreizen, nur um dann, kurz bevor der Faden reißt, mit einem charmanten Lächeln und voller Herzenswärme jede eventuell drohende Gefahr abzuwenden.

Die Herausforderung für den Widder-Geborenen – das gilt in abgeschwächter Form allerdings auch für die anderen beiden Feuerzeichen Löwe und Schütze – ist es, sich selbst zu leben und zu verwirklichen, ohne dabei seine Mitmenschen aus den Augen zu verlieren. Sind diese langsamer als er – und in der Regel sind sie das, allein weil es fast unmöglich ist, beim Lebenstempo der Widder über längere Zeit mitzuhalten –, so sollte er nicht ungeduldig werden, sondern die Anderen in ihren Eigenschaften akzeptieren. Das wird ihm möglich sein, sobald er sich selbst und seine Antriebskraft versteht und lernt, dieses ungeheure Kraftpotenzial konstruktiv und zielgerichtet zu kanalisieren. Dazu muss er innehalten – etwas, das dem Widder zunächst fremd ist – und auch die verborgenen Seiten in sich wahrnehmen und dann verstehen. Nur so kann der Widder-geborene zu seiner innersten Herzensweisheit finden, die ihn zu dem besonderen Menschen macht, der er ist.

Die Tatkraft und der hohe Energiepegel des Widders, sein Wille zur Selbstdurchsetzung können aber auch zu Ungeduld, Rücksichtslosigkeit, Zorn und Aggression führen, wenn sie nicht sinnvoll eingesetzt werden. Wurzellosigkeit kann zu Heimatlosigkeit führen, Einsamkeit kann das Ergebnis sein, wenn man durch das eigene Leben hetzt, ohne sich die Zeit für andere Menschen und die Bedürfnisse des eigenen Herzens zu nehmen.

Nicht selten sind Widder-Geborene in der zweiten Lebenshälfte dann allein, denn alle Weggefährten sind ihnen unterwegs abhanden gekommen. In seiner Ungeduld und der Fokussierung auf seine Visionen und fernen Ziele hat der Widder vergessen, sich auch um Gefühle zu kümmern, sowohl um die eigenen als auch um die der Menschen, die ihm am nächsten stehen.

 

Bachblüte Nr. 1 für den Widder: Impatiens 

Die Bachblüte Impatiens verwandelt Ungeduld, Reizbarkeit und voreiliges Handeln und Denken in Geduld, innere Ruhe und Überlegtheit. Der Widder-Geborene darf nun seine Mitmenschen in ihren verschiedenen Lebensrhythmen erkennen und akzeptieren, Verständnis für sie entwickeln. Und auch innere Anspannungen, die sich in Spannungsschmerzen im Kieferbereich, Rücken, Nacken oder nervösen Gesten und Ticks äußern können, dürfen sich dank Impatiens lösen.

 

Bachblüte Nr. 2 für den Widder: Holly

Wenn das gesunde Aggressionspotenzial sich in Wut und Jähzorn verwandelt, da es nicht konstruktiv kanalisiert wird, dann hilft die Bachblüte Holly. Negative Gefühle wie Misstrauen, Hass, Neid und Eifersucht können unterdrückter und nicht gelebter Willensäußerung entspringen. Holly schenkt tieferes Verständnis für sich selbst und für andere, der Blickwinkel erweitert sich und das Herz öffnet sich. Das hohe kreative Potenzial, das der Widder-Geborene in sich trägt, kann sich nun entfalten, seine Willenskraft und Lebensenergie findet so einen schöpferischen Ausdruck.

 

Bachblüte Nr. 3 für den Widder: Vervain 

Der Widder ist begeisterungsfähig und immer bereit, sich für seine Visionen und Projekte mit voller Kraft einzusetzen. Das kann aber auch dazu führen, dass er Raubbau mit sich und seinem unerschöpflich scheinenden Energiereservoir betreibt. Dann kann dieser Übereifer zu Reizbarkeit führen, die sich dann ungefiltert in seinem Umfeld entlädt. Und auch der Widder selbst leidet dann unter Verspannungen und einer inneren Unruhe, die kaum noch zu handeln ist. Die Bachblüte Vervain hilft, diese Begeisterungsfähigkeit zu kanalisieren und positiv für sich und andere zu nutzen, ohne die eigenen Kraftreserven aufzubrauchen. Diese Energie kann dann wieder lohnend eingesetzt werden für eine sinnvolle und nutzbringende Aufgabe.

 

Katrin RöKontakt:  Katrin Röh

0039 / 348 / 286 57 35

E-Mail:

Internet: www.katrinroeh.com

Link: https://www.facebook.com/notes/dav-deutscher-astrologenverband/widder-und-bachbl%C3%BCten/635399586533422

 

Katrin Röh (geboren 1969 in Hamburg), studierte Sprachwissenschaften an der Universität Florenz. Ihre Promotion erlangte sie im Fach ‚Italienische Dialekte’ mit einer sprachwissenschaftlichen Arbeit über toskanische Märchen. Von Juni 2011 bis Januar 2013 absolvierte sie eine Ausbildung in psychologischer Astrologie in der AstroPraxis Hamburg. Sie lebt seit 1989 überwiegend in Italien und ist als selbstständige psychologische Astrologin und Autorin in Florenz und Hamburg tätig. Seit 2012 ist sie Mitglied im Deutschen Astrologen-Verband.

Quellennachweis:

Mechthild Scheffer/ Wolf-Dieter Storl: „Die Seelenpflanzen des Edward Bach“, Verlag Hugendubel

Mechthild Scheffer: „Original Bachblütentherapie, Jungjohann Verlagsgesellschaft

Peter Damian: „Astrologie und Bachblüten“, Verlag Goldmann

Brigitte Hamann: „Die zwölf Archetypen“, Verlag Knaur

T.W. Hyne Jones: „Dizionario dei rimedi floreali“, Macro Edizioni

Renzo Baldini:  „Trattato tecnico di astrologia”, Hoepli

Michael Roscher: „Das Astrologiebuch”, Chiron Verlag

 

 

 „Planetenschwingungen sind wie Globuli“

DAV-Mitglied Thomas Künne –  Autor, Astrologe und Berater in psychosomatischer Medizin –  hat sich auf Stimmgabel-Therapie spezialisiert.

 

Sie ist nur 18 Zentimeter lang, liegt leicht in der Hand und soll durch ihre Schwingungen eine heilsame Wirkung entfalten: die Therapeuten-Stimmgabel. Thomas Künne (links: bei einer Schulung, Foto: Johannes Paus) und Dr. Patricia Nischwitz empfehlen sie als Instrument zur Linderung von Alltagsbeschwerden. In ihrem Buch „Gesund durch Schwingung“ erläutern die beiden Autoren Anwendungsmöglichkeiten und Hintergründe zu dieser Selbsthilfe-Methode, die sich an den Akupunktur-Punkten der Traditionellen Chinesischen Medizin orientiert.

Thomas Künne verwendet die Stimmgabeln auch, um Planetenkräfte eines individuellen Horoskops spürbar zu machen, ihre Energie im Menschen durch Aufsetzen der Gabel auf bestimmte Körperpunkte zu stärken.

Die Grundlagen dieser Methode gehen auf Hans Cousto zurück. Der Schweizer Musikwissenschaftler, Mathematiker und Astrologe befasste sich in den 1970er-Jahren intensiv mit der Frage, wie man Sphärenharmonien musikalisch darstellen kann und veröffentlichte seine Erkenntnisse in dem Buch „Die kosmische Oktave“. Cousto war auch Mitinitiator der Planeten-Stimmgabeln. Es gelang ihm, Rotationsperiodenzeiten von Planeten oder Umlaufperiodenzeiten der Erde um die Sonne durch Oktavierung (Frequenz-Verdoppelung) für das menschliche Gehör wahrnehmbar zu machen.

Thomas Künne

Dr. Patricia Nischwitz hat sich als Fachärztin für Allgemeinmedizin auf Naturheilkunde und Homöopathie spezialisiert, Thomas Künne ist Astrologe, Berater in psychosomatischer Medizin und unterrichtet Schüler in seinen Räumen in Limburg an der Lahn im richtigen Umgang mit der Stimmgabel, kurz: in der Kunst der Phonophorese. Im Interview erläutert er die Hintergründe seiner Arbeit.

Herr Künne, ist Phonophorese eine „sanfte Alternative“ zur Akupunktur?

Die Akupunktur arbeitet mit Nadeln. Das ist zwar nur eine winzige Verletzung, aber es ist eine Verletzung. Der leichte Schmerz, den die Nadel erzeugt, wenn ein sensibler Punkt im Körper aktiviert wird, ist nicht jedermanns Sache. Insofern kann man die Phonophorese als eine sanfte Methode bezeichnen, bei der Schwingungen erzeugt werden, die über die Meridianlinien des Körpers einen energetischen Ausgleich bewirken.

Sie bringen die beiden Methoden, Akupunktur und Phonophorese, in Verbindung mit dem Mars-Venus-Prinzip.

Da bei der Akupunktur winzige Verletzungen entstehen, würde ich sie dem Mars-Prinzip zuordnen, während die Phonophorese ihre Entsprechung im Venus-Prinzip findet. Venus als Planet der Liebe steht auch für das Weibliche. Oft fehlt es an weiblicher Energie in unserer westlichen Welt, die überwiegend männlich geprägt ist. Das Yin- und Yang-Verhältnis muss stimmen. Wird ein Pol übermächtig, hängt der andere Pol in der Luft, und das ist meistens der weibliche. Speziell bei Frauen, die in Männerberufen arbeiten, trifft das zu. Es kann aber auch zum Beispiel Hausfrauen betreffen, die all ihre Energie dafür einsetzen, dass „der Laden läuft“ und dabei unversehens in einen Mangelzustand geraten. Überdruck oder Mangelzustand – beides tut nicht gut.

Bringen Töne über ihre Schwingungsfrequenz neue Informationen in die Zellen?

Ja, und das funktioniert deshalb, weil wir intelligente Zellen besitzen. Jede einzelne Zelle in unserem Organismus verfügt über ein Bewusstsein: Hier sind alle individuellen und kollektiven Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart abgespeichert. Alle Zellen des Körpers stehen miteinander in Kontakt und in Resonanz. Wir sind ständig durchdrungen von Schwingungen. Solchen, die uns gut tun und solchen, die uns nicht gut tun. Ist ein Mangelzustand vorhanden, so kann man stärkende, ausgleichende, wohltuende Energien in die Zellen bringen und ihnen damit neue Informationen geben. Schwingung ist aus der modernen Medizin von heute nicht mehr wegzudenken. Man muss sich nur vor Augen halten, dass die Kernspin- und Magnetresonanztherapie das Körperinnere des Menschen dreidimensional abbilden kann, weil sie sich die Schwingung von Atomen, Molekülen, Strahlen und Feldern zunutze machen. Unsere moderne Quantenphysik liefert also anschauliche Beweise!

Als Astrologe vertreten Sie die Haltung, dass man Planeten-Energien direkt über die Schwingung der Stimmgabel in den Körper einfließen lassen kann. Geben Sie uns ein Beispiel?

Wir tragen, wie C. G. Jung es beschrieb, das kollektiv Unbewusste in uns. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Planeten-Frequenzen als Archetypen in unseren Zellen abgespeichert sind und durch die Phonophorese reaktiviert werden können. Planetenschwingungen sind wie Globuli. Sie wirken in uns und entfalten sich. Wenn eine Planetenkraft gestärkt werden muss, kann man die Frequenz der Stimmgabel entsprechend dem jeweiligen Planeten in unserem Horoskop berechnen. Möchte ich meine Kommunikationsfähigkeit verbessern, müsste ich die Merkur-Frequenz berechnen und die Stimmgabel auf den dazugehörigen Ton stimmen. Möchte ich meine Liebesfähigkeit stärken, muss ich schauen, welche Energie meine Venus im Horoskop repräsentiert. Steht meine Venus zum Beispiel im Wassermann, so brauche ich die Frequenz von Venus und Uranus.

Können Sie das noch einmal genau erläutern: Welche Frequenz hat Venus, welche Frequenz hat Uranus?

Die Schwingung der Venus beträgt 221,23 Hz, das entspricht in etwa dem Ton A; die des Uranus entspricht mit 207,36 Hz dem Ton Gis. Ein bewährtes Balancing erfolgt hier über die Ohren, im Sinne einer Klangdusche, die wir mit unseren inneren Ohren wahrnehmen – oder über unsere vorderen Körperchakren.

 Bereits Pythagoras soll den Planeten Töne zugeordnet haben.

Man erzählt sich, dass Pythagoras die Planeten-Töne „hören“ konnte und auch selbst Musikinstrumente gebaut hat. Er konnte natürlich noch nicht ausrechnen, welche Schwingung zum Beispiel Saturn hat. Aber Johannes Kepler hat es dann auf eine irdische Formel gebracht. Die entscheidenden Erkenntnisse, wie man Planetenkräfte in Tönen hörbar machen kann, stammen von Hans Cousto, der in den 1970er-Jahren als Mathematiker dazu intensive Forschungen angestellt hat. Joachim Ernst Berendt schließlich nannte die Planetentöne auch „Urtöne“, er hat zu diesem Thema viel publiziert.

Sie vergleichen die Wirkung der Stimmgabel als Instrument zur Belebung von Planetenkräften mit der Arbeit einer Souffleuse im Theater: Wenn der Schauspieler ins Stocken gerät, sorgt sie dafür, dass er sich wieder an seinen Text erinnert…

Ja, die Stimmgabel setzt Impulse, damit Ursprungsenergien wieder ins Fließen kommen. Wenn ein Mensch geboren wird, zeigt sein Horoskop das Grundmuster. Es ist auch vergleichbar mit der Werkstatt-Einstellung eines Autos. Durch Erziehung oder Ereignisse im Leben treten Dinge in den Schatten, die aber angelegt sind und gelebt werden wollen. Dies wieder zu aktivieren, gelingt durch die Resonanz mit den entsprechenden Schwingungen.

 Ihr Buch „Gesund durch Schwingung“ enthält einen ausführlichen Praxis-Teil. Hier erfährt man, welche Punkte entlang der Meridiane, der Energiebahnen im Körper, aktiviert werden müssen, wenn man beispielsweise das Immunsystem unterstützen möchte, besser zu schlafen wünscht oder Vitalität und Lebensfreude stärken will. Wie oft kann man die Stimmgabel-Therapie anwenden? Gibt es Dosierungsvorschriften?

Die gewünschten Zonen können Sie bis zu dreimal täglich behandeln, solange Sie dabei ein positives Gefühl haben. Pro Punkt kann die Stimmgabel drei- bis zehnmal aufgesetzt werden, die Gesamtbehandlungszeit sollte bei Erwachsenen zwischen fünf und 20 Minuten, bei Kindern maximal zehn, bei Kleinkindern maximal vier Minuten betragen. Der Körper nimmt immer nur soviel Energie auf, wie er braucht. Wenn Sie bei der Behandlung gut zentriert sind, spüren Sie von selbst, wann es „genug“ ist. Die Stimmgabel wird dabei immer parallel zur Körperachse – also in Längsrichtung – gehalten, dabei berührt der Schaft – das untere Ende der Stimmgabel – den Akupunkturpunkt. Die Schwingung, die auf zwei Zellen hinter dem Komma austariert ist, wird übers Gehör, über die Haut und die Aura aufgenommen.

Sie unterrichten die Methode der Phonophorese auch in Ihrem Seminarzentrum in Limburg an der Lahn. Wie ist der Unterricht aufgebaut?

Inzwischen unterrichte ich zusätzlich auch in der Schweiz und in Österreich, demnächst vermutlich auch in Polen und Russland. Die Ausbildung ist in sechs Blöcke unterteilt. Dabei erkunden wir die Spannungsfelder, Meridiane und persönlichen Schwingungsmuster. Anhand unserer Horoskope erforschen wir sämtliche Bereiche, in denen unsere persönlichen Planeten positioniert sind. Meditation bildet dabei einen festen Bestandteil des Programms.

Die Ausbildung zum „Schwingungstherapeuten nach Thomas Künne“ – das ist eine geschützte Bezeichnung – dauert ein Jahr.

Eine geschützte Bezeichnung: Was unterscheidet Ihre Methode von anderen Anbietern, die auch mit Stimmgabeln arbeiten?

Als Schüler von Ruediger Dahlke und zugleich ausgebildeter Astrologe  erhält die von mir entwickelte Stimmgabeltherapie (nach Schwingung als Weg ®) eine „Tiefe“, die über die reine Wissensvermittlung weit hinausgeht. Wer Klavier spielen möchte, der sollte exakt wissen, welche Taste welche Schwingung erzeugt, sonst entstehen Missklänge. Meine Intensivausbildung zum Stimmgabeltherapeuten vermittelt ein tiefes Erleben aller Tierkreiszeichen bzw. Archetypen. Wir erforschen die erlöste wie auch die unerlöste Seite in uns, die sich in Form von Blockaden, Verstimmungen oder auch Krankheiten äußern kann. Und wir arbeiten an der heilsamen Integration und Auflösung durch Aspekte der Phonophorese. Schließlich geht es natürlich auch um die Krankheitsdeutung der Archetypischen Medizin nach Ruediger Dahlke. Das Horoskop des Menschen und dessen Deutung wird somit zu einem Wegweiser auf dem Erkenntnisweg hin zu einem gesunden Leben in Harmonie unter Einbeziehung und Integration aller Licht- und Schattenanteile.

Wie sehen Sie die Astrologie – welche Bedeutung hat Sie in Ihren Augen?

Ich sehe die Astrologie nicht nur als geistiges Konstrukt, sondern auf die dahinter liegende Ebene, auf die kommt es an. Denn auch Astrologie ist nur ein Gleichnis. Ich möchte die Astrologie, die man ja auch sehr rational betreiben kann, auf eine andere Ebene heben. Die dahinter liegende Welt, das ist das Entscheidende. Wer mit den Schwingungen arbeitet, der merkt plötzlich, wie intensiv man diese fühlen kann. Das kann das gesprochene Wort nicht! Ich möchte, dass Astrologie fühlbar und begreifbar ist.

Mit welcher Technik arbeiten Sie als Astrologe?

Ich bin Vertreter der psychologischen Astrologie und arbeite mit dem tropischen Tierkreis und mit Placidus-Häusern. Meine Ausbildung erhielt ich bei Randolf M. Schäfer in Frankfurt, der die astrosophische Symbolkunde 1988 begründet hat. In seinen astrologischen Ansatz hat er Erkenntnisse der hermetischen Philosophie und Alchemie integriert. Diese Urprinzipienlehre stellt ein erweitertes astrologisches Erkenntnismodell dar. 

Welchen Beruf haben Sie eigentlich ursprünglich ausgeübt, bevor Sie Astrologe und Berater wurden?

Ich habe 16 Jahre im Top-Management gearbeitet, war nationaler Verkaufsleiter bei der Firma Polaroid, von morgens 7 bis abends 22 Uhr. Im Jahr 2002 kam dann der Wendepunkt: Auf einer Kreuzfahrt von Schottland nach Norwegen lernte ich Dr. Ruediger Dahlke kennen, der dort Vorträge hielt. Kurze Zeit später habe ich meinen Job von mir aus gekündigt; von einem sehr guten Gehalt aus bin ich ins eiskalte Wasser gesprungen und habe bei Null angefangen. Damals war ich zwar schon Astrologe, habe dann aber innerhalb von zwei Jahren bei Ruediger Dahlke die große Ausbildung zum Berater der psychosomatischen Medizin gemacht.

Dr. Ruediger Dahlke bezeichnet Sie als seinen „Musterschüler“, er schreibt auch die Vorworte zu Ihren Büchern. Hat Dahlke so etwas wie eine Schlüsselrolle in Ihrem Leben eingenommen? Gab er den entscheidenden Anstoß, dass Sie Ihren Beruf wechselten?

Ruediger Dahlke und sein Lebenswerk faszinieren mich seit seinem Buch „Krankheit als Weg“. Die von ihm publizierte Sichtweise der Krankheits- und Symptomdeutung sind für mich absolut schlüssig, seine „Archetypische Medizin“ sehe ich als verlängerten Arm einer Astrologie, die dem Menschen Sinnhaftigkeit in vielen Bereichen – nicht nur der Gesundheit –  geben kann. Ich sehe ihn als meinen Mentor an. Er ist die Schlüsselfigur in meinem Übergang  vom „Beruf zur Berufung“, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Hier kamen innerer Impuls und äußerer Anstoß auf wundervolle Weise zusammen.   

Viele Menschen merken vielleicht gar nicht, dass eine Umgebung, ein Beruf oder bestimmte Personen ihnen nicht gut tun. Was raten Sie, wenn jemand dies nicht spürt?

Wenn wir zu uns ehrlich sind, wissen wir genau, was für uns gut ist. Wenn man in einem gesunden Feld lebt, kann man es ausbauen. Ich rate niemandem: Verlasse deine Arbeit! Aber ich sage: Achte auf dein inneres Gleichgewicht. Meine Phonophorese kann helfen, das innere Gleichgewicht wieder herzustellen. Der Weg nach innen ist der Weg zur Mitte. Das Gesetz der Polarität sagt, dass alles im Leben zwei Seiten hat. Schwarz und Weiß, Ebbe und Flut, Tag und Nacht, Krankheit und Gesundheit. Wichtig ist, dass ich mich frage: Welche Schwingungen führen in die Krankheit? Es geht darum, das gesunde Feld um uns herum größer zu machen. Vielleicht hilft es dann, mich zu fragen: Muss ich mich wirklich mit allem so unter Druck setzen? Was ist mit meiner Innenwelt? Übrigens gibt es in der Führungsebene großer Firmen genug Menschen, die Astrologie auch als Lebenshilfe sehen.

Woran krankt Ihrer Meinung nach unsere Gesellschaft?

Wir leben in einer Generation, in der wir alles „outgesourct“ haben. Aus dem trennenden „Entweder-Oder“ sollten wir uns hin zu einem verbindenden „Sowohl-als-auch“ bewegen. Wenn wir uns dabei nur im Außen orientieren, wird es nicht funktionieren. Wenn das Licht größer wird, wird auch der Schatten größer – nach den kosmischen Gesetzen muss das so sein. Wir können über Vieles nachdenken, hier, in der westlichen Welt, was an anderen Orten, wo Krieg herrscht, nicht möglich ist.

Ihr Buch “Gesund durch Schwingung“ verkaufen Sie als Praxis-Set – es liegt eine Stimmgabel bei, mit der man sich selbst behandeln kann.. Sie schwingt auf einer besonderen Frequenz: der Schumann-II-Frequenz. Was genau versteht man darunter?

Verdoppelt man die Zahl 1, so erhält man die Zahlenfolge 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128 und schließlich 256. 128 Hertz entspricht der Schwingung des Tones C, Rudolf Steiner hat sich bereits vor fast hundert Jahren mit diesem Thema auseinandergesetzt. Heute wissen wir, dass unser cortisches Organ im Innenohr, das den Gleichgewichtssinn steuert, auf 128 Hertz schwingt. Die Stimmgabel mit 256 Hertz entspricht einer Verdoppelung dieser Schwingung; Heiler arbeiten übrigens auf ca. 8,0 Hertz, was dem Übergang zum Alpha-Stadium entspricht – was zur selben Zahlenfolge wie 256 Hertz gehört. In dieser Frequenz schwingt auch das liebende Herz. Wenn man 8 oktaviert – also verdoppelt – , landet man irgendwann bei 256. Die Schumann-II-Frequenz ist nach dem deutschen Physiker Winfried Otto Schumann benannt, sie entspricht übrigens der Schwingung des Wassermann-Zeitalters.

Herr Künne, was ist Ihr nächstes Projekt?

Als Nächstes werde ich mich auf Horoskopvertonung und Farbmandalas konzentrieren – um die ganz persönliche Konstellation eines Menschen noch stärker spürbar zu machen. Für mich steht immer im Zentrum die Frage: Was ist der Sinn dahinter? Am liebsten ist es mir, man kann es in sich spüren. Ich möchte Astrologie ganzheitlich fühlbar machen, mit allen Sinnen. Wer Augen hat zum Hören, der fühle.

 

Praxis-Set Stimmgabeltherapie:

Thomas Künne & Dr. med. Patricia Nischwitz:  „Gesund durch Schwingung“, Mankau Verlag, Hardcover, mit Therapeuten-Stimmgabel, 156 Seiten, 49,95 € (Deutschland), 51,40 € (Österreich), ISBN 978-3-86374-113-6

Videobuch/ DVD:

Thomas Künne & Dr. med. Patricia Nischwitz: „Stimmgabeltherapie – Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden“. Mit Interview: Dr. Ruediger Dahlke über Archetypische Medizin, Mankau Verlag, Gesamtlänge ca. 84 Minuten, DVD 16,95 €, ISBN 978-3-86374-143-3

Internet:

www.thomas-kuenne.de

www.schwingung-als-weg.de

www.quelle-der-kraft.de

www.stimmgabeltherapie.de

Kontakt:

Thomas Künne, Tel. 06431 / 28 87 68, E-Mail:

Thomas Kuenne

Thomas Künne (geb. 1958) ist Buch-Autor, Berater in psychosomatischer Medizin, beratender Astrologe sowie Mitglied und Referent im Dachverband Geistiges Heilen e. V. (DGH). Nach abgeschlossenem Studium der Germanistik und Bildenden Kunst und langjähriger Tätigkeit als Manager bei Polaroid absolvierte er Ausbildungen in Astrologie/Astrosophie bei Randolf M. Schäfer und in „Archetypischer Medizin“ bei Dr. Ruediger Dahlke. Thomas Künne führt eine eigene Beratungspraxis mit Seminarräumen in Limburg an der Lahn, wo er u. a. die Kunst der Phonophorese lehrt.

 

Patricia Nischwitz

Dr. med. Patricia Nischwitz (geb. 1956) praktiziert als Fachärztin für Allgemeinmedizin in einer Gemeinschaftspraxis im Rhein-Main-Gebiet. Sie arbeitet überwiegend mit Akupunktur, Homöopathie, Kinesiologie und anderen Naturheilverfahren. Sie hat eine Ausbildung in Physioenergetik absolviert und ist Mitglied in der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (DÄGfA), im Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren (ZÄN) sowie beim Deutschen Zentralverband homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). Beim Colleg Akupunktur und Naturheilverfahren (CAN) ist sie als Dozentin tätig.

 

Patricia Nischwitz und Thomas Künne haben im Jahr 2011 gemeinsam das „Stimmgabel-Set: Die Kosmische Hausapotheke für Alltagsbeschwerden von A bis Z“ (ISBN 978-3-938396-66-7) veröffentlicht.

 

Vom Knalleffekt und anderen Überraschungen

Uranus kann eine totale Veränderung der Lebensrichtung herbeiführen

 

Von Petra Dörfert

Wenn Uranus kommt, wird es auch für Astrologen schwierig – denn Uranus liebt den Überraschungseffekt. Natürlich kann man vorhersagen, dass sich etwas verändern wird, aber oft laufen die Dinge dann doch ganz anders als gedacht. Eines ist allerdings sicher: Uranus nimmt sich am liebsten diejenigen Lebensbereiche vor, in denen schon lange Stillstand herrscht. Langeweile und verkrustete Strukturen hasst er nämlich wie die Pest. Wie man selbst den Uranus-Transit empfindet, hängt ganz von der Lebenseinstellung ab: Wer schon lange den Wechsel herbeisehnt, dem fallen nun plötzlich die geeigneten Chancen zu. Wer sich hingegen wünscht, dass alles auf ewig so bleibt, wie es ist, dem könnte Uranus durchaus einen Strich durch die Rechnung machen.

 

Dabei ist Uranus nie bösartig, er möchte einfach nur, dass sich das Leben weiterentwickelt, und dazu sind Veränderungen nun einmal notwendig – egal, ob wir selbst die notwendigen Schritte unternehmen oder ob uns alles mit einem großen Knall um die Ohren fliegt. Hilfreich ist, dass Uranus während seinen Transiten eine angenehme Art der Verrücktheit erzeugt – man wird unternehmungslustiger, experimentierfreudiger, wagemutiger, ist stärker auf die persönliche Entwicklung und weniger auf das, was „andere Leute denken“, bedacht. Oft wächst damit auch die Bereitschaft, aus eingefahrenen Verhaltensmustern auszusteigen und alles ganz anders zu machen als sonst.

 

Die größte Herausforderung stellt Uranus für sicherheitsorientierte Menschen dar, die lieber langsam und bedächtig handeln. Uranus hat es nämlich immer furchtbar eilig, lässt die Dinge sich überschlagen und möchte zu schnellen und spontanen Handlungen verleiten. Umgekehrt muss man daher aber genauso gut aufpassen, dass man unter seinem Einfluss nicht das Kind mit dem Bade ausschüttet. So wichtig Veränderungen sind - nicht jede neue Idee, die jetzt blitzartig einschlägt, ist für die Zukunft tragfähig. Oft hat man zwar gar keine andere Wahl, als sich für das Neue zu entscheiden, trotzdem sollte man nicht den Verstand ausschalten oder blindlings obskuren Plänen nachjagen. Unter dem Strich gesehen, verlaufen Uranus-Transite meist turbulent und chaotisch, aber hinterher fühlt man sich befreit, erfrischt und verjüngt – oder anders gesagt: Die Welt steht wieder offen….

Im Folgenden möchte ich einige Geschichten erzählen, die zeigen, was man unter Uranus-Transiten alles erleben kann:


Uranus kann eine totale Veränderung der Lebensrichtung herbeiführen. Da Uranus momentan im Sternzeichen des Widders steht, gibt es reihenweise Widder-Menschen, die ihr Leben auf den Kopf stellen – meist um das zu tun, was sie schon immer tun wollten, aber bislang nicht zu tun wagten. So ging es auch Klaus, einem Widder-Mann, der sich trotz seiner feurigen Veranlagung eher an die Erwartungen der Umwelt angepasst hatte. Als Uranus über Klaus’ Sonne ging, warf der Bankkaufmann seinen Job hin und machte seinen Lieblingssport, das Alpinklettern, zum Beruf. Er zog nach Bayern und gründete dort eine Kletterschule, die sich binnen kurzem erfolgreich entwickelte. Noch nie hatte er sich so im Einklang mit sich selbst gefühlt wie jetzt.


Uranus kann uns an andere Orte katapultieren. Claudia fühlte sich in ihrem Job wohl und hing zudem sehr an ihrer Heimatstadt Köln. Als stierischer Gewohnheitsmensch wäre sie nie auf den Gedanken gekommen, irgendetwas zu verändern. Dann lief Uranus in ihr 4. Haus (häusliche und familiäre Veränderung), und sie bekam völlig unerwartet das Angebot, in eine Zweigstelle ihrer Firma nach Berlin zu wechseln. Der neue Job bedeutete einen erheblichen Aufstieg, brachte aber auch deutlich anspruchsvollere Aufgaben mit sich. Zudem lautete die Bedingung, dass sie den Job so schnell wie möglich antreten sollte. Nachdem Claudia ihre Panikattacken erfolgreich niedergekämpft hatte, zog sie innerhalb von zwei Wochen nach Berlin. Rückblickend ist sie froh, die Chance genutzt zu haben, da sie nun vor völlig neuen beruflichen und finanziellen Perspektiven steht. Zudem hat Uranus als „kleiner Nebeneffekt“ auch ihr Privatleben durcheinander gewirbelt: Claudia traf in Berlin die große Liebe, so dass sie demnächst wohl bald noch ein zweites Mal umziehen wird – diesmal allerdings mit weitaus angenehmeren Gefühlen …


Uranus kann heilsame Schocks bereiten. Jochen hatte schon lange das Gefühl, dass seine Beziehung nicht mehr stimmt. Es fiel ihm jedoch schwer, mit seiner Partnerin Sabine darüber zu reden, die rundum zufrieden erschien. Als Uranus über Jochens Venus ging, war er auf einer Betriebsfeier nahe daran, sich mit einer Kollegin einen Seitensprung zu erlauben, er zog aber gerade noch die Notbremse. Am selben Abend fand er auf Sabines Handy eine merkwürdige SMS: „Love U Stephan“! Tatsächlich hatte er nicht bemerkt, dass seine Partnerin selbst bereits seit längerem eine Affäre unterhielt. Nach einem fürchterlichen Krach, bei dem sich Jochen und Sabine alles an den Kopf warfen, was sie aneinander störte, bemerkten sie, wie sehr sie sich eigentlich noch liebten. Sie beschlossen, noch einmal neu anzufangen und sind jetzt glücklicher als zuvor …


Uranus zieht manchmal auch radikale Schlussstriche. Claire war schon lange unglücklich verheiratet, aber sie konnte sich nicht zur Trennung durchringen, da sie Angst vor der Auseinandersetzung hatte und auch vor den materiellen Einbußen zurückschreckte, die eine Scheidung mit sich bringen würde. Ihr Mann ging über alle Probleme rücksichtslos hinweg, es gab häufig Streit, und die Kinder litten sehr unter der Situation. Als Uranus in Claires 7. Haus (partnerschaftliche Veränderung) wechselte, stellte sich heraus, dass ihr Mann bereits seit Jahren ein Doppelleben führte und keinesfalls bereit war, die Geliebte aufzugeben. Hier war nichts mehr zu retten: Claire ging zum Anwalt – und stand nach der Scheidung deutlich besser da, als sie immer befürchtet hatte. Sie ist zwar nicht glücklich darüber, dass ihre Ehe einen so unglücklichen Verlauf genommen hat, aber wenigstens ist sie jetzt aus der jahrelangen Ehehölle befreit.


Uranus kann 180°-Wendungen im Verhalten erzeugen. Paul war als überzeugter Single bekannt – seine Freundinnen wechselte er wie getragene Hemden. „Heiraten – ohne mich!“, war sein allseits bekanntes Motto. Als Uranus in Pauls 7. Haus ging, lernte er Isabella kennen – und war nach nur vier Monaten Ehemann und werdender Vater. An seine früheren Sprüche wollte er nicht mehr gerne erinnert werden …


Die wichtigsten Uranus-Konstellationen auf einen Blick:

Jedes Horoskop hat zwölf Häuser (= zwölf Lebensbereiche). Uranus benötigt pro Haus vier bis sieben Jahre, wobei sich die unten beschriebenen Wirkungen im ersten Jahr am deutlichsten bemerkbar machen. Lesen Sie, welche Bedeutung es hat, wenn Uranus im Transit eines der Häuser berührt.

 

Uranus im 1. Haus

Neuanfang, Umorientierung. Überraschende Veränderungen sind in praktisch allen Lebensbereichen möglich. Auf die Umwelt wirkt das oft wie die totale Verwandlung.

 

Uranus im 2. Haus

Kann unerwartete Einnahmen wie auch Verluste bringen (das Konto fährt „Achterbahn“); oft verändert sich die finanzielle Struktur vollkommen.

 

Uranus im 3. Haus

Kann völlig neue Gedanken und Einsichten bescheren; evtl. bekommt man Lust, etwas Neues dazuzulernen oder verändert seine kommunikativen Gewohnheiten; zudem sind Veränderungen im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft, im Leben der Geschwister möglich.

 

Uranus im 4. Haus

Kann Umzüge und familiäre Veränderungen mit sich bringen (z.B. Schwangerschaft, Geburt von Enkelkindern, erwachsene Kinder ziehen aus). Wer eine Immobilie besitzt, sollte sich ans Renovieren, Umgestalten, Entrümpeln machen.

 

Uranus im 5. Haus

Kann mit einer Schwangerschaft verbunden sein; macht experimentierfreudig im erotischen Bereich (Affären!); lässt uns neue Seiten unserer Kreativität entdecken.

 

Uranus im 6. Haus

Kann zu Veränderungen am Arbeitsplatz führen (Jobwechsel, Versetzung, neue Aufgabengebiete, neue Kollegen). Obacht: Bitte auf Gesundheitsrisiken checken lassen! – Fehlverhalten (z.B. Rauchen, unbehandelter Blutdruck) könnte sich jetzt rächen.

 

Uranus im 7. Haus

Kann Veränderungen in der Beziehung mit sich bringen: in funktionierenden Beziehungen sollte man sich jetzt neue Ziele setzen oder mehr auf die eigenen Freiräume achten, überlebte Beziehungen brechen nun oft auseinander; neue Partner treten ins Leben und zeigen bislang unbekannte Facetten des Lebens auf (Obacht: solche Partnerschaften sind oft nicht haltbar!); insgesamt wird die Befreiung von alten Beziehungsmustern möglich.

 

Uranus im 8. Haus

Kann therapeutische Prozesse auslösen, sofern etwas aufzuarbeiten ist.

 

Uranus im 9. Haus

Kann völlig neue Einsichten in das Leben bescheren; gute Zeit, um ein Studium zu beginnen, sich neuen geistigen Interessen zu widmen oder bislang unbekannte Reiseziele anzusteuern (Globetrotter werden hingegen sesshaft!).

 

Uranus im 10. Haus

Kann einschneidende Veränderungen im Berufsleben mit sich bringen (z.B. Versetzung, Karrieresprung, neue Aufgabengebiete, Wechsel in einen anderen Beruf, Verrentung).

 

Uranus im 11. Haus

Kann starke Veränderungen im Freundeskreis erzeugen; evtl. beginnt man sich für ganz andere Menschen zu interessieren als zuvor. Manchmal wird auch das Interesse für ein gesellschaftliches Engagement geweckt.

 

Uranus im 12. Haus

Kann spirituelle Interessen auslösen und intuitive Gaben wecken; oft beginnt man intensiver zu träumen; günstig auch für therapeutische Prozesse (z.B. Familienaufstellungen); Veränderungen, die sich erst mit dem Übergang ins 1. Haus vollziehen, werden jetzt – oft ganz unbewusst – „ausgebrütet“.


Und was bedeutet es, wenn der transitierende Uranus Planeten des Geburts-Horoskops berührt?

 

Sonne - Kann mit Veränderungen in den persönlichen Zielen und im Selbstbild einhergehen. Obacht: Vielleicht macht man sich ja auch nur selbst zum Narren?

Mond - Leitet emotionale Ablösungsprozesse ein; kann Veränderungen im engsten Umfeld herbeiführen. Obacht: Stoßen Sie jetzt niemanden unbedacht vor den Kopf!

Merkur - Verändert oft radikal das Denken. Obacht: Nicht jede neue Einsicht hat wirklich Substanz!

Venus - Stellt unser Beziehungsleben auf den Kopf. Obacht: Ist die Affäre es wirklich wert?

Mars - Verleiht uns die Energie, Dinge im Hauruckverfahren durchzuziehen. Obacht: Stimmt überhaupt das Ziel?

Jupiter - Kann eine geradezu überschäumende Stimmung erzeugen. Obacht: Allzu viel ist ungesund!

Saturn - Macht uns lockerer und unverkrampfter - endlich könnte es gelingen, über den eigenen Schatten zu springen. Obacht: Nicht gleich alle Sicherheiten über Bord werfen!

Uranus - Erzeugt immense Veränderungswünsche. Obacht: Erst denken, dann handeln!

Neptun - Erzeugt die verrücktesten Visionen. Obacht: Jetzt nicht auf Illusionen hereinfallen!

Pluto – Chance, sich endgültig aus alten Verstrickungen zu lösen.

 

Kontakt: Petra Dörfert
Heilpraktikerin
Goethestr. 58
10625 Berlin
Tel.: 030 / 30 10 24 14
E-Mail:

Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

 

Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie und ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

 

 

Serie Astropoesie: I. Sonne & Mond

 

Serie Astropoesie: I. Sonne & Mond

Wir erweitern das breite Themenspektrum des Jourmals um eine weitere Kategorie: Astrologie und Kunst. Das umfasst Poesie, Malerei, Architektur, Musik und andere Ausdrucksformen.

Den Beginn macht Martin Trosbach mit einer Betrachtung von Astrologie und Poesie. Neben kurzen erläuternden Texten werden Werke berühmter Dichter sowie vom Autor selbst vorgestellt; bereichert durch Illustrationen von Rita Gässler.

 

Bild von Rita Gäßler, Regensburg 

Astrologie und Lyrik: Gibt es da Bezüge, passt das zusammen? Ein Blick in den nächtlichen Sternenhimmel genügt, um ehrfürchtiges Staunen, Phantasie und tiefste Begeisterung zu erwecken; genügt, uns klarzumachen, dass eine nüchtern-geometrische Horoskop-Graphik Abbild eines mysteriösen kosmischen Geschehens sein muss, welches mit kreativer Einfühlung genauso umkreist werden kann wie mit astronomischer Forschung oder eben astrologischer Theorie und Deutung. Langjährige astrologische Erfahrung führt immer mehr von Deutungsbausteinen weg und zu intuitiver Betrachtung eines Horoskops; diese Intuition kann geschult werden, z.B. durch Philosophie, Selbsterfahrung, aber eben auch durch das tiefe Sich-Einlassen auf Poesie, deren „Zauberwort“ (wie Eichendorff es nennt) ebenso als kosmisches Rätsel betrachtet werden kann, wie das unergründliche Kreisen von Planeten um die Sonne.

 

Dichtung und Sternenhimmel

Naht aber Nacht, so wandeln sie leiser, und bald
mondets empor, das über Alles
wachende Grab-Mal. Brüderlich jenem am Nil,
der erhabene Sphinx -: der verschwiegenen Kammer Antlitz.
Und sie staunen dem krönlichen Haupt, das für immer,
schweigend, der Menschen Gesicht
auf die Waage der Sterne gelegt.“

So dichtete Rilke in seiner 10.Duineser Elegie. Der poetische Blick in die Nacht weckt mythische Bilder, archetypische Gestalten, die uns auf den ersten Blick befremden mögen. Nicht anders der Blick ins Horoskop: auch hier finden wir archetypische Kräfte, „Götterfiguren“, die miteinander agieren wollen.

 

Gedichte und Planeten

Und so sollen in dieser Serie Gedichte vorgestellt werden, die zu bestimmten Planetenprinzipien passen, diese auf bildhafte, manchmal auch rätselhafte Weise umschreiben und einzukreisen versuchen. Auf einige astrologische Bezüge möchte ich in einem kurzen Kommentar gerne hinweisen, andere werden im Atmosphärischen des Gedichts ganz von selbst deutlich.

 

Die Dichter

Als Astrologe, der schon seit seiner Jugend immer wieder Lyrik verfasst hat und somit die Themen der Archetypen immer wieder „umschrieben“ hat, möchte ich hier vorwiegend meine eigenen Gedichte vorstellen. In jedem Teil der Serie soll aber auch ein Gedicht eines bekannten Autors dabei sein!

 

Sonne und Mond

Der erste Teil der Serie soll den astrologischen „Zentralgestirnen“ Sonne und Mond gewidmet sein. Allein der Mond, ein poetisches Lieblingsmotiv, könnte ein ganzes astro-poetisches Buch füllen; lassen wir es für diesmal mit zwei Mond-Gedichten bewenden.

 

Dämmrung senkte sich von oben

Dämmrung senkte sich von oben,
Schon ist alle Nähe fern;
Doch zuerst emporgehoben
Holden Lichts der Abendstern!
Alles schwankt ins Ungewisse,
Nebel schleichen in die Höh;
Schwarzvertiefte Finsternisse
Widerspiegelnd ruht der See.

Nun im östlichen Bereiche
Ahn ich Mondenglanz und -glut,
Schlanker Weiden Haargezweige
Scherzen auf der nächsten Flut.
Durch bewegter Schatten Spiele
Zittert Lunas Zauberschein,
Und durchs Auge schleicht die Kühle
Sänftigend ins Herz hinein.

     J.W. von Goethe

 

Goethe macht uns in diesem Gedicht nicht nur mit dem Abendstern (Venus oder Merkur) vertraut, sondern zunehmend mit der „ungewissen“ und „schwankenden“ mystischen Welt des Mondes. Ahnungen und Zauberhaftes weisen auf diese zwielichtige, nebelhafte Sphäre hin, welche der „launische“ Mond ja auch astrologisch verkörpert. Die weiblich-bergende Seite des Mondes wird aber auch deutlich, wenn am Ende die Nachtstimmung das Herz besänftigen darf!

Mondschatten

Worte vergießen Leben auf dies weiße Blatt
sehnsuchtsvoll atmende Sphäre
aufgeladen aufgesogen
der Dunst des wilden Durstes
für einen lieben langen
Augenblick warst du
bei mir…

Mond lacht leise traurig weise
liebes Bild verdunkelt
von düst´ren Universums Schatten

nimmermüder Schlafgesang
den wir Windgeborenen
manchesmal im Herzen
hatten…

Hoher Himmel lebensschwer
tränenleer, sternenklar
keiner weiß, was jemals war
ob Lüge oder wahr ist
was träumender Sinn
ermisst…

Schönheit
Spur von Sehnsucht
süßes Leiden
fiel nicht eben Mondlicht
dir durch´s Haar? -
Liebste, laß uns leben -
was ist, war…

Was ist wahr?

Martin Trosbach

 

In diesem Gedicht werden wir in die zutiefst emotionale Sphäre des Mondes versetzt. Sehnsüchte… Liebe … aber auch Dunkelheiten, Verdunkelungen der Seele sind Erfahrungen, die uns der Mond bringt, um uns immer mehr in die Tiefe kosmischer und zugleich ganz menschlicher Erfahrungen eintauchen zu lassen. Die zwielichtig unklare Ebene, die uns schon im Gedicht Goethes entgegentrat, findet sich auch hier wieder, am Ende ganz deutlich: 

„Was ist, war…/ Was ist wahr?“


Serie Astropoesie: I. Sonne & Mond 
„Phönix“ von Rita Gäßler, Regensburg

 

Und zuletzt ein Sonne/Jupiter-Gedicht:

Der Sinn

Ich lieg in einem Sarg aus schwarzem Glas,
Sprühregen macht die Scheiben naß.
der Blick verirrt sich tief und tiefer,
des Alltags morsche Form hängt immer schiefer

und stürzt und bröckelt – was ist Wesen?
Wer bin ich, war ich einst gewesen?
Die Frage hallt in Sarges Enge
verursacht Ohnmacht, Denkgedränge.

Da: in den Tunnel bricht ein Licht
noch schmal, ein Pfeil, so klar und dicht.
Bohrt gnädig mir die Kammer auf
drin Herzraum, Schicksalslauf...

Ich laß es bohren, treiben, gehn,
gib mich dem harten Lichte hin.
Noch dunkel. Wann werd ich IHN sehn:
den Sonnenträger, König SINN!?

 

Martin Trosbach

Jupiter ist die Verkündigung des Sinnhaften, oftmals in die Form des Philosophischen oder Religiösen gegossen. Die Sonne aber verkörpert unseren Heldenweg im Leben, das Licht, welches in der Dunkelheit erscheint und uns immer wieder weiterführt, von neuem „erleuchtet“. Davon ist in diesem Gedicht, ausgehend von einengenden Erfahrungen des Alltags, die Rede.

Über den Autor

Martin Trosbbach

Martin Trosbach

Astrologische Beratung “Ad Astra”
im “Zentrum für kreative Seelenarbeit” Zell
Oberzellerstr.43
93199 Zell
Tel. 09468/906742
E-Mail:
Internet: www.zell-seelenarbeit.de

Martin Trosbach (geb. 1962), geprüfter Astrologe DAV, beschäftigt sich seit über 25 Jahren intensiv mit Astrologie, Psychologie und spirituellen Themen. Seine autodidaktische Astrologie-Ausbildung vertiefte er durch Kurse bei Claude Weiss und eine Astrodrama-Ausbildung bei Friedel Roggenbuck. Er betreibt zusammen mit seiner Frau Susanne das „Zentrum für kreative Seelenarbeit“ in Zell bei Regensburg. Dort arbeitet er einerseits als Heilpraktiker und Psychotherapeut mit körperorientierten Methoden, EMDR-Traumatherapie und Naturerfahrung; andererseits als Astrologe mit Spezialgebiet Horoskopaufstellungen und erfahrbarer Astrologie. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Verbindung musisch-künstlerischer Ansätze mit der Astrologie.

Über die Künstlerin

Rita Gäßler Malen ist für die Künstlerin mit Atelier im ehemaligen Kloster Pielenhofen bei Regensburg die Suche nach einer Allem innewohnenden Essenz, nach dem Originären, Archetypischen. Dies drückt sich auch in ihrer bevorzugten Verwendung von Naturmaterialien aus. Weitere Informationen zu ihren Arbeiten und Kreativkursen finden Sie unter www.der-kreative-augenblick.de

 

25. bis 31. Januar 2015:
Erholung, Selbsterfahrung und Horizonterweiterung auf La Palma

 

 

Rhythmen in der Biografie

 

Blick auf die Terrasse der Finca el Morro
Blick auf die Terrasse der Finca el Morro.                                                                                                                             Foto: Nitsche

 

Auf der Sonneninsel La Palma, in der Finca el Morro, bietet Dr. Hellgard Nitsche vom 25. bis 31. Januar 2015 das Seminar „Rhythmen in der Biografie“ an.

„Unsere Biografie wird auch durch die Rhythmen der Planeten bestimmt. Deren Kenntnis ermöglicht Freiheiten und das Wahrnehmen von Chancen, stärkt die Eigenverantwortung. Das Licht auf den Kanaren, mitten im Atlantik, hat eine besondere Wirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden“, sagt Dr. Hellgard Nitsche. „Deshalb nutzen wir einen Kursteil, um uns mit der Heilkraft der Planetenfarben zu beschäftigen.“ Die Psychologin und Psychotherapeutin arbeitet seit 1990 in eigener Praxis als Astrologin und Lebensberaterin. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Physiker Dr. Michael Nitsche, leitet sie das Institut für Wellenastrologie in Grosselfingen. Was ist Wellenastrologie? „Die Wellenastrologie kann unter anderem das Horoskop in die Spektralfarben umsetzen. Das gibt einen neuen therapeutischen und ästhetischen Ansatz.“ (Mehr dazu: www.wellenastrologie.com) Der Ferien-Kurs auf La Palma befasst sich mit Lebensetappen und –umbrüchen. Hellgard Nitsche: „Bei jedem Menschen gibt es stabile und instabile Zeiten. Wie gehe ich zum Beispiel mit Krisen, mit Schuld und Scheitern um?“ Die Gruppenarbeit findet von 10 bis 13 Uhr und von 17 bis 19 Uhr statt, so dass den Teilnehmern ausreichend Freizeit für eigene Unternehmungen zur Verfügung steht. Außerdem erklärt Dr. Michael Nitsche den Sternenhimmel über La Palma: Hier kann man die nördlichen Sternbilder erkennen, aber auch viele Sternbilder entdecken, die wir in unseren mitteleuropäischen Breiten niemals sehen. Die Veranstalter organisieren auch einen Ausflugstag zur Sternwarte. Astrologische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. “.

 

„Rhythmen in der Biografie“ auf La Palma

Ort: Seminarzentrum Finca el Morro, La Palma (Kanarische Inseln)
Datum: 25. bis 31. Januar 2015
Kosten: Kursgebühr 400 €. Die Preise für Unterkunft im Doppelzimmer und Verpflegung liegen zwischen 53,00 und 58,00 € pro Tag.
Anreise: Flüge können individuell gebucht werden. Sollten damit Probleme verbunden sein, übernimmt der Veranstalter die Buchung.
Internet: www.wellenastrologie.com
Veranstalter: Institut für Wellenastrologie
Infos: Dr. Hellgard Nitsche, E-Mail: , Tel. 09476 / 91238

 

Zurück zur Startseite

31. Oktober bis 15. November 2014:
Seminarreise nach Diani Beach – an die Südküste Kenias

 

Astro-Urlaub in Afrika

Südküste Kenia
Ein Blick auf die Südküste von Mombasa in Kenia. Foto: Zittlau

Diese Afrika-Reise verbindet die faszinierende Exotik der Tropen mit astrologischen Aktivitäten. In Kenia (Ostafrika) wohnen die Teilnehmer der Gruppenreise in einem paradiesischen Village, direkt am Indischen Ozean, am Diani Beach. Das Angebot umfasst eine Safari nach Tsavo, den Besuch von verschiedenen Orten in der Umgebung, um das Leben der Menschen kennenzulernen, das Seminar «Astronomie für Astrologen», Studien des Sternenhimmels und die Teilnahme an einer astrologischen Arbeitsgruppe. Nach Belieben können außerdem Ausflüge zu lokalen Sehenswürdigkeiten unternommen werden, z. B. zum portugiesischen Fort Jesus in Mombasa oder ins Schutz- und Pflege-Reservoir für Primaten, Colobus Trust. Auch Ozean-Safaris mit Delfin- und Walhai-Beobachtungen sind möglich, ebenso wie Tauchen, Kite-Surfen, Wandern, Biking … Die Unterbringung ist in Tropenvillen gegen Preisaufschlag möglich (bis zu 4 Personen, bis zu 8 Personen), ebenso auch im Einzelzimmer (Zuschlag 150 € für die Gesamtzeit). Auskunft über alle Unterkunfts-Varianten (z. B. Safari-Zelt) gibt der Veranstalter. Bei Arrangements für die Zeit vor und/oder nach der Seminarreise ist der Veranstalter gern behilflich.

 

Gruppenreise nach Kenia/Ostafrika

Ort: Diani Marine, Diani Beach, Ukunda – Südküste von Mombasa/Kenia (http://www.dianimarinevillas.com)
Datum: 31. Oktober bis 15. November 2014
Kosten: 1399 € (Seminar, Unterkunft und Verpflegung) zzgl. Flugkosten
Anreise: Flugzeug/ individuell. Flüge werden gern vom Veranstalter für die Teilnehmer nach Vorgabe gebucht, nach Verfügbarkeit von Airlines und Preisen (Servicegebühr: € 30,00)
Internet: http://www.fernstudium-ap.org/ferien/kenya.php
Veranstalter: Diani Marine / Internationale Akademie für Astrologische Psychologie Frankfurt
Infos: Harald Zittlau, E-Mail: , Tel. 069/400 354 76

Das Wohn-Horoskop

Mit psychologischer Astrologie und Feng Shui Lebensräume optimal gestalten

 

Von Monika Lüthje 

Jedes Haus, jede Wohnung, jedes Büro trägt die Basisinformation eines Lebensthemas in sich. Zieht jemand um, so wird sich das Thema dieses neuen Standortes innerhalb von kurzer Zeit (max. fünf Jahre) im Leben des Betroffenen verwirklichen. Durch die 3000 Jahre alte Tradition des Feng Shui (chinesisch: Wind und Wasser) verfügen wir über ein ausgeklügeltes Analysesystem, um die Wechselwirkung  zwischen Mensch und Umgebung präzise zu benennen. Es zeigt die Grundthematik der Raumenergien an und  gibt Hinweise, wie sich diese auf den Bewohner auswirken. Feng Shui ist übrigens eine hochkomplexe Methode, die weit über die landläufig bekannten Zuordnungen von Lebensthemen in Häusern oder Räumen hinausgeht.

Kombiniert man Astrologie mit Feng Shui, so ergibt sich in der Beratung daraus ein großes Spektrum an Möglichkeiten. Um herauszufinden, wie gut sich der Mensch in seiner Wohnung entfalten kann, werden Geburtshoroskop und Grundriss der Wohnung zueinander in Beziehung gesetzt. Bestehen Blockaden im Leben, die man im Horoskop an herausfordernden Radix- oder Transit-Aspekten erkennt, so kann man durch das Umstellen von Möbeln, durch die Wahl von Farben, Materialien, Symbolen und Accessoires eine Veränderung erzielen. Dabei wird durch den Berater in keiner Weise der eigene Stil in Frage gestellt (was manchmal angenommen wird). Häufig sind nur kleine Eingriffe nötig, um die Energien optimal zu nutzen, zum Beispiel, indem man einen Schreibtisch um 90 Grad dreht, wenn dieser zuvor ungünstig platziert war.

Räume sind ein Abbild unseres momentanen seelischen Zustandes. Unser Befinden und unser aktuelles Lebensthema stellen wir durch die Art und Weise dar, wie wir unsere Räume einrichten. Feng Shui hilft uns, unser Wohnumfeld optimal zu gestalten, damit die Energie frei fließen kann. Durch die Kombination von Astrologie und Feng Shui ist es möglich,  Ressourcen zu stärken, so dass die Entwicklungsmöglichkeiten, über die das Geburtshoroskop Auskunft gibt, eine positive Unterstützung erfahren. Ziel ist es, dass das Raum-Qi, die vitale Lebensenergie, ungehindert in Resonanz mit unserer Seelenaufgabe fließen kann. Feinstoffliche, vitale Energien sorgen für neue Raumemotionen, schlummernde Gefühle werden in uns wach, wir spüren einen Zuwachs an Kraft und Entfaltungsmöglichkeiten.

Wie ein Scanner an der Supermarktkasse nehmen wir die Veränderung wahr. Sobald wir einen praktischen Impuls umsetzen, beginnt unsere Seele, diesem Energiefluss zu folgen. Raumenergie und Seelenenergie stehen in ständigem Austausch miteinander: Wie innen, so außen – wie außen, so innen. Wir kommen in einen Prozess, bei dem die Polaritäten von Yin und Yang (Abb. links) in einen Ausgleich gebracht werden. Wachstum wird möglich.

Wie das Zusammenspiel der Planeten und der Raumkräfte in der Praxis funktioniert, möchte ich hier anhand eines Fallbeispiels beschreiben: Ein Kunde, nennen wir ihn einmal Oskar, kommt zu mir in die Praxis, weil er das Gefühl hat, er könnte beruflich viel mehr erreichen, aber es stockt immer wieder. Er ist als Angestellter im Dienstleistungsbereich tätig, möchte sich aber selbstständig machen. Jedoch ihm fehlt der Mut. Der Mann hat das Gefühl, sich nicht so nach vorn wagen zu dürfen wie andere. Irgendetwas hält ihn zurück.

Mein erster Blick gilt seinem Horoskop: Mit der Schütze-Sonne im 2. Haus, Trigon Uranus im 9. Haus, könnte Oskar sich definitiv selbstständig machen, die Anlagen und Talente dafür sind vorhanden. Offenbar hat er dieses berufliche Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Im gleichen Zeitraum befindet sich der Transit-Pluto in Konjunktion zu seiner Sonne und ruft nach Wandlung. Das erläutere ich ihm, damit er einen neuen Fokus bekommt.

Nach der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre (Holz, Feuer, Wasser, Erde, Metall) gehört Oskar zum Erde-Metall-Typus. Seine Persönlichkeitsmerkmale sind u. a. Bodenständigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit, Konzentrationsfähigkeit, Analyseverständnis. Die Schütze-Energie bringt Feuer mit, was Oskars Erde-Metall-Typus gut ergänzt. Es entsteht ein harmonischer Elemente-Zyklus, der sich gegenseitig nährt: Feuer-Erde-Metall.

Nun schaue ich mir den Grundriss des Einfamilienhauses an, in dem Oskar seit zwei Jahren wohnt. Und jetzt kommt die Standort-Astrologie zum Einsatz: Das Horizonthoroskop wird entsprechend den Himmelsrichtungen auf den Grundriss gelegt, wodurch sich genau nachvollziehen lässt, welche Planeten und welche Häuser des Horoskops an den einzelnen Orten der Wohnung ihre Energie entfalten. Die Ansicht des Horoskops im Horizontsystem ist immer so gestaltet, dass Norden oben, Osten rechts, Westen links, Süden unten liegt. So wie wir das von Landkarten her kennen.

Der Grundrissauszug: Die Pfeilmarkierung zeigt den Hauseingang  - im hinteren Bereich befindet sich ein Wohnzimmer.

Grundrissauszug mit integrierten Horoskopfaktoren: Eine zentrale Rolle spielen hier Sonne (rechts) und Mars (links).

Auffällig ist, dass sich die Sonne bei Oskar im Eingang seines Hauses befindet. Das ist ein sehr guter Platz für die Sonne, weil sein Wesenskern damit sowohl öffentlich als auch privat zum Ausdruck kommen darf. Ein Kommen und Gehen im Eingang symbolisiert: Ja, du wirst gesehen. Das Qi bewegt sich permanent, und das ist förderlich. Wäre die Sonne zum Beispiel im Badezimmer oder im Abstellraum positioniert, wäre das weniger günstig. Oskar ist also in ein Haus eingezogen, in dem die Energie seines Wesenskerns ins Licht treten darf, und darum liegt es auch nahe, dass das Thema Selbstständigkeit ihn jetzt besonders beschäftigt. Das Haus feuert ihn geradezu an, seine Sonne zu verwirklichen!

Um die Basisenergie des Hauses zu definieren, benötige ich das Baujahr und die Ausrichtung des Hauses – in welcher Himmelsrichtung die Hauptwohnräume gelegen sind. Diese Informationen verwendet das traditionelle Feng Shui, um sie mit Hilfe eines Zahlenschlüssels („Die Fliegenden Sterne“) umzurechnen. Es gibt ungefähr ein Dutzend unterschiedlicher Zahlenschlüssel, die je nach Fragestellung zur Anwendung kommen. Die individuelle

Konstellation spiegelt sich dann im Bagua wider, welches aus neun Quadraten besteht, die durchnummeriert sind.

Entfaltung

Materialisierung

Finanzen

4

Leidenschaft

Leuchten

Ruhm

9

Energieaufnahme

Entwicklung

Partnerschaft

2

Hervorbringen

Positionierung

Familie

3

Zentrierung

Energieverteilung

Mitte

5

Reflexion

Zukunftsplanung

Ernte – Projekte

7

 

Versöhnung

Kräfte bündeln

Persönlichkeitsentwicklung

Wissen

8

Loslösung

Vision

Karriere Berufung

1

Kontakt

Macht

Hilfreiche Freunde

6

 

In der Mitte, auf Platz 5, wird das zentrale Thema angezeigt. Die Mitte trägt den Titel: „Zentrierung, Energieverteilung, Mitte“. Und siehe da – die Basisenergie in Kombination mit dem Zahlenschlüssel der Tiefenanalyse von Oskars Haus sagt: Komm in deine Mitte,

konzentriere dich auf deinen Wesenskern. Überlege, wie du deine Energie optimal verteilen kannst. Werde selbstständig und verdiene dein eigenes Geld!

Die Planeten des Geburtshoroskops werden nun auf die Quadrate übertragen. Bei Oskar befindet sich die Sonne im Sektor 3 (Hervorbringen, Positionierung, Familie), Mars im Sektor 7 (Reflexion, Zukunftsplanung, Ernte und Projekte). Der vertiefte Zahlenschlüssel für den Sektor 3 zeigt Herausforderungen an: Um sich neu zu positionieren, muss Oskar bereit sein, Auseinandersetzungen auszufechten. Sektor 7 – das Ziel – verfügt laut vertieftem Zahlenschlüssel über die besten Energien. Nimmt er die Herausforderung an, so wird er ernten, was er gesät hat.  Optisch auffallend ist die Verbindung der jeweiligen Achsen zueinander. Das Bagua von Oskars Haus zeigt die Achsenverbindung 3-5-7, was in Oskars Horoskop der Achsenverbindung zwischen dem 2. und dem 8. Haus entspricht.

Da die Sonne im Sektor 3 gestärkt werden muss, gilt mein Hauptaugenmerk dem Eingangsbereich von Oscars Haus. Farben, Materialien, Symbole, Gegenstände, die sich hier befinden, betrachte ich ganz genau. Welche sind förderlich, welche nicht?

Als erstes entdecke ich ein Wasserspiel im Garten, das für diese Himmelsrichtung laut Feng Shui zwar eigentlich förderlich ist, aber zu diesem Zahlenschlüssel der Tiefenanalyse nicht passt. Denn genau an diesem Punkt im Garten verläuft die so genannte Untergangslinie, welche auf keinen Fall durch die Wasser-Energie noch unterstützt werden sollte. Dies erzeugt nämlich bei Oskar Unruhe und fördert aufschäumende Emotionen. Vielmehr gilt es, diesen Bereich im Garten zu beruhigen, und das gelingt am besten, indem man das Wasserspiel entfernt und stattdessen die Erd-Energie betont, also Rasen und Beete anlegt.

Ich empfehle Oskar, die Erd-Energie generell im Eingangsbereich zu stärken, um seine Sonnenkraft besser entfalten zu können: Terrakotta-Töpfe vor der Haustür aufzustellen, Natur-Fliesen im Flur zu verlegen und im Inneren des Hauseingangs die Wände mit hellen Erdfarben zu streichen (geeignet wären alle Gelb-und-Braun-Töne). Auch Bilder und Accessoires im Flur unterziehen wir einer genauen Prüfung.

Der Westen – das Wohnzimmer – entspricht dem Sektor 7 im Bagua, also dem Ziel. Hier sind, laut Zahlenschlüssel, die besten Energien vorhanden, und hierhin fällt auch der Mars, der im Geburtshoroskop im Zeichen Krebs steht, eingeschlossen im 8. Haus. Dieser Stellung im Horoskop kann man entnehmen, dass es Oscar nicht unbedingt leicht fällt, Tatkraft und Durchsetzungsvermögen adäquat zu entwickeln, um seine Interessen zu verwirklichen. Hier sehen wir die Entsprechung im Horoskop für den Mangel an Mut, sich nicht wirklich nach vorn zu wagen. Da aber die Mars-Energie im Wohnzimmer ausgesprochen günstig beeinflusst wird, empfiehlt es sich, exakt an diesen Ort im Wohnzimmer einen Sitzplatz einzurichten, wo Oskar sich so oft wie möglich aufhalten sollte, um seine Mars-Energie zu stärken. Das schafft Mut, sich durchzusetzen und an Risiken heranzuwagen.

Wie ging es mit Oskar weiter? Er traute sich schließlich an Projekte heran, die vorher immer nur in Traumbildern vorhanden waren. Inzwischen hat er sich selbstständig gemacht und  etabliert.

Feng Shui, kombiniert mit Astrologie, kommt für nahezu alle Lebensthemen zur Anwendung: Eheprobleme, Streitigkeiten mit Freunden oder Nachbarn, Mobbing, Kinderwunsch, Partnersuche, Chefkonflikte, Berufsfragen, Reichtum, Geld, Herkunftsfamilie, Gesundheitsthemen… 

Ein Feng Shui Tipp: Räumen Sie auf! Jede Rumpel-Ecke, jeder Keller voller Müll, jede überfüllte Abstellkammer zieht Energie ab und hemmt die freie Entfaltung.

Betrachten Sie besonders intensiv den Eingang und Flur: Stapeln sich auf Ihrer Kommode Bücher? Häufen sich die Jacken und Mäntel an der Garderobe? Ist das Schuh-Regal längst überfüllt? Misten Sie aus – bringen Sie alte Zeitschriften zum Papier-Container, trennen Sie sich von überflüssigen Haushaltsgegenständen, verbannen Sie Fitness-Geräte und Fernseher aus dem Schlafzimmer. Werfen Sie Ihren Ballast über Bord!

Übrigens gibt es keine „schlechten“ Räume – man muss sie nur richtig nutzen: Mein Praxisraum zum Beispiel liegt in einem Bereich, der normalerweise als schwierig eingeordnet wird. Aber wenn er therapeutisch-beratend genutzt wird, kann diese Energie sehr kraftvoll wirken, denn hier soll ja Transformation geschehen, und genau das wird an diesem Platz begünstigt!

  

Kontakt: Monika Lüthje

Impulse für die Seele

Moortwiete 9

25551 Lohbarbek

Tel.: 04826 / 37 00 61

E-Mail:

Internet: http://www.raum-und-seele-online.de/

 

Monika Lüthje, Mitglied im DAV, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Medizinische Fachangestellte, später war sie im Sportmodebereich tätig. Ihre astrologische Ausbildung erhielt sie von 2008 bis 2011 in der Astropraxis Helen Fritsch in Hamburg. Seit 2004 ist sie als freiberufliche, selbstständige Feng-Shui-Beraterin tätig und Mitglied im Berufsverband  für Feng Shui und Geomantie. Fortlaufende spezielle  Seminare – u. a. Standortastrologie, kreative Astrologie, schamanische Rituale, Meditation, Bewusstseinscoaching, Schattenkompetenz, Achtsamkeitstraining – runden die beruflichen Qualifikationen ab. Monika Lüthje bietet Beratungen vor Ort oder per Telefon/Mail an; auf Anfrage hält sie Vorträge und gibt Workshops.

Augsburg: Ein Horoskop wird zum Museumsstück

Ernst Ott schreibt astrologisches Gutachten für einen Ausstellungskatalog
 

Astrologie hat viel mit Kunst und Kultur zu tun. In früheren Jahrhunderten war es weitgehend selbstverständlich, dass Gelehrte auch über astrologische Kenntnisse verfügten. Jetzt wird ein Horoskop, das vor 400 Jahren entstand, zum Ausstellungsstück einer außergewöhnlichen Museums-Schau: Das Augsburger Maximilianmuseum präsentiert derzeit ein Wunderwerk der Renaissance, den „Pommerschen Kunstschrank“. Zu den Ausstellungsobjekten gehört auch das Geburtshoroskop seines Schöpfers, Philipp Hainhofer.

 

Horoskop Hainhofer

Die Ausstellungsmacher baten Ernst Ott, dieses Horoskop zu deuten. Er leitet zusammen mit Eva Stangenberg drei Ausbildungszentren des Deutschen Astrologen-Verbandes (DAV) im süddeutschen Raum. Die ausführliche Radix-Analyse ist im Katalog abgedruckt. „Möge dieses Beispiel unter Kunsthistorikern Schule machen“, sagt Ernst Ott. „Denn Astrologie ist eine wichtige Methode zu vertieftem Verständnis von Kunst und Geschichte.“

Der „Pommersche Kunstschrank“ gilt als ein Hauptwerk der europäischen Kunstgeschichte. Angefertigt wurde das Prunkstück für Herzog Philipp II. von Pommern-Stettin, kurz vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges, im Jahr 1617, waren die Arbeiten daran beendet. An der Entstehung des „Pommerschen Kunstschranks“ waren die besten Augsburger Künstler und Kunsthandwerker ihrer Zeit beteiligt.

Hainhofer

Ein Mann spielte damals eine Schlüssel-Rolle: Philipp Hainhofer (1578–1647). Der Augsburger Kaufmann und Patrizier betätigte sich als europaweit agierender Netzwerker in Sachen Kunst und verkehrte an zahlreichen Königs- und Fürstenhäusern. „Hainhofer hatte sich damals selbst ein Horoskop erstellen lassen, welches nun in der Ausstellung präsentiert wird“, berichtet Ernst Ott. „Allerdings ist nur die Horoskopzeichnung erhalten geblieben, der Deutungstext ging verloren.“ Der Kurator der Ausstellung fragte Ott, ob dieser eine Analyse anfertigen könne. Ott: „Natürlich habe ich sie unter Berücksichtigung der heutigen astrologischen Erkenntnisse gestellt.“

Der Kurator war erstaunt, wie genau die Analyse zutraf. Sie schildert treffsicher die Persönlichkeit, Neigungen und Talente des Philipp Hainhofer, obwohl Ott nicht wusste, um welche Persönlichkeit es sich handelt. „Der Kurator hatte mir die Daten nämlich anonym gegeben.“ Normalerweise stellt Ernst Ott nur ungern „Blindgutachten“ aus, er sucht vorher den Kontakt zum Horoskopeigner. „Das war bei Hainhofer etwas schwierig“, sagt Ott, „weil er seit bald 400 Jahren tot ist.“

Das Museum druckte die Horoskop-Analyse im wissenschaftlichen Katalog ab. Und zwar in vollem Wortlaut, da der Text so treffend sei. „Natürlich schmeichelt mir das“, meint Ernst Ott, „aber noch mehr freut es mich, weil es die Hoffnung schürt, dass die Astrologie wieder dahin zurückfindet, wo sie bis vor 300 Jahren schon immer war: Im Zentrum der Gesellschaft, als Erkenntnismethode von allen Wissenschaften und Künsten verwendet.“

Horoskop NN

Philipp Hainhofer war Kunstagent, Politiker und Diplomat.
Ott: „Eine faszinierende Löwe-Persönlichkeit!“ Wir zitieren hier einen kurzen Ausschnitt aus Ernst Otts Text, der im Katalog in ganzer Länge nachzulesen ist. Der Astrologe richtet sich in seinem Schreiben direkt an den Horoskopeigner, so, als würde dieser noch leben: „Als Mensch Ihrer Zeit dürfte Ihnen bewusst sein, dass Sie ein ‚Kind des Merkur’ sind, weil dieses Gestirn in Ihrer Geburtsstunde am Osthorizont im Aufgehen begriffen war. So dürften Sie auch erfahren haben (…), dass eine enorme Neugier und Lernfreude in ihnen steckt. Sie haben ein deutliches Talent, Verbindungen zu knüpfen, zu kommunizieren, zu handeln und zu verhandeln. Ihr Interesse an Menschen haben Sie hoffentlich bereits als Talent erkannt. Nutzen Sie Ihre Bildungslust und Weltoffenheit als ein wertvolles Kapital, das Ihr Leben bereichern kann!“

Das Ensemble des „Pommerschen Kunstschranks“ umfasst 250 Objekte. Dazu gehören wissenschaftliche und medizinische Instrumente, Apothekenutensilien, Barbierzeug, Toilettegerät, Tafelsilber, Schreibzeug, Spiele und mechanisches Gerät. „Die Astrologie ist ein unverzichtbares Mittel, um Kunstwerke der Vergangenheit zu verstehen“, erläutert Ott. „Wenn wir bedenken, dass bis zur Aufklärung jahrhundertelang jeder Künstler die Astrologie kannte und mit den astrologischen Symbolen schon in der Schule vertraut gemacht wurde, verstehen wir, warum es so viele versteckte und offene astrologische Bezüge in der Kunst gibt.“

Wunderwelt. Der Pommersche Kunstschrank.
Geöffnet bis 29. Juni 2014, di, mi, fr, sa, so 10-17 Uhr. Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1, 86150 Augsburg
Eintritt 9/7 Euro, Katalog 560 Seiten, 39,90 Euro.
www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de

Ernst Ott

Ernst Ott, geprüfter Astrologe DAV
Astrologieschule Ernst Ott und Eva Stangenberg
Ausbildungszentrum des Deutschen Astrologen-Verbandes (DAV)
Mathystr. 21, 76133 Karlsruhe
Tel. 0721 / 35 78 27
www.astrologieschule.org
E-Mail:

Hier geht es zur Ausstellung
Hier zum Katalog
Und hier ist ein Film zur Ausstellung