Astrologie für Einsteiger

Meditationsbild zur Tibetischen Astrologie

Tibetische Astrologie: eine Einführung

Die tibetische Astrologie ist eine Synthese aus der indischen und chinesischen Tradition. Dazu kommen spezifisch tibetische Elemente, die das Verständnis der Zeit betreffen. Wie die indische, so arbeitet auch die tibetische Astrologie mit dem siderischen Tierkreis. Die Vorlage für die Zeichnung ist rechteckig, die Häuser sind äqual und werden im Uhrzeigersinn eingezeichnet. Bei der Deutung stehen die sieben klassischen Planeten sowie die Mondknoten im Zentrum.

Partner-Horoskop

Partner-Horoskop

Kaum eine Frage ist so populär wie die nach der passenden Partnerschaft; auch in der astrologischen Beratung. Und kaum irgendwo lauern so viele Fallen und Gefahren der Projektion. Die psychologische Astrologin und Heilpraktikerin Annette van den Bergh beschreibt, wie wir mit Hilfe der astrologischen Prinzipien unsere eigenen Beziehungsmuster besser erkennen und welche Lehren wir daraus ziehen können.

Neumond

 

Astrologie für Einsteiger

Im Dezember hat Sabine Bends eine „Reise zum Mond“ beschrieben, die äußere Beobachtungen mit innerer Erfahrung verbindet. In einem weiteren Beitrag befasst sich die Autorin mit dem Neumond, seiner astronomischen Grundlage und seiner astrologischen Bedeutung, die jeder selbst erfahren und nutzen kann.

 

Wo steht der Mond?

Haben Sie schon mal an Neumond den Mond gesehen? Vielleicht lachen Sie jetzt, weil Sie wissen, dass man ihn an Neumond nicht sehen kann. Ja, das stimmt, man kann den Mond an Neumond nicht sehen. Aber warum nicht?

Der Neumond steht aus der Sicht der Erde genau zwischen der Erde und der Sonne. An diesem Tag geht der Mond mit der Sonne auf- und unter. Das deutet sich schon in den Tagen vorher an, wenn sich er sich auf die Sonne zubewegt und am Morgenhimmel vor Sonneaufgang als immer kleinere Sichel zu sehen ist. Nach Neumond bewegt er sich als wachsende Sichel am Abendhimmel von der Sonne weg.

Man kann den Neumond also nicht sehen, da er am Tageshimmel ganz nah bei der Sonne steht. So wie die Sterne tagsüber unsichtbar für uns sind, weil das Licht der Sonne alles andere überstrahlt, so ist es auch mit dem Mond zu Neumond. Nur die der Erde abgewandte Seite des Mondes wird zu dieser Zeit beleuchtet. Trotzdem ist der Mond die ganze Zeit da - er steht von morgens, von Sonnenaufgang an, mit der Sonne am Tageshimmel und geht gemeinsam mit ihr unter. Vielleicht können andere Wesen den Mond zu dieser Zeit sehen - wir hier auf der Erde zumindest nicht.

Der Mond heißt "neu", weil die Begegnung von Sonne und Mond eine neue Runde des Wachstums einleitet. Der Mond wird von diesem Tag an immer voller und runder. Die Zusammenkunft von Sonne und Mond findet sich in der Mythologie wieder in der Verbindung von der Mondgöttin Selene, bei den Römern Luna genannt, und Helios, dem lebensspendenden Sonnengott. Selene ist seine Schwester zu zugleich Gemahlin. Der Mond reflektiert das Licht der Sonne, nimmt es auf und schenkt es uns wieder. So ist auch Selene eine Göttin der Fruchtbarkeit und des inneren Wachstums. Sie repräsentiert, wie der Mond, Nacht für Nacht das, was unsichtbar abläuft und im Inneren geschieht. Selenes Empfang des lebensspendenden Lichtes wird nur sichtbar durch die Kinder, die sie gebärt.

Übrigens gehört das Deutsche zu den wenige Sprachen, in denen der Mond „männlich“ ist (das gibt es sonst nur noch im Lettischen). In den meisten Sprachen heißt es „die Mondin“.

 

Eine Reise zum Mond

Neumond ist also der Beginn eines jeden Mondzyklus, weil sich die archetypisch weibliche und aufnehmende Energie des Mondes von der archetypisch männlich und abstrahlenden Energie der Sonne aufladen lässt. Die Kraft der Sonne geht auf den Mond über und wird von ihm in seiner Runde durch den Tierkreis den ganzen Monat über verteilt. Etwas Neues kann heranwachsen und entstehen. Mit der kraftvollen Konzentration der Energie von Sonne und Mond am Neumond besitzen wir ausreichend Begeisterungskraft, das Neue zu wagen und es als Vision zu nähren. Denn Sonne und Mond sind die wichtigsten Himmelskörper für uns Menschen, seit Anbeginn aller Zeiten. Richten Sie ihre Energie in den gleichen Himmelsabschnitt, Tierkreis genannt, dann ist dies eine konzentrierte, geballte Kraft.

Das ist der Grund, warum Neumond als ein so kraftvoller Zeitpunkt für Neuanfänge und neue Erfahrungen gilt. Zu keiner anderen Zeit erleben wir eine solch starke himmlische Zeugungsenergie. In dieser Phase zehren wir von neuen Herausforderungen, Plänen, Visionen und Vorhaben. Jeder Neuanfang jetzt hat sozusagen kosmischen Rückenwind. Es gilt daher, unsere Kraft in dieser Zeit auf das zu konzentrieren, was der Tierkreisabschnitt, in dem Sonne und Mond gerade stehen, als höchstes Potential und Möglichkeit zu bieten hat. Denn jeder Zeitpunkt eignet sich für etwas besonders gut und für anderes gar nicht.

 

Wann genau ist Neumond?

Neumond finden Sie in den meisten Kalendern als dunkle Kreisscheibe eingezeichnet. In welchem Zeichen steht der Mond dann jeweils? Im gleichen wie die Sonne.

Da die Sonne jedoch nicht genau um Mitternacht von einem Tierkreiszeichen in das nächste wechselt, ist diese allgemeine Einteilung nach Kalendertagen nicht absolut exakt. Der genaue Zeitpunkt des Übergangs der Sonne in ein Tierkreiszeichen ändert sich außerdem von Jahr zu Jahr, da unser Sonnenjahr nicht genau 365 Tage lang ist. In der Kalenderberechnung haben wir dafür Schaltjahre. Die genaue Berechnung des Wechsels der Sonne übernehmen Astrologen daher persönlich für ihre Klienten, wenn jemand in so einer Übergangszeit Geburtstag hat. Denn so mancher, der glaubt, ein Fisch zu sein, ist möglicherweise schon ein Widder!

Diese Unsicherheit gilt nur für die Übergangstage vom einen ins nächste Zeichen. Wenn also am 10. April ein Neumondtag ist, können Sie sicher sein, dass der Mond auch wirklich im Zeichen Widder steht. Für Ihre Mondbeobachtungen, vor allem auch für die anderen Mondphasen, ist es am einfachsten, wenn Sie sich einen Mondkalender zulegen. Dort können Sie ganz einfach ablesen, in welchem Zeichen der Mond am betreffenden Tag steht. Falls an einem Tag zwei Zeichen angegeben werden, wechselt der Mond im Laufe des Tages das Zeichen. Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, also um welche Uhrzeit der Mond in das nächste Zeichen wechselt, dann brauchen Sie einen astrologischen Kalender.

Nehmen wir einmal an, Sie wissen jetzt, dass Neumond ist und in welchem Zeichen der Mond steht. Wie lange gilt dann dieser Neumond? Einige Stunden? Einen Tag? Mehrere Tage? Eine sehr berechtigte Frage, denn der Zeitpunkt des genauen Zusammentreffens von Sonne und Mond währt wirklich nur eine Stunde. Wir bezeichnen jedoch den ganzen Tag als Neumondtag. Und zuweilen, wenn der Mond am Folgetag immer noch im gleichen Zeichen steht, können wir dies auch auf den nächsten Tag ausdehnen. Doch die Kernzeit ist immer der betreffende Tag.

Über die Autorin

Sabine Bends

Sabine Bends

Hevinghausen 18 a
D - 53804 Much
Tel. 0 22 45 / 611 95 46
E-Mail:
Internet: www.astrologie-koeln.de, www.astrologie-ausbildung.de, www.sofengo.de/academy/Sabine.Bends

Sabine Bends, Dipl.-Übersetzerin, geprüfte Astrologin DAV und Coach für The Work of Byron Katie, führt seit dem Jahr 2000 ihre astrologische Beratungs- und Coachingpraxis bei Köln. Gemeinsam mit Holger Faß leitet sie das DAV Ausbildungszentrum Köln-Süd. Sie war viele Jahre im DAV aktiv in der Ausbildungs- und Kongresskommission. Sie ist Mitautorin zweier Astrologiebücher und veröffentlicht regelmäßig Fachartikel im "Meridian". Einer ihrer astrologischen Schwerpunkte ist der Mondrhythmus und dessen Erfahrbarkeit im Alltag. Ihre täglichen Planetentipps auf Facebook gehören für viele Astrologieinteressierte zum morgendlichen Kaffee dazu: www.facebook.com/planetentipps. Seit 2006 befasst sie sich außerdem mit geistiger Heilung und The Work of Byron Katie.

Eine Reise zum Mond

 

 

Eine Reise zum Mond

 

Schleiermond, im fahlen Licht verbirgst du gelblich dein Gesicht. Weißt du wohl, was ich jetzt denke, wenn meinen Blick ich zu dir lenke? Kennst du dies  Gänsehautgefühl, die Unendlichkeit zu spüren und sich in ihr zu verlieren? Ich bin ein Teil von ihr genau wie du. Guter Mond, hörst du auch zu? Magst du mir nicht sagen, was all die ander'n dich so fragen? Ich würd' die Welt so gern versteh'n und mir in meine Seele seh'n.

"Mir in meine Seele seh'n..." Wenn ich damals gewusst hätte, dass der Mond in der Astrologie der Spiegel unserer Seele, unserer Gefühle und Stimmungen ist, ja, dann hätte ich mich wohl direkt aufgemacht, mehr darüber zu lernen. Doch davon wusste ich gar nichts. Ich spürte nur tief in mir, dass die Himmelskörper Sonne und Mond in einer Verbindung zu mir standen. Und besonders der Mond hatte es mir immer wieder angetan.

So entdeckte ich früh seine Wirkung auf mich und mein Leben, seine Rhythmen und Zyklen, die so eng mit uns verbunden sind. Vor allem Frauen, deren Fruchtbarkeitszyklus einer Mondrunde von Neumond zu Neumond gleicht, nämlich etwas mehr als 29 einhalb Tage, stehen mit dem Mond enger in Kontakt als die meisten von uns wissen.

Dass der Erdtrabant einen Einfluss auf uns hat, ist in der Naturwissenschaft nichts Besonderes. Ebbe und Flut sind die sichtbarsten Auswirkungen. Und auch in der Menschenkunde erleben wir solche Zusammenhänge. Wie sonst wäre es zu erklären, dass Wunden an Vollmond stärker bluten? Dass viele Menschen in Vollmondnächten weniger oder schlechter schlafen? Oder dass Frauen, die längere Zeit ohne künstliches Licht leben, ihren Zyklus dem des Mondes angleichen?

Das Wissen um die Zusammenhänge in der Natur und dem Kosmos ist niemals verloren gegangen, es wurde nur vielfach als "Aberglaube" verdrängt. Dabei ist es so einfach, sich diesem Wissen zu nähern, weil es nämlich erfahren werden kann. Das war und ist mein Zugang zu allen Phänomenen, und den möchte ich auch Ihnen empfehlen.

Also, glauben Sie mir nicht einfach so, sondern probieren Sie es für sich aus. Machen Sie mit dem, was Sie hier lesen, Ihre Erfahrungen und bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil. Mit dem Mond zu leben, bedeutet schlicht und einfach, seine Rhythmen zu beobachten und es mit dem zu vergleichen, was wir hier auf der Erde erfahren. Es ist so einfach, denn wir können den Mond ja deutlich sehen und seine Phasen verfolgen. An Neumond ist er nicht zu sehen, er steht so nah bei der Sonne, dass er von der Helligkeit ihres Lichtes überstrahlt wird. Ihn dann sehen zu wollen wäre so, als würden wir die Sterne am Himmel tagsüber sehen wollen. Sie sind zwar da, doch das Licht der Sonne ist heller als alles andere, und so können wir nur sie erkennen.

Wenn der Mond langsam wächst, also seine Sichel zunimmt, wird er für uns sichtbarer. Immer weiter entfernt er sich im Laufe von zwei Wochen von der Sonne, bis er ganz voll und rund geworden ist und ihr genau gegenüber steht. Im Osten der volle Mond, im Westen die Sonne - das können wir nur an Vollmond erleben. Auf seiner weiteren zweiwöchigen Reise zurück zur Sonne wird die Sichel dann wieder schmaler, der Mond nimmt ab.

Und während dieser monatlichen Wanderung des Mondes durchläuft er zwölf Abschnitte am Himmel, die wir Tierkreiszeichen oder auch umgangsprachlich "Sternzeichen" nennen. In jedem dieser Abschnitte hat seine Wirkung eine andere Färbung, steht etwas anderes für uns im Vordergrund. Ich verfolge dies schon seit vielen, vielen Jahren, und bin immer wieder neu begeistert, was wir dabei entdecken können. So merkte ich beispielsweise bald, dass Vorhaben, die ich an Neumond begann, besonders viel Kraft hatten. Denn der zunehmende Mond ließ auch mein Projekt wachsen und gedeihen. Heilsame Nahrungsmittel konnten nach meiner Beobachtung ihre Wirkung zu dieser Zeit am besten entfalten. Ich stellte fest, dass ich beim abnehmenden Mond hingegen viel besser von Dingen und Angewohnheiten loslassen kann und dass auch im Haushalt hartnäckige Flecken oder Verkrustungen leichter verschwanden. 

 

Eine Reise zum Mond

Als psychologisch beratende Astrologin interessiert mich auch ganz besonders, wie der Mond auf unsere Stimmungen und Gefühle wirkt. Sie kennen das vielleicht: Alle Jubeltage überkommt Sie ein Wutanfall oder ein bedrücktes Gefühl oder eine melancholische Stimmung. Wenn Sie ein "Mondtagebuch" führen, wie ich es seit vielen Jahren tue, stellen Sie fest, dass diese Gefühle nicht "aus heiterem Himmel" kommen, sondern dass der Mond als Auslöser eine entscheidende Rolle spielt. Dies tut er im Zusammenspielt mit den Tierkreiszeichen und auch mit unserem ganz persönlichen Geburtshoroskop. Hier einmal ein paar Beispiele aus Mondtagebüchern von Kursteilnehmerinnen, wie solche Einsichten aussehen können, wenn wir den Mond und uns selbst beobachten:

 »Ich habe in den letzten Wochen echt etwas von mir verstanden. Nämlich, meinen inneren Rückzug, der immer dann ausgelöst wird, wenn der laufende Mond durch das Zeichen Wassermann läuft, wo ich auch selbst im Horoskop Planeten stehen habe. Wenn dann etwas in meinem Umfeld nicht stimmt, bricht bei mir sofort ein Fluchtinstinkt aus. Ich will schreiend weglaufen! Das ist im Grunde schon seit meiner Kindheit so. Es war und ist ein Überlebensmodus für mich, der mir jetzt nur noch Stress macht. Und eigentlich brauche ich ihn nicht mehr wirklich.«

 »Es ist unglaublich, wie gut es mir jedes Mal geht, wenn der Mond durch das Zeichen Löwe läuft! Ich bin dann fröhlich und unbeschwert und lache ganz viel mit meinen Kindern. An den Tagen habe ich auch Lust, mit ihnen etwas zu unternehmen. Und wenn sie mich fragen, ob sie etwas dürfen, habe ich viel weniger Angst um sie und bin irgendwie toleranter. Seit ich das merke, nutze ich das ganz bewusst und nehme mir an den Tagen nachmittags frei.«

»Also, heute ging es bei mir zu wie irr. Oder eher in mir. Das ist jetzt das zweite Mal, dass ich erlebe, wie ein Mondübergang über meinen Mars im Horoskop mich innerlich total unruhig macht. Ich verstricke mich in Nullkommanix in Streit mit meiner Tochter, obwohl ich das gar nicht will! Das Faszinierende ist, dass mir klar wird, wie wenig sie im Grunde damit zu tun hat. Es ist meine Wut, die da hervor kommt, meine Tochter bietet sich nur wunderbar als Projektionsfläche an. Wo mein Mars steht, hat sie ihren Pluto – insofern wundert mich das nicht mehr, dass wir darauf beide immer so derart anspringen...«

 »Dank des Mondtagebuches habe ich mir angewöhnt, an Stier- und Krebstagen besonders lecker für meine Familie zu kochen. Ich achte dann darauf, dass es etwas gibt, das alle gern essen, und sorge immer für ein kleines "Extra", eine Überrachung. Das hat dazu beigetragen, dass wir jetzt zumindest an diesen Tagen als Familie länger beim Essen zusammen sitzen. Das hat uns nämlich gefehlt. Und mir macht das Kochen jetzt auch viel mehr Spaß!"

So kann es also sein, wenn Sie sich mit dem Mond näher befassen:

  • Sie verstehen besser, wann etwas in Ihnen ausgelöst wird. Gefühle und Nahrungsbedürfnisse hängen eng zusammen.

  • Sie können leichter einschätzen, wann wofür die richtige Zeit ist. Das gilt für die Arbeit, Freizeit, das Kochen, für den Haushalt und auch für alles andere.

  • Sie nehmen es nicht so schwer, wenn etwas nicht nach Wunsch läuft, weil sie den Hintergrund kennen.

  • Sie erledigen alle Dinge des Alltags effektiver und haben mehr Freude dabei.

  • Sie zwingen sich nicht mehr dazu, zur unpassenden Zeit etwas zu tun, weil Sie glauben, es tun zu '"müssen".

  • Sie können auch anderen helfen, das Leben leichter zu meistern.

  • Sie essen zur rechten Zeit das Richtige und müssen langfristig auf nichts verzichten.

  • Sie nehmen heilsame Angewohnheiten an.

  • Sie verstehen mehr darüber, wie der Kosmos und das Leben funktioniert, und erfahren es am eigenen Leib.

  • Sie können aus Erfahrung sprechen und nicht nur aus der Theorie.

Unser Alltagsleben - essen, den Haushalt versorgen, arbeiten, uns um die Kinder kümmern, schlafen, ausruhen, Freizeit gestalten - eignet sich am allerbesten, um gewonnenes Wissen anzuwenden, zu erproben und die Ergebnisse zu beobachten. Denn all das tun wir ohnehin, wir können also wunderbar schauen, ob sich eine Erkenntnis bewährt oder nicht. Wir müssen dafür keine zusätzliche Zeit aufwenden.

 

Eine Reise zum Mond

Der Mond und die Nahrung stehen in einem besonderen Zusammenhang miteinander, denn der Mond regiert die Aufnahme von allem, was der Mensch körperlich und psychisch braucht. Ob wir etwas also gut oder schlecht vertragen, ob ein Essen angemessen ist oder uns weniger gut tut, ob es an einem Tag leichter gelingt oder an einem anderen weniger leicht, daran ist auch maßgeblich der Mond beteiligt.

Ich habe in meiner zehnjährigen Berufstätigkeit als Angestellte nach meinem ersten Studium - ich bin auch Diplom-Übersetzerin - in der Lebensmittelbranche gearbeitet, bei großen Einzelhandelsunternehmen im zentralen Management. Damals war Astrologie noch ein Hobby für mich, doch ich konnte bestimmte Beobachtungen auch dort schon machen. In unserer heutigen Zeit funktioniert alles nach engen Zeitplänen, so auch die Nahrungsmittelkonservierung. Wenn es zu einem bestimmten Produkt wiederkehrend Reklamationen gibt - beispielsweise eine bestimmte Dosenware - dann kann das sicherlich vielerlei Gründe haben, von schlechtem Erntegut über unsaubere Verarbeitung bis zu fehlerhafter Verpackung. Doch was häufig nicht bedacht wird, ist der Zeitpunkt, an dem die Ware verarbeitet wird. Es gibt Tage, die sind schlicht ungeeignet für die Konservierung. Man kann dies mit großer Mühe und viel Eifer sicherlich ausgleichen, aber es macht eben dann auch mehr Mühe und Arbeit! Das kann sich jede kluge Hausfrau und jeder kluge Hausmann sparen.

 

Eine Reise zum Mond

Ich freue mich daher, dass Sie sich auf Ihre ganze eigene Reise zum Mond begeben und sage daher... "Ihr Flug zum Mond startet jetzt. Ready for takeoff!"

Über die Autorin

Sabine Bends

Sabine Bends

Hevinghausen 18 a
D - 53804 Much
Tel. 0 22 45 / 611 95 46
E-Mail:
Internet: www.astrologie-koeln.de, www.astrologie-ausbildung.de, www.sofengo.de/academy/Sabine.Bends

Sabine Bends, Dipl.-Übersetzerin, geprüfte Astrologin DAV und Coach für The Work of Byron Katie, führt seit dem Jahr 2000 ihre astrologische Beratungs- und Coachingpraxis bei Köln. Gemeinsam mit Holger Faß leitet sie das DAV Ausbildungszentrum Köln-Süd. Sie war viele Jahre im DAV aktiv in der Ausbildungs- und Kongresskommission. Sie ist Mitautorin zweier Astrologiebücher und veröffentlicht regelmäßig Fachartikel im "Meridian". Einer ihrer astrologischen Schwerpunkte ist der Mondrhythmus und dessen Erfahrbarkeit im Alltag. Ihre täglichen Planetentipps auf Facebook gehören für viele Astrologieinteressierte zum morgendlichen Kaffee dazu: www.facebook.com/planetentipps. Seit 2006 befasst sie sich außerdem mit geistiger Heilung und The Work of Byron Katie.

 

Neptun: Die Begegnung mit dem Unsichtbaren

Neptun ist einer der am wenigsten greifbaren Planeten am Sternenhimmel. Sein Einfluss ist manchmal so subtil, dass er spurlos an uns vorübergehen kann. Es gibt Neptun-Transite, die sind einfach nicht zu spüren, selbst wenn man noch so sensibel in sich hineinhorcht – auf der äußerlichen Ebene passiert dann meist rein gar nichts. Allerdings muss man für Neptun eine Antenne haben: Er beschert zwar Inspiration und Visionen – aber nur denen, die auch etwas damit anfangen können, d. h. Menschen, die offen sind für das Mystische, Spirituelle und Künstlerische.

Neptun erlaubt einen Blick „hinter den Vorhang“, lässt uns erahnen, was es jenseits der sichtbaren, materiellen Welt gibt und öffnet kreativen Menschen den Zugang zum Schöpferischen. Manchmal schenkt er auch einfach nur eine „zauberhafte“ Zeit, in der sich die Welt etwas rosiger darstellt als sie gemeinhin ist. In seiner unerlösten Gestalt ist Neptun hingegen der Gaukler, der mit realitätsfernen Illusionen verführt – weshalb man niemals anfälliger für Betrug und träumerische „Seifenblasen“ ist als unter seinem Einfluss.

Für Menschen, die Angst vor dem Unsichtbaren haben, kann er sich sogar ziemlich beunruhigend anfühlen. Schon mancher wurde daher während Neptun-Transiten von unbegründeter Furcht oder grundloser Traurigkeit geplagt. Als König des unterirdischen Meeresreiches spült er zuweilen auch Dinge nach oben, die schon lange unaufgearbeitet am Seelengrund schlummern. In solch einem Fall sollte man darüber nachdenken, ob nicht die Zeit gekommen ist, in einer therapeutischen Behandlung endgültig die Probleme aufzulösen. Einschneidende Veränderungen bringt Neptun meist nur dann mit sich, wenn man starrsinnig an Dingen festhält, die sich längst überholt haben. Neptun kann dann wie ein Tsunami durchs Leben fegen und fortschwemmen, was man schon längst hätte verabschieden sollen. Das tut leider sehr weh, ist aber manchmal notwendig, damit der Fluss des Lebens nicht ins Stocken gerät. Im Folgenden möchte ich einige Geschichten erzählen, die zeigen, was man unter Neptun-Transiten alles erleben kann:

Neptun ruft unerfüllte Beziehungssehnsüchte wach. Astrologen erleben es leider allzu häufig: Ein Klient oder eine Klientin glaubt während eines Neptun-Transits, endlich den „Traumpartner“ gefunden zu haben – oft außerhalb der Ehe oder einer langjährigen, „eingefahrenen“ Beziehung. Alles am anderen erscheint „perfekt“ – nur ist leider nichts davon real! So verhielt es sich auch mit Roswitha, die ernsthaft mit dem Gedanken spielte, ihren Ehemann zu verlassen, nun aber aus Angst vor ihrer eigenen Courage den Rat eines Astrologen suchte. Wie von mir insgeheim befürchtet, stand Neptun gradgenau in Opposition zu ihrer Venus, während andere, viel versprechende Beziehungskonstellationen fehlten. Ich riet daher von dem neuen Partner ab und warnte vor übereilten Schritten, was Roswitha ziemlich enttäuschte. Erst nach einigen Monaten erfuhr ich, dass sich ihr Traummann nur wenig später „in Luft aufgelöst“ hatte. Er war in Wirklichkeit verheiratet gewesen und hatte nicht im Geringsten daran gedacht, seine Ehe für sie aufzugeben. Glücklicherweise hatte Roswitha ihrem Ehemann nichts von der Affäre erzählt, denn der hätte ihr als eifersüchtiger Skorpion-Mann unter Umständen nicht verziehen. Im zweiten Gespräch war Roswitha offener für meine Botschaft, den Neptun-Transit als Anlass zu nehmen, wieder mehr Zauber in die eigene Ehe zu bringen.

Neptun verweist auf die immateriellen Werte. Jeder astrologische Rat kam leider zu spät für Roland, der mit einer Stier-Sonne im 2. Haus sein Leben lang darauf bedacht gewesen war, sein Vermögen zu pflegen und mit Sachverstand zu mehren. Eigentlich hatte er bei Anlagen immer auf Nummer sicher gesetzt, zumal er sich an der Börse recht gut auskannte. Als Neptun ins Quadrat zu seiner Sonne ging, schien ihn jedoch jeglicher Instinkt zu verlassen. In der Hoffnung, endlich „richtig Kohle zu machen“, fiel er auf einen fadenscheinigen Anlagenbetrug herein und verlor große Teile seines Vermögens. Hinterher konnte er sich selbst nicht erklären, warum bei ihm nicht alle Alarmglocken auf einmal geschrillt hatten. Ein Astrologe hätte Roland davor gewarnt, während des Neptun-Übergangs überhaupt irgendwelche Geschäfte zu tätigen und empfohlen, das Geld für mehrere Monate in sicheren Anlagen ruhen zu lassen. Leider hatte er nirgendwo nachgefragt! Die Botschaft, die Neptun vermitteln wollte, war wahrscheinlich, dass materielle Dinge keine wirkliche Sicherheit bieten und man sein Herz daher nicht allzu sehr an sie hängen soll. Aber für einen Stier ist das natürlich eine schwer zu schluckende Wahrheit…

Neptun spült Lebenslügen davon. Eine ganz andere Botschaft hielt Neptun hingegen für Christa bereit. Sie war seit 35 Jahren verheiratet, und eigentlich bestand die Ehe nur noch auf dem Papier. Der Ehemann glänzte durch ständige Abwesenheit, jagte seiner Karriere nach und hatte zahlreiche Affären. Christa schien das alles jedoch überhaupt nicht zu kümmern. Sie berauschte sich an den Titeln und Erfolgen ihres Mannes, stand dem großen gemeinsamen Haus vor und spielte die Muster-Ehefrau. Ob ihr bewusst war, dass sie in einer Seifenblase lebte, oder ob sie selbst an ihr Märchen glaubte, wusste keiner. Als Neptun über Christas Wassermann-Sonne ging, wurde ihr ganzes Leben dann mit einem Schlag weggespült. Ihr Mann, der die Lügen nicht mehr ertragen konnte, verlangte energisch die Scheidung, das Haus kam unter den Hammer, das Image von der „perfekten Ehe“ war dahin. Leider begreift Christa bis heute nicht, dass die Auflösung ihrer Ehe ja ihnen beiden die Chance bot, noch einmal neu anzufangen. Sie lebt – verbittert und zurückgezogen – von ihrer recht ansehnlichen Abfindung und droht damit leider den Rest ihres Lebens zu verpassen...

Neptun unterstützt spirituelles Wachstum. Michael hatte in seinem Horoskop viele Konstellationen, die auf spirituelle Interessen und heilerische Begabungen verwiesen. Dennoch fand er in seinem Leben keinen angemessenen Rahmen dafür. Sein Lehrerberuf machte ihn unglücklich, da er im herrschenden Schulsystem keine Chance hatte, seine pädagogischen Ideen zu verwirklichen. Durch den Stress hatte er zudem seit langem seine meditativen Übungen und musikalischen Hobbys vernachlässigt. Als Neptun über Michaels Aszendent ging, erlitt er einen Zusammenbruch und wurde wegen Burn-out für mehrere Monate krankgeschrieben. Um wieder gesund zu werden, widmete sich Michael intensiv seinen spirituellen Gaben, wobei er seine Hellfühligkeit und Hellsichtigkeit entdeckte. Mittlerweile hat er seine Lehrerstelle auf die halbe Stundenzahl reduziert und macht eine Ausbildung zum psychoenergetischen Berater.


Die wichtigsten Neptunkonstellationen auf einen Blick:


Jedes Horoskop hat zwölf Häuser (= zwölf Lebensbereiche). Neptun benötigt pro Haus je nach Größe sieben bis 20 Jahre, wobei sich die unten beschriebenen Wirkungen allerdings nur zu Anfang deutlicher bemerkbar machen. Lesen Sie, welche Bedeutung es hat, wenn Neptun im Transit eines der Häuser berührt.

Neptun im 1. Haus Oft mit einschneidenden Veränderungen der Lebensausrichtung verbunden. Öffnung für spirituelle Erfahrungen. Heilsame Erkrankungen, die ungesunde Lebensweisen beenden und notwendige Verluste, die das Leben klären. Obacht: Man trägt jetzt vorübergehend eine „rosa Brille“ – daher Betrug und Illusionen möglich!

Neptun im 2. Haus – Führt uns die Illusion des Materiellen vor Augen. Möchte, dass wir uns auf unsere wahren Schätze besinnen. Verwirrungen bezüglich Selbstwert und Identität möglich.

Neptun im 3. Haus  Führt uns an das kreative, intuitive, bildhafte Denken heran. Lehrt nonverbale Ebenen der Kommunikation.

Neptun im 4. Haus  Fordert uns dazu auf, nach unserer wahren spirituellen Heimat zu suchen. Oft mit Umzügen verbunden. Die bisherige Familienstruktur kann sich lockern (z. B. erwachsene Kinder ziehen aus). Vorsicht: Jetzt lieber keine Immobilie erwerben!

Neptun im 5. Haus. Verstärkt den Kinderwunsch und die Kreativität. Führt uns auf die höheren Ebenen der Sexualität. Die Kinder benötigen evtl. besondere Unterstützung.

Neptun im 6. Haus – Kann zu Veränderungen am Arbeitsplatz führen, alte Strukturen lösen sich auf. Gefahr von Intrigen. Bitte nehmen Sie Warnsignale des Körpers jetzt besonders ernst!

Neptun im 7. Haus – Obacht in Beziehungsdingen: Befinden Sie sich in einer festen Partnerschaft, hüten Sie diese wie einen Schatz. Kommt Ihnen das Verhalten Ihres Partners merkwürdig vor, trauen Sie ihm nicht blindlings. Sind Sie auf Partnersuche, prüfen Sie neue Partner genau!

Neptun im 8. Haus – Kann Verdrängtes hochspülen und therapeutische Prozesse einleiten.

Neptun im 9. Haus Kann neue spirituelle und weltanschauliche Einsichten bescheren und eine Reise nach innen einleiten. Vorsicht vor falschen Gurus und Irrlehren!

Neptun im 10. Haus – Jetzt entdeckt man seine wahre Berufung (auf Visionssuche gehen!) – oder sitzt Illusionen auf. Obacht vor Intrigen am Arbeitsplatz und bei konkreten Geschäftsgründungen (Augen auf bei den Vertragsdetails)!

Neptun im 11. Haus – Kann starke Veränderungen im Freundeskreis mit sich bringen; evtl. beginnt man sich für „neptunische“ Menschen zu interessieren. Oft wird das Interesse für ein karitatives Engagement geweckt.

Neptun im 12. Haus – Weckt die spirituellen und intuitiven Gaben. Oft beginnt man intensiver zu träumen. Günstig auch für therapeutische Prozesse (z.B. Familienaufstellungen). Veränderungen, die sich erst mit dem Übergang ins 1. Haus vollziehen, werden jetzt - oft unbewusst - „ausgebrütet“.

 

Und was bedeutet es, wenn Neptun Transitaspekte zu Planeten des Geburts-Horoskops bildet?

Sonne – Zeit der Visionssuche – was davon umsetzbar ist, stellt sich allerdings erst hinterher heraus…! Geht oft auch mit Verwirrung, Orientierungslosigkeit und Schwäche-Gefühlen einher. Hier gilt: Die Kraft des Nichthandelns entdecken, „geschehen lassen“.

Mond – Zeit der emotionalen Unsicherheit. Kann Traurigkeit und Gefühle der Einsamkeit mit sich bringen. Geborgenheit im Spirituellen finden.

Merkur – Entweder man wird hellsichtig oder fühlt sich gedanklich verwirrt. Hilfreich ist jetzt das Erlernen von Entspannungs- und Meditationstechniken.

Venus – Führt uns durch den Zauber und die Illusionen der Liebe.

Mars – Schwächt die Handlungsenergie und die Durchsetzungskraft – außer man kämpft für überpersönliche Ziele. Demonstriert, dass Härte und Zielstrebigkeit nicht immer der wahre Weg sind, lehrt die „verschlungenen Pfade“ zu gehen.

Jupiter – Obacht: Wirkt wie ein Glas Champagner! Genießen, aber bitte nichts für bare Münze nehmen...!

Saturn – Hilft Blockaden, Hemmungen und Ängste abzubauen. Kann aber auch gewohnte Sicherheiten ins Wanken bringen.

Uranus - Obacht: Erzeugt schräge und verrückte Visionen, aus denen allenfalls Science-Fiction-Autoren Gewinn ziehen können...

Neptun - Macht sensibler für die unsichtbaren Seiten des Lebens.

Pluto – Chance, alte Verstrickungen aufzulösen.

Über die Autorin

Petra Dörfert

Petra Dörfert

Goethestr. 58
D – 10625 Berlin
Tel. 030 / 30 10 24 14
E-Mail:
Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

Die Astrologin und Heilpraktikerin Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie, ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

Oh Schreck, der Betriebsprüfer kommt!

Saturn schenkt Pflichten – und Freuden

 

Von Petra Dörfert

Saturn ist der traditionelle Gegenspieler von Jupiter. In der klassischen Astrologie gilt er als „Übeltäter“, heute würde man sagen: Spielverderber, Griesgram, Moralapostel. Erhalten wir Besuch von Saturn, winkt quasi der Ernst des Lebens, und wir sehen uns mit Prüfungen, Herausforderungen und Hindernissen konfrontiert. Diese gehören aber zwangsläufig zum Leben dazu. Oder kennt jemand ein Märchen, in dem der Prinz die Prinzessin ohne Hürden erobert hätte? So „böse“ ist Saturn also gar nicht. Eigentlich macht er uns nur darauf aufmerksam, wo der Schuh drückt, wo wir uns noch etwas mehr anstrengen könnten und wo wir vielleicht nicht ganz so toll sind, wie wir gedacht haben. Er tut das aber nicht zur „Strafe“, sondern um Fehlentwicklungen vorzubeugen und uns die Möglichkeit zum Wachstum zu geben.

 

Immerhin ist Saturn einer der fairsten Planeten: Wenn er Kritik anmeldet, dann gibt es wirklich etwas zu kritisieren. Und wenn wir das einsehen und etwas verändern, dann hören die Schwierigkeiten auch wieder auf. Haben wir unsere Sache gut gemacht, winkt sogar eine Belohnung. Insofern bergen Saturn-Transite auch die Möglichkeit zu Aufstieg und Erfolg. Ein anderer positiver Effekt von Saturn-Konstellationen ist, dass er uns diejenigen Dinge beschert, die Nachhaltigkeit und Dauer haben – feste Lebenspartner, Kinder, Karriere-Jobs, Firmengründungen oder Grundbesitz. Er möchte uns damit erinnern, dass das, was wir uns wünschen, auch mit Verpflichtungen verbunden ist, die wir nicht nach Lust und Laune abschütteln können. Saturn zwingt uns also, „dranzubleiben“ und dadurch Reife zu entwickeln.

Im Folgenden möchte ich einige Geschichten erzählen, die zeigen, was man unter Saturn-Transiten alles erleben kann:


Saturn fordert uns auf, unser Leben selbstkritisch zu prüfen. Jeanne war glücklich verheiratet und hatte zwei Kinder. Sie schien rundum mit ihrem Leben zufrieden, obwohl sie frühere Karrierepläne – sie wollte eigentlich Modedesignerin werden – aufgegeben hatte. Als Saturn über ihre kreative Löwe-Sonne ging, machte sich bei ihr eine schleichende Unzufriedenheit bemerkbar. Jeanne wusste zunächst gar nicht, was mit ihr los war, und befürchtete, Depressionen zu bekommen. Als sie eines Nachmittags zufällig ihre alten Malsachen wieder fand, malte sie spontan ein Bild – ihr erstes seit Jahren. Jeanne sucht nun nach einem Weg, ihr Familienleben mit ihren künstlerischen Neigungen in Einklang zu bringen.


Saturn fordert uns auf, eigene Maßstäben zu setzen. Eine Bekannte von mir war viele Jahrzehnte lang Grundschullehrerin. Der Umgang mit Kindern machte ihr Freude und ihr Ansehen unter den Kolleginnen war hoch. Als Erika ihren 51. Geburtstag feierte, ging Saturn in ihr 10. Haus, und sie erhielt das Angebot, Schulleiterin zu werden. Was andere als den Höhepunkt ihrer Karriere betrachten würden, erfüllte Erika mit Sorge. Verwaltungskram und Organisation machten ihr keinen Spaß, zudem würde erheblich mehr Druck auf ihr lasten. Nur weil alle ihr so stark zuredeten und sie niemanden enttäuschen wollte, willigte sie schließlich ein. Sie biss sich in den nächsten Jahren tapfer durch ihr Amt, ging aber sobald als möglich in Frührente. Es tat ihr leid, nicht Lehrerin geblieben zu sein, und der Umgang mit den Kindern fehlte ihr. Saturn im 10. Haus hatte an Erika Pflichten herangetragen, die nicht ihrem Wesen entsprachen. Ihre Aufgabe hätte wohl eher darin bestanden, sich davon abzugrenzen und den eigenen Maßstäben zu folgen.


Saturn stellt Rasern das Stoppschild hin. Die Widder hatten schwer zu schlucken, als Saturn von Mitte 2003 bis Mitte 2005 Quadrate zu ihrer Sonne bildete. Ständig schien ihnen jemand Knüppel zwischen die Beine zu werfen, und ihr altbekanntes Motto „Geradewegs mit dem Kopf durch die Wand“ funktionierte plötzlich nicht mehr. So ging es auch dem Mann einer Klientin. Klaus war es gewohnt, im Berufsleben zu powern, und da er viel unterwegs war, drückte er auf der Autobahn gern mal auf die Tube. Als er im Herbst 2003 einen neuen Chef (Saturn!) bekam, brach Unfrieden los, da dieser um jeden Preis seine Autorität durchdrücken, Klaus aber nichts an seinem Arbeitsstil verändern wollte. Klaus war stinkwütend, als er eines Abends die Firma verließ und, wie so oft, alle Geschwindigkeitsanzeigen übersah. Es gab einen mittelschweren Blechschaden, und da Klaus leider schon ein paar Punkte in Flensburg hatte, war der Führerschein für einige Zeit weg. Saturn hatte hier gleich dreifach den mahnenden Zeigefinger erhoben, und zwar in Bezug auf Klaus’ Unfähigkeit, am Arbeitsplatz zu kooperieren, mit seinen Aggressionen sinnvoll umzugehen und vernünftig Auto zu fahren. Der Schock brachte Klaus ein bisschen auf den Teppich zurück: Er ging in der erzwungenen Fahrpause etwas häufiger ins Fitnessstudio, was auch seinem Blutdruck zu Gute kam, beherrscht sich jetzt mehr beim Fahren, und das Verhältnis zu seinem Chef (übrigens auch ein Widder!) hat sich mit der Zeit beruhigt.


Saturn schenkt Pflichten – und Freuden. Wilma hatte die Schwangerschaft nicht geplant, sondern sogar stets eine gewisse Abneigung gehabt, Mutter zu werden. Und dann kam der Transit-Saturn in ihr 5. Haus, sie vergaß einmal die Pille – und schon war’s passiert…! Anfangs dachte Wilma sogar über eine Abtreibung nach, mit der Zeit freute sie sich jedoch auf das Kind. Sie ist heute eine sehr glückliche und verantwortungsvolle Mutter.


Saturn erfüllt Wünsche auf die bodenständige Art. Stimmt es in einer Beziehung nicht, wird dies unter einem Saturn-Transit unfehlbar ans Licht kommen. Umgekehrt sind aber Beziehungen, die unter Saturn beginnen, mit die haltbarsten, die es gibt! Das durfte auch Jasmin erleben, die jahrelang Single gewesen war und sich schwer tat, eine neue Beziehung einzugehen. Eigentlich wünschte sie sich einen neuen Partner, aber sie war schüchtern und gehemmt, und die negativen Erfahrungen der Vergangenheit machten ihr Angst. In solchen Fällen schafft Saturn manchmal Tatsachen: Als dieser nämlich über Jasmins Venus ging, trat ein Mann in ihr Leben, an dem sie trotz ihrer Vorbehalte nicht vorbeikam – sicherlich kein Märchenprinz, aber jemand, mit dem man glücklich werden kann. Demnächst werden die beiden heiraten.


Die wichtigsten Saturn-Konstellationen auf einen Blick:

Jedes Horoskop hat zwölf Häuser (= zwölf Lebensbereiche). Saturn benötigt ungefähr zwei Jahre, um eines davon zu durchlaufen. Lesen Sie, welche Bedeutung es hat, wenn Saturn im Transit eines der Häuser berührt.

 

Saturn im 1. Haus

Beginn eines neuen Lebensabschnitts, lang gehegte Pläne sollten jetzt realisiert werden. Günstig bei Kinderwunsch. Wenn die Lebensperspektive fehlt: Gefühl der Belastung und Schwere.

 

Saturn im 2. Haus

Prüft unsere Finanzen: Wie gehen wir mit unseren finanziellen Ressourcen um? Verschwendung rächt sich, gute Anlagen und Investitionen tragen Früchte. Prüft auch unseren Selbstwert: Wird man seinen Ansprüchen gerecht? Und sind diese überhaupt stimmig oder gar überzogen bzw. zu lasch?

 

Saturn im 3. Haus

Prüft unsere Fähigkeit zu lernen und zu kommunizieren. Positive Zeit für Fortbildungen. Prüft unser Verhältnis zu unseren Geschwistern, Nachbarn, Bekannten.

 

Saturn im 4. Haus

Prüft unsere häuslichen Umstände: Wohnt man am richtigen Ort, in der richtigen Wohnung, im passenden Haus? Stimmt alles mit der Familie?

 

Saturn im 5. Haus

Prüft unsere Fähigkeit, Spaß und Lebensfreude zu haben. Und: Stimmt es eigentlich noch im Bett? Prüft zudem unser Verhältnis zu den Kindern. Erziehungsversäumnisse machen sich nun als „Schwierigkeiten“ bemerkbar.

 

Saturn im 6. Haus

Prüft unseren Arbeitsplatz: Stimmt das Klima, das Verhältnis zu den Kollegen? Ist der uns zugewiesene Aufgabenbereich angemessen? Stimmt das Verhältnis von Leistung/Ertrag/Anerkennung? Prüft auch unsere Gesundheit: Wie gehen wir mit unserem Körper um? Kommt er mit unserem Alltagsrhythmus zurecht?

 

Saturn im 7. Haus

Prüft unsere Beziehung: Wenn’s gut läuft, wird jetzt gerne geheiratet, läuft’s weniger gut, kann es zu Abkühlungen, Desillusionierungen und Trennungen kommen.

 

Saturn im 8. Haus

Prüft unser tiefstes Inneres: Gibt es ungelöste, verdrängte Probleme, kommen die an die Oberfläche. Gibt es keine, passiert meist gar nichts …

 

Saturn im 9. Haus

Prüft unser Wissen und unsere Glaubensüberzeugungen. Gute Zeit, um zu studieren oder ein Buch zu schreiben.

 

Saturn im 10. Haus

Prüft unseren Platz in der Welt, was sowohl berufliche Krisen als auch Beförderungen und Karriereschübe bringen kann.

 

Saturn im 11. Haus

Prüft unsere Freundschaften – zwingt uns dazu, uns von Menschen, die uns nicht gut tun, zu distanzieren. Kann aber auch neue, tiefe Freundschaften bringen. Eventuell werden gesellschaftliche Verpflichtungen an uns herangetragen.

 

Saturn im 12. Haus

Prüft unsere Fähigkeit, uns in uns selbst zurückzuziehen und uns auf unsere spirituellen Wurzeln zu besinnen. Schwierig für Menschen, die auf Aktivität gepolt sind. Alle Lebensbereiche kommen auf den Prüfstand, alles, was nicht mehr zu uns passt, wird abgeschlossen.


Und was bedeutet es, wenn der transitierende Saturn Planeten des Geburts-Horoskops berührt?

Sonne - Prüft, womit wir uns identifizieren („Persönlichkeits-Check“)

Mond - Prüft, ob unsere emotionale Basis noch stimmt, ob wir gut für uns selbst und andere sorgen („Gefühls-Check“). Kann mit Schwangerschaften, aber auch psychischen Abnabelungsprozessen einhergehen.

Merkur - Prüft, was wir denken und sagen. Zwingt zu mehr Präzision („Mental-Check“).

Venus - Prüft unseren Umgang mit der Liebe („Beziehungs-Check“). Kann Trennungen und neue Beziehungen bringen.

Mars - Prüft unseren Umgang mit Energien, unsere Durchsetzungskraft.

Jupiter - Prüft, ob wir zuviel oder zuwenig Freude, Zuversicht und Optimismus im Leben haben.

Saturn - Prüft, ob wir unseren Verantwortungen nachkommen.

Uranus - Prüft, ob wir genügend Freiheit und Unabhängigkeit besitzen.

Neptun - Prüft, ob wir Illusionen und Täuschungen aufgesessen sind.

Pluto - Prüft, wie wir die Krisen unseres Lebens bewältigt haben.

 

Kontakt: Petra Dörfert
Heilpraktikerin
Goethestr. 58
10625 Berlin
Tel.: 030 / 30 10 24 14
E-Mail:

Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

 

Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie und ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

 

Jupiter

Jupiter – Glücksbringer oder Schaumschläger?

Transite des großen Wohltäters eröffnen Chancen, sind aber keine Garantie

 

Von Petra Dörfert

In der klassischen Astrologie wird Jupiter als „Wohltäter“ oder auch als „das große Glück“ bezeichnet. Da er sich relativ schnell durch das Horoskop bewegt, ist fast immer irgendeine aktuelle „Glückskonstellation“ zu finden. Wir müssten daher eigentlich ständig Glück haben – aber die Realität spricht leider eine andere Sprache. In der Beratung sollte sich der Astrologe also gut überlegen, ob er dem Klienten einen „Glücksfall“ verspricht, denn sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Das Verzwickte ist: Jupiter scheint sich vorzubehalten, ob er seine gute Gaben austeilt oder nicht. Manchmal passiert gar nichts, manchmal speist er einen mit Trostpreisen ab (obwohl man doch das große Los erwartet hatte!). und manchmal schlägt das große Glück tatsächlich wie eine Bombe ein. Leider entpuppt sich Jupiter oftmals auch bloß als der „große Übertreiber“: Im Spannungsaspekt narrt er uns nämlich mit überzogenem Optimismus, verführt zu übertriebenen Geldausgaben oder stachelt dazu an, zu viel auf einmal zu wollen. Im Folgenden möchte ich einige Geschichten erzählen, die zeigen, was man beim Umgang mit Jupiter alles erleben kann-

Jupiter darf man nicht verpassen! Leider wiegt einen Jupiter manchmal in dem Gefühl, dass es ab jetzt nur noch aufwärts geht, so dass man die tatsächlichen Chancen schlichtweg verschläft. So ging es einem Bekannten von mir: Er war bereits seit Jahren arbeitslos und natürlich mit seiner Situation unzufrieden. Als Jupiter in sein 1. Haus wechselte (= Neubeginn, vgl. Tabelle unten), erhielt er ein Jobangebot, das ihm allerdings größere persönliche Veränderungen – wie etwa den Umzug in eine andere Stadt –  abverlangt hätte. Er schlug aus – und wartet bis heute vergeblich auf eine weitere Chance.


Jupiter erfordert Mut! Einer meiner Klienten befand sich in einer sehr schlechten beruflichen Situation. Er war innerhalb seiner Firma auf eine Position versetzt worden, die ihm überhaupt nicht lag, und wurde zudem gemobbt. Da Jupiter bald in sein 10. Haus wechseln würde (= berufliche Chancen) und weitere Veränderungskonstellationen anstanden, riet ich ihm, sich anderweitig zu bewerben, zumal er über hohe Qualifikationen verfügte und äußerst begabt war. Leider konnte er sich nicht zu diesem Schritt durchringen. Als Jupiter tatsächlich in sein 10. Haus eintrat, hörte das Mobbing zwar weitgehend auf und er erhielt auch einen neuen Tätigkeitsbereich zugewiesen, der ihm etwas mehr Spaß bereitete – eine tief greifende Veränderung trat jedoch nicht ein. Schade, wir werden leider nie erfahren, welche Position er hätte erreichen können, wenn er mutig Bewerbungen geschrieben hätte…


Jupiter erfüllt nicht alle Wünsche! Eine Freundin von mir wünschte sich nichts mehr als eine Fernsehkarriere, weshalb sie über Jahre hinweg an ihrem Styling arbeitete und sich um jedes Casting riss. Als Jupiter in ihr 10. Haus eintrat (= berufliche Chancen), erhielt sie fast auf den Tag genau das heiß ersehnte Angebot für einen „richtigen“ Fernsehauftritt. Sie absolvierte diesen bravourös – und hegte nun die größten Erwartungen. Trotzdem blieb es beim einmaligen Engagement. Meine Freundin war zutiefst enttäuscht, gestand sich aber mit der Zeit ein, dass ihre Begabungen eigentlich in eine andere Richtung gingen, so dass sie endlich von ihrem Traum loslassen konnte. Mittlerweile arbeitet sie erfolgreich in einem anderen Bereich. Jupiter hat hier also nicht den großen Karrieresprung herbeigezaubert, sondern eher geholfen, „den Knoten zu lösen“. Auch das ist eine wichtige Erkenntnis: Jupiter kann niemals etwas schenken, das nicht im übrigen Horoskop angelegt ist. Ähnlich wie verantwortungsbewusste Eltern erfüllt er seinen Kindern nicht alle Wünsche – was Trostpreise (immerhin war ihr ja ein gelungener Auftritt gegönnt!) und aufschlussreiche Erkenntnisse nicht ausschließt.


Auch Jupiter braucht eine Chance! Eigentlich sollte es ja Jupiter selbst sein, der Chancen bringt – dennoch bedarf es auch eines Nährbodens, auf dem seine Saat aufgehen kann. Ich muss hierbei an eine Klientin denken, deren Radix-Jupiter im 7. Haus stand, eine Konstellation, die traditionell ein glückliches Beziehungsleben anzeigt. Genau das Gegenteil war aber der Fall: In ihrem Leben reihte sich eine partnerschaftliche Katastrophe an die andere. Neben Jupiter gab es leider andere Konstellationen, die darauf hinwiesen, dass eine unglückliche Vaterbeziehung ihren Kontakt mit der Männerwelt erschwerte; im Grunde wäre eine Therapie nötig gewesen. Die Klientin war dazu jedoch nicht bereit, sondern beharrte darauf, dass das „Schicksal“ an allem Schuld sei. Als sich nun der Transit-Jupiter ihrem 7. Haus näherte (= Beziehungschancen), hoffte ich inständig, dass vielleicht doch einmal ein netter Mann in ihr Leben träte – schließlich könnte das ja auch Impulse geben, ihre Probleme zu heilen. Absolute Fehlanzeige! Ihre Einstellung gegenüber einer neuen Partnerschaft war so negativ, dass sie in dem fraglichen Zeitraum nicht einmal eine flüchtige Bekanntschaft machte. Jupiter hatte bei ihr also keine Chance – wie schade!


Und wo bleiben die Erfolgsmeldungen? Natürlich gibt es sie, die großen Glücksfälle! Ich kenne Menschen, die mit Transit-Jupiter im 1. Haus endlich schwanger wurden, mit Transit-Jupiter im 4. Haus ihre Traumwohnung fanden, mit Transit-Jupiter im 10. Haus den Chefsessel errangen und mit Transit-Jupiter auf der Venus ihre große Liebe trafen. Fast immer haben diese Menschen jedoch selbst ihren Beitrag dazu geleistet, dass sich Jupiter im magisch richtigen Augenblick ihres Lebens entfalten konnte. „Jeder ist seines Glückes Schmied“ – das ist kein leerer Spruch, sondern eine Tatsache. Eine gute Beratung besteht daher nie aus leeren Glücksversprechungen, sondern gibt Anregungen, wie wir das Glück auch in unser Leben einladen können!


Die wichtigsten Jupiter-Konstellationen auf einen Blick

Jedes Horoskop hat zwölf Häuser (= zwölf Lebensbereiche). Jupiter durchläuft pro Jahr ungefähr eines davon. Lesen Sie, welche Bedeutung es hat, wenn Jupiter im Transit eines der Häuser berührt.

Jupiter im 1. Haus

Gut für Neuanfänge. Allgemein gutes Wohlbefinden und Energie. Bei Frauen auch günstig für Wunschkindschwangerschaften.

Jupiter im 2. Haus

Gut für den Geldbeutel: materieller Zuwachs oder wenigstens Stabilisation. Zuwachs an Selbstvertrauen.

Jupiter im 3. Haus

Gut für den Geist: weckt die Lust aufs Lernen, auf kleine Reisen, auf neue Bekanntschaften und Austausch.

Jupiter im 4. Haus

Gut für das Familienleben: Man zieht sich zurück und schöpft neue Kraft.

Jupiter im 5. Haus

Gut für Hobbys: man hat Zeit und Lust, endlich einmal zu tun, was man schon tun immer wollte. Gut auch für das Sexualleben, das neuen Schwung erhält.

Jupiter im 6. Haus

Gut für den Job: begünstigt Stellenwechsel und Jobsuche, entlastet bei akuten Problemen. Gut auch für die Gesundheit: Wer etwas auszukurieren hat, sollte jetzt damit beginnen.

Jupiter im 7. Haus

Gut für das Beziehungsleben: Wer eines hat, darf sich freuen; wer keines hat, sollte jetzt auf Partnersuche gehen.

Jupiter im 8. Haus

Gut fürs „Ausmisten“: Diese Zeit bietet vor allem denjenigen Vorteile, die eine Therapie machen wollen – alle anderen spüren eher wenig…

Jupiter im 9. Haus

Gut für neue Horizonte: weckt die Lust auf Studien und weite Reisen.

Jupiter im 10. Haus

Gut für die Karriere: begünstigt den Aufstieg, bietet Chancen.

Jupiter im 11. Haus

Gut für alte und neue Freundschaften, begünstigt Aktivitäten in Vereinen und Gruppen, regt zu gesellschaftlichem Engagement an; eventuell kommt man in den Genuss von Protektion.

Jupiter im 12. Haus

Gut für den Rückzug: jetzt sollte man etwas kürzer treten und regenerieren; ideal für Meditation und Entspannung.

 

Und was bedeutet es, wenn der transitierende Jupiter Planeten des Geburts-Horoskops berührt?

Sonne - verleiht Energie und Zuversicht, stärkt die Lebenskraft

Mond - unterstützt das Gefühlsleben (häufig auch bei Schwangerschaften)

Merkur - positiv für Prüfungen und Vertragsabschlüsse

Venus - oft im Zusammenhang mit neuen Beziehungen

Mars - gibt Schwung und Energie

Jupiter - steht für den Anfang eines neuen Zyklus

Saturn - hilft bei der Lösung von Blockaden, stärkt das Selbstvertrauen

Uranus - regt zu Neuerungen an

Neptun - beflügelt die Phantasie und Spiritualität

Pluto - setzt heilsame Krisen in Gang

Petra DörfertKontakt:

Petra Dörfert
Heilpraktikerin
Goethestr. 58
10625 Berlin
Tel. 030 / 30 10 24 14
E-Mail:

Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie und ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

Wie verreist ein Widder…?

Astrologischer Urlaubsratgeber für die zwölf Tierkreiszeichen

 

Von Petra Dörfert

Eigentlich müsste man ja das ganze Horoskop befragen, um sagen zu können, wie und wohin jemand am liebsten verreist und ob es sich um einen Weltenbummler handelt oder doch eher um jemand, der bevorzugt in heimatlichen Landen weilt. Dennoch verraten das Tierkreiszeichen und der Mond (= Wie relaxt und entspannt man am besten? Wo fühlt man sich wohl?) schon so einiges über die Reisegewohnheiten….

 

Widder

Der Widder ist der klassische Sport- und Abenteuerurlauber. Am Strand oder am Pool hält er es nicht lange aus, denn einfach nur nichts tun ist viel zu langweilig! Man stellt sich ihm daher am besten nicht in den Weg, wenn es ihn drängt, das Wasserski-Gleitschirmfliegen, Tiefseetauchen, Wildwasser-Rafting oder sonst eine exotische Sportart auszuprobieren. Wichtig ist vor allem der Kick – der Widder möchte sich gerne immer aufs Neue beweisen, weshalb ihn auch das nur reizt, was er noch nicht kennt. Wohin die Reise geht, ist ihm hingegen ziemlich egal – Hauptsache der Fun-Faktor stimmt, und ein bisschen erotisches Knistern darf gerne auch mit dabei sein …

 

Stier

Stiere sind nicht unbedingt die großen Weltreisenden, denn Stress und Unbequemlichkeit können sie überhaupt nicht vertragen. Daher bleiben viele von ihnen lieber gleich zu Hause und machen es sich in ihren eigenen vier Wänden gemütlich. Um sie von dort wegzulocken, muss man ihnen schon ein komfortables Hotel mit guter Küche und einem lauschigen Wellness-Bereich in Aussicht stellen. Hat der Stier dann einmal sein Plätzchen gefunden, wird er oft zum eingefleischten Dauergast, der sich am Ende des Urlaubs bereits sein Zimmer fürs nächste Jahr reservieren lässt. Was die Wahl des Urlaubsortes betrifft – den Stier zieht es in die Natur, weshalb er auch gerne in die Berge oder an den See fährt.

Zwillinge

Zwillinge möchten eigentlich überall gleichzeitig hin und alle Urlaubsarten auf einmal miteinander kombinieren – läge Paris an der Copacabana UND am Fuße des Himalaya, dann wäre das sozusagen das ideale Reiseziel für ihn. Um Entspannung geht es dem Zwilling im Urlaub natürlich am allerwenigsten (schlafen kann er auch zu Hause!), wenn nur sein Hunger nach Anregungen und neuen Eindrücken befriedigt wird. Zwillinge sind daher die idealen Kurzurlauber: im Winter eine Woche nach Thailand, im Frühling ein Städtetrip in Europa und im Sommer im Campmobil durch Südfrankreich, so könnte das optimale Programm für ihn aussehen. Wichtig sind natürlich auch die Kontakte – denn selten wird er zurückkehren, ohne eine Menge neuer Leute kennen gelernt zu haben.

 

 Krebs

Die Krebse und das Meer – das ist fast schon eine sprichwörtliche Verbindung. Jedenfalls kenne ich keinen Krebs, der das Meer nicht liebt und der nicht bevorzugt seinen Urlaub dort verbringt (und wenn es nicht das Meer ist, dann muss es wenigstens ein schöner See oder ein Hausboot sein). Alles andere hingegen erscheint ihm zweitrangig: Der Krebs hat zwar grundsätzlich nichts gegen Komfort einzuwenden, aber ein Camping-Platz tut es auch, zumal man dort dem Wasser noch viel näher ist. Sein Tatendrang hält sich indes in Grenzen: Er badet ganz gerne oder fährt auch mal mit dem Schiff. Aber am wohlsten scheint er sich dann zu fühlen, wenn er einfach nur stundenlang ins Wasser starren und ein bisschen herumplätschern kann. Genau das ist nämlich seine Art, die Batterien wieder aufzuladen.

 

Löwe

Der Löwe liebt das Mediterrane und Mondäne gleichermaßen: Ein Badeort mit Yachthafen und ausgiebigem Nachtleben ist daher genau das Richtige für ihn. Vor der Reise investiert er kräftig in die Garderobe, und natürlich geht er vorher zur Sonnenbank und ins Fitnessstudio, um sich am Urlaubsort nicht durch unvorteilhafte Büro-Blässe oder Winterspeck-Reste lächerlich zu machen. Löwe-Männer wollen sich im Urlaub ein bisschen beweisen, ein bisschen glänzen – und, sobald ihr Rang als Platzhirsch unumstritten ist, recht ausgiebig faul sein. Löwe-Frauen mausern sich gerne zu Prinzessinnen und Paradiesvögeln – und sei es nur für diese zwei Wochen im Jahr. Selbstverständlich haben beide Geschlechter nichts gegen einen heißen Urlaubsflirt einzuwenden.

 

Jungfrauen

Für Jungfrauen steht bei der Urlaubsplanung der Erholungsaspekt im Mittelpunkt – bloß nichts Überkandideltes, bloß nichts allzu Spektakuläres, scheint ihr Motto zu lauten. Das Hotel sollte gediegen und sauber, die Küche gesund, die umgebende Natur intakt sein, und am besten wäre es, wenn man das Ganze mit einer Art von Kur verbinden könnte: Fasten-Wandern auf Teneriffa, Schrothkuren in der Lüneburger Heide oder Fango-Packungen in Abano-Therme findet die Jungfrau einfach wunderbar. Wenn sie kann, plant sie jährlich eine solche Wellness-Strecke für sich ein, und sie hat dabei das perfekte Gespür, was ihrem Körper am besten entspricht. Für Qualität ist sie zudem bereit, einiges an Geld auszugeben – kann sie sich das nicht leisten, bleibt sie lieber zu Hause und tut sich dort etwas Gutes.

 

Waage

Die Waage fährt am liebsten dorthin, wo auch ihr Partner hinfahren möchte – so denkt sie jedenfalls im Vorfeld. Stellt sich dann aber heraus, dass dieser doch sehr andere Vorstellungen hat, wird sie ihn am Urlaubsort mit ausgiebiger schlechter Laune bestrafen! Dschungeltrecking und Billigurlaube sind jedenfalls nicht ihr Ding… Die Waage liebt es kultiviert und hat durchaus gehobene Ansprüche, was das Ambiente angeht: Musikfestivals, Museen, hübsche Boutiquen und Bistros und ein Hotel, das das Flair des Landes stilvoll einfängt, sind genau ihre Welt. Für ein edles Wochenende in Barcelona ist sie unter Umständen sogar bereit, auf die üblichen zwei Wochen Strandurlaub zu verzichten.

Skorpion

Neben dem Stier ist der Skorpion der zweite große Nichtreisende des Tierkreises. Skorpione sind eher an den Geheimnissen der Innenwelt und der menschlichen Psyche interessiert, und um diese zu erforschen, braucht man ja wirklich nicht in die weite Welt hinaus. Zudem sind Skorpione sehr ihrem Umfeld verhaftet, so dass es ihnen oft schwer fällt, sich davon auch für nur wenige Tage oder gar Wochen zu lösen. Eine Abreise weckt in ihnen stets die Urangst, dass ihnen unterwegs etwas zustoßen könnte und sie womöglich nicht mehr zurückkehren werden (was natürlich Unsinn ist!). Entschließt sich ein Skorpion doch zu einer Reise, dann treibt ihn meist der Wissenshunger oder die Chance auf eine außergewöhnliche Erfahrung voran. Ansonsten kann er jahrelang zu Hause bleiben, ohne dass ihm etwas fehlt.

 

Schütze

Kein Ziel ist ihm zu weit, keine Erfahrung zu exotisch – der Schütze wurde dazu geboren, die Horizonte dieser Welt zu erkunden! Ob es ihm dabei um den Sinn des Lebens, das Austesten von körperlichen Grenzen oder die pure Lebenslust geht, bleibt hingegen seinem persönlichen Geschmack überlassen: Schützen sind daher in der Stille der Zen-Klöster Japans, in den sauerstoffarmen Höhen des Mount Everest und im Trubel der Beach-Parties von Goa gleichermaßen anzutreffen.

 

Steinbock

Viele Steinböcke haben gar keine Zeit für einen Urlaub, weshalb sie ihre Partner und Familien lieber alleine losschicken – oder zu deren Entsetzen einen Haufen unerledigter Akten mit in die Ferien schleppen. Jedenfalls fällt es Steinböcken schwer, einmal so richtig abzuschalten, weshalb das Geschäftshandy zum schlimmsten aller Störenfriede werden kann. Lassen sich Steinböcke doch auf den Urlaub ein, entwickeln sie oft ein ähnliches Leistungsdenken wie zu Hause: Es müssen Gipfel bezwungen, Turniere gewonnen und Sportkurse absolviert werden. Und was die Kosten betrifft: Wehe, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht!

 

Wassermann

Eigentlich möchte der Wassermann so frei und ungebunden leben, dass der Unterschied zwischen Alltag und Urlaub unwesentlich für ihn wird. Denn wer zu jedem Zeitpunkt das tun kann, was seiner Selbstverwirklichung entspricht, der braucht keinen Urlaub mehr. Insofern ist beim Wassermann urlaubstechnisch alles oder auch nichts möglich: Es gibt die Freaks, die sich so perfekt in ihrem schrägen Leben eingerichtet haben, dass sie überhaupt nicht mehr das Bedürfnis haben wegzufahren, genauso wie die aparten Globetrotter, die die seltsamsten Dinge ausprobieren. Eine klare astrologische Beschreibung ist daher – aussichtslos.

 

Fische

Für die Fische verschwimmen Nähe und Ferne zu einer ununterscheidbaren Einheit. Sie träumen von der weiten Welt, sind oft aber genauso damit zufrieden, sich einen Heimatfilm oder – je nach Gusto – eine Abenteuerreportage im Fernsehen anzuschauen. Sich vorzustellen, woanders hinzufahren, kann für sie genauso erfüllend oder sogar noch schöner sein, als es in der Realität zu tun, in der die Welt leider niemals so wunderbar ist wie in der Phantasie. Andere gehen einfach nur mal Zigaretten holen und sind dann tatsächlich für immer weg. Wohin es den Fische-Menschen zieht, ist schwer zu sagen: Natürlich spielt das Meer eine wichtige Rolle für ihn, aber die einsamen Wälder Kanadas oder der Glamour der Cote d’Azur könnten es ihm genauso angetan haben.

 

Kontakt:

Petra Dörfert
Heilpraktikerin
Goethestr. 58
10625 Berlin
Tel. 030 / 30 10 24 14
E-Mail:

Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie und ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).

Vom Knalleffekt und anderen Überraschungen

Uranus kann eine totale Veränderung der Lebensrichtung herbeiführen

 

Von Petra Dörfert

Wenn Uranus kommt, wird es auch für Astrologen schwierig – denn Uranus liebt den Überraschungseffekt. Natürlich kann man vorhersagen, dass sich etwas verändern wird, aber oft laufen die Dinge dann doch ganz anders als gedacht. Eines ist allerdings sicher: Uranus nimmt sich am liebsten diejenigen Lebensbereiche vor, in denen schon lange Stillstand herrscht. Langeweile und verkrustete Strukturen hasst er nämlich wie die Pest. Wie man selbst den Uranus-Transit empfindet, hängt ganz von der Lebenseinstellung ab: Wer schon lange den Wechsel herbeisehnt, dem fallen nun plötzlich die geeigneten Chancen zu. Wer sich hingegen wünscht, dass alles auf ewig so bleibt, wie es ist, dem könnte Uranus durchaus einen Strich durch die Rechnung machen.

 

Dabei ist Uranus nie bösartig, er möchte einfach nur, dass sich das Leben weiterentwickelt, und dazu sind Veränderungen nun einmal notwendig – egal, ob wir selbst die notwendigen Schritte unternehmen oder ob uns alles mit einem großen Knall um die Ohren fliegt. Hilfreich ist, dass Uranus während seinen Transiten eine angenehme Art der Verrücktheit erzeugt – man wird unternehmungslustiger, experimentierfreudiger, wagemutiger, ist stärker auf die persönliche Entwicklung und weniger auf das, was „andere Leute denken“, bedacht. Oft wächst damit auch die Bereitschaft, aus eingefahrenen Verhaltensmustern auszusteigen und alles ganz anders zu machen als sonst.

 

Die größte Herausforderung stellt Uranus für sicherheitsorientierte Menschen dar, die lieber langsam und bedächtig handeln. Uranus hat es nämlich immer furchtbar eilig, lässt die Dinge sich überschlagen und möchte zu schnellen und spontanen Handlungen verleiten. Umgekehrt muss man daher aber genauso gut aufpassen, dass man unter seinem Einfluss nicht das Kind mit dem Bade ausschüttet. So wichtig Veränderungen sind - nicht jede neue Idee, die jetzt blitzartig einschlägt, ist für die Zukunft tragfähig. Oft hat man zwar gar keine andere Wahl, als sich für das Neue zu entscheiden, trotzdem sollte man nicht den Verstand ausschalten oder blindlings obskuren Plänen nachjagen. Unter dem Strich gesehen, verlaufen Uranus-Transite meist turbulent und chaotisch, aber hinterher fühlt man sich befreit, erfrischt und verjüngt – oder anders gesagt: Die Welt steht wieder offen….

Im Folgenden möchte ich einige Geschichten erzählen, die zeigen, was man unter Uranus-Transiten alles erleben kann:


Uranus kann eine totale Veränderung der Lebensrichtung herbeiführen. Da Uranus momentan im Sternzeichen des Widders steht, gibt es reihenweise Widder-Menschen, die ihr Leben auf den Kopf stellen – meist um das zu tun, was sie schon immer tun wollten, aber bislang nicht zu tun wagten. So ging es auch Klaus, einem Widder-Mann, der sich trotz seiner feurigen Veranlagung eher an die Erwartungen der Umwelt angepasst hatte. Als Uranus über Klaus’ Sonne ging, warf der Bankkaufmann seinen Job hin und machte seinen Lieblingssport, das Alpinklettern, zum Beruf. Er zog nach Bayern und gründete dort eine Kletterschule, die sich binnen kurzem erfolgreich entwickelte. Noch nie hatte er sich so im Einklang mit sich selbst gefühlt wie jetzt.


Uranus kann uns an andere Orte katapultieren. Claudia fühlte sich in ihrem Job wohl und hing zudem sehr an ihrer Heimatstadt Köln. Als stierischer Gewohnheitsmensch wäre sie nie auf den Gedanken gekommen, irgendetwas zu verändern. Dann lief Uranus in ihr 4. Haus (häusliche und familiäre Veränderung), und sie bekam völlig unerwartet das Angebot, in eine Zweigstelle ihrer Firma nach Berlin zu wechseln. Der neue Job bedeutete einen erheblichen Aufstieg, brachte aber auch deutlich anspruchsvollere Aufgaben mit sich. Zudem lautete die Bedingung, dass sie den Job so schnell wie möglich antreten sollte. Nachdem Claudia ihre Panikattacken erfolgreich niedergekämpft hatte, zog sie innerhalb von zwei Wochen nach Berlin. Rückblickend ist sie froh, die Chance genutzt zu haben, da sie nun vor völlig neuen beruflichen und finanziellen Perspektiven steht. Zudem hat Uranus als „kleiner Nebeneffekt“ auch ihr Privatleben durcheinander gewirbelt: Claudia traf in Berlin die große Liebe, so dass sie demnächst wohl bald noch ein zweites Mal umziehen wird – diesmal allerdings mit weitaus angenehmeren Gefühlen …


Uranus kann heilsame Schocks bereiten. Jochen hatte schon lange das Gefühl, dass seine Beziehung nicht mehr stimmt. Es fiel ihm jedoch schwer, mit seiner Partnerin Sabine darüber zu reden, die rundum zufrieden erschien. Als Uranus über Jochens Venus ging, war er auf einer Betriebsfeier nahe daran, sich mit einer Kollegin einen Seitensprung zu erlauben, er zog aber gerade noch die Notbremse. Am selben Abend fand er auf Sabines Handy eine merkwürdige SMS: „Love U Stephan“! Tatsächlich hatte er nicht bemerkt, dass seine Partnerin selbst bereits seit längerem eine Affäre unterhielt. Nach einem fürchterlichen Krach, bei dem sich Jochen und Sabine alles an den Kopf warfen, was sie aneinander störte, bemerkten sie, wie sehr sie sich eigentlich noch liebten. Sie beschlossen, noch einmal neu anzufangen und sind jetzt glücklicher als zuvor …


Uranus zieht manchmal auch radikale Schlussstriche. Claire war schon lange unglücklich verheiratet, aber sie konnte sich nicht zur Trennung durchringen, da sie Angst vor der Auseinandersetzung hatte und auch vor den materiellen Einbußen zurückschreckte, die eine Scheidung mit sich bringen würde. Ihr Mann ging über alle Probleme rücksichtslos hinweg, es gab häufig Streit, und die Kinder litten sehr unter der Situation. Als Uranus in Claires 7. Haus (partnerschaftliche Veränderung) wechselte, stellte sich heraus, dass ihr Mann bereits seit Jahren ein Doppelleben führte und keinesfalls bereit war, die Geliebte aufzugeben. Hier war nichts mehr zu retten: Claire ging zum Anwalt – und stand nach der Scheidung deutlich besser da, als sie immer befürchtet hatte. Sie ist zwar nicht glücklich darüber, dass ihre Ehe einen so unglücklichen Verlauf genommen hat, aber wenigstens ist sie jetzt aus der jahrelangen Ehehölle befreit.


Uranus kann 180°-Wendungen im Verhalten erzeugen. Paul war als überzeugter Single bekannt – seine Freundinnen wechselte er wie getragene Hemden. „Heiraten – ohne mich!“, war sein allseits bekanntes Motto. Als Uranus in Pauls 7. Haus ging, lernte er Isabella kennen – und war nach nur vier Monaten Ehemann und werdender Vater. An seine früheren Sprüche wollte er nicht mehr gerne erinnert werden …


Die wichtigsten Uranus-Konstellationen auf einen Blick:

Jedes Horoskop hat zwölf Häuser (= zwölf Lebensbereiche). Uranus benötigt pro Haus vier bis sieben Jahre, wobei sich die unten beschriebenen Wirkungen im ersten Jahr am deutlichsten bemerkbar machen. Lesen Sie, welche Bedeutung es hat, wenn Uranus im Transit eines der Häuser berührt.

 

Uranus im 1. Haus

Neuanfang, Umorientierung. Überraschende Veränderungen sind in praktisch allen Lebensbereichen möglich. Auf die Umwelt wirkt das oft wie die totale Verwandlung.

 

Uranus im 2. Haus

Kann unerwartete Einnahmen wie auch Verluste bringen (das Konto fährt „Achterbahn“); oft verändert sich die finanzielle Struktur vollkommen.

 

Uranus im 3. Haus

Kann völlig neue Gedanken und Einsichten bescheren; evtl. bekommt man Lust, etwas Neues dazuzulernen oder verändert seine kommunikativen Gewohnheiten; zudem sind Veränderungen im Bekanntenkreis, in der Nachbarschaft, im Leben der Geschwister möglich.

 

Uranus im 4. Haus

Kann Umzüge und familiäre Veränderungen mit sich bringen (z.B. Schwangerschaft, Geburt von Enkelkindern, erwachsene Kinder ziehen aus). Wer eine Immobilie besitzt, sollte sich ans Renovieren, Umgestalten, Entrümpeln machen.

 

Uranus im 5. Haus

Kann mit einer Schwangerschaft verbunden sein; macht experimentierfreudig im erotischen Bereich (Affären!); lässt uns neue Seiten unserer Kreativität entdecken.

 

Uranus im 6. Haus

Kann zu Veränderungen am Arbeitsplatz führen (Jobwechsel, Versetzung, neue Aufgabengebiete, neue Kollegen). Obacht: Bitte auf Gesundheitsrisiken checken lassen! – Fehlverhalten (z.B. Rauchen, unbehandelter Blutdruck) könnte sich jetzt rächen.

 

Uranus im 7. Haus

Kann Veränderungen in der Beziehung mit sich bringen: in funktionierenden Beziehungen sollte man sich jetzt neue Ziele setzen oder mehr auf die eigenen Freiräume achten, überlebte Beziehungen brechen nun oft auseinander; neue Partner treten ins Leben und zeigen bislang unbekannte Facetten des Lebens auf (Obacht: solche Partnerschaften sind oft nicht haltbar!); insgesamt wird die Befreiung von alten Beziehungsmustern möglich.

 

Uranus im 8. Haus

Kann therapeutische Prozesse auslösen, sofern etwas aufzuarbeiten ist.

 

Uranus im 9. Haus

Kann völlig neue Einsichten in das Leben bescheren; gute Zeit, um ein Studium zu beginnen, sich neuen geistigen Interessen zu widmen oder bislang unbekannte Reiseziele anzusteuern (Globetrotter werden hingegen sesshaft!).

 

Uranus im 10. Haus

Kann einschneidende Veränderungen im Berufsleben mit sich bringen (z.B. Versetzung, Karrieresprung, neue Aufgabengebiete, Wechsel in einen anderen Beruf, Verrentung).

 

Uranus im 11. Haus

Kann starke Veränderungen im Freundeskreis erzeugen; evtl. beginnt man sich für ganz andere Menschen zu interessieren als zuvor. Manchmal wird auch das Interesse für ein gesellschaftliches Engagement geweckt.

 

Uranus im 12. Haus

Kann spirituelle Interessen auslösen und intuitive Gaben wecken; oft beginnt man intensiver zu träumen; günstig auch für therapeutische Prozesse (z.B. Familienaufstellungen); Veränderungen, die sich erst mit dem Übergang ins 1. Haus vollziehen, werden jetzt – oft ganz unbewusst – „ausgebrütet“.


Und was bedeutet es, wenn der transitierende Uranus Planeten des Geburts-Horoskops berührt?

 

Sonne - Kann mit Veränderungen in den persönlichen Zielen und im Selbstbild einhergehen. Obacht: Vielleicht macht man sich ja auch nur selbst zum Narren?

Mond - Leitet emotionale Ablösungsprozesse ein; kann Veränderungen im engsten Umfeld herbeiführen. Obacht: Stoßen Sie jetzt niemanden unbedacht vor den Kopf!

Merkur - Verändert oft radikal das Denken. Obacht: Nicht jede neue Einsicht hat wirklich Substanz!

Venus - Stellt unser Beziehungsleben auf den Kopf. Obacht: Ist die Affäre es wirklich wert?

Mars - Verleiht uns die Energie, Dinge im Hauruckverfahren durchzuziehen. Obacht: Stimmt überhaupt das Ziel?

Jupiter - Kann eine geradezu überschäumende Stimmung erzeugen. Obacht: Allzu viel ist ungesund!

Saturn - Macht uns lockerer und unverkrampfter - endlich könnte es gelingen, über den eigenen Schatten zu springen. Obacht: Nicht gleich alle Sicherheiten über Bord werfen!

Uranus - Erzeugt immense Veränderungswünsche. Obacht: Erst denken, dann handeln!

Neptun - Erzeugt die verrücktesten Visionen. Obacht: Jetzt nicht auf Illusionen hereinfallen!

Pluto – Chance, sich endgültig aus alten Verstrickungen zu lösen.

 

Kontakt: Petra Dörfert
Heilpraktikerin
Goethestr. 58
10625 Berlin
Tel.: 030 / 30 10 24 14
E-Mail:

Internet: www.astrologie-beratung-berlin.com

 

Petra Dörfert (geb. 1970, M.A.), studierte Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart und Berlin. Seit 1992 beschäftigt sie sich intensiv mit Astrologie und ließ sich im Jahr 2002 beratend in eigener Praxis in Berlin nieder. Die Spezialgebiete der gepr. Astrologin DAV sind Partnerschafts- und Berufsberatung sowie Astromedizin. Als Heilpraktikerin spezialisierte sie sich auf klassische Homöopathie. Seit 2011 leitet sie die DAV-Sektion „Medizin und Astrologie“ und ist Mitglied der Prüfungskommission des Deutschen Astrologen-Verbandes. Als Buch-Autorin brachte sie u. a. den Band „Wann kommt endlich der/die Richtige?“ heraus (2013).