Das 13. Tierkreiszeichen, der Schlangenträger

Eine Lebens-Entwicklungsspirale im Horoskop

Isabel Kröner: Um das Jahr herum und die „Wilde 13“


Ein in sich harmonisches Sonnenjahr auf der Erde besteht aus ca. 365 Tagen und hat damit, ganz genau ausgerechnet für die Harmonielehre, ganz genau 13 Monate á 28 Tage + 1 wenig Tag („grüner Tag“, genannt im Mayakalender. Zeit, weniger als ein Tag).

Wenn ein Sonnenjahr auf der Erde in seiner Harmonielehre auch 13 (statt 12) gleich große Monate haben kann, dann könnten sich doch auch im Horoskop statt 12, 13 Tierkreiszeichen finden lassen, dem Gesetz des Einklangs und der Übereinstimmung nach.

Mit der 12 ist ein Kreis in sich geschlossen, mit dem 13. Element öffnet sich der Kreis wieder, damit wir weiterschreiten können. Der „grüne Tag“, das klein wenig Zeit, das vom Sonnenjahr neben den 365 Tagen Erdumdrehung übrig bleibt, öffnet eine Lücke im Jahres-Kreislauf um neue Energien aus dem Universum aufnehmen zu können. Ohne diese Lücke im System wäre die Zeit in einem in sich geschlossenen Kreis gebannt. Im Zustand eines Banns, in sich geschlossener Unbeweglichkeit, kann es keine (Weiter)Entwicklung geben. Für eine weitere Entwicklung muss der Kreis sich an irgend einer Stelle wieder öffnen lassen.

Die Zahl 12 ist anscheinend eine Zahl der Vollendung, eine in sich geschlossene „Zykluszahl“. Mit der Zahl 13 beginnt nach der 12 ein neuer Zyklus. Der in sich geschlossene Kreis der 12 öffnet sich in eine Lücke, öffnet sich für die „13“ und wir schreiten weiter. Erst einmal hinein in das Unbekannte.


Was aber bedeutet die „wilde“ 13 nun für die Horoskopzeichnung des Menschen?

Es gibt Kulturen auf der Erde, bei denen beginnt das neue Jahr mit den neuen Wachstumsenergien im Frühjahr. Das 01. Haus einer Horoskopzeichnung ist ebenfalls mit dem Widder im Frühjahr angesiedelt.

Im April: Der Widder geht mit seiner Feuerkraft, mit großer, feuriger, abenteuersehnsüchtiger Lebensbegeisterung nach Außen in die Welt, so wie ein neuer Mensch, der gerade erst geboren wurde.

Der Stier lernt das Leben, nachdem er sich mit der Lebensbegeisterung des Widders dort hinein gestürzt hat, nun erst einmal auf der materiellen Ebene kennen und macht hier nun seine (ersten) Erfahrungen. Die Lebensbegeisterung des Widders wird nun im Tierkreiszeichen Stier gefordert, sich zu erden und sich mit den Herausforderungen der materiellen Ebene auseinander zu setzen. Der Widder ist im Stier gefordert zu lernen, wie er seine Lebensbegeisterung in Schaffenskraft auf der materiellen Ebene der Erde einsetzen kann /einzusetzen hat.

Juni: Vom Widder über das Lernen über den korrekten Umgang mit der Materie im Stier tritt die Entwicklung des Menschen im Juni in das Tierkreiszeichen des Zwillings ein. Der Zwilling versucht nun die bisher gemachten Erlebnisse und Erkenntnisse zu integrieren, auf der Verstandesebene sowie auf der emotionalen Ebene. Was er nicht versteht, emotional, das spaltet der Zwilling gerne ab, er verdrängt. Seine Abspaltungen machen den Zwilling zum „Zweiling“ (2 Anteile in sich, bewußte + unbewußte Anteile).

Das Leben ist ein Weg, kein Ziel.
Im Krebs möchte der Mensch lernen sein inneres Schneckenhaus zu verlassen u. wieder klar und optimistisch positiv zu werden. Der Krebs hat viel zu tun mit Machtmissbrauch auf der Gefühlsebene. Jetzt ist es an der Zeit, sich mit den in das Unbewußte verdrängten Abspaltungen, übernommen aus dem Bereich des Zwillings, auseinander zu setzen und sie für die (bevorstehende) Arbeit an der eigenen Selbstbestimmung im Löwen wieder zu integrieren versuchen.

Der August gehört dem Löwen, Symbol für die Selbstbestimmung im Menschen auf einer höheren Ebene des Seins, weitgehend frei von Eitelkeit.
Im Tierkreiszeichen Löwe ist sich der Krebs seiner Selbst (seines Selbstes) nun viel stärker bewußt geworden und er versucht nun, seine „Beugeunlust“ sowie seine Eitelkeiten zu meistern, um in seine menschliche Selbstbestimmung hinein finden zu können. Der Löwe möchte über die innere Klärung in sein wahres Selbstbewußtsein hinein zurück finden.

Die Jungfrau setzt die neu errungene Selbstbestimmung des Löwen in die Tat um, praktisch, aufgeräumt, gesund, verstandesorientiert.
In der Jungfrau beschäftigt sich der Mensch nun wieder mit seinem gelebten Alltag, aber anders als zuvor im Stier. In der Jungfrau wird er versuchen, seine gewonnenen und über den Zwillling integrierten Erkenntnisse in die Tat umzusetzen, möglichst in den Bereichen seines geistig-seelischen Wohlbefindens, seiner Gesundheit und in der Arbeitswelt. Hier wird er nun versuchen zu arbeiten sauber, strukturiert und ordentlich, mit schweigsamer, geduldiger Zuverlässigkeit.
Schafft der Mensch im Löwen den Sprung nicht in seine Selbstbestimmung auf Gefühlsebene, bleibt er in der Jungfrau im Kopf hängen, wird pingelig und überkorrekt.

In der Waage muss der Mensch lernen sich innerlich auszugleichen für seine Sehnsucht nach Frieden u. für sein Gleichgewicht auf der emotionalen Ebene.

Dem Skorpion sind des öfteren zu eigen Machtmissbrauch an seiner Umgebung, Gefühlsverachtung. Im Skorpion ist der Mensch gefordert, sich höheren Werten gemäss wieder ein Stück weiter nach obenwärts zu entwickeln, nun auf der Ebene der Verantwortung für sein Gefühlsleben. Die Jungfrau ist mit ihren Energien mehr für die Strukturierung auf der weltlichen Ebene verantwortlich.
Der Skorpion sollte versuchen den Adler in sich zu finden, indem er die Schlange (der Unehrlichkeit) in sich zu erlösen versucht. Der Skorpion sehnt sich nach Hingabe und nach Selbsterlösung durch Ehrlichkeit, um seinen Frieden finden zu können.

Die unbekannte „Entwicklungslücke“ im Horoskop
Die „wilde 13“, der Schlangenträger, das mögliche 13. Tierkreiszeichen im Horoskop. Die wohl aus dem Universum her eingerichtete Lücke für die Möglichkeit einer Höherentwicklung. Der Schlangenträger, will mir scheinen, könnte sein eine Erlösungspotenzial in sich tragende Übergangsenergie zwischen Skorpion u. Schütze, denn sie kann den Skorpion nach Innen führen um im Gehorsam seiner inneren Göttlichkeit gegenüber, irgendwann den ersehnten Frieden (des Steinbocks, der erwachsen werden möchte) finden zu können.

Im Zeichen des Schützens sucht der Mensch den Gehorsam seiner inneren Göttlichkeit gegenüber, in sich wiederzufinden, seine verloren gegangene Spiritualität. P.S. der Ausdruck „Spiritualität“ hat in meinen Augen immer auch mit ganz viel Ehrlichkeit sich selber gegenüber zu tun.

Im Bereich des Steinbocks möchte der Mensch seine Gefühle zu veredeln versuchen. Wir haben die Chance, innere Verhärtung und Hochmut in Großzügigkeit dem Leben gegenüber zu verwandeln.
Haben wir uns im Tierkreiszeichen Schütze entschieden unser inneres, den Rausch der Freiheit liebendes Pferd zu integrieren, um uns damit demutsvoll unter höhere Bewußtseinswerte beugen zu können, dann kommen uns nun gegen Ende Dezember ganz entgegenkommend die Kräfte des Steinbocks entgegen. Der Steinbock hat den Wunsch, nun wirklich erwachsen zu werden, auf der Ebene der Aufrichtigkeit, des Fleisses u. der Demut ..

.. um mit dem erneuten Aufstieg der Sonne im neuen Jahr im Januar im Wassermann z.B. seine neu entdeckte Liebe dem Leben gegenüber integrieren zu können. Der Wassermann ist entweder erlöster Freigeist und tolerante Lebensliebe oder er bleibt karmisch gebunden. Schafft der Skorpion es nicht, sich unter den Aufwärtsbewegungs- u. Entwicklungswunsch seiner inneren Schlange zu beugen, wird er sich im neuen Jahr, erst einmal im Wassermann, als noch immer sich plagend karmisch gebunden wiederfinden ..

… und weiter geht der Weg vom Wassermann zu den Fischen, welche wir leben können entweder als sich geduldig immer weiter in uns vertiefende Spiritualität, oder wir finden hier eine Qualität von verneinender Chaosebene in uns wieder.
Im Tierkreiszeichen Fische können wir nun entweder untertauchen in eine Chaosebene in uns (Verwirrung) .. Viele Menschen scheinen eine Chaosebene persönlichen Schmerzes in sich zu tragen, auch gut zu erkennen am Neptun mit Stellung im Tierkreiszeichen Skorpion, aber auch an dem Platz, wo in unserem Horoskop die Fische stehen ..
.. Oder wir vermögen in den Fischen im März endlich wieder aufzutauchen, von tief(er)er innerer Weisheit, Klärung u. Spiritualität erfüllt. In den Fischen im 12. Haus haben wir unsere innere Würde wieder gefunden, im Umgang mit anderen, u. auch für uns selbst.

Hat der Mensch in den Fischen mit Unterstützung der Energie des Schlangenträgers von Anfang Dezember wieder in seine Würde zurück finden können (Neuanfang, Ende der 12), kann sein Lebenskreis sich nun öffnen in das Durchgangstor der 13 hinein und das Leben im Menschen darf auf der Aufwärtsspirale des Lebens mit der Lebensbegeisterung des Widders eine neue Entwicklungsstufe für seine Seele betreten, auf einer höheren Entwicklungsebene des Seins.


Der Schlangenträger: Der erlöste Schütze aus dem Skorpion

Der Schütze muss lernen mit sich selber Frieden zu schliessen, seine Kraft u. seine Macht von Außen nach Innen zu lenken, hin zu seiner inneren Ehrlichkeit, statt seine inneren Konflikte nach außen projiziert als Krieg mit anderen zu leben.

Der „Schlangenträger“ ist wohl ein Symbol für die erlöste Beckenkraft in uns, die erlöste Kraft der „Kundalinischlange“ (Bewußtseinskraft) mit ihrem Sitz im Bereich der Beckenschale. Aus der „Schlange“, lassen wir diese Kraft sich in uns entwickeln, kann werden eine Königin /ein König der Selbstbestimmung (wir steigen auf zum Adler oder Löwe).

Die Zahl 12 ist ein Zahlensymbol für einen Abschluss, Vollendung, einen in sich geschlossenen Kreis. Um diesen in sich geschlossenen Kreis wieder öffnen zu können, müssen wir (musste das Universum) eine Lücke in den Kreis der 12 einbauen, welche den Kreis wieder in eine Spirale (aufwärtsstrebende Entwicklungsspirale) hin zu öffnen vermag.
In einem fest in sich geschlossenen Kreis befindlich können wir uns irgendwann nur noch im Kreis drehen, wenn wir in ihm keine nach Außen weisende Lücke mehr zu finden vermögen. Logisch, oder? Um in eine neue Entwicklung eintreten zu können, müssen wir den Kreis an irgend einer Stelle wieder öffnen können, damit er sich gleich einer Spirale nach oben hin (nach unten hin geht natürlich auch) weiter entwickeln kann. Die 13 ist damit die Zahl (nach der 12), welche einen in sich geschlossenen Zyklus wieder zu öffnen vermag für eine neue Entwicklung(sebene).
Zusammenfassend aus verschiedenen Anhaltspunkten habe ich daraus geschlossen, dass es in einem kleinen Zeitraum zwischen Ende November bis ca. Mitte Dezember eine Zeitspanne geben könnte, in welcher von der Energiequalität her seelische Entwicklung verstärkt gefördert wird von energetischen Kräften aus dem Universum, welche die Erde zu dieser Zeit erreichen.

Der LebensEntwicklungskreislauf:
.. mit der Energie des Widders hat das Leben wohl einst begonnen - Stier - Zwillinge - Krebs - Löwe - Jungfrau - Waage - Skorpion - Schlangenträger /Schütze - Steinbock - Wassermann - Fische - Widder - Stier - Zwillinge im 3. Haus - Krebs - Löwe - Jungfrau - Waage - Skorpion - Schütze /Schlangenträger - Steinbock – Wassermann – Fische … Der Mensch war einst seelisch /geistig höher entwickelt als heute und er kann sich auch wieder zu seiner einstigen Herrlichkeit hin „nach oben“ in seinen Seelenbereich hinein entwickeln.


Der Adler, die erlöste „Schlange“ im Menschen

Haben Sie schon einmal von dem „Schlangenträger“ gehört, den es ebenfalls als Tierkreiszeichen am Himmelsgestirn des Universums geben soll?

So wie ein in seiner ganz eigenen Harmonie schwingendes Sonnenjahr auf der Erde 13 fast gleich große Monde haben kann in seinem natürlichen Lebenszyklus, so könnte eigentlich ein Horoskop in der Astrologie ebenfalls 13 Stationen („Stationen“, nicht von den Häusern ist die Rede) mit 13 Tierkreiszeichen enthalten. Die Anzahl der 12 Häuser bleibt bestehen, als ein in sich geschlossener Zykluskreis. Der Schlangenträger ist lediglich eine Energie, welche die Energie des in sich geschlossenen Kreises der 12 Häuser für etwas Unbekanntes Neues zu öffnen vermag.

Nach eingehender Recherche im Internet, an welcher Stelle im Horoskop andere Astrologen den Schlangenträger wohl einordnen würden, habe ich den Schlangenträger ca. Anfang Dezember auf einen kleinen Platz zwischen dem Skorpion u. d. Schützen angesiedelt. Von der inneren Entwicklung des Menschen her, in der Horoskopzeichnung angedeutet, kann er gut dort hinein passen.


Isabel Kroener
Lebensberatung, psychologische Astrologie

Immer wieder wird das „13. Sternzeichen“ des Schlangenträgers als Argument gegen die Astrologie herangezogen. Die psychologische Astrologin Isabel Kröner dreht dieses Argument um und integriert den Schlangenträger in die Horoskopdeutung.

 

 

Kommentare (1)

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Guten Tag,
hervorragender Beitrag von Isabel Kroener.
Ich betreibe seit über 40 Jahren Astrologie und habe dem "Schlangenträger" die "7 "zugeordnet, sie liegt genau zwischen der 1 und der 13.
Im mayanischen Kalender gibt es ja die 13...

Guten Tag,
hervorragender Beitrag von Isabel Kroener.
Ich betreibe seit über 40 Jahren Astrologie und habe dem "Schlangenträger" die "7 "zugeordnet, sie liegt genau zwischen der 1 und der 13.
Im mayanischen Kalender gibt es ja die 13 Monde,(13x28+1Tag=365 Tage), dieser +1 Tag ist der Tag, der uns auf die nächste spirale Ebene bringen soll/kann, doch dieser Tag ist eine Möglichkeit, kein kausaler Zwang.
In komplexen Kalenderwerken gaben die Maya der Zeit eine Form, als eine sich ständig wiederholende Abfolge von Zeitzyklen, in die wir als Mensch hineingeboren werden.
(p.S. ich selbst habe 7 Planeten im neunten Haus, dem Schütze-Haus, 6 davon in Löwe, einer davon auf 29° Krebs, die Sonne liegt direkt in der Mitte; im Maya-Kalender bin ich mit der 13. tonalen Position, dem Kosmischen Ton geboren, alles? klar? )
Famose Weihnachts - "Zeit" an EUCH ALLE

Hilde, die Wilde "13"

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