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Kongress-Bericht

Am 2. Oktober, pünktlich um 20.15 Uhr, begann unser Jahreskongress „Lebenselixier Astrologie“. Über 200 Teilnehmer hatten den Weg nach Bonn gefunden; eine so große Resonanz verzeichnete der Kongress schon lange nicht mehr. Mit dem Stier-Mond im Start-Horoskop lag es auf der Hand, dass nicht nur intellektuelle Erwartungen erfüllt, sondern alle Sinne angesprochen werden würden.

Eröffnung des Kongresses durch den DAV-Vorsitzenden Klemens LudwigTatsächlich wurden selbst hochgesteckte Erwartungen noch übertroffen. Sechs Hauptreferate, vier Workshops, drei Kurzreferate, eine Vielzahl von Ausstellern, eine attraktive Tombola, Meditation und Astro-Disco bildeten die Substanz einer Veranstaltung, die deutlich gemacht hat, wie sehr die Astrologie zu einem Elixier werden kann, das viele Lebensbereiche erreicht und verändert.
Den Anfang machte Markus Jehle, der selbstkritisch, bisweilen ironisch, aber immer nachdenklich die Frage stellte, „aus welchen Quellen wir trinken, was uns bekommt und woran wir uns mitunter verschlucken?“ Für die Beratung verdeutlichte er, was geschieht, wenn ein Planetenprinzip zu stark oder zu schwach vertreten ist. Zu viel Mond zum Beispiel kann die Klienten entmündigen, zu wenig jedoch lässt die Empathie missen. Anschließend zeigte Markus Jehle die Quellen auf, aus denen sich die Astrologie speist.
Ein Kurzfilm von Christian König, den er nach sorbischen Sprichwort betitelt hatte, „Ein großer Fluss hat viele Quellen“ stellte bedeutende Astrologen aus zwei Jahrtausenden vor, untermalt von klassischen Klängen.
Am Samstagmorgen stellte Heidi Treier zunächst Transpluto vor, einen noch nicht entdeckten, aber nachgewiesenen Planeten, dessen Wirksamkeit sie anhand zahlreicher Beispiele aufzeigte, getreu dem Motto „wirklich ist, was wirkt“.
Ein Höhepunkt des Kongresses war zweifellos die Präsentation von Anita Ferraris und Christian König „Auf der Suche nach dem Stein der Weisen.
Astrologie und Alchemie.“ In einer großartigen Inszenierung führten sie ihr Publikum in die Tiefen der alchemistischen Wandlungsprozesse, zeigten die Verbindung zur Astrologie sowie den Bezug zur Moderne. Auch in der jüngeren Vergangenheit gab es noch Alchemisten, etwa den Künstler Joseph Beuys.

Christian König und Anita Ferraris
Der Samstagnachmittag bot den Kongressteilnehmern die Gelegenheit, sich selbst einzubringen. Vier Workshops luden ein, seine Berufung zu finden (Beatrix Braukmüller); der Bedeutung der Krankheit als schmerzhaftes Elixier auf die Spur zu kommen (Wilfried Schütz); tief in die klassische Astrologie einzusteigen und den Triplizitätenherrscher zu erforschen (Rafael Gil Brand) sowie die Kraftquellen der Planeten nutzbar zu machen (Friedel Roggenbuck).
Im letzten Vortrag des Tages entführte Klemens Ludwig die Zuhörer in die Geschichte der Kunst und zeichnete nach, wie die Astrologie über Jahrtausende bedeutendsten Künstlern als Elixier gedient hat, darunter Leonardo da Vinci, Raffael, Albrecht Dürer und anderen.

Nach einem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Astro-Quiz und einer langen Disco-Nacht bot die Meditation von Martin Trosbach am Sonntag Morgen die Gelegenheit, in die Tiefen der eigenen Seele hinabzusteigen und dem eigenen Elixier zu begegnen.
Anschließend folgten drei Kurzvorträge von Monika Schanz zu Thomas Mann, von Reinhardt Stiehle zu Tycho Brahe sowie von Ilona Picha-Höberth zur astrologischen Entsprechung von Märchen, beispielhaft vorgeführt am Froschkönig.

 

Darby CostellaDarby Costello, eine der wichtigsten zeitgenössischen Astrologinnen, widmete sich schließlich dem progressiven Mond. Die mit großem schauspielerischen Talent vorgetragenen Mondmythen begeisterten das Publikum ebenso wie die zahlreichen praktischen Beispiele über die Wirksamkeit des progressiven Mondes. Übersetzt wurde der Vortrag von Markus Jehle.

Den Abschluss des Kongresses bildete Eva Stangenberg mit einem Vortrag über Chiron, „Elixier zur Selbstannahme“. Der lange Zeit wenig beachtete Kleinplanet ist für die Referentin, die sich auch als Autorin einen Namen gemacht hat, ein Schlüssel, um den eigenen Schmerz zu erkennen, zu überwinden und sich damit selbst anzunehmen.