DAV-Kongress 2015

 Transpluto

 

Interview vom DAV mit Heidi Treier

„Wenn die Seele berührt wird,

entsteht ein ganz besonderer Zauber“

 

"Wir haben die Wahrheit gesucht, wir haben sie nicht gefunden. Morgen reden wir weiter." [Zugesprochen] Sokrates                               

Heidi Treier

DAV: Mit deinem Vortrag „Wirklich ist, was wirkt – eine Einweihung in Transpluto-/Isis-Kräfte“ wirst du auf dem DAV- Jahreskongress viele Zuhörer mit in eine Welt nehmen, die ihnen neu sein dürfte. Was verstehst du unter Transpluto und was können wir davon erwarten?

Heidi Treier: So neu ist der Transpluto nicht, er hat allerdings verschiedene Bezeichnungen. Die Kosmobiosophen um Edith Wangemann sagen „Isis“, aber es meint das gleiche. Astronomisch ist lediglich seine Bahn nachgewiesen, wir wissen jedoch nicht, ob es sich um einen entfernten Himmelskörper, einen Nebel oder einen rechnerischen Punkt handelt. Das ist aber auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass es seit den 1960er Jahren Ephemeriden zu Transpluto gibt, die u. a. von Dr. Theodor Landscheidt erstellt wurden. Damit arbeite ich seit vielen Jahrzehnten und die Ergebnisse sind verblüffend (obwohl diese Bahn astronomisch nicht bestätigt wurde). Das werde ich auf dem Kongress in Bonn anhand praktischer Beispiele verdeutlichen.

 DAV: Ohne die Spannung wegzunehmen, magst du jetzt schon etwas mehr dazu verraten?

Heidi Treier: Gern, meine lange Erfahrung mit Transpluto zeigt eindeutig, er steht für den Bereich, wo wir besondere Fähigkeiten mitbringen, kreative, künstlerische, auch geistig-kreative Fähigkeiten. Da Transpluto aber weit entfernt kreist, sind diese Fähigkeiten nicht so leicht greifbar wie die der persönlichen Planeten. Der Eigner muss es wollen, er muss mit Bewusstsein, Begeisterung und Motivation daran arbeiten, dann kann er das großartige Potential von Transpluto für sich nutzen.

DAV: Du hast konkrete Beispiele angekündigt. Vielleicht eines hier schon zur Einstimmung?

Heidi Treier: Michael Jackson war eine Persönlichkeit mit einem dominanten Transpluto. Er stand eleviert (am höchsten Punkt) in seiner Radix und bildete außerdem einen Halbsummenpunkts seines Stelliums zu seiner Venus – Symbol für die Beliebtheit – und  Uranus – Symbol für den Rhythmus. Indem er an beidem hart gearbeitet hat – sicher ohne mit Transpluto vertraut gewesen zu sein – hat er es zur Perfektion gebracht. Bei Einstein kann man die Wirkung von Transpluto ebenfalls gut beobachten, aber das erzähle ich erst in Bonn.

 


Michael Jackson - Radix

DAV: Und was hat der astrologische Normalverbraucher davon, der sich nicht zu den Genies zählt?

Heidi Treier: Transpluto ist nicht nur für die Genies zuständig. Wir haben ihn alle im Horoskop, und all diejenigen, die an ihrer Persönlichkeitsentwicklung interessiert sind, die in ihrer Entwicklung wachsen und etwas aus sich machen wollen, finden über Transpluto einen Schlüssel dazu. Unterstützt wird diese Energie natürlich, wenn er dominant steht, an den Achsen, in Aspekten zu persönlichen Planeten oder an Häuserspitzen. Das jeweilige Thema arbeite ich dann in der Beratung mit dem Klienten heraus. Ob ein Klient seine Transplutokräfte im Laufe seines Lebens aktivieren wird, hängt allein davon ab, ob er so beseelt ist von einer Idee oder einem Ziel, dass er seine ganz Aufmerksamkeit, sein Bewusstsein und seinen Willen auf diese Idee oder dieses Ziel  lenkt.

DAV: Kannst du über die Deutung hinaus noch mehr über den Charakter und die Eigenschaften von Transpluto sagen? Was sind deine Erfahrungen?

Heidi Treier: Transpluto hat mit dem morphogenetischen Feld nach Rupert Sheldrake zu tun. Er scheint Informationen zu transportieren, aber nicht im Sinne von Worten oder Fakten, sondern als Energiefluss. Er ist nach meiner Erfahrung eine Andockstelle für unsere zugrunde liegende Informationsenergie, die bekanntlich ein grundlegender Baustein für die Entwicklung im All ist. Aber wie bereits erwähnt, um diese Kraft nutzbar zu machen, müssen wir die Bereitschaft mitbringen, ernsthaft daran zu arbeiten. Wer sagt, „ich will mich nicht verändern, das ist anstrengend und risikoreich“, der wird das Potential von Transpluto nie erleben.

 

 

DAV: Du bewegst dich in einem recht spekulativen Bereich. Was antwortest du Leuten, denen das zu spekulativ ist?

Heidi Treier: Ich bewundere zutiefst das uns überlassene Wissen der Alten, die durch reine Beobachtung des Geschehens am Himmel zu unvorstellbar exakten Ergebnissen kamen.  Und dennoch dehnen sich unser Wissen und unsere Erfahrung ständig aus. Es ist daher nicht nur logisch, sondern auch wichtig, neue Erkenntnisse in der Astrologie aufzugreifen, sonst kann sie nicht mit wachsen und sich in unserer heutigen Zeit wieder als eine ernst zu nehmende Erkenntniswissenschaft etablieren. Und das ist es ja, was wir wollen. Alles soll sich erweitern, aber die Astrologie soll bleiben wie vor 4.000 Jahren?

Ich verfolge in der Tat noch ein übergeordnetes Ziel, nämlich dass die Astrologie sich mehr öffnet.

DAV: Das klingt, als ob manche Kolleginnen und Kollegen deinen Erfahrungen mit Transpluto eher skeptisch gegenüber stehen.

Heidi Treier: Nicht nur, es gibt solche und solche. Ich arbeite vor allem mit Schweizer Kolleginnen in Sachen Transpluto eng zusammen, aber es gibt tatsächlich auch viel Skepsis, obwohl ich insgesamt glaube, dass die Kollegenschaft allmählich offener wird. Die kosmischen Zyklen sind günstig dafür. Seitdem sich das letzte Pluto-Uranus-Quadrat aufgelöst hat, erlebe ich einen stärkeren Energiefluss. Ein Wandel vollzieht sich, hin zu mehr Offenheit.  Das ist auch dringend nötig, denn wenn die Astrologie den ständigen Wandel, den sie in den kosmischen Zyklen sieht, nicht selber mitmacht, bringt sie sich um ihre eigene Zukunft.

DAV: Das sind gewichtige Einwände. Wo steht die Astrologie aus deiner Sicht?

Heidi Treier: Sie benötigt mehr Offenheit. Ich sage damit nicht, dass wir bei allem mitmachen müssen, was neu daher kommt, aber wir dürfen uns auch nicht verschließen, nicht sofort bewerten oder abwinken, weil wir noch keine Erfahrung damit haben. Für mich ist die Quelle, aus der ich trinke, eine sich weiter entwickelnde Astrologie, die sich intensiv und konkret  mit anderen Wissensgebieten vernetzt.

DAV: Damit sind wir nah am Motto des Kongresses, das lautet, „Lebenselixier Astrologie“. Wie bringst du Transpluto damit in Verbindung? 

Heidi Treier: Er ist das Elixier, mit dessen Hilfe ich an meinen inneren Informationsfluss und an meine Talente herankomme. Er verwandelt meinen Alltag vom Gewöhnlichen zum Besonderen, indem ich mein kreatives Potential entdecke. Und wenn dadurch die Seele berührt wird, entsteht ein ganz besonderer Zauber.

DAV: Herzlichen Dank, auf dass du noch vielen offenen Kollegen und Klienten begegnest, die interessiert sind, sich auf Transpluto einzulassen und diesen Zauber zu spüren.


Klemens Ludwig sprach mit ihr über ihre Erfahrungen mit Transpluto, den praktischen Nutzen für die Klienten sowie die Reaktion der Kollegen.

Über die Referentin des DAV-Kongresses 2015

Heidi Treier

Heidi Treier

Andreaskloster 16, 50668 Köln
Tel.: 02203 917726


www.astrologiezentrumkoeln.de

Heidi Treier, gepr. Astrologin DAV, geboren 1943, arbeitet seit 1974 als beratende Astrologin mit eigener Praxis. Seit 1991 leitet sie das DAV-Ausbildungszentrum Köln-Mitte. Heidi Treier rundete ihre früheren Psychologiestudien an der Uni Köln mit der systemischen Paar- und Familientherapie ab. Seit vielen Jahren gestaltet sie die Geschicke des DAV in verschiedenen Positionen aktiv mit. Zu ihren Publikationen zählen „Karma im Horoskop – Wege zur schöpferischen Kraft“ (Astronova) und „Heliozentrische Astrologie“ (mit Sibylle Sulser). Sie forscht zum Thema „Transpluto“.

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