Astrologische Beratung beim Deutschen Astrologen-Verband e.V. | Astrologie | Horoskop | Tierkreiszeichen

Der Beruf des Astrologen

Astrologen beraten Menschen in allen Lebensfragen. Das Horoskop macht jede individuelle Veranlagung und den damit verbundenen Lebensweg sichtbar. Durch die Deutung des Geburtshoroskops kann eine Persönlichkeitsanalyse erstellt werden, die die Potenziale eines Menschen, seinen Charakter, seine Prägung, seine Stärken und Talente beschreibt. Mithilfe einer Jahres-, Monats- oder Wochenvorschau werfen Astrologen für den Fragesteller einen Blick in die Zukunft und skizzieren Chancen und Herausforderungen. Typische Schwerpunkte einer Beratung sind: Liebe, Ehe und Partnerschaft, Familie, Kindererziehung, Beruf und Berufung, Geld und Erfolg. Durch die Deutung des Gründungshoroskops können Astrologen auch den „Charakter“ einer Firma beschreiben, Fragen nach zukünftigen Chancen und möglichen Unternehmensstrategien beantworten und als Personalberater tätig sein. Zudem besteht für Astrologen die Möglichkeit, Vorträge zu halten, Bücher und journalistische Artikel zu astrologischen Themen zu schreiben, Unterricht zu erteilen, Gutachten zu verfassen oder sich der Forschung zu widmen.

Möchten Sie sich als Astrologe selbstständig machen? Wenn Sie eine eigene Beratungspraxis eröffnen möchten, empfiehlt es sich, zuvor die Prüfung des Deutschen Astrologen-Verbandes abzulegen, denn der Titel „Geprüfte Astrologin DAV“/„Geprüfter Astrologe DAV" ist ein Qualitätssiegel. Wenn Sie DAV-Mitglied sind, unterstützt der Verband Sie in allen Fragen Ihres Berufsalltags und bietet Ihnen zahlreiche Vorteile. Um nur einige zu nennen: In Online-Foren können Sie sich zum Beispiel mit anderen Mitgliedern austauschen, Sie dürfen vergünstigt an der DAV-Jahrestagung teilnehmen, und Sie erhalten kompetenten Rat, sollten Sie juristische Hilfe bei der Ausübung Ihres Berufes benötigen.

Möchten Sie sich als Astrologe auf der DAV-Homepage vorstellen? Alle Mitglieder, die ausgebildete Astrologen sind und das DAV-Berufsgelöbnis abgelegt oder die DAV-Prüfung erfolgreich bestanden haben, können sich kostenlos in die Beraterliste auf unserer Homepage eintragen lassen. So werden Sie noch besser in der Öffentlichkeit wahrgenommen.Außerdem porträtieren wir im wöchentlichen Wechsel einige DAV-Mitglieder in einem Kurz-Interview auf der ersten Seite unserer Homepage. Der Service ist kostenfrei.

Wir fördern Ihre Aktivitäten als selbstständiger Astrologe. Als DAV-Mitglied sind Sie berechtigt, all Ihre Veranstaltungen (Vorträge, Seminare, Webinare, Ausbildungen etc.) kostenlos in unseren Veranstaltungskalender auf der DAV-Homepage einzutragen. So erreichen Sie eine große Öffentlichkeit. Haben Sie etwas veröffentlicht? Ein Buch, eine CD, eine DVD, ein Video, einen Vortrag? Dann benachrichtigen Sie uns bitte. Die DAV-Homepage und der Rundbrief informieren regelmäßig über Publikationen von DAV-Mitgliedern.

Wollen Sie eine DAV-Regionalstelle oder ein DAV-Ausbildungszentrum eröffnen? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wir informieren Sie gern über die Details. Wenn Sie DAV-Mitglied sind, können Sie eine DAV-Regionalstelle eröffnen. Mit der DAV-Prüfung und einer Berufspraxis von mindestens fünf Jahren erhalten Sie die Erlaubnis, ein DAV-Ausbildungszentrum zu eröffnen.

Brauchen Sie ein Coaching oder eine Supervision? Allen DAV-Mitgliedern steht ein Team von erfahrenen Astrologen zur Verfügung, die ein gebührenfreies berufliches Coaching anbieten.

Wünschen Sie sich einen erfahrenen Paten als Ansprechpartner? Sie haben als neues DAV-Mitglied ein Anrecht darauf, im ersten Jahr Ihrer Mitgliedschaft eine Patenschaft durch eine/n „DAV-geprüften Astrologen/Astrologin“ in der Nähe Ihres Wohnorts in Anspruch zu nehmen. Wenn Sie zurzeit eine Ausbildung in einem DAV-Ausbildungszentrum absolvieren, sind diese Ihr Ansprechpartner.

Leitfaden: So gründen Sie Ihre Astrologiepraxis. Der Deutsche Astrologen-Verband e.V. (DAV) hat eine Broschüre herausgegeben, die als Leitfaden für angehende selbstständige Astrologen dienen soll. Die Broschüre gibt einen Überblick über die Phasen des Gründungsprozesses, informiert über Business-Plan und Marketing-Konzepte und enthält viele Tipps für den laufenden Praxisbetrieb. Die Broschüre hat einen Umfang von 100 Seiten und kostet 40,00 Euro. Bitte überweisen Sie den Betrag vorab auf unser Konto, (siehe unten) und schreiben Sie dann eine E-Mail an die Geschäftsstelle, um die Broschüre "So gründen Sie Ihre Praxis" zu erhalten.


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Anspruch auf Vergütung für Kartenlegen, Astrologie und Ähnliches

Der Bundesgerichtshof hat am 13. Januar 2011 über die Frage entschieden, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Vergütungsanspruch für eine Leistung besteht, die unter Einsatz übernatürlicher, magischer Kräfte und Fähigkeiten erbracht wird (Aktenzeichen: Bundesgerichtshof III ZR 87/10).

Die Fakten
Eine Kartenlegerin hat im Jahr 2008 einen Klienten in verschiedenen beruflichen und privaten Fragen mit Hilfe von Kartenlegen beraten und dafür insgesamt 35.000 Euro erhalten. Für weitere Beratungen im Januar 2009 verlangte die Kartenlegerin rund 6700 Euro. In den Vorinstanzen (Landgericht, Oberlandesgericht) wurde ein Anspruch der Kartenlegerin grundsätzlich verneint, weil die versprochene Leistung auf den Gebrauch übernatürlicher, magischer Kräfte und Fähigkeiten gerichtet und damit objektiv unmöglich sei. Deshalb müsse der Anspruch auf Gegenleistung (Entgelt) gemäß § 326 Abs. (1), Satz 1 BGB, § 275 Abs. (1) BGB entfallen.

Das Urteil
Der Bundesgerichtshof hat die Angelegenheit an das Berufungsgericht zurückverwiesen. Auch der Bundesgerichtshof geht im Grundsatz davon aus, dass die versprochene Leistung objektiv nicht möglich sei. Diese Einschätzung gilt, wenn eine Leistung nach den Naturgesetzen oder nach dem Stand der Erkenntnis von Wissenschaft und Technik nicht erbracht werden kann. Das ist, so der Bundesgerichtshof, beim Versprechen des Einsatzes übernatürlicher, "magischer" oder parapsychologischer Kräfte und Fähigkeiten der Fall. Allerdings folgt dann nicht notwendig, dass ein Entgeltanspruch nach § 326 Abs. (1), Satz 1 BGB entfällt. Die Vertragsparteien können im Rahmen der Vertragsfreiheit sowie in Anerkennung ihrer Selbstverantwortung wirksam vereinbaren, dass eine Seite sich gegen Entgelt dazu verpflichtet, Leistungen zu erbringen, deren Grundlagen und Wirkungen nach den Erkenntnissen der Wissenschaft und Technik nicht nachweisbar sind, sondern einer inneren Überzeugung, einem entsprechenden Glauben oder einer nicht rationalen, für andere Menschen nicht nachvollziehbaren Haltung folgen. Damit hat der Bundesgerichtshof die ganze Angelegenheit an das vorinstanzliche Berufungsgericht zurückverwiesen. Hier muss nun geklärt werden, ob sich Kartenlegerin und Klient in der Tat freiwillig und in Anerkennung ihrer Selbstverantwortung auf einen entsprechenden Leistungsvertrag geeinigt haben. Ebenso muss geklärt werden, ob der Vertrag – etwa, weil eine Zwangslage ausgenutzt worden ist – gegen gute Sitten verstößt und daher rechtlich nichtig ist.

Haltung des Deutschen Astrologen-Verbandes
1. Wir gehen für unseren Fall der seriösen Astrologie und der seriösen astrologischen Beratung nicht davon aus, dass es sich dabei um den Gebrauch "übernatürlicher" oder "magischer" Kräfte handelt, sondern um die Anwendung eines Erfahrungswissens. Uns ist aber bewusst, dass die derzeitige Rechtsprechung die Astrologie ohne nähere Untersuchung in die Ecke "objektiv unmöglicher" Leistungsangebote rückt.
2. Der seriöse astrologische Berater klärt seine Klienten vor einer Beratung über Reichweite und Grenzen des diagnostischen Hilfsmittels Astrologie auf.
3. Klienten schließen mit dem Berater einen Dienstvertrag ab, keinen Werkvertrag. Ein Werkvertrag stellt eine zu erbringende Leistung (z.B. akkurate Erledigung einer handwerklichen, technischen usw. Arbeit) in den Mittelpunkt, ein Dienstvertrag stellt einen Service (z.B. Beratung, Zeitaufwand) in den Mittelpunkt.
4. Die Stundensätze eines seriösen astrologischen Beraters bewegen sich auf einem Niveau um 100 Euro (oder weniger). Eine Forderung von 6700 Euro für einen einzigen Monat Beratung wie im obigen Fall lässt bei einem Stundensatz von 100 Euro an Abhängigmachung denken (mehr als zwei Stunden Beratung täglich!) oder bei sehr viel höheren Stundensätzen an Ausnutzung einer Zwangslage. Mit so etwas möchten wir uns nicht gemein machen.

Dr. Christoph Schubert-Weller
(2005 - 2011 Erster Vortsitzender DAV)