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Jahresserie Astromedizin 2016 – der Krebs

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Medizinische Astrologie

Jahresserie Astromedizin 2016 - der Krebs

 

Von Heide Trautmann

Michael Roscher
Bild: Michael Roscher

Am 21.6. 2016 wechselte die Sonne in das Tierkreiszeichen Krebs.
Sie bleibt dort bis 22.7.2016.
Der Krebs wird neben den Zeichen Skorpion und Fische dem Element Wasser zugeordnet, wird somit durch weibliche, emotionale Energie geprägt.

Mit dem Eintritt der Sonne in das Zeichen Krebs beginnt der astronomische Sommer.
An diesem Tag hat die Sonne ihren höchsten Stand. Wir erleben den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres.

 

Zuordnungen in der Astromedizin

Dem Tierkreiszeichen Krebs werden in der Astromedizin Brust und Magen zugeordnet. Beides hat mit Nahrung und Emotionen zu tun.

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Nachfolgend gehe ich auf den Magen ein:
Wir befinden uns nach dem Mund im zweiten großen Verdauungsabschnitt in der Zuständigkeit des Zeichens Krebs.
Hier wird Nahrung zu einem Brei geknetet und weiter verarbeitet. Der Magen ist wie das gesamte System mit einer Schleimhaut ausgegleitet (Neptun/Fische). In der Schleimhaut sitzen Magendrüsen (Venus/Stier).

Eine chronische (Saturn) Entzündung (Mars) kann die Drüsen zerstören.
Die Hauptzellen sind für die Eiweißverdauung zuständig. Die Belegzellen produzieren u.a. Salzsäure, die anti-bakteriell wirkt, Eiweiße aufquellen lässt und somit die Eiweißverdauung unterstützt. Die Nebenzellen des Magens produzieren Schleim.
In der Magenschleimhaut sitzen verstreut Bikarbonat produzierende Zellen. Bikarbonat puffert gegen Säure ab. Der Magen soll sauer sein; zur Abwehr und Verdauung. Schutz erfolgt durch Schleim und Bikarbonat bildende Zellen (Neptun/Fische). Bikarbonat legt sich über die Magenschleimhaut.

Die Schleimhaut wird durch ASS = Acetylsalinsäure angegriffen. ASS hemmt die Bildung und zerstört die Schicht, die Bikarbonat bildet.
Ein Gleichgewicht von Säure und Bikarbonat ist für unsere Gesundheit wichtig.
Die Magenschleimhaut wird durch Salzsäure offen und verletzbar.
Uranus im Krebs oder in Spannung zum Mond kann sich als Reizmagen äußern. Erwartungsspannungen und Ängste bringen Aufruhr in den Magen. Inzwischen wurden im Magen den Hirnzellen identische Nervenzellen nachgewiesen und Wissenschaftler sprechen von einem Bauchhirn. Von daher können wir durchaus Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen.
Mars sorgt für eine Übersäuerung des Magens. Wie der Begriff schon sagt: wir sind sauer. Auf der psychischen Ebene handelt es sich um unterdrückte Aggressionen. Menschen, die ihren Ärger schlucken, sind anfällig. Wird die Übersäuerung chronisch, können sich bei entsprechender Disposition Geschwüre bilden.
Mars und Uranus in Spannung zu Krebs oder Mond führen nach meiner Erfahrung durchaus zu einem Stressmagen.
Mit unserer Ernährung haben wir einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit.
Die üblichen Nahrungsgewohnheiten führen zu einer ständigen Übersäuerung.
Eine basische Ernährung erspart jede Menge chemischer Medikamente, die unseren Organismus mit Nebenwirkungen zusätzlich schädigen. Auch der Verzicht auf Kaffee, Alkohol und Nikotin reduziert eine Übersäuerung und Reizung des Magens.

Nahrungsgewohnheiten lassen sich erfahrungsgemäß nur schwer ändern. Oft gelingt eine Korrektur erst bei Einschränkungen und Schmerzen, wobei ich aus Erfahrung sagen muss, dass besonders Patienten mit Krebsbetonung lieber leidend zu Medikamenten greifen statt ihre Gewohnheiten zu ändern.
Der absteigende Mondknoten im Krebs oder in Verbindung mit Mond zeigt eine Erbinformation, die auf der Körperebene eine genetische Schwäche des Magens betrifft. Auf der seelischen Ebene erleben Betroffene das Alleinsein durchaus als Einsamkeit, als Gefühl der Verlassenheit oder im Stich gelassen zu sein.

Foto: Heide Trautmann

Nach meinen Erfahrungen in der systemischen Therapie überspringen schicksalhafte Erfahrungen eine Generation und drängen dann bei der übernächsten Generation aus dem Unterbewusstsein ans Licht, um gelöst zu werden.

In der Vergangenheit haben Menschen ihre Heimat verloren. Die Betroffenen fühlen sich oft heimatlos, nicht zugehörig und brüten lange an Kränkungen und Verletzungen.

Ein Saturn im Krebs oder in Verbindung mit dem Mond zeigt unverarbeitete Trauer im Familiensystem. Die Emotionen liegen unverdaut und wie ein Stein im Magen.

 

In Eigenverantwortung aus dem bequemen Nest
Der Mond, unser Erdtrabant, wird dem Tierkreiszeichen Krebs zugeordnet. Der Mond symbolisiert das Weiblich-Mütterliche, das Nährende, Stillende, das Versorgen und Beschützen. Menschen mit Krebs- und Mond -betonung sind emotional besonders verletzbar und ziehen sich als Schutzmaßnahme eher zurück. Krebs - betonte Menschen haben von daher eine Hemmung vor neuen Situationen und Begegnungen. Sie benötigen für ihr Wohlbefinden eine Umgebung, in der sie vertraut sind und sich geborgen fühlen, also ein Nest. Und hier liegt eine Schwachstelle – Diese Gefühlslage bringt den Menschen leicht in Abhängigkeit von Gewohnheiten, auch wenn sie sich schädlich auf Körper und Gefühle auswirken. Die enormen Stimmungsschwankungen entwickeln sich schleichend hin zur Depression. Antriebslosigkeit, Passivität und Entscheidungsschwäche verstärken hier eine unbewusste Leidensbereitschaft, sodass unter diesem Zeichen verschiedene auto- aggressive Krankheiten anzutreffen sind. Spannungsverhältnisse zu Mond und Krebs zwingen die Person zu Konsequenzen, zu Veränderung der Nahrungsgewohnheiten beispielsweise, zum Auszug aus dem Nest, zur Trennung von destruktiven Familienverbänden und Abhängigkeitsverhältnissen. Doch ich treffe in der Praxis überdurchschnittlich viele Menschen mit Krebs - Betonung, die lieber Krankheit und Leid in Kauf nehmen, statt eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen.
Das stumme Leiden und der unterschwellig vorwurfsvolle Blick, der seufzende Rückzug, die Tränen werden zum Hilferuf und zum hilflosen Ausdruck ihrer eigenen Durchsetzung. Dabei ist es für Krebs betonte Menschen eine große Herausforderung, Eigenverantwortung zu übernehmen, insbesondere die Verantwortung für die eigenen Gefühle. Das gegenüberliegende Zeichen Steinbock symbolisiert genau dieses Prinzip der Verantwortung. Nun haben sich in den letzten Jahrzehnten Familien- und Gesellschaftsstruktur aber grundlegend verändert. Der Patriarch, der Ranghöchste der Familie, verdiente die materielle Grundlage, gab dafür die Maßstäbe für die Familie vor und erhielt den Platz am Kopfende des Tisches und die größte Fleischportion.

Das war die traditionelle Verkörperung des Saturn und Steinbock - Prinzips.
Die Frau,das rundlich-weibliche Prinzip, war für die Ernährung und das „Innenleben“ der Familie zuständig, für die Versorgung der Kinder, für Mitgefühl und Verständnis. Doch auch diese traditionelle Verkörperung des Krebs-Prinzips gehört überwiegend der Vergangenheit an. Die Rollen vermischen sich zunehmend, viele leiden unter einer permanenten Überforderung. Die Familienstruktur oder Familiensysteme sind oft gestört. Hier kann die systemische Therapie helfen.

 

Das Leid
In einer Studie über Fibromyalgie habe ich festgestellt, dass kein anderes Zeichen seinen seelischen Schmerz so sehr und so intensiv über das körperliche Schmerzerleben ausdrückt wie der Krebs. Bei sämtlichen Patientinnen dieser Fallstudie blieb das Leid bis zur Manifestation der Fibromyalgie in einer Sackgasse der Passivität und führte nicht über notwendige Konsequenzen zu Entwicklung und Wachstum der Persönlichkeit.
Körperlich manifestieren sich Störungen des emotionalen Bereiches im Magen. Der Planet Mars im oder in Spannung zu Krebs treibt die Magensäure hoch, unterdrückter Ärger und Angst steigen als Sodbrennen hoch. Der Mensch ist sauer. Es liegt ihm etwas im Magen; unverarbeitete Gefühle. Der Krebs-betonte Mensch hat ein intensives Erleben und vergisst nichts. Im problematischen Sinne kommt er von der Vergangenheit schlecht los, Erinnerungen, Sentimentalität ebenso wie Kränkungen kommen immer wieder hoch und nehmen die Gegenwart ein. Trauergefühle führen zu Verhärtungen und Versteifungen, die sich körperlich im Gelenkbereich manifestieren.
Hier wird die Interaktion mit dem gegenüberliegenden Zeichen Steinbock deutlich, dem Knochen, Gelenke und Knie zugeordnet werden.
Der Mond steht symbolisch u.a. für Nahrung. Einen Ausdruck von auto- aggressiven Anlagen finde ich in der Praxis unter den Nahrungsmittelallergien. Das mit der Nahrung aufgenommene oder assoziierte Gefühl wird abgelehnt und bekämpft.


Die Gezeiten
Das weiblich-mütterliche Zeichen

Krebs entspricht auf der körperlichen Ebene der Brust mit ihrer Milchbildung und stillenden Funktion. Ebenso „regelt“ der Mond Zyklus und Fruchtbarkeit von Frauen. Als Frauen noch eng im Einklang mit dem Mondzyklus und den Naturgesetzen lebten, fiel die Monatsblutung mit dem Vollmond zusammen.

 

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Mit dem abnehmenden Mond blutete die Schleimhaut ab. Der Eisprung fiel mit dem Neumond zusammen. Mit dem zunehmenden Mond baut sich die Schleimhaut wieder auf. Im Falle einer Befruchtung nistete sich der Embryo in dieser Phase des Aufbaus in der Schleimhaut ein. Ebenso wie der Mond Ebbe und Flut beeinflusst, so wird seit Jahrhunderten seine Wirkung auf den Flüssigkeitshaushalt von Lebewesen beobachtet. Bei zunehmendem Mond neigen wir eher zu Wasseransammlungen im Gewebe, bei abnehmendem Mond fällt uns das Entwässern leichter.

Therapie
Bei diesem Tierkreiszeichen bleibt die krank machende Störung in überdurchschnittlichem Maße auf der seelischen Ebene (bei den Erdzeichen hingegen manifestieren sich Störungen stärker in der körperlichen Ebene).
Die wichtigste Therapie für den Krebs besteht demnach aus dem Schaffen eines ausgeglichenen Gefühlslebens. Der Gefühlsausdruck durch Farben ist eine angeborene Stärke; die Maltherapie hilft beim Sichtbarmachen und Heilen von Verletzungen. Krebs - betonte Menschen ziehen sich gerne mit einem Buch zurück und vertiefen sich in ihre eigene Welt. Über das Miterleben lösen sich mitunter eigene Verletzungen auf.
Der Archetyp Krebs leidet vor allem unter seiner Passivität. Schubweise verlaufende, chronische Auto- Immunkrankheiten werden nach meiner Erfahrung durch Transite des Planeten Mars „ausgelöst“. Es würde enorm helfen, diese Entscheidungs- und Handlungskraft in einer Phase von Initiativen und Konsequenzen für ein selbst bestimmtes Leben umzusetzen.
Mitgefühl von Menschen ihres Vertrauens, verständnisvolles Zuhören hilft dem Menschen erheblich, das Erlebte zu rationalisieren und somit zu verarbeiten. Selbsterfahrungs- und Selbsthilfegruppen unterstützen den Gesundungsprozess.
Der Krebs kann ganz gut ohne Bewegung leben, Sport ist ihm fremd. In dem Element Wasser allerdings fühlt er sich zuhause, hier kann er sich von den trüben Alltagsgedanken reinigen und erfrischen. Die Liebe zu Natur und Tieren weckt die Lebensgeister und auch die Beschäftigung mit Kindern stärkt den gesunden Impuls, sich aktiv am Leben zu beteiligen.

Datum MESZ

21.6.2016 00:35 Sonne Krebs
27.6.2016 13:10 Chiron R 25°15' Fische
30.6.2016 01:25 Merkur Krebs
01:39 Mars D 23°03' Skorpion
04.7.2016 13:02 Neumond 12°54' Krebs
12.7.2016 07:35 Venus Löwe
14.7.2016 02:48 Merkur Löwe.
20.7.2016 00:58 Vollmond 27°40' Steinbock

Die Jahresserie Astromedizin umfasst lediglich Teilbereiche meiner astromedizinischen Praxis und Forschung. Die Beschreibung der Krankheitsdispositionen kann nur allgemein und grundsätzlich gehalten sein. Sie ersetzt keine individuelle Analyse oder Gesundheitsberatung.

Einen umfassenden Vortrag zur Jahresserie Astromedizin 2016 - der Krebs finden Sie auf meiner Online-Akademie Sofengo
Live können Sie am 14.6.2016 ab 19 Uhr dabei sein.
Danach steht Ihnen die Videoaufzeichnung zur Verfügung.

www.astromedizin.info

Information zur Ausbildung Astromedizin:

Sofengo Akademie Heide Trautmann

Der Einstieg in die Ausbildung ist jederzeit möglich.

Jeder Seminarabend bildet eine in sich geschlossene Einheit.

Die bisherigen Veranstaltungen stehen im Archiv mit Skript und Videoaufnahmen zur Verfügung.

Blieskastel, 27. Juni 2016

 

Die Autorin

Heide Trautmann

Heide Trautmann - Heilpraktikerin

Am Eichberg 18
D- 66440 Blieskastel
Tel. (0049) 06842 / 708 2088

 

Ausbildung Astromedizin online: www.sofengo.de/academy/heide.trautmann
www.astromedizin.info
www.astromedizin.blogspot.de

Heide Trautmann Seit 1982 Ausbildung in klassischer Astrologie auf psychologischer Grundlage und Astromedizin. Seit 1989 Ausbildung in klassischer Homöopathie. Seit 1996 als Heilpraktikerin tätig. Ihr Beratungs- und Dozentenschwerpunkt liegt in der Synthese von Astromedizin und klassischer Homöopathie. So leitet sie seit 1999 eine Fachausbildung „Astromedizin für medizinisch interessierte Astrologen und astrologisch interessierte Therapeuten.“

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